Build log, 29.04.17

Um der allgemein grassierenden Perspektivlosigkeit etwas entgegen zu setzen, habe ich an der Baustelle durch Drehen des Fahrzeuges eine wenn auch nicht neue, so doch geänderte Perspektive erzeugt. Der noch verwaiste Motorraum ist somit besser zugänglich, und gleichzeitig sorgt die geringere Arbeitshöhe (aufgebockt ist der GT40 nun auf professionell wirkenden Dreibeinen) für bessere Arbeitsbedingungen bei den künftig anstehenden Großtaten:

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Bedauerlicherweise mussten aus Gewichtsgründen alle Anbauteile entfernt werden, und das betraf auch die schon provisorisch montierten Fahrwerksteile. Egal, nach einiger Zeit war der vorherige Zustand wieder hergestellt:

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Es fehlen noch die UNC Muttern, die Mick leider nicht mitgeliefert hatte, aber nach deren Montage wäre das Fahrwerk vorne und hinten dann mal komplett (na gut, die driveshafts fehlen auch noch), und die gezeigten Kabelbinder können entfernt werden …

Ausserdem habe ich es noch geschafft, beide Benzinpumpen, die den Kraftstoff vom linken und rechten Tank in den Catchtank fördern werden, ebenfalls mit Haltern aus Aluminiumblech anzubauen, und auch schon mal die Bulkheadverschraubung samt Winkelstück montiert – ein Traum in blau und rot:

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Demnächst müssen dann die Stahlflexschläuche in die Verschraubungen gewürgt werden, eine Arbeit, die mir noch von der Cobra in nachhaltig negativer Erinnerung geblieben ist ;-))

Später mehr,

Udo

Build log, 22.04.17

Während der Urlaubszeit sind allerhand Pakete, wichtig für den weiteren Baufortschritt, angekommen. Das schwerste kam von GT forte, nämlich mit Adapterkit inkl. Anlasser und Kupplung für Audigetriebe zum Fordmotor. So sieht´s aus (Kommentare, das der Anlasser wie der eines Käfers aussieht, sind unangemessen):

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Eine erste Anprobe am Getriebe lässt hoffen, dass das Ganze wirklich funktioniert …

Nachdem ich die elektrische Blechschere wieder instandgesetzt hatte, konnte das Basteln mit Aluminiumblech weitergehen. Vorher habe ich aber noch den Ausgleichsbehälter ein wenig umgearbeitet: vorher ein hässlicher und darüber hinaus nicht funktionstüchtiger Verschluss, links im Bild der standesgemäße Stant Deckel …

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… und später schon etwas mehr nach Rennsport wirkendes Ambiente:

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Jetzt muss sich nur noch jemand finden, der das Aluminiumschweissen beherrscht, und dann gibt es eine Baustelle weniger!

Zurück zur Blechschlosserei, die als Erstes das Fertigstellen der Pedallierieabdeckung zum Inhalt hatte. Jetzt ist auch die obere Öffnung geschlossen, und damit annähernd dicht (Perfektionisten fahren Toyota):

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Da sich meine elektrischen Kenntnisse in diesem Projekt auf das Anschrauben von Komponenten und ähnliche niedere Tätigkeiten beschränken wird, habe ich als nächstes den Sicherungskasten (ich weiss nicht, ob dieser Ausdruck zutreffend ist, aber habe eben keine tieferen Einblicke in diese Thematik) an der Spritzwand angeschraubt:

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Das Ding macht einen leicht überdimensionierten Eindruck, aber ich vertraue hier blind dem Fachmann. Da der Ausdruck „Spritzwand“ gerade gefallen ist, ist es klar, das die hochempfindlichen Bauteile gegen Spritzwasser zu schützen sind. Das geht wieder per Blechschlosserei mit einem schmucken Kasten, der auf Anhieb und ohne Nacharbeit gepasst hat (wochenlange Erfahrung zahlt sich hat irgendwann auch einmal aus), und der hier im Bild schon fertig montiert zu sehen ist:

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Damit bekommt das Elektromonstrum eine neutrale Haube, und das Volkswagenhafte verschwindet aus dem Betrachterblick, um hoffentlich ohne Murren und Knurren zu funktionieren.

Später mehr,

Udo

Build log, 08.04.17

Heute muss es huschhusch gehen, da morgen, am traditionellen build log Tag, keine Zeit für schriftstellerische Übung sein wird.

Erst einmal habe ich am Haus für die Pedallerie weitergearbeitet, und schon einmal Dichtungen angebaut, und das Blechteil mit dem Rahmen verschraubt. So sieht´s aus:

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Wenn ich erwähne, dass das annähernd zwei Stunden in Anspruch genommen hat, kann ich es selbst nicht fassen. Wie dem auch sei, das obere Blechteil fehlt noch, da irgendein Barbare das zum Bau notwendige Werkzeug zerstört hat, also aufgeschoben, nicht aufgehoben …

Da ich also kein Aluminiumblech mehr schneiden konnte, ergab sich die überaus reizvolle Möglichkeit, weitere Teile anzuschrauben. Die rechte Benzinpumpe (zwei Tanks, zwei Pumpen) wohnt jetzt unter der dafür offenbar vorgesehenen Öffnung im Schweller hinten, also so:

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Mit der Klappe darüber ist die Pumpe nicht mehr zu sehen, und ich werde beim nächsten Mal die Aeroquip bulkhead Verschraubung noch im Deckel einbohren. Mit diesem Deckel sieht der Baustand 08.04. jedenfalls erstmals so aus:

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Wenn die Pumpe dann mal defekt ist, kann ich die Wartungsklappe einfach abschrauben, und mich dann bei abgeschraubter Wartungsklappe über ebendie Pumpe Auge in Auge aufregen. Welch Erleichterung!

Schliesslich habe ich jüngst einen Benzin Catchtank im Internet ergaunert, der RICHTIG gut aussieht. Der wird nach Ostern auf dem Schweller angeschraubt, oben sind im nächsten Bild die Rücklaufanschlüsse, und darunter die Zuleitungen der beiden Benzinpumpen zu sehen. Hier schon einmal ein Vorgeschmack (natürlich wird das mit Stahlflexschläuchen so richtig 24hLM aussehen):

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Die „Y“-Abzweigung ist der Rücklauf in die beiden Tanks, die im rechten und linken Schweller sitzen. Ich hoffe, dass die Tanks das auch wissen …

Wer ganz genau zugesehen hat, erkennt, dass endlich auf die Verkleidungen der B-Säule samt Dichtung angeschraubt sind, rechts vom Tank im Bild. Wer das nicht gesehen hat: auch nicht schlimm, ich hätte den Job fast auch vergessen!

Später mehr,

Udo

 

Build log, 01.04.17

Alles kein Aprilscherz, was es heute zu lesen gibt. Gleich zu Beginn muss ich zu meiner Entschuldigung, wenn es um den geringeren Arbeitsfortschritt geht, sagen, dass ich spät angefangen habe und häufig abgelenkt worden bin, aber dadurch hält der Bauspaß ja auch länger an 😉

Zuerst habe ich mich gestern an die Befestigung des Lenkgetriebes gemacht. Theoretisch heisst das, zwei Gummilager zu durchtrennen, über das Lenkgetriebe zu stecken, zwei Blechschellen mit vier Schrauben am Rahmen festzumachen, und fertig ist die Laube. Tja, Theorie ist eines, Machen leider etwas anderes. Nach allerhand Fluchen und Aufbohren der Schellen sieht der fertige Einbauzustand so aus:

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Für das Kantholz gilt wieder: später kommt das weg. Da ich nun schon einmal beim Einbau quer zur Fahrtrichtung angeordneter Teile war, stand als folgerichtig Nächstes der Stabi an. Der liess sich allerdings nur nach umfangreichen Erweiterungen der dafür vorgesehenen Durchbrüche in den Seitenwänden im Vorderwagen montieren; vermutlich stünde im Bausatzhandbuch – wenn es denn eines gäbe – dass der Stabilisator zweckmäßigerweise VOR Anbringen der Aluminiumverkleidungen anzubringen sei …

Aber auch hier war die Arbeit dann irgendwann getan, und von vorne geschaut sieht der Vorderwagen nun so aus:

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Schön zu erkennen sind die Öffnungen zwischen Pedallerie und oberer Stirnwand, die eigentlich verschlossen gehören. Also habe ich wieder die Kantbank in den Schraubstock eingebaut, gemessen und gerechnet, und entstanden ist ein schmuckes Blechbiegeteil, an dem ich demnächst noch einige Ergänzungsarbeiten durchführen muss, damit hier Dichtheit herrscht:

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Wie jeder sieht, fehlen da noch zwei in Querrichtung anzubringende Bleche, aber das wird schon noch.

Ich habe mir überlegt, dass ich den Kasten mit nur wenigen, vielleicht Flügelschrauben, anbringen werde, denn dann kann ich das Ding im Sommer abnehmen, und habe ein laues Lüftchen im Fahrbetrieb, befeuert durch die beiden saugend wirkenden Kühlerlüfter, was zu einem erträglichem Klima in der Fahrgastzelle führen könnte!

Später mehr,

Udo