Build log, 24.08.19

Noch mehr Montagearbeiten:

Das Entlüftungsblech im rear clip ist befestigt.

Wie bereits im letzten build log avisiert, standen weitere Beschnittanpassungen am Cockpit an. Munter iteriert, ist das Ergebnis ein fest verschraubter Instrumentenhalter (die auf dem Boden liegenden Belüftungsschläuche fixiere ich beim nächsten Mal, da die Ausströmer zur Windschutzscheibe erst noch klebtechnisch trocknen müssen).

Um die Wärme, die der Motor funktionsbedingt erzeugt, nicht übermäßig stark in die Fahrgastzelle dringen zu lassen (im Winter vielleicht ok, im Sommer eher weniger), habe ich mich mit selbstklebenden schall- und temperaturabsorbierenden Matten beschäftigt. Die Abdeckung über der Keilriemenscheibe konnte ich aus Platzgründen nur partiell belegen …

… und alle weiteren Flächen habe ich ebenfalls beklebt:

Interessanterweise tauchte nach entfernen des oben gezeigten Deckels meine Taschenlampe wieder auf, die auf dem Rahmen stehend auf Rettung wartete 😉.

Hier noch für echte Insider eine Darstellung der Isolationsschicht hinter dem Fahrersitz rechts:

In der Bildmitte links ist das senkrecht verlaufende Wasserleitungsrohr erkennbar, und dahinter, mit viel Fantasie, die Wärmeschutzbeklebung. Wer es selbst gesehen hat, mag es erkennen, wer nicht Zeitzeuge werden durfte/musste, wahrscheinlich nicht. Egal, die Strahlungswärme des Motors hat zumindest eine leichte Barriere bekommen, und das ist mal besser als nichts.

Unerwähnt ist noch, dass ich heute die Türscheiben mitgebracht habe, in der vagen Hoffnung, diese an die am Fahrzeug montierten Türen anzuschrauben – vielleicht im übernächsten build log zu sehen.

Später mehr Montage,

Udo

Build log, 17.08.19

Heute gibt es von weiteren Montagearbeiten zu berichten. Der linke Schalldämpfer, der ja noch einige Millimeter höher als der rechte saß, hat sich durch die zur Befestigung vorgesehenen Federn (ich weiss gar nicht, wie die Dinger eigentlich heissen 🤔) in eine zufrieden stellende Position bringen lassen:

Optisch ansprechend ist auch die frisch montierte Scheibe im rear clip:

.

Zwei Gewinde in den Einnietmuttern mussten nachgearbeitet werden, aber bei all den Verschraubungen ist das eine Traumquote!

Um nun nicht nur am Fahrzeugheck herumzuwerkeln, habe ich die DZUS- Verschraubungen am front clip angebaut. Hier ein Detail des nostrils (zu deutsch „Nüster“, seltsame Bezeichnung) …

… und hier die funktionstüchtige Befestigung des front clips am Rahmen (ich hoffe, dass mir das bei Tempo 300 nicht um die Ohren fliegt, aber das Blue Flame Rekordfahrzeug wird auch von den DZUS zusammengehalten):

Etwas aufwendiger und nervlich belastender war der Einbau der Trennscheibe zum Motorraum. Nach erfolglosen Versuchen mit Montageband aus Textil und Elektrokabel führte dank Einsatzes von R und N der Montagehebel aus Kunststoff zum Erfolg (gut, dass dabei kein Profi zugeschaut hat):

Das Ergebnis kann sich jedenfalls sehen lassen, und der Blick in den Rückspiegel wird eine wahre Freude werden.

Die Spinne (also das Mittelteil) habe ich dann, quasi um an allen Bereichen des Fahrzeuges ausgewogen zu arbeiten, final (?) montiert und sie am unteren Windlauf mit Scheibendichtung gegen hereinströmende Medien jeglicher Art abgeschottet. Dabei wurde leider klar, dass das Cockpit weiter zu beschneiden war, und dass die oberen Ausströmer eine kleine bauliche Veränderung werden erfahren müssen – eine Lappalie, kaum der Rede wert.

So, das waren viele Fotos, und wie immer gilt: Später mehr,

Udo

Build log, 10.08.19

Wenn die Anzahl der notwendigen Iterationen zur Lösung eines technischen Problems hinreichend groß wird, hat das zur Folge, dass zwar viel Handlung, aber nur wenig Ergebnis entsteht. Dies ist für den Werkstatttag am 10.08. eine weitgehend zutreffende Beschreibung.

Auslöser dessen war das simple Mantelrohr des Scheibenwischermotors, in dem die Antriebswelle geführt wird, die wiederum ihre Translationsbewegung in die Wischbewegung des Wischers umwandelt. Die ersten zwei Versuche, in denen ich das Rohr so führen wollte, dass das Cockpit nicht beschnitten werden musste, haben eine Wischermotorüberhitzung aufgrund zu starker Rohrbiegung ergeben. Erst das altbekannte „keep it simpel“ führt zum Erfolg. Das endgültig verbaute Rohr befindet sich im unteren linke Quadranten, kaum gebogen, aber dafür funktionstüchtig:

Die Klinke, die ich im Cockpit mittels Vibrationssäge wiederum in mehreren Anläufen (bloß nicht zu viel abschneiden 💇‍♂️) Stück für Stück vergrößert habe, ist erfreulicherweise im endgültigen Montagezustand verdeckt:

Um nun überhaupt noch etwas für „die Galerie“ hinzubekommen, stand die Montage der Schalldämpfer an. Den Auslass habe ich kombiniert chemisch/mechanisch bearbeitet, und die durch das Schweissen hervorgerufene Anlaßfärbung ist verschwunden. Hier ein Bild mit geöffnetem rear clip …

… und hier die aktuelle Heckansicht (der linke Schalldämpfer muss noch ein wenig nach unten verschoben werden, sollte klappen):

Leicht ist erkennbar, dass aus der rückwärtigen Perspektive nun lediglich noch das Kennzeichen fehlt, oder, wie B bemerkte: da waren sie wieder, meine drei Probleme 😉😉😉.

Später mehr,

Udo

Build log, 03.08.19

Nach vier Wochen Schaffenspause war es am Samstag an der Zeit, mal wieder so richtig Gas zu geben: die Fertigstellung der Elektrik stand im Programmheft. Da ich das von allen Dingen rund um den Autobau am wenigsten kann, war B zur Realisierung angerückt (eigentlich sollte nur die Aussenbeleuchtung angeklemmt werden, da der Rest ja augenscheinlich bereits fertig gestellt war). Gesagt, getan, die Rück- und Kennzeichenbeleuchtung war rasch verdrahtet und montiert, und die hinteren Auslassbleche habe ich gleich mit angeschraubt, so dass das Fahrzeugheck gewissermaßen fast fertig ausschaut (zumindest aus dieser Perspektive, wenngleich die Schalldämpfer auch noch nicht montiert sind):

Auch die Fahrzeugfront macht einen deutlich vollständigeren Eindruck als zuvor:

Bedauerlicherweise stellte sich heraus, dass die Betätigung von Blinker und Bremspedal beleuchtungsseitig keine erkennbare Reaktion der Fahrzeugelektrik hervorrief, mit der Folge des teilweisen Rückbaus des GT40 😬. Hier die Baustelle im Schnappschuss:

Am Ende war dann fast alles wieder gut. Richtig gut wird es werden, wenn die Bremsleitung vorn die Leckage einstellt, und wenn der Scheibenwischer seinen Dienst versieht, ohne dabei sägeartige Geräusche auszustossen.

Es gibt halt immer was zu tun ….

Später mehr,

Udo