Build log, 23.09.17

Das Abholen des Motors hat sich überraschenderweise um eine Woche verzögert, und daher standen noch ein paar Restarbeiten zur Erledigung an. Der lediglich auf vier Schwingmetallen gelagerte Ölkühler zum Beispiel musste ja noch anderweitig fixiert werden, weswegen ich mir eine passende Gelenkbolzenschelle besorgt hatte, und nach einigem hin und her eine passende Position an der Abstützung des Überrollbügels gefunden war. Aus Pappe entstand dann eine Schablone für den Blechhalter, die ich flugs auf Aluminiumblech übertragen, ausgeschnitten, gekantet, gebohrt und oberflächenbehandelt habe. Was sich hier so zügig liest, hat aus unerklärlichen Gründen jede Menge Zeit verschlungen, funktioniert dafür aber tadellos. Hier der Blick von der Seite …


… und hier von oben:


Da niemand der anwesenden Begutachtenden gemeckert hat, wird das so wohl gehen. 

Der rear clip hat mittlerweile wieder annähernd zu seiner Ausgangsform zurückgefunden, und vorsichtshalber habe ich die Verschlüsse oben montiert, die natürlich nicht mehr passten, so dass die Befestigungslöcher ein Stück verschoben werden mussten. Zur Abdeckung sind dann diese Scheiben entstanden, die ich dann auch gleich mit der Motorhaube verschraubt habe:


Schliesslich, als dritte Nebenbaustelle, stand noch die Umwickelung des nach hinten gehenden Kabelbaumes an, den ich dann gleich mit Spezialkabelbindern am dazu erstellten Montageblech verbunden habe:


So, das war’s für heute. Irgendwie entsteht der Eindruck, dass ich schon produktivere Samstage hatte …

Später mehr,

Udo

Build log, 16.09.17

Das letztwöchige Regen- und Sturmerlebnis Goodwood Revival hat wieder einen deutlichen Motivationsschub für die GT40 Baustelle mit sich gebracht, wenn auch die anstehenden Arbeiten, nämlich das erneute Anpassen des rear clips, ähnlich attraktiv wie Schleifen und Spachteln sind. Wir erinnern uns: aus unbekannten Gründen hatte der rear clip seine Form verändert, und passte nicht mehr auf das Auto. Also habe ich das Scharnier gelöst, die Schweissnähte zum Rahmen abgeflext, den rear clip komplett neu ausgerichtet, und dann die Scharniere neu angeschweisst. Nun passt der rear clip annähernd wieder zum Rest des Autos, allerdings muss später hier und dort noch ein wenig nachgeschliffen werden. Der aktuelle Baustand also sieht so aus:


Die auf dem Dach liegenden body stays passen fast, und benötigen nur noch eine kleine Modifikation. Mache ich später, in der kommenden Woche oder so …

Da das Radhaus am rear clip ebenfalls neu ausgerichtet werden musste, und das angerührte Harz mit den Fasermatten in Ruhe trocknen sollte, habe ich mich an die Anfertigung von Sitzquerträgern gemacht. Mick behauptet, dass die Sitze direkt auf das Bodenblech aus 1,5 mm dickem Aluminiumblech geschraubt werden können, aber spätestens an dieser Stelle bekomme ich es mit der Angst. Daher habe ich aus Rechteckprofilen ebendie Querträger gebaut, die auf der einen Seite am Tunnel und auf der anderen Seite am seitlichen Rahmen verschraubt werden:


Die Dinger kann ich erst dann finalisieren, wenn die Sitze da sind, und dazu müsste ich die erst einmal bestellen. 

Eine ebenfalls halbfertige Baustelle stellt das Cockpit dar. Dem fehlt nämlich noch der Luftauslass für die Frontscheibe, und eine Befestigung im mittleren Bereich (bisher lässt sich das Cockpit nur an der A-Säule verschrauben, und somit ergibt sich die Gefahr der Klappergeräuschbildung, wodurch die Wahrnehmung des Motorengeräusches eventuell beeinträchtigt werden würde). Hier ist das Cockpit auf dem Kopf liegend zu sehen, mit den beiden zylindrischen Löchern für die Lüftung und den anlaminierten Befestigungslaschen unmittelbar daneben:


Ich konnte meine Tochter überreden, das Cockpit zu einem Beflocker nach Franken zu transprtieren, sollte es im Mini Platz finden ;-)))

Für kommenden Samstag plane ich die Abholung des Motors aus Bremen. Dazu sei abschliessend noch erwähnt, dass in Goodwood zu lernen war, dass gummigelagerte Motorhalterungen als Handelsware existieren, und somit der langwierige Eigenbau solcher Teile glücklicherweise ausscheidet:


Zumindest dieses eine Sprichwort stimmt: Reisen bildet!

Später mehr,

Udo

Buy log, 02.09.17

Falls ihr des Verfolgens meiner Bautätigkeit in der Zwischenzeit etwas überdrüssig geworden seid, kann ich euch heute etwas kurzweilige Abwechselung anbieten (dazu passt auch die modifizierte heutige Überschrift). Frisch nach dem Motto „selber machen lassen“ hatte ich den Motorenbauer meines Vertrauens mit ebendieser Tätigkeit betraut, und er schrieb nun, dass es an der Zeit sei, den 347er Ford Racing zum Anlernen auf den Motorenprüfstand zu nehmen. Heutzutage lernen schon Motoren Dinge …

Also ging es gestern nach Bremen, um dem guten Stück in der Motorenschule beim Lernen zuzusehen. Der Motor war bei Ankunft bereits auf dem Prüfstand, und sah so aus:


In den nächsten Tagen kann ich den Motor dann endgültig abholen, und neben die GT40 Baustelle stellen. Vor dem Einbau sind nämlich noch zwei Motorhalter zu erfinden, denn das Ding, das Mick werkssteitig vorgesehen hat, ist nur eine Art Montageplattform …

Als ob da nicht noch genügend andere Baustellen zu beackern seien: wir haben gestern Nachmittag nochmals versucht, den rear clip wieder an eine passende Position zu gewöhnen, und dies dann irgendwann – immerhin mit guten neuen Ideen für die nächsten Bauetappen – erfolglos abgebrochen. Auf Bilder von dem Durcheinander habe ich an dieser Stelle verzichtet. 

Später mehr,

Udo