Build log, 28.07.18

N hatte drei weitere Abgasrohe mitgebracht, und da nicht alle WIG-Nähte aus verschiedenen Gründen Sichtqualität aufweisen, ist die logische Konsequenz, dass die Nähte verputzt werden müssen. Da teilweise ein leichter Nahteinfall vorliegt, ist dieser in einem eher langwierigen Verfahren mittels Aufschweissen, Schleifen, Aufschweissen, etc. (Mathematker nennen das wohl iterieren) zu neutralisieren. Hier ein Eindruck von einer der unzähligen Nähte:

Erkennbar sind die im Schraubstock eingespannten Aluminiumschutzbacken und einer der acht in Behandlung befindlichen Patienten.

Dass das wechselweise Tragen von Schweisshelm und Atemschutzmaske bei lauschigen 28 Grad C besondere Freude bereitet, versteht sich selbstredend.

In der nächsten Woche geht das Spiel dann weiter 😰.

Aufgrund der Gesamtsituation habe ich mich entschlossen, heute nichts im GT40s zu publizieren 🤔.

Später mehr,

Udo

Build log, 21.07.18

Zuerst stand die Behebung der Kollision zwischen Handbremsgestänge und Wasserleitung an. Dazu habe ich mir von Samco einen 90 Grad Reduzierbogen von 45mm auf 38mm besorgt, der am Motorauslass sitzt. Hier die bisherige Verbaulage mit geradem Reduzierstück …

… und nun das Ganze mit 90 Grad Reduzierer:

Kundige Betrachter haben bemerkt, dass auf dem zweiten Bild bereits der Keilriemen schon eingebaut ist. Wieder ein kleiner Meilenstein auf dem Weg zum Fahrbetrieb 🏎🏎🏎.

Nun stand also der Voreinstellung der brembo Handbremse nichts mehr im Weg, und nach einigen Hin und Her bewirkt die Betätigung des unten sichtbaren Bremshebels tatsächlich eine nahezu gleichmäßige Bremswirkung an beiden Rädern der Hinterachse:

Schliesslich hatte ich noch kleinere Restarbeiten am Start: der Schnellverschluss des Kupplungszylinders am Getriebe brauchte noch eine Abstützung, um ein späteres Versagen der Verbindung durch mechanische Dauerbelastung zu unterbinden. Auf das Einbringen von Löchern in den Halter (siehe Bildmitte) aus Gewichtsgründen habe ich in diesem Fall verzichtet:

(Der erkennbare Staub rührt im wesentlichen von zwei parallel arbeitenden Mähdreschern her, die das Roggenfeld mähten, das seit acht Wochen keinen Regen mehr erlebt hat, und das direkt vor der Werkstatt liegt).

Schliesslich war in den Abgasstrang noch der Anschluss für die Lambdasonde einzuschweissen. Der Durchbruch war dann mit Bohrer und Hartmetallfräser irgendwann geschafft und der Gewindeeinsatz schon mal geheftet:

Ich hoffe, in den nächsten Tagen die restlichen, noch beim Verschweissen befindlichen Krümmerrohre wieder in meine Obhut zu bekommen, so dass der Fertigstellung der Abgasanlage nichts mehr im Wege steht.

Und dann noch flugs ein paar Kabel angeschlossen, und einem Motorstart steht in Theorie und Praxis nichts mehr im Weg. Könnte also vor Jahresende noch über die Bühne gehen ☃️☃️☃️.

Später mehr,

Udo

Build log, 14.07.18

Nach dem Besuch in Le Mans am letzten Wochenende war die Motivation selbstredend auf einem Höchststand angelangt, der auch durch vergleichsweise monotone Tätigkeit nur unwesentlich abgemildert wurde: es stand das Nacharbeiten der Schweissnähte an den acht Krümmerrohren an (der allgemeine Trend zu Motoren mit verringerter Zylinderanzahl hätte bei Umsetzung natürlich deutlich weniger Aufwand erfordert, aber es ist, wie es ist). Hier eine Momentaufnahme aus einer Arbeitspause:

Die Hälfte der Rohre habe ich verarbeitet, die restlichen vier sind noch beim WiG-Schweissen bei M, so dass ich mich glücklicherweise anderen Tätigkeiten widmen konnte. Zum Beispiel hatte ich beschlossen, die Leitungen von Steuergerät zur Batterie nun doch nicht durch die Fahrgastzelle, sondern auf meinem links hinter dem Tank angebrachten Modulträger zu verlegen. Hier das Zwischenergebnis:

Das alles muss demnächst noch etwas geordnet, erweitert und mit Kabelbindern befestigt werden, und dann würde die gesamte Pracht hinter dem linken Tank verschwinden.

Eine der weiteren verbleibenden Restarbeiten war die Wiedermontage der Handbremsmimik. Dazu habe ich mich unter das Fahrzeug begeben, und bin auf folgenden Sachverhalt gestoßen (zur besseren Orientierung: links unten im Bild sind meine Spinde erkennbar):

In der Bildmitte sind die beiden 90 Grad Bögen der Wasserleitung erkennbar, und die Kollision der Handbremsleitung mit dem unteren der beiden Bögen. Kein Ding, Rohrleitung verlegen und Freigang schaffen – Murphy hat doch recht.

Später mehr,

Udo

Build log, 30.06.18

Die letzten noch zu ersetzenden Bremsleitungen waren die an der hinteren rechten und an den beiden vorderen Verzögerungseinheiten. Nachdem ich am vorletzten Samstag den Vorderwagen weitestgehend demontiert hatte, gestaltete sich die Zugänglichkeit nun als zumindest annehmbar. Hier die verlegten neuen Leitungen im Vorderwagen:

Da alles so schön zugänglich war, habe ich gleich noch drei Wasserablauflöcher in den Boden unterhalb des Lenkgetriebes gebohrt, damit nach alter Weisheit gilt: das Auto ist nicht dicht – was hineinläuft, läuft auch wieder hinaus 🌧⛈🌨. Als nächstes ist Pedallerie und Verblechung wieder zu montieren, und alles sieht dann aus wie zuvor (hat aber natürlich eine deutliche, wenn auch nur für Eingeweihte erkennbare, Wertsteigerung erfahren).

Erfreulicherweise verspürte B Interessen an Kabelarbeiten, und als Ergebnis ist der Motorkabelbaum größtenteils verlegt und angeschlossen:

Aufgrund der Belichtung (ich hätte die grellgelben Bälle entfernen sollen 😞) sind die Kabel zwar in der Bildmitte nur erahnbar, aber physikalisch anwesend.

Im Innenraum auf der Copilotenseite hatte ich das Holley-Steuergerät ja bereits montiert, und hier ist das gute Stück jetzt mit Kabelage erkennbar:

Ein Strang muss zur Batterie, die im Vorderwagen verbaut ist, also geht die Elektrik entweder durch das Fahrzeug, wie hier angedeutet, oder ich spendiere noch zwei Gummimuffen, und führe das Kabel hinter dem Tank und damit ausserhalb des Fahrgastraumes hindurch – es sind ja zwei Wochen Zeit, das Für und Wider allumfassend gegeneinander abzuwägen:

Der Auspuff kam vom WIG-Schweissen ebenfalls noch an – in den nächsten Wochen stehen dann die erforderlichen Nacharbeiten au der Agenda …

Später mehr,

Udo