Build log, 27.05.17

Nachdem die Bremsen nun montiert und ich in Sachen Handbremse wieder etwas schlauer werden musste, habe ich die hand brake caliper noch rasch bei Mick nachgeordert. Die brembo high tech Produkte sahen nach dem Auspacken so aus …


… und nach dem Nachschneiden der Gewinde (hurra, metrisch) und Nachbohren der Befestigungslöcher am upright (passte selbstverständlich nicht ganz, nur fast) sieht die verbaute Situation nun so aus:


Dank brembo wird auch im Stand schnell gebremst, sehr gut. Mal sehen, wo das Handbremskabel am besten entlanggeführt wird – bislang liegt es eher planlos im leeren Motorraum herum. 

Mit den calipers sollten auch die vier Felgen geliefert werden. Dummerweise hat der Spediteur aber nur die Hälfte der Lieferung abgeladen; die andere fährt er hoffentlich noch spazieren. Ich rufe da am Montag mal an. Die neue Optik an der Vorderachse sieht nun so aus (ich habe mich für standesgemäße mattschwarze Lackierung entschieden):


Spur und Sturz stehen noch wie Storch im Salat, aber das wird sich später geben. Ebenso beeindruckend, wenn nicht noch ein bisschen mehr, ist die Lage an der Hinterachse:


Interessanterweise hat alles plug & play gepasst, wirklich bemerkenswert!!

Unter dem Cockpit kommt der schon aus der Cobra bekannte Scheibenwischermotor zur Anwendung, den ich mittels stabiler Aluminiumbrücke schon mal befestigt habe. Da hier ja noch allerhand Anderes verbaut wird, habe ich den Motor auf der Beifahrerseite montiert – wer zuerst kommt, mahlt zuerst. 


Der Dreh- und Befestigungspunkt für den Scheibenwischer ist auch schon montiert; das Loch daneben wird der Wohnort der Wischwasserdüse. Schön, oder nicht? 


Weniger schön ist allerdings, dass sich das alles oberhalb des Cockpits abspielt, es damit sichtbar ist, und es zwei Möglichkeiten gibt, um diesen Missstand zu beheben:

1. Einen Kasten bauen, der Drehpunkt und Welle verdeckt. Das klingt verdächtig nach Fasermatten, Harz und Härter. 2. Eine Verlängerung bauen, und den Scheibenwischerhalter unter das Cockpit verlegen. Hier denke ich an aufwendige maschinelle Bearbeitung, auch nicht so recht sexy. 

Auf alle Fälle versprechen beide Möglichkeiten Gefummele und eine Menge ungeplanter Arbeit, aber ich habe ja eine Woche lang Zeit, eine wohlabgewägte Entscheidung zu treffen …

Später mehr,

Udo

Build log, 13.05.17

Am Donnerstag hat Mick wieder Teile geliefert, wieder in einer wieder viel zu massiven Holzkiste, aber so kommt halt nichts weg, und nichts verbiegt sich:

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Wir erkennen Bremsen und diverse Leitungen, die auf den Verbau harren. Die mitgelieferten Bremsbeläge kommen, wie es sich gehört, natürlich standesgemäß von Ferodo, und der mitgelieferte Aufkleber macht meinen Werkzeugwagen wieder ein Stück mehr Renn-alike, was mich zu diesem eher künstlerischen Stilleben veranlasst hat:

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Natürlich habe ich erst mal alle anderen Arbeiten hintenangestellt, um mit dem Interessanten fortzufahren. Die Bremsscheiben müssen nämlich mit einem Adaptertopf aus hoffentlich hochfesten Aluminium verschraubt werden, und hinsichtlich der Anordnung gab es nun vier Möglichkeiten, jedoch zeigt die SGT Homepage überraschernder- und erfreulicherweise, wie es richtig geht. Hier die Scheibe hinten mit Topf, auf den Mitnehmerbolzen montiert …

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… und hier mit AP Racing Bremssattel, angehalten, noch nicht montiert (mir fehlen die passenden Schrauben leider wieder mal):

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Ich finde, dass das auch nur angehalten echt ein Traum ist, und verschraubt wird beim nächsten Mal. Was auf dem Bild nicht zu sehen ist, ist die Anordnung der Innenbelüftung, die diese Scheibe als ein Modell für die rechte Seite ausweist. Aktuell wohnt die Scheibe deswegen auch mittlerweile vorne rechts ;-)))).

Während der Woche sind dann auch noch ein paar weitere Kleinstpakete hereingetrudelt, gefüllt zum Beispiel mit Verschraubungen. Die habe ich dann rund um und am Catchtank angebaut, und ich finde, dass das alles schon mal recht kompliziert aussieht:

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Wenn erst mal die Stahlflexschläuche dazukommen, findet sich da dann niemand mehr zurecht …

Da gestern ein recht produktiver Tag war, habe ich auch noch die Durchführung des Kraftstoffzulaufs (also vom Einfüllstutzen zum Tank) auf der linken Seite geschafft. Auf dem Bild seht ihr die „A-Säule“, das entstandene Loch, das schon mit Keder ummantelt ist, und den abgeklebten 90 Gradbogen, der durch die Öffnung durchschaut. Diese Nummer war derartig nervend (Loch an Loch, von unten gebohrt), dass ich mir die rechte Seite für später aufgehoben habe, wenn ich für diese Art der Arbeit wieder Motivation gesammelt habe.

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Schlussendlich ist dann noch der Handbremshebel Opfer meiner Montagefreude geworden, der mittlerweile am Tunnel angebracht ist. Mick hat eine merkwürdige Stangenkonstruktion, zwei Bowdenzüge und einen Querträger mitgeliefert, und alle Teile müssen irgendwie an das Auto passen, und es im Stand bremsen. Wie, das weiss ich auch noch nicht einmal im Entferntesten, frage aber mal in den nächsten Tagen in England nach …

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Nächste Woche ist Spa Classics, da kann ich vielleicht noch ein paar Anregungen erhaschen!

Später mehr,

Udo

Build log, 06.05.17

Viel kann ich heute nicht berichten, da zwischendurch noch ein älteres Projekt etwas Zeit in Anspruch nahm. Die Vorderachsen sind nun beide montiert (ich habe gerade von Mick erfahren, dass die Verschraubung für den Stabilink im unteren Querlenker als M8 ausgeführt ist, ein Skandal, da ich mich schon über den Kauf von UNF Gewindebohrern gefreut hatte, um den Lack aus den Gewindelöchern herauszubohren), und die rechte Seite sieht so aus:

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An der Hinterachse, zumindest auf der rechten Seite, ist der drive flange jetzt auch montiert, und kommt so daher:

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Der geneigte Leser beachte den erhabenen GT40 Schriftzug …

Diejenigen von euch, die ganz genau hinsehen, und über das notwendige Fachwissen verfügen (das mir bis gestern leider abging), erkennen auf den ersten Blick, dass dieser upright an der falschen Stelle sitzt, da die Radbefestigung ein Rechtsgewinde zeigt, das auf die linke Seite gehört, weswegen ich das gute Stück demnächst auf die andere Seite verfrachten muss. Es gibt immer was zu tun, und immer was zu lernen. Leider oft erst, wenn die Arbeit bereits getan ist …

Da ich also irrigerweise dachte, diese Baustelle gelöst zu haben, kam als nächstes die Verbindungsherstellung zwischen Tankeinfüllstutzen und Tank an die Reihe. Diese wird elegant und bestimmt sicherheitskonform durch den Fahrgastraum geführt, und ich muss noch Zweizollkraftstoffleitung und Zweizolledelstahlwinkelstücke 90° kaufen, bevor es hier weitergeht:

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Da noch Zeit bis zum Werktagesende war, habe ich mich noch ein wenig mit den Verschraubungen rund um die Kraftstoffversorgung vergnügt. Wie schon in einem früheren build log erwähnt, plane ich, einen Benzincatchtank zu nutzen, und da kommen allerhand Leitungen ins Spiel: Tankent- oder -belüftung, Leitung von den Kraftstoffpumpen in den Catchtank, und Rücklauf vom Catchtank in die beiden Haupttanks. Allerhand eben. Nach einigem Überlegen wurde klar, dass je Fahrzeugseite dazu drei Leitungspaare notwendig sind. Damit das nun nicht im Chaos endet und am Ende wie ein unaufgeräumtes Schlangengehege aussieht, habe ich begonnen, bulkheadverschraubungen mit 30° Winkelstücken einzubauen (und einige fehlende heute morgen gleich nachbestellt):

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Ob das wirklich alles so funktioniert, wird sich dann zeigen. Auf alle Fälle sieht das aber schon mal so richtig wichtig aus, und das ist beim GT40 ja nun auch ein wesentliches Element: schnell schon im Stand ;-))

Später mehr,

Udo