Build log, 29.10.17

Das Cockpit ist vom Beflocken zurück, und es kommt „wie neu“ daher! Sah es beim Kauf noch so aus …


… und im Detail auch so …

… aber auch so …


… sieht es heute schon nach Autoteil aus:


Der geneigte Leser erkennt unschwer, dass ich mir den Instrumenteneinbau als Heimarbeit mitgebracht habe, da sich das Umfeld vom normalweise bekannten Ambiente abhebt.

Hier noch ein anderer Blick auf den Sachverhalt, aus der Fahrerperspektive aufgenommen (annähernd). Schön sichtbar sind die beiden Kapillarleitungen für Öl- und Wassertemperatur, die maximal mit einem Biegeradius von zwei inch versehen werden dürfen. Die Dinger müssen nun samt der riesigen Anschlüsse (inch) längs durch das Auto verlegt werden, ein Traum, hoffentlich. Dieser Sachverhalt ist mir übrigens beim Kauf der Instrumente (kommen aus USA) glatt durch die Lappen gegangen 😑.

Die Leitungen habe ich provisorisch mit Küchenband befestigt, so dass sie wenigestens den Transport überstehen sollten 🚛🚛🚛.

Morgen mache ich wieder Restarbeiten …

Später mehr,

Udo

Build log, 28.10.17

Bevor die Elektro- und später die Antriebsstrangmontage weitergeht, war ich gestern motiviert genug, kleinere Restarbeiten anzughehen, was alles in allem in einen Rückfall in längst vergessene Zeiten mündete, da wieder gespachtelt und geschliffen werden durfte. Zuerst habe ich das Einebnen der Auflagefläche für die Rückleuchten absolviert, so dass die übrigens auch im Lancia Stratos verbauten Teile jetzt sicher montiert werden könnten, hätte ich vier Schrauben M4x60 gehabt. Hatte ich aber nicht, und deswegen hier die Dokumentation mit händischer Unterstützung:


Da ich den rear clip ja vor einigen Wochen neu positionieren musste (wir erinnern uns), ist die Spaltmasserei auf der rechten Seite irgendwie aus den sprichwörtlichen Fugen geraten (Wortspiel ;-)). Von oben fotografiert erkennt man oben die Tür, in der Mitte die B-Säule und unten den besprochenen rear clip, und auch, dass letzterer deutlich zurückspringt, was insgesamt eher nicht gut aussieht. 


Hier ein kleines Stilleben mit Faserspachtel im Trocknungsvorgang:


Erfreulicherweise kann ich mitteilen, dass ich den Umgang mit dieser Materie nicht verlernt habe, oder, anders ausgedrückt, dass es immer noch so schleppend vonstatten geht, wie vorher ;-|

Während der Trocknungsphasen stand dann noch der Anschluss des Wischermotors auf der Agenda. Was simpel klingt, zeigte sich in Wahrheit als mittelprächtige Herausforderung, die unter anderem in Neupositionierung des Antriebsmotors und Neukonstruktion des Führungsrohres für die Antriebsspindel mündete. Zum guten Schluss ist der Geist jedoch Sieger über die Materie geblieben, und das hier ist das Ergebnis:


Der Motor ist das rundliche Ding, das unter dem Aluminiumhalter angeschraubt ist, und die Antriebswelle verläuft elegant geschwungen in der Bildmitte. 

Schliesslich ist es mir heute gelungen, mein iPad zu überlisten, und das Foto des restaurierten und modifizierten Rückspiegels hochzuladen, was mir am letzten Wochenende nicht möglich war. Hier also das Lucasprachtstück, Modell 608, mit selbst angefertigter Klebebefestigung an der Frontscheibe: 


Als nächstes stehen noch ein paar kleinere weitere „Restarbeiten“ an – das kommt von meiner Neigung, bei 90% Arbeitsfortschritt die 100% herbeizusehnen …

Später mehr,

Udo

Build log, 21.10.17

Nach zweiwöchiger Pause und kurzer Einarbeitungszeit wurde klar, dass noch eine der vier Querlenkerverschraubungen abzudichten waren. Das ging vergleichsweise gut von der Hand, und diese Baustelle ist nun geschlossen. Die Durchführung des vorderen Stabilisators verlangte eine ähnliche Behandlung, denn vorher sah das weder schön aus, noch war es dicht:


Die eher hässliche vordere oder rechte Freimachung war zur Montage des Stabis notwendig. Auf dem Bild erkennt ihr schon die Nietmuttern, und da die andere, linke Seite schöner geworden ist als die oben gezeigte rechte, gibt es den fertigen Bauzustand daher auch links zu sehen:


Die restlichen Spalte zwischen den einzelnen Blechzuschnitten am Vorderwagen schliesse ich dann demnächst mit Silikon ab. 

Zwischendurch war dann noch die Motorhaube des Käfers an der Reihe, die sich aus unerfindlichen Gründen nach hinten verschoben hatte, und so mit der Karosserie kollidierte – ist seit Chimay so, muss wohl am belgischen Pflaster liegen …


Dann habe ich noch die Stelle am rear clip gespachtelt, dort, wo die Rücklichter sein werden. Nach Faserspachtel war Feinspachtel an der Reihe. Der aktuelle Bauzustand ist nicht wirklich sehenswert, habe ich an dieser Stelle auf eine Fotodokumentation verzichtet. 

Da ich mir angewöhnen möchte, Dinge zu Ende zu machen, und nicht allzu viele Baustellen parallel zu bewirtschaften, habe ich weiter am Rückspiegel gewerkelt. Das gute Stück wird an die Scheibe geklebt, und die Original Lucasbefestigung gibt das nicht her. Die anderen GT40 haben das Problem durch eine Aluminiumhalter gelöst, und meine Version kommt dem Original zumindest nahe.

Das Foto kann ich aktuell nicht hochladen, daher ist an dieser Stelle schmucklos Schluss.
Später mehr,

Udo

Build log, 07.10.17

Beim Aufräumen ist mir der bei ebay.co.uk erstandene Original Lucas 608er Rückspiegel in die Hände gefallen, wie er ich den Originalfahrzeugen gefahren wurde. Die Befestigung ausverchromtem Stahl war naturgegeben total verostet, und das Aluminium ziemlich blind, weswegen das Ding erst einmal demontiert und dann gerichtet und gereinigt werden musste. Hier ein wichtiges Detail nach erster Reinigung:


Der Spiegel ist auf alle Fälle einbauwürdig, wenn er fertig renoviert ist, und weist nur einige wenige Gebrauchsspuren auf. Stichwort einbauwürdig: die zunächst erworbenen Motorlager haben sich als viel zu hoch herausgestellt, und die inzwischen eingetrudelten neuen, flachen Lager erkennt ihr links im Bild:


Viel besser, da niedriger im Schwerpunkt und mit der Chance ausgestattet, dass die beiden Luftfilter auf dem linken Ventildeckel des Motors auch wie gewollt verbaut werden können. Natürlich waren einige kleinere Modifikationen notwendig, bis die Lager passten, und anschliessend habe ich die unbeschichteten Stahloberflächen auch noch lackiert (in grüner Farbe, wie mir erst nach getaner Arbeit versichert wurde).

Für die Elektromontage hatte ich die Anweisung erhalten, die Rücklichter schon einmal zu montieren. Eine erste Anprobe brachte das nicht ganz überraschende Ergebnis, dass die Anschraubflächen eine äußerst konkave Form aufweisen, die eine geregelte Montage des Beleuchtungskörper ausschliessen. Also back to the roots, und ich habe die Restbestände meines Faserspachtels aufgebraucht (so kann ich die Riesendose endlich entsorgen, was Platz im Regal schafft).


Beim nächsten Mal, oder besser während der nächsten Samstage, kommt dann noch Feinspachtel drauf, dann wieder Schleifen und Spachteln, und dann ist es bald fertig und eben. 

Nach diesem Rückfall in alte Sitten und Gebräuche habe ich mir die Abdichtung der vorderen, unteren Querlenkerverschraubung auf die Agenda gesetzt. Die Schrauben sind in einem Hohlraum montiert, der wiederum über labyrinthartige Verzweigungen in die Rahmenstruktur verfügt, so dass sich Schmutz und Wasser im Ausgangszustand ungehindert ausbreiten können (eine Lehmorgie wie in Goodwood würde das Fahrzeuggewicht dauer- und unvorteilhaft erhöhen). Hier der werksseitige Zustand:


Also habe ich mir eine Gummimatte besorgt, diese zugeschnitten, in der Mitte ein Loch hineingestanzt, Aluminiumbleche zugeschnitten, diese gelocht und zusammen mit den ebenfalls gelochten Gummimatten mittels Nietmuttern an der Karosserie verschraubt. Da läuft nichts rein, natürlich auch nichts raus …


Da der GT40 aktuell nur zirka einen halben Meter über dem Boden steht, erforderte diese Arbeit eind Körperhaltung, die mich an einen Campingurlaub erinnert hat, in dem die Klappstühle zuhause vergessen wurden ⛺️⛺️⛺️. 

Da ich nun weiss, wie die Abdichtungstechnik funktioniert, kann ich demnächst meine erworbenen Kenntnisse an den Durchbrüchen für Stabilisator und Lenkgetriebe wieder anwenden. Sehr gerne gebe ich dieses Wissen auch an andere weiter, für den unwahrscheinlichen Fall, dass ein solcher Bedarf bestehen sollte 🎓🎓🎓🎓

Später mehr,

Udo

Build log, 02.10.17

Am Samstag war, wie bereits erwähnt, die Motorabholung samt Stau auf der Autobahn über die Bühne gegangen. Der 347er sieht nun so aus:


Die Draufsicht ist diese:


Heute habe ich dann die ersten Anbauarbeiten am Motor vorgenommen, und diese oben angeordnete Riemenscheibe montiert:


Die Zollschrauben habe ich in den Restbeständen vom Cobrabau gefunden, und nach dem Schraubenkürzen passte alles perfekt zusammen. 

Die Borla Eightstackeinspritzung verlangt nun naturgemäß einen üppigen Kabelbaum, der unter anderem zum Steuergerät, vorteilhaft im Innenraum montiert, geführt werden muss. Hier schon einmal der Verbauort des Holleykastens:


Die Stecker dazu sind ebenfalls ordentlich groß dimensioniert, so dass die Verwendung einer einfachen Kabeldurchführung per „Tülle“ ausschied. Daher habe ich eine zweigeteilte Rosette aus Aluminiumblech gebaut, die ein Loch mit dem Durchmesser von 42 mm in der Rückwand abdeckt, durch die alle Anschlüsse hindurchgehen. Eingebaut sieht das dann so aus:

Für den Abschluss des heutigem Bautages habe ich mir eine eher anspruchslose Tätigkeit aufgehoben. Laut B’s Anweisung sollen einige Kabel vom vorderen zum hinteren Bereich des Fahrzeuges verlegt werden (man weiss ja nie, was alles noch kommt und wofür es einmal gut sein wird). Also habe ich vier Meter Kabel gewickelt, und provisorisch an den Montageträger geklemmt:


Eine eher meditative Tätigkeit, um es positiv zu beschreiben 😝😝😝

Später mehr,

Udo