Build log, 27.04.18

Den Aussagen verschiedener Orakel aus gt40s.com zufolge ist meine im letzten log thematisierte Verstärkung für die Anbringung der Aussenspiegel grober Unfug, da lediglich Gewicht, aber kein Nutzen verursacht wird. Also habe ich das Dreieck dem Wertstoffkreislauf zugeführt, und werde die Spiegel direkt in den Kunststoffscheiben befestigen.

Heute kam neben N, B, J, N, H auch R vorbei, der sich der Titanenaufgabe der Lackierung angenommen hat. Wir haben durchgesprochen, was zu tun ist, und dass es in zwei Wochen losgehen wird. Daher ist an den nächstem Samstagen sozusagen der Wirkungsgrad zu steigern, und die Restarbeiten abzuschliessen. Deren Anzahl ist immer noch groß, aber meine Motivation ebenfalls.

Im Detail: die mühsam auflaminierten Endbereiche des front clips (dort, wo dieser zu den Türen abschliesst), ist tatsächlich zu hoch – eines der bislang ungelösten Rätsel der Menschheit 🤔. Der Weg zum Ziel bestand in der Anwendung meines hochgeschätzten 36er Schleifpapiers (eventuell wäre der Ausdruck Fräspapier zutreffender?), wonach ich dann mit 40er Papier geglättet habe (das sieht im Vergleich mit der restlichen Oberfläche des front clips gar nicht soooo schlecht aus):

Auf dem Boden erkennt man die abgetragene Mischung aus Faserspachtel und Laminat, mein aktiver Beitrag zum Leichtbau 😁).

Da die clips ja auch bei theoretischen 200 mph in Position bleiben müssen, habe ich die Hartwell latches (bzw, deren Nachbau) wieder montiert, und deren Funktion ist nun nach kleineren Anpassungen wieder gegeben:

Eine Augenweide insbesondere in dem Fall, wenn die noch scheckig bunte Oberfläche. demnächst einheitlich in windveil blue metallic daherkommen werden.

Schliesslich und endlich stand noch die Abdichtung der Fahrgastzelle gegen von aussen hereindringende Medien an. Dies ist insofern von Bedeutung, als dass im Anlieferungszustand eine direkte Verbindung von Radhäusern vorn zum Cockpit bestand. Neben eines Labyrinths zwischen A-Säule und front clip entstand in der Vergangenheit dieses Blechteil, dass ich mittels Kantenschutz (erweitert um eine Dichtlippe) und eine Gummiauflage zur flexiblen Abdichtung ausgestattet habe. Hier der Sachverhalt mit Klammern, die eine Arretierung währen der Klebstofftrocknung übernehmen:

Im Groben muss noch folgendes passieren: das oben gezeigt auf der linken Seite duplizieren, Spaltmaß zwischen rear clip und Schweller anpassen, Türdichtungskonzept überlegen, Belüftung montieren, DZUS wieder anbringen, Gitter am Belüftungskanal des rear clips bauen. Klingt machbar, optimistisch betrachtet. Wie sagte Mick: “ cars always take longer than expected“. Wie wahr.

Später mehr,

Udo

Build log, 20.04.19

Eine kleine Aufgabe des heutigen Tages bestand darin, den rear clip in seine wirklich finale und endgültige Position zu bringen. Da schon gestern klar geworden war, dass das rechte Scharnier winkelseitig nicht harmonierte, habe ich dieses abgeflext und neu verschweißt. Nach der erneuten Montage war rasch klar, dass das nicht zielführend war, und dass der rear clip nun gar nicht mehr schloss. Also habe ich das Scharnier zum mittlerweile vierten Mal getrennt, und nochmals verschweißt, und nun scheint alles zu passen – vorerst.

Die Haubenhalter sind auch wieder montiert, und dann habe ich die Anbauteile inspiziert. Hier die Blenden des Türöffners:

Um ein übermäßiges Türöffnen zu vermeiden, das die Tür und den front clip beschädigen würde, stand die Montage von Türbandhaltern an. Hier das Ergebnis:

Um die Außenspiegel zu montieren, und um diese nicht in die Seitenscheiben bohren zu müssen, habe ich mir die Verwendung von Aluminiumhaltern überlegt. Diese müssen dreidimensional verformt sein, um einen Kontakt der Spiegelverschraubung mit der Türscheibe zu unterbinden. Hier der Baustand am Ende des Arbeitstages:

Das Ganze schaut noch ein wenig groß aus, mal sehen, welche Optimierungen noch möglich sind. Irgend etwas geht ja immer ….

Später mehr,

Udo

Build log, 19.04.19

Heute am Karfreitag war B vorbeigekommen, um die Schaltung einzustellen. Meine Aufgabe war es, am Schalthebel herumzuzerren, während er die Einstellung vorgenommen hat. Das Ergebnis ist eine funktionierende Schaltung, wobei das Schaltbild irgendwie anders als im Audi 01E ist. Der Rückwärtsgang ist links hinten, der erste Gang daneben, also auch hinten (der zweite folgerichtig vorne). Das war vom Hersteller zwar anders versprochen, aber wer rechts sitzt, kann auch komisch schalten müssen.

Hier dann der GT40 kurz vor der ersten Ausfahrt:

Die Schutzfolie für das Cockpit war bei den ersten Fahrversuchen extrem hinderlich, aber das Auto fährt!!

Dann habe ich die Frontscheine aufgelegt, und sie passt besser, als diejenige, die einen Riss bekommen hatte:

Dass die Spaltmaße zwischen Scheibe und Auflage leicht differieren, ist selbstverständlich. Der Klebstoff wird die Spalte hoffentlich überbrücken können, hoffentlich.

Bleiben nur noch die Restarbeiten …

Später mehr,

Udo

Build log, 13.04.10

Im letzten log hatte ich ja über diverse Restarbeiten geschrieben, die ich heute (unter B’s Mithilfe) zumindest teilweise angearbeitet habe. Abgearbeitet ist etwas anderes!

Die Schalldämpfer sind verschweisst worden, und nach mehreren Einbauversuchen mit unterschiedlichen Einbaulagen, variiert um die Schalldämpferlängsachse, habe ich dann eine erträgliche Position gefunden.

Passend zu den Arbeiten am Fahrzeugende habe ich dann auch noch die Edelstahlseile (sagt man vielleicht besser Drähte?) am rear clip angebracht, um diesen bei Öffnung zu arretieren. Hier Schalldämpfer und Öffner in einem Foto:

Vor dem Lackieren besteht ja die Aufgabe, alle, und ich meine alle, Teile des GT40 wieder anzubauen, um zu sehen, ob alles noch zueinander passt (nun steht das Auto erstmals auf eigenen Rädern, und die Kunststoffteile könnten ja eine gewisse Eigendynamik entwickelt haben). Haben sie. Der front clip wirkt am Übergang zur rechten Tür so, also sei das nie zusammen passig gewesen. Zum Glück habe ich noch 36er Schleifpapierrestbestände im Regal, die müssen unter meiner Mithilfe zirka drei bis vier Millimeter vom front clip abtragen. Befürchtet, nicht erwartet, aber doch wahr.

Wie auch immer, der aktuelle Baustand sieht nun so aus:

Die Rücksicht gestattet einen Blick auf die camourflageähnliche Ansammlung aus Fasern, Faser- und Feinspachtel, gut getarnt eben:

Es bleibt, die Schaltung einzustellen. Ebenso wird das nicht gehen, sagt die Erfahrung.

Und dann, ja dann, kommt das erste vorsichtige Fahrmanöver …

Später mehr,

Udo

Build log, 06.04.19

Heute ist das Ovali-Restaurationsobjekt abgeholt worden, so dass theoretisch wieder Platz für ein GT40-Folgeprojekt gegeben wäre. Konjunktiv.

Das hat nun alles kostbare Bauzeit gekostet, so dass ich wieder eine passable Ausrede für nur mäßigen Arbeitsfortschritt anführen kann. Hier nun der Arbeitstag zusammengefaßt:

Da sich die Schalldämpfer nach dem V8-Probebetrieb unvorteilhaft nach rechts verschoben hatten, habe ich die Schweissnähte zwischen Dämpfer und V-Bandschelle wieder geöffnet und beide Teile zueinander neu positioniert. Was einfach klingt, bedingte selbstredend wieder ungezählte Ein- und Ausbauschritte, bis eine passende Position gefunden war. In diesem Zuge habe ich dann auch gleich noch die beiden Endrohe angebracht, so dass diese Baustelle nun optisch recht professionell daherkommt:

Eigentlich sollten danach alle Karosserieteile angebaut werden, um die finalen Vorbereitungen für den Lackierer zu treffen. Ungünstigerweise ist mir dabei die provisorische Schweissnaht am rechten Scharnier des rear clips gebrochen, so dass es an dieser Stelle hieß: alles wieder auf Null! Diesen eher ernüchternden Umstand habe ich dazu genutzt, um die provisorischen gegen endgültige Schweissnähte zu ersetzen. Der rear clip konnte dann unter Mithilfe aller in der Werkstatt Anwesenden wieder eingesetzt werden, und erfreulicherweise war alles ganz passgenau zueinander. Bemerkenswert, wie ich meine.

Die letzte Tat des Bautages bestand in der Montage der „Haubenhalter“ (der Ausdruck passt nicht so recht, aber mir fällt kein Besserer ein) des rear clips. Dazu werde ich zwei Drahtseite (natürlich aus Edelstahl) verwenden, die zwischen Radhaus und Befestigung des Stabilisators angeschlagen werden. Hier der Halter samt Seil an der Stabibefestigung:

Dieses gilt es dann in der kommenden Woche zu vervollständigen, und weitere Restarbeiten stehen an: Rückspiegel aussen links und rechts, Verstärkung der DZUS am front clip, Dichtungen zwischen Trennwand Motor und Dach, Hartwell latches, Abstützung und Verschluss rear clip, Arretierung front clip, Fixierung Cockpit, Anschläge Türen, um nur die wesentlichen Dinge aufzuzählen. Dann ist auch noch die Funktion der Tankanzeige und des Schweibenwischers sicherzustellen, und die Schaltung muss eigestellt werden. Brems- und Kupplungsleitungen sind noch final zu entlüften.

Klingt wie eine Einkaufsliste, die einen größeren Einkaufswagen erfordert, natürlich im übertragenen Sinne 🤔.

Später mehr,

Udo