Build log 19.11.16

Gestern stand nochmals das Cockpit auf dem Programm – der bekannte vorletzte Feinschliff. Der ist dann mit einigen Spachteleinheiten auch erfolgt, und als ich dachte, dass es das dann gewesen sei, habe ich wider besserer Erfahrung zum Sprühspachtel gegriffen. Noch bevor das Zeug getrocknet war, war klar, dass dies nicht die letzte Schleife gewesen war.

In der Zwischenzeit habe ich mich dann weiter mit den Scheinwerferabdeckungen amüsiert. Wir erinnern uns: die Befestigung sollte und soll über Nietmuttern erfolgen, die ja im Regelfall einen Bund haben, der also versenkt werden musste. Das habe ich dann auch fast perfekt (fast Eigenlob) gemacht, und das Ganze sah im Detail dann so aus:

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Schön, oder? Niemand wird erahnen, wie lange diese Aktion gedauert hat, und um wieviel schneller es beim zweiten Scheinwerfer ging. Wenn also jemand mal eine solche Arbeit zu verrichten hat, kann ich zumindest wertvolle Besserwissertips geben ;-))

Dann ruckzuck die Scheibe verschraubt, und es sah schon wieder ein Stück mehr nach Le Mans aus (das Kreppband wird später durch eine Schwärzung ersetzt):

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Im übrigen musste ich zur Ausführung dieser Arbeiten den M4-Einsatz meiner Nietzange teilzerstören, oder besser, an die Aufgabe anpassen. Da die im Bild rechte Flanschbreite sehr sparsam gewählt ist, und breiter als der Kopf des Einsatzes der Nietzange ist, half da nur noch Modifikation durch Schleifen (neinnein, kein 40er Papier, sondern Fächerscheibe). Mein Werkzeug war danach deutlich wertgesteigert:

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Nächste Woche dann die gleiche Prozedur bei den unteren Abdeckungen für die Blinker absolvieren, und schon ist ein weiteres Schritt Kunststoffbearbeitung Geschichte.

Noch einmal zurück zum Cockpit: Am Ende des Tages war das Erscheinungsbild schon fast so, wie es eigentlich bei Anlieferung hätte aussehen sollen:

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Irgendwann geht das ganze Ding dann zum Beflocken – wenn jemand jemanden kennt, der das professionell ausführen kann, und nicht allzu  weit von 33334 entfernt wohnt, so bin ich über jeden Ratschlag dankbar.

Später mehr,

Udo

Build log, 12.11.16

Eigentlich (wer macht eigentlich noch Pläne, die länger als eine Woche in die Zukunft blicken?) wollte ich ja an den Scheinwerferabdeckungen weitermachen, aber es gab noch eine kleine Nacharbeit am Belüftungskanal des front clip, so dass der clip zum Trocknen geöffnet ausharren musste, und es somit keine Zugänglichkeit zu den Scheinwerfern gab. Die kommende Woche weist wahrscheinlich wieder einen Samstag aus, und die Abdeckungen laufen ja auch nicht weg.

Macht aber nichts, das Cockpit ist ja auch noch nicht fertig ;-)). Mick Sollis hatte in der Zwischenzeit die dash vents geliefert, und die konnte ich in der Arbeitsleere rasch einfügen. Einfach zwei 63er Löcher links und rechts in den Kunststoff anbringen und fertig – natürlich nicht, denn die Anlagefläche an der rechten Seite war extrem uneben, und das dash vent wippte lustig hin und her. Feinspachtel aufgebracht, und im Nu war die Fläche eben. Hier die Baustelle mit Ausgleichsspachtel vor dem Schleifen …

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… und hier mit eingepasstem dash vent:

img_0236Erkennbar ist auch, dass alle möglichen Ecken und Kanten durch jahrelanges Herumliegen und -transportieren ein wenig lädiert sind, und etwas angespachelt werden mußten.

Wer über gute Sehkraft verfügt, sieht auch, dass die seitlichen Nietmuttern für die Befestigung der beiden Abdeckbleche auch schon gesetzt sind! Leider sind die Flansche unten und oben, also die waagerechten, so schmal (did I mention craftmanship already?), dass hier keine Verschraubungen möglich, aufgrund der allgemeinen Toleranzlage jedoch notwendig sind. Also habe ich von der Rückseite Aluminiumbleche als Halter befestigt, quasi als Flanschverlängerung.

Nun hatte ich vor Monaten von Holden aus UK, woher sonst, schicke Schalter gekauft, und denen habe ich dann nach einigem Hin- und Herdenken schon mal eine Heimat geschaffen. Verschraubt an den genannten Nietmuttern schaut das dann schon so, dass es Appetit auf mehr macht:

img_0235Rechts ist der Hupenknopf sichtbar, daneben einer der toggles, von denen es insgesamt 5 weitere im Fahrerhaus geben wird. Ach ja, die Bohrungen für die vier Kontrollleuchten (kein LED-Kram) unter den beiden kleinen zentralen Instrumenten sind auch schon da. Jetzt fehlen nur noch die Löcher für Schloss und Starterknopf, dann kann es losgehen (-fahren).

Später mehr,

Udo

Build log 05.11.16

Wie wir uns erinnern, galt es gestern, das anlaminierte Cockpit nun in Form zu bringen. Dazu musste das Objekt erstmal auf die richtige Länge eingekürzt werden, so dass es bis satt unter den Scheibenrahmen reicht. Das war mit der Fächerscheibe rasch und nahezu staubarm erledigt, und danach kam same procedure than EVERY year: Faserspachtel – Schleifen – Feinspachtel – Schleifen – Feinspachtel usw. Am Ende machte die Verlängerung des Cockpits auf mich einen kompetenten Eindruck:

img_0233Beim nächsten Mal kommt dann noch der Feinschliff – haha, Wortakrobatik!!!

Anschliessend wusste ich gar nicht mehr, was ich noch machen sollte. Nach kurzem Nachdenken fiel mir ein, dass ich vor einigen Monaten die Scheinwerferabdeckungen in UK gekauft hatte, und nach kurzem Suchen habe ich die dann im Chaos auch gleich wiedergefunden. Verkauft wurden die Produkte mit der Bezeichnung „Overvized. Needs to be sized on car“. Tja, und das habe ich dann auch gemacht. Überraschender Weise bezog sich oversized offenbar auch auf den Krümmungswinkel der Abdeckungen, da meine offenbar für einen Volvo aus den achtziger Jahren gebaut war, also nahezu eben. Mittels vorsichtiger Energiezufuhr aus dem Heissluftföhn habe ich dann erstmal die Krümmung halbwegs angepasst, und dann die Seiten der Abdeckung (schon wieder mit der Fächerscheibe, dem königlichen Werkzeug) angepasst. So sehen die Teile auf der Werkband liegend aus …

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… und so angehalten am Fahrzeug:

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Wie unschwer erkennbar ist, habe ich bei der Findung der geeigneten Lochlagen einige Iterationsschleifen benötigt, und irgendwelche der zahlreichen Anzeichnungen wird es dann werden.

Als nächstes heisst es vorsichtig die Löcher zu bohren, und die guten Stücke am Sauerkraut zu befestigen. Da ich Blechschrauben zur Befestigung nicht mag, wollte ich Senkkopfschrauben mit Mutter verbauen. Das geht aber aus Zugänglichkeitsgründen nur teilweise, so dass ich mich demnächst mit versenkten Nietköpfen beschäftigen werde. Das wir ein Spass!?!?!

Später mehr,

Udo

History

Da ja das Bauen am GT40 schon einige Zeit läuft, halte ich es für unverzichtbar, euch Öffentlichkeit einen kurzen Abriss über die letzten Monate zu geben. Diejenigen, die mein Wirken bislang per eMail mitgeteilt bekommen haben, erfahren nichts Neues, für Neuleser ist hoffentlich Erbauliches zu sehen und zu lesen.

Die KVA-panels aus den frühen Achtzigern sahen anfangs so aus, wie GfK von dreißig Jahren eben aussah: aus der Ferne gesehen ist alles schön! Das habe ich aber richtig bewusst erst wahrgenommen, als ich den Rahmen von Southern GT mit Alublechen geplankt habe, und die Kunststoffteile nun freischwebend irgendwie mit dem Rahmen zu verheiraten waren. Hier eine Impression der Alublecharbeit (zu sehen ist die Bodenplatte, wie sie mittels Nieten und Klebstoff am Rahmen verbunden wurde. Zum Glück hatte ich mir ein pneumatisches Setzgerät gekauft): IMG_0011.JPG

Aber zurück zu den panels: die Spinne, also das Mittelteil, war zweiteilig ausgeführt, und musste miteinander verklebt werden (übrigens hatte einer der Vorbesitzer versucht, die Teile mittels Blindnieten zu verbinden. No comment at all). Hier ist zu erkennen, dass alles zum Spannen verfügbare im Einsatz war:

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Nachdem die Spinne also am Rahmen fixiert war, kamen Türen, fron und rear clip an die Reihe. Die Spaltmaße in allen drei Dimensionen (in der vierten, der zeitlichen leider auch) waren nicht nur zum Fürchten, sondern wirkten teilweise auch tränentreibend. Das Bild unten zeigt das Ergebnis umfangreicher Füllarbeiten:

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Auch der front clip war ein Musterknabe, was Maßhaltigkeit angeht. Nach Auflaminieren einiger Lagen Fasermatten, Verwenden von Faser- und schliesslich Feinspachtel gab es dann eine annähernde Flucht der Teile zueinander:

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Das Highlight „Türeneinpassen“ möchte ich nicht unerwähnt lassen. Auch nach stundenlangem Ausrichten in den Scharnieren ergab sich keine Position, die auch nur annähernd akzeptabel wirkte. Das Patentrezept „Laminieren – Spachteln – Schleifen“ hat dann aber doch gewirkt, so dass heute eine Passform erreicht ist, mit der ich mich irgendwann auf die Straße wagen kann. Untenstehend Türen und Spinne nach dem Laminieren und nach erfolgter Spachtelbehandlung:

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Abschliessen möchte ich die Kurzkurzkurzhistorie (ich hätte noch viel mehr Erschreckendes, Erbauliches und Erfolgreiches zu berichten, aber auch in diesem Blog ist der Speicherplatz nicht unendlich) mit einer derjenigen Tätigkeiten anstanden, bei der rasche Erfolge mit geringem Zeiteinsatz zu erzielen waren (ist immer gut für die Motivation). Weder Türgriff noch Tankeinfüllstutzen waren in den KVA-Teilen vorbereitet. Glücklicherweise jedoch hatte Southern GT „regresses“ am Start. Nach einigem Hin- und Hermessen war dann mutig eine Öffnung in front clip und Türen angebracht, der regess anlaminiert, gespachtelt, geschliffen, und dann war da etwas für die Galerie entstanden:

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Soweit also mein Rückblick auf das, was mal war. Schauen wir demnächst auf das, was da kommt.

Später also mehr,

Udo