Sylvester build log 18

Traditionell klingt das Jahr auch mit einem Sylvesterbautag aus, so auch am 31.12.18. Als Ergebnis ist der rear clip fertig laminiert, es stehen nur noch kleinere Schleif- und Glättarbeiten an.

Da noch Zeit war, bis die Gäste eintrafen, habe ich mich nochmals der Scheinwerfer angenommen. Diese hatte ich zwar vor gefühlten fünf Jahren schon einmal mit einer Halterung versehen, aber nicht bedacht, dass die Scheinwerfer ja auch einstellbar sein müssen / sollten. Dazu haben sie eine Verstellschraube, die jedoch im aktuellen Bauzustand vom GfK verdeckt sind. Folgerichtig waren Bohrungen anzubringen, um die Zugänglichkeit herzustellen. Ausserdem hatte ich die Scheinwerferbefestigungen mit Durchgangslöchern versehen, und damals (ich war noch jünger und unerfahrener als heute 😉) hatte ich nicht bedacht, dass meine Finger hinsichtlich Länge, Durchmesser und Beweglichkeit naturgegeben beschränkt sind, mit der Folge, dass die Scheinwerfer nicht wirklich montierbar waren. Abhilfe schaffen Nietmuttern, die allerdings bauartbedingt nicht per Zange, sondern improvisiert mit Schraube, Scheibe und Mutter zu setzen waren.

Am Ende des kurzen Arbeitstages dann hier die Sachlage mit Einstellbohrung auf der linken Fahrzeugseite …

… und hier aus Symmetriegründen die rechte Seite:

Bis zur Gebrauchsfertigkeit wird noch einige Zeit vergehen, aber Zeit ist ja vorhanden (der Weg ist, neben dem Ergebnis, auch ein Ziel).

Später mehr,

Udo

Build log, 29.12.18

Die Jahresendrally ist in vollem Gange, und es gibt noch soooo viel zu tun. Aber wie immer gilt: eines nach dem anderen. Heute war, da der Zündverteiler erst am 04.01. geliefert werden soll (aus U.S.A.), noch einmal der rear clip an der Reihe.

Die Radhausumstellungen hatte ich nochmals von innen laminiert, und die Sachlage stellte sich nach dem Trocknen wie folgt dar:

Das sah nun zugegebenermaßen etwas holprig aus, daher war hier Feinarbeit gefragt, mit diesem Ergebnis:

Schön, oder? Ebenfalls übrig geblieben war die Öffnungserweiterung rund um die Ansaugtrichter. In diesem Zustand war ich, um den rear clip überhaupt schliessen zu können, mit der Arbeit geendet:

Nach Betätigen der Fein-Säge und etwas 40er Schleifpapier war das Erscheinungsbild dann bühnenreif:

Zu guter Letzt habe ich mich dann noch getraut, das Internetharz zum Laminieren zur Anwendung zu bringen. Die Radhäuser im rear clip waren ja bislang nur einseitig laminiert, folgerichtig fehlte die zweite Seite. Das Ergebnis mit auf dem Kopf liegendem rear clip ist hier erkennbar:

Bei den Porsches aus den späten 60er sieht das auch nicht besser aus! Hier und da ist dann trotzdem noch die ein oder andere Kleinigkeit zu tun (ein Ford ist schliesslich kein Porsche 🤨😎😜) – und wenn ich nicht aufpasse, schleife ich noch im Sommer an dem Ding herum ☀️🌤⛅️☀️.

Später mehr,

Udo

Build log, 27.12.18

Der Tag begann mit weiterer Laminierarbeit EIGENTLICH recht erfolgversprechend. Noch ein oder zwei (oder drei?) Tage, und dann ist der rear clip einsatzbereit.

EIGENTLICHES Tagewerk sollte die Suche nach dem Grund des jähen Motorabsterbens sein, sobald dieser auf Betriebtemperatur kommt. B war dazu vorbeigeschaut, und bei genauerem Hinschauen wurde erkennbar, dass der Zündverteiler im Anlaßmodus seltsame Bewegungen ausführte, was für diese Art der Verbrennungsmotoren eher unüblich ist. Bei noch genauerem Hinschauen war dann weiterhin erkennbar, dass der Anlasser am Fuß einen Riss aufwies, ebenfalls unüblich. Nach Demontage dann das vernichtende Gesamturteil: der Verteiler ließ sich händich nicht drehen, was in dieser Form ebenfalls nicht gewünscht ist; das Ding ist also kaputt!

In den U.S.A. gibt es die Dinger bei jedem Großhändler – ich habe schon mal einen Neuen bestellt.

Später mehr (erst einmal vom Laminieren),

Udo

Build log, 22.12.18

Es war nach langer Zeit wieder einmal ein „Tag des Laminierens“. Nachdem die beiden Radhauserweiterungen zugeschnitten waren, stand das Wegschneidens eines Teils der Aluminiumradhäuser im rear clip an, da diese ja mit den Rädern kollidierten. Hier der Zustand vor Beginn des Laminierens mit schon zugeschnittenen Fasermatten auf der linken Seite:

Hier die rechte Seite nach dem Laminieren (die Feinspachteldose habe ich als Gewicht zur Beschwerung verwendet):

Nach dem Trocknen wird es bis zur Fertigstellung noch mindestens zwei Bautage dauern, aber Zeit ist über die Feiertage ja gegeben (die in Großbritannien in Auftrag gegebenen Antriebswellen sind schließlich auch noch nicht geliefert).

Thematisch passend ging es dann mit den Versteifungen der Radhäuser am rear clip weiter. Nachdem die Laminatstreifen getrocknet sind, kann ich den Bauschaum beim nächsten Mal herausbasteln:

Die seltsam aussehende waagerechte Öffnung ist beim Erweitern des Radhauses im unteren Bereich entstanden, da der rear clip sich anderenfalls nicht öffnen ließ (Kollision mit den Hinterrädern). Auch hier werden noch zwei bis drei Lagen Laminat appliziert werden müssen, um die notwendige Stabilität zu gewährleisten.

Da der GT40 nun auf den Rädern steht, entwickeln sich durch neue Blickrichtungen auch neue Probleme (besser: Herausforderungen). Ein Beispiel dazu bildet die Freimachung des front clips um die Scheibenwischerbefestigung in der Spinne (im rechten Bildteil):

Das lose liegende Stück habe ich aus den front clip unmittelbar darüber herausgeschnitten, da hier eine Fastkollision mit der Spinne vorlag – wieder einmal ein schönes Beispiel für die grandiose Passform der KVA panels.

Dank Faserspachtel lässt sich das Spaltmaß exakt einstellen, hier die erste Vorstufe mit frisch aufgelegter Spachtelmasse. Auch hier wird nach zwei weiteren Behandlungen alles wie gewünscht aussehen.

Die kommenden Bautage werden eine gelungene Mischung aus Schleifen, Spachteln und dem Versuch sein, den 347er V8-Motor dauerhaft zum Laufen zu bringen.

Es bleibt spannend.

Später mehr,

Udo

Build log, 21.12.18

Heute ist ja bekanntermaßen der kürzeste Tag, und deshalb habe ich auch nicht so viel schaffen können.

Die Radhauserweiterungen hatten drei Wochen Zeit, um zu trocknen, und das war auch passiert. Da ich eine Negativform aus Bauschaum gebaut hatte, musste diese in übelster Kleinarbeit aus der Radhauserweiterung herausoperiert werden:

Das war dann für beide Seiten irgendwann (immer die drohende frühe Dämmerung vor Augen) passiert, und danach ging es an das Zuschneiden:

Die rechte Seite, die interessanterweise links im Fahrzeug sitzt (😏), ist schon fertig, während die linke für die rechte Fahrzeugseite noch unbeschnitten daherkommt. Alles sehr verwirrend. Demnächst können dann beide in den rear clip eingebaut werden.

Auch noch fehlend waren die Umstellungen in den hinteren Radhäusern, die ja der notwendigen Erweiterung derselben zum Opfer gefallen waren. Von den erstellten Streifen und deren Verwendung habe ich Abstand genommen, und dafür aus Bauschaumresten (der richtige Messi wirft nichts weg, man sieht wieder einmal, wozu das gut ist) Formstücke geschnitzt, die ich demnächst überlaminieren werde, und dann sehen die Radhäuser wieder aus, wie sie aussehen sollten.

Das Gute an den aktuell milden Temperaturen ist nicht nur, dass man nicht frieren muss, sondern auch, dass der Härter morgen bestimmt ausgehärtet ist, also kann es am Samstag mit der Laminiererei weitergehen.

Später mehr,

Udo

Build log, 01.12.18

Heute gibt es nicht allzuviel zu vermelden. Zunächst habe ich mich gestern damit beschäftigt, aus der mittlerweile ausgehärteten Bauschaummasse die Negativformen für die hinteren Radhauserweiterungen zu modellieren, was dadurch erschwert wurde, dass der zuletzt im Baumarkt erstandene Schaum immense Hohlräume im Inneren erzeugt hatte, was die Gestaltung insgesamt eher negativ beeinflusst hat. Nach Auftrag der ersten Laminatschicht ergab sich folgendes Bild:

Da sind nun noch zwei bis drei weitere Schichten fällig, und dann können die beiden Formteile an den rear clip laminiert werden.

Der Rest des Tages war dann wieder Motorlauf und Fehlersuche gewidmet. Hier die Ergebnisse im Überblick:

– die Lichtmaschine ist jetzt so verkabelt, dass sie die Batterie ordnungsgemäß lädt, und im Cockpit eine Kontrollleuchte zum Erhellen bringt, B sei Dank

– im Vorderwagen kam es bei zirka 90 Grad Celsius Wassertemperatur zu einer Leckage. Die verursachende Baumarktschelle habe ich gegen ein Produkt aus dem Hause ABA getauscht, was unmittelbare Dichtigkeit zur Folge hatte (ich werde die Baumarktdinger demnächst vollständig entsorgen)

– die Öltemperaturanzeige im Cockpit funktioniert, die Tankanzeige weiterhin nicht. Mmmmh …

– der Motor stellt bei Erreichen eines bestimmten Betriebszustandes, wahrscheinlich abhängig von einer unbekannten Temperatur, den Betrieb kommentarlos ein. Im Fahrbetrieb eher ungünstig, damit wäre dieser Mangel also noch zu beheben. Ich frage mal bei Fink nach, was da los ist

Der geneigte Leser erkennt, dass – auch wenn dieses Mal im build log wenig bunte Bilder zu sehen sind – noch allerhand zu tun ist, bis der GT40 fährt.

Zu erwähnen ist noch, dass ich jemanden gefunden habe, der bereit ist, die beiden Antriebswellen zu bauen. Der Kollege sitzt in Großbritannien, und hat Lieferzeiten, wie in der Branche leider weit verbreitet. Wenn es gut geht, kann ich die Dinger im Frühjahr zusammen mit den Ostereiern verstecken, und hoffentlich auch wiederfinden 🤔.

Später mehr,

Udo