Build log, 27.01.18

Die Serviceklappe zum Motor ist in der Zwischenzeit einer schweisstechnischen Behandlung unterzogen worden. Wie in der Berufsschule gelernt, führt lokale Wärmeeinbringung in metallische Werkstoffe zum sogenannten Wärmeverzug, hier recht plastisch (obwohl nur zweidemensional dargestellt) erkenbar:

Der gewählte Schweissbetrieb (da ich Aluminium selbst nicht schweissen kann) hatte bei der Abholung der Klappe übrigens ausführlich über die Schweissbarkeit der gewählten Aluminiumlegierung geflucht, dies aber höflich verbal verpackt. Nach einer Richt- und Oberflächennachbehandlung sah das gute Stück dann einbaufertig folgendermaßen aus:

Danach habe ich mich mit dem Kühlwassereinlauf (360 Grad schwenkbar, wir erinnern uns eventuell) beschäftigt. Hier der optimierte Zustand mit Winkelverschraubung (N. sei Dank für all das Material) vor der Montage an den Motorblock (im Hintergrund der verwendete Klebstoff zur Abdichtung):

Da der Hersteller die Verwendung zweier sogenannter Inbusschrauben als geeignet ansieht, ist die Wahrheit dergestalt, dass eine Verschraubung ohne Spezialwerkzeug nicht, mit demselben jedoch, möglich ist. Hier ein Stileben mit gekürztem Sechskantschlüssel:

Da der Einlauf nun schon einmal montiert war, habe ich unter Zuhilfenahme von B., N. und M. die Verbindungsschläuche zum Kühlwasserausgleichsbehälter (!) montiert. Dass das nur unter Anwendung von Gewalt funktioniert, ist eher unverständlich, aber auch eine Tatsache.

Gegen Nachmittag ist dann die Frage nach der provisorisch richtigen Achsgeometrie aufgekommen, und bis zum Abend (!!) haben B. und ich Räder und Schrauben de- und montiert, Wasserwaagen und Maßbänder geschwungen, Lenker variiert, um schliesslich diesen Zustand als „erstmal OK“ zu verabschieden:

Das sollte reichen, um bei erster Geradeausfahrt nicht im Strassengraben zu enden …

Später mehr,

Udo

Build log, 20.01.18

Begonnen habe ich mit dem Befestigen des Getriebequerträgers, der oberhalb des 01E angebracht wird, um dem Fahrzeug mehr Stabilität zu verleihen. Die linke Seite war rasch montiert (bis auf den Umstand, das die Verschraubung der oberen Fahrwerksquerstrebe zu lösen war, und bis auf den zweiten Umstand, dass nämlich die Anbindung der Verschraubung durch die vorherige Montage leicht verbogen war, was ein Aufspreizen der Anbindung zur Folge hatte), doch der rechte Anschluss des Rahmens für den Querträger lag zu weit vorne. Da ich den Rahmen nicht zurechtrücken konnte, habe ich mittels Schraubzwinge für Vermittlung gesorgt:

Erkennbar ist auch die gelöste Verschraubung der Fahrwerksquerstrebe, und wer ganz genau hinsieht, erkennt auch die leichte Deformation des Halters noch vor dem Richten. Anschliessend konnte der Stabilisator Platz nehmen, hier, schon mit Link zum unteren Dreieckslenker versehen, erkennbar:

Beim anschliessenden Schliessen (Wortakrobat) des rear clips trat dann die unvermeidliche Kollision mit dem selbstgezimmerten Aluminiumradhaus zutage …

… mit der Folge, dass sich das Radhaus derzeit gewichtsoptimiert verkleinert darstellt.

Nachfolgend hat dann der obere, neu erstandene und um 360 Grad schwenkbare Wassereinlauf in dieselbe Pumpe meine Aufmerksamkeit auf sich gezogen (der Originale kollidierte hinsichtlich Schlauchführung mit dem Rahmen). Die einzig infrage kommende Winkelstellung lag derart, dass der Anschluss die Verschraubung zum Motorblock überdeckte, hier erkennbar:

Demzufolge gab es eine Temperaturbehandlung bei ca. 150 Grad C, die den Klebstoff in der Verschraubung des Einlaufes zum Aufgeben zwang, und dieser demontiert werden konnte:

Die Verschraubung war damit erreich- und montierbar, so einfach 🤗🤗🤗.

Da ich die Rückwand in der kommenden Woche unbedingt schweissen lassen möchte, war dieses Teil Ziel meines nächsten Bestrebens. Die ersterstellte Version kollidierte ja leider mit den Schraubenköpfen der Riemenscheibe und war daher zu vergrößern. Hier die neue Version (das Panzerband dient nur der temporären Fixierung):

Schön, oder nicht?!? Ich habe schon soviele eher gegenteilige Kommentare anhören müssen, dass mir Bestätigung gut täte 😟😟😟.

Da nun soviel geschafft war (für meine bescheidenen Verhältnisse), habe ich, einer Eingebung folgend, ein Hinterrad montiert, um zu sehen, ob alles passt, wie es soll:

Sieht ziemlich wuchtig aus, aber natürlich passt es eben nicht so, wie gewünscht, da der rear clip beim öffnen mit dem Avonreifen kollidiert, was der Servicefreundlichkeit des Fahrzeuges insgesamt eher unzuträglich ist. Also habe ich zu N.’s Vibrationssäge gegriffen, und für Freigängigkeit gesorgt, siehe hier:

Viel Platz ist da noch nicht, vielleicht setze ich noch einmal nach.

Am Ende eines erlebnisreichen Bautages ist dann auch noch ein Vorderrad montiert worden …

… aber ich habe es nicht mehr gewagt, den front clip im diesem Zustand zu öffnen …

Später mehr,

Udo

Build log, 13.01.18

Das neue Baujahr begann mit Lieferung der Avon Reifen: 215 R15 / 60 und 295 R15 / 50. Die Dinger passten nur widerwillig in die Gepäckablage …

… aber nach rund einer Stunde Beschäftigung für den Reifenhändler meines Vertrauens waren sie montiert und gewuchtet. Hier zwei Stilleben samt Fahrzeug:

Die Getriebehalter sind vom Pulvern zurück, und liessen sich nahezu problemlos montieren. Etwas trickreicher gestaltete sich die noch anhängige Verlegung der Rücklaufleitung vom Benzindruckregler zum Catchtank, da der Motor deutlich im Wege war, so dass die Montage liegend unter dem Fahrzeug erfolgen musste. Die Einfachhalter für den oberen, dritten Stahlflexschlauch habe ich durch Doppelhalter ersetzt, so dass nun die schon beschriebenen vier querverlegten Schläuche den Motorraum bevölkern:

Rechts ist der Benzinfilter zwischen Hauptpumpe und Einspritzanlage zu sehen, während die beschriebenen vier Leitungen den mittleren Bildteil bilden (Wortspiel 😏). Hier noch ein Blick auf den Catchtank – viel mehr Stahlflex geht beim besten Willen nicht:

Schliesslich fand noch die Montage der Lichtmaschine statt, die verwirrenderweise ohne jede Anpassungsarbeiten erfolgen konnte:

Eher ernüchternd verlief hingegen die Anpassung des Rückwanddeckels, der ja eine Ausbuchtung für die Riemenscheibe der Wasserpumpe benötigt. Nach Schneiden der Öffnung in den Deckel stellte sich heraus, dass ich die gebaute Abdeckung doch zu sparsam gewählt hatte, so dass sie nochmal und in größerer Dimension zu bauen ist. Zum Glück habe ich die Farbdose, über die ich das Aluminiumblech gebogen habe, gestern noch wiedergefunden …

Später mehr,

Udo