Build log, 29.07.17

Im letzten build log hatte ich ja von der Belüftung des Fahrgastraumes berichtet, also machen wir da heute gleich weiter. Um den Luftstrom vom Einlass im Aluminiumblech oberhalb der Pedallerie zum Lüfter zu bekommen, ist eine kurze Wegstrecke zu überbrücken, die allerdings die Besonderheit aufweist, dass der Aluminiumblecheinsatz mit D_aluminium = 51mm, der Lüfter mit D_luefter = 76mm daherkommt (ich habe hier eine eher wissenschaftliche Schreibweise gewählt, damit es deutlich wird). Die Lösung besteht in einer sogenannten „Schlauch-in-Schlauch-Lösung“ bei der der kleinere Schlauch in den größeren hineinragt. Zur Befestigung habe ich mir im Aluminiumblech oberhalb der Pedallerie dazu diese Lösung einfallen lassen:


Der 76er Schlauch kommt auf den großen Stutzen, der 51er in den kleineren. Okok, das sieht später niemand mehr, aber schön ist es trotzdem. 

Als nächstes Stand die Anfertigung eines Kabelträgers (sagt man das so?) auf dem Programm, da ein Teil des Kabelbaums ja demnächst von vorn im Auto nach hinten verlegt wird (B wird diesen wichtigen Arbeitsfortschritt interessiert zur Kenntnis nehmen). Da die Seitenbereiche des Fahrzeuges ursprünglich so aussehen …


… und dort keine guten Befestigungsmöglichkeiten bestehen, kommt der besagte Kabelträger zur Anwendung. Dazu habe ich mir ein Aluminiumblech geschnitten, das an den Rahmen angeschraubt (zwischen Rahmen und Träger habe ich einige Streifen Dämmband geklebt, um unschöne Klappergeräusche im Fahrbetrieb zu unterbinden), und eine Vielzahl von Löchern gebohrt, in denen dann demnächst die Spezialkabelbinder befestigt werden können:


Als das geschafft war, habe ich mich an die Verschlauchung des Kraftstoffsystems begeben. Wir erinnern uns: zwei Tanks, ein Catchtank, drei Pumpen, Entlüftung und Rücklauf für alle drei Tanks. Das klingt aufwändig, und das ist es auch! Vom Cobrabau hatte ich noch Dash 6 Stahlflexschlauch übrig, und aus dem habe ich dies hier gebastelt:


Da das Bild nun nicht zwingend selbsterklärend ist, einige sachdienliche Hinweise an dieser Stelle: das Foto habe ich auf dem Rücken liegend (entspannte Arbeitshaltung übrigens) unterhalb des Schwellers hinten aufgenommen. Ihr erkennt zwei 30 Grad Verschraubungen, die zur Tankentlüftung und -rücklauf auf der rechten Fahrzeugseite dort sind, und die mittels Bulkheadverschraubung nach oben geführt werden. Oben rechts sind noch die beiden elektrischen Anschlüsse der Benzinpumpe erkennbar, und von der Pumpe geht eine weitere Verschraubung zum Catchtank. Ich erwähnt ja bereits, dass der Konstruktion ein gewisses Maß an Komplexität innewohnt. Das wirklich Tragische daran ist, dass von der ganzen technischen Schönheit nichts, aber auch gar nichts, sichtbar sein wird, wenn der GT40 fertig ist (es sei denn, dass ich mich doch noch für Acrylglasdeckel entscheiden werde …). Übrgens habe ich mir weiteren Stahlflexschlauch eines Imitatherstellers von der anderen Seite der Erdkugel bestellt: nicht nachmachen, besser Originales verbauen, soweit mein Ratschlag an die Fachwelt. 

Da alle meine verfügbaren Verschraubungen fast verbaut waren (neue sind bestellt), entstanden zum Schluss des ereignisreichen Tages die Verbindung der Benzinpumpe rechts mit dem inzwischen verschraubten Catchtank und der Anbau der beiden Motorlager, schwarz lackiert (hestellerseitig ist vorgesehen, dass der Motor an 16 M8-Schrauben hängt, was bei mir irgendwie ein mulmiges Gefühl verursacht. Ich habe 10.9er Schrauben und 10er Muttern verbaut, und der Rest ist Vertrauen, schliesslich bin ich schon der achtzehnte Kunde bei Mick):


Der Ford 347 Kubikinchmotor ist mittlerweile aus den U.S.A. angekommen. Die „sonstigen“ Anbauteile fehlen noch, sollen aber bestimmt und bald in Bremen ankommen. Ein Reisetermin dorthin ist noch nicht gebucht …

Später mehr,

Udo

Build log, 22.07.17

Da die gestrige Arbeitsaufnahme erst gegen 14 Uhr erfolgen konnte, ist das Ergebnis meiner Bemühungen auch eher schmal geblieben. Nachdem ich den vorderen Scheibenrahmen annähernd fertig beschmirgelt hatte, stand mir der Sinn danach, etwas an das Fahrzeug anzubauen. Nach einigem Suchen fanden sich die im letzten Jahr erstandenen Lüfter dann auch wieder (ich sollte vielleicht doch ein DV-gestütztes Lagerhaltungssystem einführen?!?), und nach langen Diskussionen und Abwägungen sind diese nun nebeneinander und oberhalb des Fussraums des Copiloten angeschraubt (im Bild sind die Lüfter als die beiden schwarzen, zylindrischen Dinger erkennbar, montiert auf dem Aluminiumblech, das über den Pedalen sitzt):


Leser mit gutem Langzeitgedächtnis erinnern sich bestimmt noch an die PVC-Rohre, die denen aus der Sanitärfachabteilung täuschend ähnlich sehen, in Wahrheit jedoch edeles Rennsportzubehör sind ;-)), und an die später die Flexschläuche für Scheiben- und Innenraumbelüftung angeschlossen werden (da ich ja eine Klimaanlage ablehne, kommt diesem System eine wichtige Rolle als Wohlfühlfaktor zu …).

Die Lufteinlässe als solche sitzen ja im front clip, der Luftstrom wird durch die selbstgebauten Kanäle entlang des front clips geführt (wir erinnern uns bestimmt), die dann die Luft durch diese gestern ebenfalls noch entstandenen Öffnungen in Richtung Lüfter leiten werden:


Wenn das mal alles so funktioniert … (wie wir in OWL so sagen). 

Später mehr,

Udo

Build log, 15.07.17

Die noch fehlenden Schellen zur Befestigung der Kupplungsleitung waren schnell gelegt:


Etwas schwieriger gestaltete sich das Verlegen der Leitung im hinteren Fahrzeugteil, da hier Zugänglichkeit und Ergonomie etwas zu wünschen übrig ließen. Nach einigem Hin und Her war es dann vollbracht, und die Leitung schaut nun in Erwartung auf Motor und Getriebe für die kommenden Wochen so aus dem Heck heraus:


Das sieht doch ganz anständig aus, meine ich. Die beiden im rechten Bildteil sichbaren Nietmuttern kennzeichnen übrigens die Lage der Kupplungs- und der hinteren linken Bremsleitung. Der Motor wird später die Aufmerksamkeit von den Verschraubungen auf sich lenken, soviel ist mal sicher 🇺🇸🇺🇸🇺🇸

Da die Kraftstofffilter aus dem entlegenen China mittlerweile auch eingetrudelt sind, habe ich die gleich noch zwischen Tank und Kraftstoffpumpe montiert. Das rot eloxierte Aluminiumgehäuse ist für den verdeckten Verbau unter dem Schweller eigentlich viel zu schade – vielleicht baue ich doch noch eine Sichtluke aus Plexiglas ein:


Im Bildhintergrund sind übrigens die frisch verlegten und eben beschriebenen Leitungen erkennbar. 

Es half jedoch alles wenig, irgendwann musste ich bei den Schleif- und Spachtelarbeiten an der Spinne weitermachen – let the good times roll! Also Spinne raus aus dem Auto, Schleifen des überflüssigen Laminates, spachteln, rein ins Auto, Maß nehmen, raus aus dem Auto, und so fort. Ein früher Zwischenstand ist im für heute letzten Bild für die Nachwelt festgehalten:


Erkennbar ist der untere Scheibenrahmen, und das helle Weissliche auf der seknrechten Fläche ist meine geliebter Feinspachtel – hoffentlich ist das bald erledigt, geplant in der kommenden Woche, aber Pläne ersetzen ja bekanntlich nur den Zufall durch den Irrtum!

Später mehr,

Udo

Build log, 08.07.17

Nach zweiwöchiger Pause und einer kurzen Wiedereingliederung in das Schrauberleben ging es gestern höchst motiviert am GT40 weiter. Ziel war die Montage der Wasserleitungen und der Kupplungsverrohrung, und wenn dann noch Zeit bliebe, könnte ich noch aufräumen …

Die Verrohrung zwischen Motor und Kühler verlaufen durch den Tunnel, und damit kein Wärmetauscher entsteht, habe ich die Edelstahlrohre erst einmal mit Isolierband umklebt, funktionsfähig bis 120 Grad Celsius:


Da die mitgelieferten Rohre zu kurz waren, mussten neue her, alles also wie immer. Die Rohrbögen im Vorderwagen waren zum Aussgleich etwas zu lang, und mussten an der gekennzeichneten Stelle abgehackt werden, kein Ding, besser zu lang als zu kurz:


Nach einigem hin und her sieht aktuell der Vorderwagen so aus (erkennbar ist das Lenkgetriebe, und darunter die modellierte Verrohrung …


… die dann aus anderer Perspektive so ausschaut:


Um die Bilderflut zu komplettieren, noch ein Blick in den Motorraum (der Motor ist übrigens auf dem Transportweg zwischen USA und Deutschland):


An dieser Stelle war klar, dass es mit dem Aufräumen nichts werden würde, da die Kupplungsleitungen immer noch hübsch aufgerollt auf dem Werkzeugwagen lagen. Da die Bremsleitung auf der rechten Seite im Wageninneren verlegt wurde, habe ich mich aus Symmetriegründen dazu entschieden, die Kupplungsleitung links entlang zu führen:


Dummerweise sind mir auf dem Weg dorthin die Schellen zur Befestigung ausgegangen, so dass ich die Baustelle halbfertig verlassen musste. Zu Schluss habe ich dann noch die Bremsleitung mittels Hohlschraube montiert, deren Beschaffung einer mittlere Odyssee glich, aber erst möglich, nachdem ich die Dinger auf passende Länge getrimmt hatte:


Nächste Woche fange ich mit dem Aufräumen an, sonst wird das nie etwas …

Später mehr,

Udo