Build log, 15.-17.06.17

Tja, wer nun erwartet, dass nach drei halben Arbeitstagen SEHR viel am GT40 fertig geworden ist, ist unverbesserlicher Optimist. Der Reihe nach: da die Scheibe für den rear clip schon langsam Patina angesetzt hat, und immer noch nicht angebohrt war, habe ich das am Donnerstag in Angriff genommen. Da die Übung ja schon von den Türscheiben bekannt war, ging das Ganze vergleichsweise reibungsarm über die Bühne. Hier die Scheibe, noch mit Schutzfolie versehen:


Dafür, dass das gute Stück nach selbst gefertigter Pappschablone hergestellt ist, waren die notwendigen Anpassarbeiten wirklich gering. Eigenlob, jaja, aber macht ja sonst keiner. 

Danach ging es weiter mit den Bremsleitungen zwischen Pedallerie und Bremszylindern. Nur gerade Anbohren, und fertig, theoretisch. Die vorderen Leitungen sollten im Hohlraum vor der Stirnwand verschwinden, über dem die Pedalbox und in dem das Lenkgetriebe wohnt – entsprechend eng geht es dort zu. Am Ende der Arbeiten sieht es nun so aus:


Der Stahlflexschlauch, der im Radhaus zum Bremssattel geht, kommt auch schön übersichtlich daher:


Dies war die nun leichtere Übung; die Verlegung des hinteren Bremskreises die Anspruchsvollere. Der Weg der Leitung geht von der Stirnwand durch die Kabine auf der rechten Seite nach hinten, was der Rennatmosphäre nicht abträglich sein dürfte …


… und trifft sich hinter der B-Säule mit den Leitungen für den linken und rechten hinteren Bremssattel …


… wobei die Leitung hinten rechts kaum sichtbar zum Stahlflex geführt wird:


Der Weg zur linken Bremse war und ist ein Stück länger, siehe hier:


Das waren die drei Nachmittage, und am Ende wies mein Nietmutternkasten ein leeres Fach auf, in dem zuvor jede Menge M4 Muttern lagerten:


Neue sind bestellt, wie auch der Motor. Zur Vorfreude hier noch ein Bild der Einspritzanlage, weil es sooo schön ist:


Später mehr,

Udo

Build log, 03.06.17

Wir erinnern uns an die Denksportaufgabe des vergangenen logs, nämlich die Fragestellung, wie die Anbindung des Wischerblattdrehpunktes am unteren Frontscheibenrahmen einigermaßen akzeptabel zu bewerkstelligen sei (verlängern oder Kasten bauen). Entschieden habe ich mich für eine Abwandlung der zweiten Möglichkeit dergestalt, dass ich von Scheibenauflage unten bis zum Cockpit einfach eine senkrechte Fläche anlaminiert habe. Das Cockpit mit Aluminiumfolie abgedeckt, konnte das Laminieren flugs erfolgen:


Wer genau hinschaut erkennt, dass das häßliche Ding tatsächlich hinter der Faser verschwunden ist). Beim nächsten Mal muss ich dann die Spinne demontieren, und das überflüssige Laminat entfernen. Klackssache. 

Da ich das Laminierwerkzeug gerade schon im Anstich hatte, habe ich noch eine örtliche Verlängerung des front clips auf den linken Seite vorgenommem – irgendwie schien mir der Spalt zur Tür dann doch etwas überdimensioniert:


Da werden Erinnerungen an die gute, alte Zeit wach …

Mittlerweile sind auch die neuen Drehpunkte für den front clip eingetroffen, da die alten Rohrschellen, die Mick mitgeliefert hat, keine echte Option war (O-Ton Mick: you better build something different. Aha.). Also habe ich mich für eine Aluminiumschraublösung entschieden. Zu deren Montage musste das front clip erst einmal positioniert werden, damit es, wenn der alte Drehpunkt entfernt wird, es seine Lage nicht verändert …


… und dann galt es, die neuen Drehpunkte zu montieren. Hat geklappt:


Vielleicht fase ich die Dinge noch an, der Aerodynamik wegen. 

Der Querträger zur Befestigung der Gurte sitzt auch schon (natürlich passte das Lochbild von Rahmen und Querträger nicht, damit also keine Überraschung an dieser Stelle, und wozu gibt es überhaupt sonst denn Bohrmaschinen und Bohrer mit großem Durchmesser?):


Schliesslich habe ich meine samstägliche Restenergie darauf verwendet, den noch immer nicht montierten rechten hinteren upright zusammen zu bauen, und ihn samt Bremsscheibe und -sättel zu montieren:


Da sieht schon wieder ein wesentliches Stück mehr nach Rennwagen aus, oder? Wer gut aufgepasst hat, hat erkannt, dass die fehlenden beiden Räder am Montag letzter Woche unaufgefordert nachgeliefert worden sind, kaum zu glauben, aber real life, no phantasy (wir waren am Dienstag im Theater, und Bohemian Rhapsody ist mir nachhaltig im Gedächtnis geblieben). 

Später mehr,

Udo