Build log, 16.05.26

Dieses Mal gibt es viele Fotos zu sehen, aber wie immer, eines nach dem anderen.

Quick win war die erfolgreiche Montage der Silikonkappe auf dem Widerstand für die Zündspule. Die Kappe wird benötigt, um einen Kontakt mit dem metallischen Luftzuführschlauch zu vermeiden, der den Hauptbremszylinder kühlen soll:

Dann musste ich das hintere Kreuzgelenk der Kardanwelle tauschen, was ohne größere Verwerfungen über die Bühne ging. Das Lager weist schon Verschleiß auf, also kommt das vordere demnächst auch noch an die Reihe:

Alles wieder eingebaut, wird das so erst einmal wieder funktionieren:

Und dann waren da noch zwei im weitesten Sinne elektrische Neuteile zu verbauen, was traditionsgemäß durch B erfolgte. Auf Anraten H‘s hatte ich mir endlich einen eigenen Transponder zugelegt, den Edlen mit Stromanschluss:

Bei Kleinanzeigen war ich auf einen AIM Solo2 gestoßen, und habe den auch noch erstanden. Mit dem Tracker kann man die tollsten Sachen machen und auswerten, was genau muss ich im owners manual noch erforschen. Hier der Verbauzustand:

Das sieht zumindest richtig schnell aus, und hat ein Feature, das mir gleich ins Auge gefallen ist: wenn die aktuelle Rundenzeit langsamer als die vorherige ist, leuchten die seitlichen Dioden rot blinkend auf, zur Motivation, um vom Herumgetrödele abzulassen.

Später mehr Überlegungen, die Dinger einfach abzukleben,

Udo

Build log, 09.05.26

Die Öltemperatur während des letzten Rennens in Spa-Francorchamps pendelte im Fahrbetrieb bei üppigen 130 Grad Celsius, und unterstellt, dass die Anzeige im Cockpit die Wahrheit preisgibt, ist das zumindest eine grenzwertige Temperatur.

Der Ölkühler versteckt sich derzeit hinter dem gelochten Blech in der Fahrzeugfront, hier der bisherige Baustand:

Inwieweit sich die Blechstege negativ auf die Kühlleistung auswirken, lässt sich nur mutmaßen, aber der Einfluss dürfte kein positiver sein. Also habe ich nach Ausbau von Batterie und Ölkühler diesen Zustand erzeugt, garantiert periodengerecht (das hätte jeder 1965 genauso machen können):

Erkennbar sind mit Fantasie ein Aluminiumwinkel links im Bild und ein Abweisblech am rechten Rand. Beide sorgen dafür, dass die anströmende Luft durch den Kühler muss, und nicht daneben im Motorraum verschwindet.

Ich bin gespannt, ob diese beiden funktionssteigernden Modifikationen einen Effekt zur Folge haben.

Später mehr Effekthascherei,

Udo

Build log, 02.05.26

Das vergangene Rennwochenende in Spa hatte einige Verbesserungspotentiale am Falcon zu Tage gefördert:

  • Zündspule am falschen Ort
  • Ölkühler mit zuwenig Kühlleistung
  • Vergaserbetätigung klemmt unangemeldet
  • Adapterplatte Ölkreislauf an Motorblock ist latent undicht

Also gab es zu tun, und unter Mithilfe von B, N und M hatte ich selbst nur Handlangertätigkeiten auszuführen, habe mich aber auch soweit möglich in die Lösungsfindung eingebracht 😉.

Der größte erkennbare Unterschied besteht in der neuen Position der Zündspule, die zuvor sehr nahe an Motorblock und Abgaskrümmer befestigt war:

Die Analyse rund um die klemmende Vergaserbetätigung blieb ergebnislos, wir haben dies und das verbessert, der Rest ist Hoffnung.

Es bleiben also noch Restarbeiten, die nächste Rennveranstaltung ist schon in Sichtweite.

Später mehr Panikmache,

Udo

Race log, 23.-26.04.26

Das wirklich lange Rennwochenende begann mit dem Trackday am Donnerstag. Wiederum konnte ich A als Instructor gewinnen, den ersten Stint ist er gefahren (flüssig, schnell, unaufgeregt), den zweiten dann ich. Bis zu dem Zeitpunkt, an dem die Zündspule nicht mehr wollte wie sie sollte, lief es gut, danach eher langsam:

Zum Qualifying mit 3:12:714 und durchschnittlicher Geschwindigkeit von 130,8 km/h gibt es nicht viel zu sagen, mit einer Performance ähnlich des Vorjahres. Im Rennen 1 habe ich mich noch von einem BMW 1800 TISA verladen lassen, was mir in Rennen zwei nicht mehr passiert ist:

Überhaupt lief es bis zu dem Zeitpunkt, in dem die Vergaserbetätigung in der Stellung „maximal“ klemmte und ich geistesgegenwärtig die Zündung auf der Start-Zielgeraden ausgestellt habe, sehr gut.

Nach dem zweiten Abschleppen und Kurzdiagnose ohne greifbares Ergebnis kam B die Eingebung, das ich das Rennen wieder aufnehmen könnte. Also habe ich mich notdürftig wieder angeschnallt, und noch eine Runde gewagt, an deren Ende ich die Zielflagge tatsächlich gesehen habe und mich in der Wertung wähnen durfte.

Als einziger Fahrer in Klasse 27 gab es dann auch wieder üppiges Blech zu transportieren:

Richtig gut war auch das Catering mit zwei Bierzeltgarnituren und guter Unterhaltung in der Boxengasse:

Später mehr Entertainment,

Udo

Build log, 18.04.26

Heute hieß es „fertig werden“, denn am kommenden Wochenende startet die Saison. Richtig viel zu tun gab es nicht mehr, Fahrersitz um- und Beifahrersitz einbauen, einmal die Dichtigkeit der Aggregate prüfen, und eine Wagenwäsche.

Die einzige ungeahnte Baustelle ergab sich aus dem Umstand der Kollision des Gasgestänges mit dem neu erstandenen Luftfilter. Nach allerhand Hin und Her fand sich eine Lösung, und der Falcon steht frisch gewaschen und verzurrt auf dem Trailer:

Somit kann es zur Fahrstunde mit Andy N losgehen, und später dann zur Spa Summer Classic (im Frühling komischerweise).

Später mehr Paradoxes,

Udo

Build log, 14.03.26

Im Frühtau kam B zum Wechsel der Bremsflüssigkeit vorbei, sodass nun alle Medien im Falcon erneuert sind. Startklar von dieser Seite her.

Leider war der Kühlflüssigkeitskreislauf immer noch undicht, und ich hatte mich zum Erwerb eines neuen Thermostatträgers entschieden. Also hieß es, zum wiederholten Male das Wasser abzulassen …

… das Neuteil einzubauen …

… und die mittlerweile passenden schwarzen Silikonschläuche wieder anzubringen:

Der Stutzen hat einen Durchmesser von fast vierzig Millimetern, und daher ist der ganze Reduzierkrampf aus dem letzten log unnötig.

Danach habe ich noch dies und das gemacht, beispielsweise die Lochrohre zur Geräuschminderung eingebaut:

Ob und wieviel Schalldruckreduzierung diese Maßnahme bewirkt, wird sich zeigen, oder, um es mit Goethe zu schreiben: grau ist alle Theorie, und grün des Lebens goldner Baum.

Später mehr Zitate für Angeber,

Udo

Build log, 07.03.26

Bestellt hatte ich am Sonntag vergangener Woche Wasserschläuche von Samco, einen neunzig Grad Reduzierer und einen sechzig Grad Bogen, sowie ein Verbindungsstück aus Aluminiumrohr. All das war flugs in den Falcon eingebaut, hier zu sehen:

Das optische Ergebnis ist eine Sache, die Andere ist das funktionale Ergebnis: die Leckage ist noch immer vorhanden. Ergo habe ich heute ein neues Thermostatgehäuse bestellt, denn auch wenn ich nicht die hellste Schrauberkerze auf der Torte bin: einen Wasserschlauch anzuschließen gehört normalerweise zu meinem Fähigkeitsfundus.

Etwas konsterniert habe ich mich dann weiteren, eher Erfolg versprechenden Dingen zugewandt, nämlich der Montage der beiden Lufteinlässe für Vergaser und Bremszylinderkühlung:

Das scheint geklappt zu haben, es war zumindest keine Leckage erkennbar 😎.

Hier aus etwas veränderter Perspektive:

Für Regenfahrten muss ich noch einen Schlauch bestellen, der die Luft von unten ansaugt.

Derart frisch motiviert, stand noch die Anbringung der Verstärkung für den hinteren rechten Stoßdämpfer an. Die Entscheidung ist gegen meine letztwöchig vorgestellt Variante gefallen, aber Schritt für Schritt. Zunächst musste die Lackierung entfernt werden …

… um anschließend dann diese drei Millimeter dicke Scheibe einzuschweißen:

Schweißen kann ich ja bekanntermaßen nicht so ganz gut, und beim Überkopfverfahren steigt die Komplexität, dennoch denke ich, dass die Funktion gegeben sein wird.

Auf das Wasserpanschen in der kommenden Woche freue ich mich bei genauer Betrachtung am meisten.

Später mehr Vorfreude,

Udo

Build log, 28.02.26

In diesem Monat ist nicht richtig viel Fortschritt zu vermelden, was auch aber nicht ausschließlich mit dessen Kürze zu tun hat. Auch mein Eintreffen am Falcon nährte keineswegs die Hoffnung auf eine kurzfristige Renneinsatzbereitschaft: aus dem Wassereinlass in den Motor tropfte fröhlich Kühlwasser:

Wäre ich ein Profi, so hätte ich Schlauchinnen- und Stutzenaussendurchmesser vor der Montage schon beim Einbau vor drei Wochen gemessen und festgestellt, dass ein 38er Schlauch mit einem 35er Stutzen nicht harmoniert. Mittlerweile habe ich im Internet ein Neunziggradreduzierstück (von achtunddreissig Millimeter auf fünfunddreissig Millimeter), einen Sechziggradbogen und ein Verbindungsstück, alles von Samco, bestellt. Jetzt wird diese Dauerbaustelle hoffentlich bald geschlossen.

Dann konnte ich mich endlich dem eigentlichen Thema des Tages zuwenden, nämlich dem Ausbau des hinteren rechten Stoßdämpfers (hat tatsächlich M gemacht, der jünger und belastbarer als ich ist) und der Reparatur der gerissenen Stoßdämpferaufnahme. Aus etwas Entfernung betrachtet ist dies die Problemstelle …

… die aus den Nähe tendenziell eher schlimmer ausschaut:

Bis auf die Anschraubfläche ist hier alles gekrümmt und damit nicht eben, und damit anspruchsvoll, wenn es eine Verstärkung dieses Bereiches betrifft.

Mein aktuelles Verstärkungsblech schaut so aus, und soll quer im Fahrzeug eingeschweißt werden:

Ob das eine wirklich gute Idee, oder eine dicke Scheibe eingeschweißt die Bessere ist, ist noch unklar. Ich wünsche mir jedenfalls von euch Lesern ein paar konstruktive Ideen oder gerne auch Meinungen, was hier der Königsweg ist. Also, ran an die Tastatur.

Später mehr repräsentative Umfragen,

Udo

Build log, 07.02.26

Von der echten Erfolgsstory des heutigen Tages habe ich leider keine Bilddokumentation angefertigt, nämlich vom Einbau der durch M modifizierten Auspuffanlage. Ihr müsst es schon glauben: die linke und rechte Seite sind wieder symmetrisch, mit Endrohren für schalldruckkritische Rennstrecken, und mit solche für andere Rundkurse. Die Varianten sind an der Scheune nach Voranmeldung kostenfrei zu besichtigen.

Mit dem Wechsel des Motoröls ist auch die vorletzte Flüssigkeit ausgetauscht, es bleibt nur noch die Bremsflüssigkeit, in den kommenden Tagen an der Reihe. Verbaut im Falcon sind zwei Ölfilter, ein Standardprodukt von Ford Racing, und das wiederverwertbare Teil britischer Bauart. Nach Säuberung ergab sich dieses Bild:

Die Anhäufungen sind glücklicherweise nur schwach metallisch, was es genau ist, vermag ich nicht zu sagen.

Der Filtereinsatz oben im Bild ist jedenfalls nach erfolgter Reinigung wie neu, und nach dem Wiedereinbau in den Falcon sah alles fast so aus wie zuvor:

Gegen Nachmittag schaute F vorbei, und ihm fiel eine Fläche am Reifen auf, die auf regelmäßigen Kontakt mit etwas nicht-Gewollten hindeutete.

Das Rad ist zwar aktuell hinten links verbaut, allerdings steht auf dem Reifen VR, in gelber Schrift. Vorne rechts brauchte es auch mit wenig Sachverstand nur kurze Zeit, um Ursache und Wirkung in einen kausalen Zusammenhang zu bringen: die Verstärkung in der Bildmitte hatte regelmäßigen Kontakt zum Reifen:

Warum das erst nach solch langer Zeit offenkundig wird, ist und bleibt wohl ein Rätsel. Kurzentschlossen habe ich das Blech eingekürzt, und diese Schwachstelle, die auch leicht ins Auge hätte gehen können, beseitigt. Zum Glück ist das Profil des Reifens sowieso abgefahren …

Später mehr glückliche Fügungen,

Udo

Build log, 31.01.26

Im letzten log hatte ich die neuen Endrohre gezeigt, und aus gutem Grund nur die linke Seite. Die rechte nämlich sah bedeutend unbedeutender aus, Optik und Funktion betreffend. Der Grund dafür liegt darin, dass das rechte Endrohr und der Schalldämpfer verbogen sind, und dass Winkel und Lage am Auto auf beiden Seiten unterschiedlich sind, beziehungsweise waren. Also hat das rechte Endrohr durch Heraustrennen eines Abschnittes eine korrigierte Form erhalten, und befindet sich zum Schweißen bei M.

Das Aushärten des Polymeres oder der Steinschlagreparaturmasse stand auch noch auf dem Plan, hier im Zahnarztambiente:

Da noch allerhand Flüssigkeiten auszutauschen waren, habe ich mit Kühlwassser- und Motorölablassen weitergemacht. Das Wasserablaufblech, eingeklemmt unterhalb des Kühlers links, ist hier dargestellt:

Der Grund für den Wasserwechsel lag nicht in der Qualität der Flüssigkeit begründet, sondern im Zustand der noch originalen Kunststoffschläuche, durch die das Wasser hindurchfliesst:

Von J hatte ich dieses Silikonschlauchset erstanden …

… und nach umfangreichen Anläufen, Kürzungen und Verwünschungen schließlich in den Falcon implantiert:

Zumindest ist mir dadurch nicht kalt geworden, wenn man es positiv sehen möchte.

Später mehr Erwärmendes,

Udo