Build log, 29.12.16

Nachdem der Faserspachtel am front clip, an der Nahtstelle zum nostril, nach erneutem Auftrag trocknen musste, habe ich mich final, und ich meine wirklich final, also abschliessend oder auch endgültig, nochmals mit dem Cockpit beschäftigt. Es galt, einige dutzend Stellen ein wenig nachzuschleifen, die Trennlinie zur Spinne anzupassen, und den „Deckel“ im vorderen Bereich, der zur Frontscheibenbelüftung dient, anzupassen. Mick von Southern GT sieht ein Aluminiumblech mit Lüftungsschlitzen vor. Erstens passt das nicht in die Öffnung des KVA Cockpits, und zweitens sieht das Sch….. aus:

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Die Originalgitter gibt es quasi nicht mehr zu kaufen, oder wenn, dann zu Preisen, zu denen ein Mallorcaurlaub machbar wäre. Also habe ich mir aus dem einschlägigem Zubehörtuninghandel ein Aluminiumgitter, schwarz eloxiert, besorgt, und das in die entsprechende Form geschnitten und geschliffen. Das sieht aktuell so aus (natürlich sind die beiden gerade wirkenden, langen Kanten nicht gerade, sondern geschwungen):

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Für die Gitterkanten brauche ich noch eine zündende Idee, vielleicht ein dünnes Keder. Mal sehen. Wenn das Cockpit schwarz beflockt ist, sieht das jedenfalls bestimmt hinnehmbar aus.

Bei 0°C trocknet wirklich nichts, auch nicht der Faserspachtel am front clip. Also habe ich mich mit den beiden Tanks beschäftigt, die seit Wochen einfach so dastehen. Die bange Frage war: passen die Dinger unter den Schweller??? Die Antwort: beinahe, oder auch: annähernd. Ein wenig Anpassungsarbeit war erforderlich, aber es hätte schlimmer kommen können. Übrigens wird der Tank mit vier Bolzen am Rahmen gehalten, und natürlich passten die Bolzenabstände nicht wirklich zum Lochabstand im Tank, obwohl beides von einem einzigen Hersteller. Very british. Kein Problem, nach Aufbohren der Löcher im Tank ging alles irgendwie gütlich zusammen. Hier der montierte rechte Tank (mal sehen, was am linken alles schief gehen wird):

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Der geneigte Leser erkennt ausserdem eine Verlängerung des Aluminiumbleches, das zwischen Radhaus und Schneller abschließt. Dies ist erforderlich, da ein mittelgroßer Spalt zwischen den beiden Bauteilen herrschte (habe ich schon einmal craftmanship erwähnt?), der mit den verklebten und genieteten Blechen sauber geschlossen werden konnte – immerhin gleiche Zustände auf beiden Seiten!

Morgen, wenn es nicht zu kalt sein sollte, werde ich dann den nostril in den front clip einpassen. Und dann, dann könnte ich fast schon mit der Montage der Fahrwerksteile beginnen, um dann endlich die Radhäuser zu laminieren. Bald ist es Frühjahr ….

Später mehr,

Udo

 

Build log, 27.12.16

Wir erinnern uns: Haftet Teflon am getrockneten Feinspachtel, oder nicht? Hier der Bildbeweis, dass Haftung nicht gegeben war – die mit Teflonband beklebten door tongues ließen sich problemlos von ausgehärteten Spachtel abziehen:

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Den etwas bröselig aussehenden Rand habe ich etwas nach unten verlängert, so dass der Bereich nun wieder halbwegs harmonisch aussieht, und Spinne und door tongues perfekt zueinander passen. Ausserdem verdecken die door tongues das Gespachtelte sowieso, und daher reicht es, wenn hier 90% craftmanship zur Anwendung kommt!

Da ich ja sonst nichts Großartiges vorhatte, habe ich mich entschieden, die Luftkanäle unterhalb des front clips zu spachteln. Immerhin sind die Dinger bei geöffnetem clip sichtbar, und da ist etwas Sorgfalt angebracht. Der Zwischenstand der Arbeiten – sozusagen als Momentaufnahme – schaut so aus:

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Das rechte Modell ist schon nahe am Fertigstellungszustand, die linke Seite braucht noch ein bisschen Zuwendung. Wird aber schon …

Fast hatte ich vergessen, das die Sauerkrautteile ja nicht nur aus Spinne, Schwellern, Türen, Armaturentafel, front und rear clip bestehen, denn tief in der Ecke stand noch das nostril bonnet panel. Zur Erklärung für alle diejenigen Leser, denen der britische Fachsprech abgeht, handelt es sich um den Einsatz im front clip, der mit vier DZUS-Fastenern (ich kenne Begriffe, oder?) ebendort fixiert wird. Hier ein Bild der besagten Abdeckung samt DZUS im vorderen Teil des Fotos (benannt sind die Dinger übrigens nach William DZUS, gesprochen „Zeus“, kein Scherz).

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Die vier Verschlüsse waren fix angebracht, und die Halteklammern im front clip ebenfalls. Den nostril hatte ich dabei so ausgerichtet, dass es am wenigsten lächerlich aussah, im Fachjargon „best fit“. Als ich dann die Spaltmaße in Augenschein nahm, konnte ich aufgrund Tränen in den Augen erstmal nicht mehr viel sehen. Insbesondere der Spalt zwischen front clip und nostril auf der rechten Seite ist ein Traum, was vornehmlich daran liegt, dass die Kante am front clip nicht eben flach und gerade wir die Norddeutsche Tiefebene daherkommt, sondern eher der gewellten Lieblichkeit des Sauerlandes gleicht. Hier der Bildbeweis:

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Gut, dass ich noch Reste Faserspachtel habe, die nach sachkundiger Verarbeitung dafür sorgen werden, dass ich mich später, wenn das Auto mal ein Auto ist, ohne Gehäme damit auf der Straße bewegen kann. Hier der Baustand am Ende eines ereignisreichen Basteltages:

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Vorne im Bild ist übrigens die DZUS-Haltefeder erkennbar. Schön, oder?

Damit ist jedem klar, wie es beim nächsten Einsatz weitergeht. Hoffentlich geht mir der Spachtel nicht aus, 40er Schmirgelpapier habe ich noch reichlich im Bestand …

Später mehr,

Udo

Build log, 17.12.16

Gestern war (wieder mal) die „Spinne“ an der Reihe. Hier gab (und gibt) es noch letzte Kosmetik zu erledigen, zum Beispiel Schleifen der Türeinstiege. Die sehen mittlerweile so aus, das der Lackierer damit wird leben können.

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Da das Mittelteil nun schon mal auf Arbeitshöhe lag, habe ich mich entschlossen, die door tongues auch noch eben anzubringen. Die tongues habe ich erstmal mit jeweils fünf Löchern versehen, und vorsichtig an die Spinne angebohrt, wiederum Senkungen für die Nietmuttern angebracht, und genietet. Von der Seite sieht das so aus …

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… und von oben so:

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Vor zwei Wochen hatte ich noch vollmundig herausposaunt, dass die Gelsco-tongues gut mit den Türöffnungen harmonieren würden. Manchmal wünsche ich mir, dass ich zum Geburtstag KEINE Sicherheitslesebrille geschenkt bekommen hätte, denn mit Sehhilfe stellte sich die Sachlage eher wie gewohnt dar: nix passt wirklich. Hier ein Stilleben mit Taschenlampe, das die Spalte erahnen lässt:

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Da diese Stelle jeder, aber auch wirklich jeder sofort sieht (der Ort des Grauens liegt bekanntlich nur 40 inch über dem Boden), galt es nun, hier Verschönerung herbeizuführen. Dazu habe ich die tongues mit Teflonband abgeklebt, wieder angeschraubt, und dann den Spalt komplett mit Spachtel aufgefüllt:

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Die Hoffnung ist, dass die Haftung des getrockneten Spachtels am Teflon so schlecht ist, wie der Volksmund das immer behauptet (jaja, bald ist Weihnachten, Zeit der Wünsche und Überraschungen). Beim nächsten Ausflug nach Greffen weiss ich mehr …

Später mehr,

Udo

 

 

 

 

Build log, 10.12.16

Gestern kam der Lackierer vorbei, um die Baustelle mal zu inspizieren. Für die neutral-positive Reaktion des Kollegen kommen drei Verhaltensmuster infrage:

  1. Er ist ein höflicher Mensch, der weiss, dass man sich über die Arbeit anderer nicht lustig macht
  2. Er hat im Vorfeld so viel Negatives über mein Projekt gehört, dass er einfach keine Erwartungshaltung hatte
  3. Ich habe einen perfekten Job gemacht

Da ich letzteres definitiv ausschliessen kann, muss also 1. oder 2. zutreffen. Wir haben uns für das Frühjahr 2017 lose verabredet. Ich glaube, dass das Frühjahr bis zum Sommeranfang geht, wenn ich mich nicht irre …….

Aber nun zurück zum build log: letzte Woche hatte ich ja die Parole ausgegeben, dass Am Ende des dritten Adventssamstags die Scheinwerferabdeckungen fix und fertig angebracht sein sollten. Tatsächlich hat das deswegen geklappt, weil das Anzulaminierende, das notwendig war, um die maroden Stellen an den unteren Abdeckungen rückseitig zu verstärken, bei 10°C rasch trocknete, und ich die Abdeckungen schnell fertig bekam. Ein wenig Tuning werden die vier Scheiben noch brauchen, aber das ist ruckzuck erledigt. Hier die Eindrücke von den Spaltmassen zwischen unterer rechter Abdeckung vor und nach meiner Spachtelarbeit: Vorher ….

img_0245…. und nachher:

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Jaja, das muss noch geschliffen werden. Aus der Ferne sieht die Frontpartie jetzt so aus:

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Le Mans, oder? Schliesslich habe ich mich noch ein wenig mit der Spinne vergnügt, an der diverse Schleif- und Füllarbeiten anstanden. Hier die „Regenrinne“ unterhalb der Windschutzscheibe, in die irgend jemand im zwanzigsten Jahrhundert sinnlose Löcher gebohrt hatte, die erstmal wieder mit Faserspachtel geschlossen werden müssen, bevor Feinspachtel an die Reihe kommt:

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Das wird schon noch, genauso wie der rear clip, hier fotografiert beim Probewohnen des engine covers. Ist das nicht eine Perspektive, oder was?

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Wenn die letzten Schleifarbeiten dann fertig sind, schraube ich die Fahrwerksteile an, und dann, ja dann, kommt endlich wieder Laminierarbeit, da weder front noch rear clip über Radhäuser verfügen. Wenn die dann fertig sind, dann ist Frühjahr, und dann ist Lackierzeit.

Später mehr,

Udo

Build log, 03.12.16

Gestern lief es mehr halbrund bis eckig als flüssig. Das mag auch an der Aussentemperatur gelegen haben, die für eher zähviskose Ergebnisse sorgte. Die linke Scheinwerferabdeckung war noch rasch angebohrt, und danach dachte ich, dass die unteren beiden ebenso schnell gehen würden. Hätte, hätte, …

Dummerweise hatten die Formenbauer von KVA die unteren Beleuchtungsabdeckugen in der bekannten Lieblosigkeit hingepfuscht, so dass der Absatz, in dem die Kunststoffscheibe liegen soll, nicht tief genug war, und die Scheibe zur Hälfte aus ihrem Wohnort herausschaute. Das ergibt dann Windgeschräusche, die unverantwortlich sind, und außerdem sieht es supergrottig aus. Bei der Eben- und Geradheit zeigte sich ebenfalls mangelndes crahftmanship, etwa so:

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Der ganze Bereich musste also wieder aufgespachtelt werden, und dass bei 0°C, mit Trocknungszeiten wie Rindernacken, gegart bei 170°C! Nicht nur die Formschönheit zeigte Grenzen, sondern auch die Materialqualität in diesem Bereich ist eher shaky – meine M4-Blindnieten halten nicht überall, und ich werden wohl von innen demnächst etwas nachlaminieren müssen. Egal. Dass sich das Ganze dann auf einer Arbeitshöhe von ca. 70 cm abspielt, macht die Gesamtsituation übrigens auch nicht besser: zum Sitzen zu niedrig, zum Knien zu hoch, ausserdem bin ich nicht mehr zwanzig ;-((

Da sich das alles hinreichend schwierig und langwierig gestaltete, habe ich mir die Zeit mit ein paar anderen Dingen vertrieben, die sich mehr nach Fertigwerden anfühlten. Beispielsweise kommt dieser nette Schalter, der später mal ein Blinker werden will, frisch aus England (ob der Warnblinkanlagenschalter links dort sitzen bleibt, weiss ich auch noch nicht …):

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Schliesslich zeigten sich auch die door tongues als überraschend passwillig, obwohl von Gelsco gekauft, was zeigt, dass die KVA panels trotz aller Meckerei doch wohl recht nah am Original sind. Gute Nachricht …

img_0244Die Dinger müssen jetzt „nur noch eben“ angebohrt werden, und fertig!!

Am nächsten Samstag möchte ich die Scheinwerferabdeckungen jedenfalls abhaken. Meine Ziele scheinen mit zunehmender Bauzeit auch immer übersichtlicher zu werden ;-))

Später mehr,

Udo