Build log, 23.02.18

Heute wurde ein Multimaterialtag geboten. Der Startpunkt lag bei der Metallverarbeitung; es galt, den eher wenig ansehnlichen Kunststoffschlauch zwischen Ausgleichsbehälter und Motoreinlaß gegen etwas Standesgemäßes, nämlich gegen ein Stahlflexprodukt mit blauen Verschraubungen, zu ersetzen. Hier der Patient nach erfolgreicher Operation:

Mit Metall in Form von Aluminium ging es dann weiter, da die einlaminierten Radhäuser leider mit den Hinterrädern kollidieren dürften. Daher habe ich die Radhäuser erst einmal verkleinert, aber die endgültige Form lässt sich erst feststellen, wenn das Auto auf den Rädern steht, also später 😙.

Da ich ja Multimaterial angekündigt habe, nun also zur Abteilung Kunststoffverarbeitung. Der rear clip ist ja erfahrenen Lesern bereits aus der Vergangenheit durch eine gewisse Asymmetrie bekannt, die auch bei Betrachtung auf das Fahrzeugheck nicht endet. Die linke Seite ist / war flacher als die rechte ausgeformt, und da wurde erst einmal Oberflächenvorbereitung erforderlich …

… die dann als Basis für ein erfolgreiches Laminieren diente:

Da diese Arbeit erst einmal trocknen musste, war die Zeit für die dritte Materialbearbeitung gekommen, in diesem blog sehr selten erwähnt: ich und mein Holz!!! Das wird nämlich benötigt, um die „Spinne“, also das Mittelteil, beim späteren Lackieren nicht aus der Form geraten zu lassen. Hier das fertige Produkt auf dem Boden liegend …

… mit Auflagen für A-Säulen und Scheibenrahmen vorne mitte. In die waagerechten Auflagen werde ich demnächst Bohrungen einbringen, die die Spinne fixieren, indem hindurchgeführte Schrauben Spinne und Gestell mittels Nietmutternschraubverbindungen fest verbinden werden. Da das gute Stück auf dem Boden liegend nur eine begrenzte Lebensdauer haben dürfte, habe ich es sachgemäß an einem der Hallenholzständer sicher verschraubt:

Mick hat übrigens zugestimmt, den gelieferten Rohrbogenhaufen, der eine Abgasanlage sein sollte, wieder abzuholen. Morgen ist Internetshopping, Schwerpunkt Edelstahlrohrbögen, und Verpacken von Rohrbögen für den Rücktransport angesagt …

Später mehr,

Udo

Build log, 17.02.18

Mick von Southern GT hatte während der Woche zwei Kisten angeliefert, eine mit der Frontscheibe, die andere mit der vermeintlichen Abgasanlage. Bestellt hatte ich linke und rechte Krümmer, mit Flanschen fertig verschweisst, die ich dann nur noch am 4-in-1-Sammler und Schalldämpfer anschliessen sollte, da das 01E Getriebe ja bei Mick nicht im Programm ist, und das SGT-Standardprodukt eventuell für Kollisionen sorgen könnte. Was ich tatsächlich erhalten habe, ist eine mittlere Frechheit:

Rohrbögen, unbeschnitten, ohne Flansche, und ohne irgendeine Anleitung, welcher Bogen wohin gehört. Nach dem Sortieren sah das zwar alles etwas ordentlicher aus …

… aber ich bin nicht auf Quizsendungen abonniert, und wir sind im build log auch nicht bei RTL2. Mal sehen, welche Ausrede ich mir am Montag am Telefon anhören darf. Vielleicht liegt die vermeintliche Fehllieferung aber einfach nur an meinen mangelnden englischen Sprachkenntnissen, so dass ich mich in der Bestellung nicht klar ausdrücken konnte. Eventuell sollte ich mich besser bei der Volkshochschule um einen Englisrundkurs bemühen 📓📙📘📕?

Egal, weiter ging es bei Dingen, die ich halbwegs unter Kontrolle habe. Zunächst war die Wasserleitung am Anschlagen an die Lichtmaschine zu hindern, was mit einer RSGU-Schelle realisiert werden konnte:

Anschliessend war noch der Wasserablauf aus dem Motor zu schliessen, mit irrtümlich geliefertem blauen Silikonschlauch, aber schliesslich kann ich auch nicht an jedem Fehler der werten Lieferantenschaft herummeckern, und es gilt, sich mit dem Bestehenden anzufreunden:

Schliesslich konnte ich meinem neuen Hobby, nämlich dem Verlegen von Stahlflexleitungen, weiter nachgehen. Neben den britischen Rohrbögen wurde nämlich auch die Adapterplatte für den Ölfilter angeliefert, und ich konnte das gute Stück mit dem Ford Racing Winkelstück verbinden:

Im eingebauten Zustand und mit Dash10 Verschraubungen zum Ölkühler steht der Ölkühlung (auf Anraten des Motorenlieferanten habe ich ein Thermostat mit den Schalttemperaturen 95/110 Grad Celsius eingebaut) nichts mehr im Wege:

Wirklich im Unklaren bin ich mir weiterhin, wie es mit der Abgasanlage weitergehen wird. Es scheint eine britische Woche zu werden, und ich starte morgen mit dem Vokabellernen …

Später mehr,

Udo

Build log, 10.02.18

Mein neuer Schweissfachbetrieb hat einen guten Job gemacht, und die Dash10 Verschraubungen sauber und ohne Verwerfungen in den linken Ventildeckel eingeschweisst:

Wie im Bild schon zu erahnen, ist der Abstand zwischen den beiden Verschraubungen und dem Ölcatchtank, links im Bild, recht gering, und der Dash10 Stahlflexschlauch vergleichsweise wenig bereit, sich in engen Bögen verlegen zu lassen. Daher kam für den Anschluss zwischen Deckel und Tank diese optisch anspruchsvolle Variante zum Einsatz:

Diese Art der Konstruktion habe ich zwar vorher noch nirgends wahrgenommen, aber das ist ja erst einmal nicht weiter bedenklich, und ausserdem war die linke Motorraumseite im Vergleich zur rechten mit recht wenig Stahlflexschlauch bevölkert, so dass ich hier ein gewisses Gleichgewicht herzustellen vermochte. Dieses wird auch dadurch verstärkt, da der Ölkühler ebenfalls links angeordnet ist. Die Verschraubungen zur Adapterplatte passen kollisionsfrei unter den rear clip, schaust Du hier:

Da sich die Adapterplatte derzeit im Transit befindet, konnte ich an dieser Stelle nicht weiter aktiv werden 🙁.

Dafür aber gab es am Wasserkreislauf noch eine Baustelle, da die Verbindung zwischen Motor und Rohrleitung zum Kühler noch nicht geschlossen worden war. Die frisch erstandenen Rohrbögen habe ich an den Enden ordnungsgemäß mit Schweisspunkten versehen, die hoffentlich dafür sorgen, dass alles zusammenbleibt, wie es soll. Im eingebauten Zustand sieht das Ganze (ist fototechnisch schwierig einzufangen) wie folgt aus:

Erkennbar ist, dass sich die Edelstahl- und Silikonschlauchleitung elegant um die Lichtmaschine herumwindet, ohne mit letzterer zu kollidieren.

Sobald die Ölfilteradapterplatte geliefert wird, kann ich neben dem Wasser- dann auch den Ölkreislauf schliessen, so dass der Motor hoffentlich alle Fluide sicher bei sich behält.

Später mehr,

Udo

Build log, 03.02.18

Da die Dashverschraubungen für die modifzierte Motorentlüftung geliefert wurden, konnte ich mich mit der Anpassung des linken Ventildeckels beschäftigen. Der sah ja im Anlieferungszustand so aus:

Die beiden Luftfilter kollidierten mit dem rear clip, und da ich den nicht freischneiden werde, müssen die Filter samt Stutzen entfernt werden und gegen etwas Flacheres ersetzt werden. Hier übrigens ein Blick auf den Motor links ohne Ventildeckel:

Sehr eindrucksvoll, finde ich jedenfalls. Nun aber zurück zum Deckel, der sich hier mit abgetrennten Stutzen zeigt:

In die beiden Öffnungen müssen später Dash10 90 Grad Blockverschraubungen passen, also waren zwei Aluminiumscheiben zu bauen, die einerseits die Öffnungen abdecken und andererseits den Schweissstutzen aufnehmen. Der gestrige Baustand gestaltet sich wie folgt:

Die später zu montierenden Stahlflexschläuche werden zum Ölcatchtank führen, der über einen einzigen Luftfilter atmet. Der Tank ist an der Rückwand des Cockpits befestigt, und eigentlich, ja eigentlich wird der Luftfilter direkt auf dem Tank befestigt, was leider eine weitere Kollision mit dem rear clip nach sich ziehen würde. Um diesen eher unerwünschten Zustand auszuschliessen, kam die Idee auf, den Luftfilter an eine kollisionsfreie Stelle zu verlegen. Um diesen Ort mit den Ölcatchtankauslasss zu verbinden, entstand diese wichtig aussehende Konstruktion mit einem Dash10 Schlauch der freien Schlauchlänge von exakt 8 Millimetern. Zum Glück wiegen die Verschraubungen ja fast nichts …

Wie auch schon der Ölkühler ist der Ölcatchtankfilter mit einer Eigenkonstruktion an der linken Abstützung des Überrollbügels befestigt, womit hier eine gewisse Gestaltungsanalogie hergestellt ist, und alles quasi wie gewollt aussieht.

Ebenfalls fiel auf, die die gewählten 90 Grad Dash6 Anschlüsse an der Kraftstoffringleitung mit dem rear clip kollidieren …

… weswegen diese durch eine gerade Verschraubung ausgetauscht werden mussten, natürlich auf beiden Seiten 😟.

Die aktuell letzte Kollision, bevor der rear clip geschlossen werden konnte, bestand mit der Ringleitung der Kraftstoffeinspritzung. Die simple Lösung bestand darin, die Öffnung im rear clip einfach zu erweitern, hier ein Zwischenstand, rechts bearbeitet, links Originalzustand:

Final zum Tagesende stand die Verlegung der Wasserleitung an, da die Silikonschläuche ebenfalls geliefert worden sind, hier ein Stilleben auf der Wassereintrittsseite (wir erkennen den 360 Grad schwenkbaren Einlass sicher problemlos wieder).

Die Schläuche haften durch ihre Oberfläche derart eklig gut an den Edelstahlrohren, dass Schlauchschellen nur aus optischen Gründen benötigt werden …

Später mehr,

Udo