Build log, 26.09.20

Der GT40 ist (vorläufig) repariert, und wenn der Monsum morgen nachlassen sollte, könnte eine Probefahrt den Beweis antreten. Wenn nicht, ist morgen (also übermorgen) auch noch ein Tag. Darauf folgen vermutlich weitere.

Heute konnte ich mich also wieder dem Falcon zuwenden. Nach wie vor und immer noch galt es, die Verlängerungen des Schwellers am hinteren Radhaus zu modellieren und anzubringen. Alles begann, wie immer und wie gewohnt, mit Pappschablonen:

In der rechten Bildseite ist ein vorläufiger Zusammenbau erkennbar, allerdings noch mit nicht optimiertem Flansch (zu lang, sozusagen).

Die auf der rechten Seite verbaute Version ist in der nächsten Abbildung zu bestaunen:

Dass beide Seiten, also rechts und links, eine gewisse Ähnlichkeit haben, dokumentiert das nachfolgende Bild:

Über das Positionieren der linken Schwellerverlängerung (ein Thor, wer Schmutziges dabei denkt), habe ich dann noch ein Bild vor dem Fügebeginn gemacht:

Das „L“ zeigt an, dass es sich nicht um die rechte Fahrzeugseite handelt. Auch hier noch, der Vollständigkeit halber, ein Bild der vollendeten Arbeit, das heute übrigens gleich zweimal von Besuchern positiv bewertet wurde (offenbar ist eine gewisse Lernfähigkeit in meinen Arbeiten erkennbar, wenn man sich als Betrachter nur ein wenig anstrengt und Fantasie walten lässt):

Mit ein wenig Spachtelmasse wird das alles aussehen wie im original 64er Falcon, und (hoffentlich) niemand wird rückverfolgen, welch Barberei hier jemals stattgefunden hat.

Wie es scheint, sind die Schweissarbeiten nun vollbracht (😢), oder vielleicht fallen mir noch einige Punkte auf, die flüssiges Metall benötigen.

Wenn nicht, werde ich mich demnächst mit den Scheiben aus feinstem Makrolon beschäftigen. Zuvor allerdings sollte ich das ganze ungeschützte Stahlblech mit Primer versehen, und die Spalte mit Dichtmasse versiegeln.

Später mehr Transparenz (in den Scheiben),

Udo

Build log, 18./19.09.20

Am Montag war ich zu Besuch bei Günter, der den Motorblock des 289er Falcon hat schleifen lassen. Ein Kolben ist an der neuen Kurbelwelle montiert, und läuft ruckfrei durch den Block. Sehr gut soweit.

Am Wochende gab es dann recht heterogene Aufgaben zu erledigen. Am GT40 galt es, die neu gedrehte Lagerung der Getriebewelle in den Block zu montieren (links die alte Version samt Schweisspunkten, die zum Herausschlagen mit einer Mutter notwendig waren, rechts das Neuteil, verlängert):

Hier ist das Neuteil eingebaut zu bewundern:

Zwischendurch, sozusagen oder -schreiben als „Zwischenmahlzeit“, habe ich dann an den Sitzen Stehbolzen montiert, und die notwendigen Distanzhülsen aus Aluminium gleich mit verklebt. Ein Sitzein- und -ausbau wird somit zur Sekundensache, sofern man sich beeilt.

Zurück zum Falcon (es lief, wie erkennbar, alles parallel): dem Schweller fehlte noch die Verlängerung, quasi pseudo, um mit dem Radhausausschnitt bündig abzuschliessen. Bild 5 (wohl dem, der zählen kann) dokumentiert einen Zwischenstand von aussen, wohingegen Bild 5+1 denselben Sachverhalt von der Fahrzeuginnenseite zeigt:

Da fehlt nun nur noch ein Flansch, den ich noch bauen muss, und es kommt dem Original verdächtig nahe (ohne es je zu erreichen).

Der GT40 ist auch wieder hergestellt, und morgen kommt H vorbei, um dem Motor auf elektronischem Weg Manieren beizubringen:

Äxte im Wald gibt es in dieser Welt schon genug, so dass eine ausgeglichene Situation im GT40 immerhin ein bescheidenes Gegengewicht darstellen kann.

Später mehr Harmonie und Ausgeglichenheit,

Udo

Build log, 12.09.20

So richtig viel Bildmaterial habe ich heute nicht erzeugt, aber trotzdem gab es tolle Dinge zu erleben. Das Getriebe habe ich unter Fachanleitung demontiert, und erfreulicherweise waren keine größeren Schäden erkennbar, bis auf das bereits erwähnte Rollenlager, dessen Rollen sich samt Käfig leicht aus ihrer Behausung vertreiben ließen. Unglücklicherweise trat der Aussenring nicht gleichzeitig die Flucht an, sondern verharrte, weniger der Massenträgheit als vielmehr dem Presssitz gehorchend, im Getriebe. Zu dessen Demontage möchte in nicht mehr sagen als „Schweissen“, Details verrät B auf schriftliche Anfrage.

Nach erster Reinigung dann dieses Ensemble:

Sobald die Ersatzteile geliefert werden, kann es zur Wiedervereinigung kommen.

Was ich am restlichen Tag gemacht habe, weiss ich auch nicht mehr so genau – viel kann es ergo nicht gewesen sein 😉.

Später mehr Vergessenes,

Udo

Build log, 11.09.20

Ob das großes Kino oder doch nur Kleinkunst, oder eventuell doch Cannes war – wer will oder kann es entscheiden? Ich für meinen Teil tendiere jedenfalls nicht zu Kleinkunst, und die Gründe und Fakten werden hier schonungslos benannt und offengelegt werden.

Das Getriebe des GT40 leckt leider, also muss es zur Ursachenfindung aus dem Fahrzeug operiert werden, hier ein Eindruck ohne rear clip:

Nach ersten Demontagearbeiten dann dieses Bild des Grauens, aufgebockt wie im Fahrerlager:

Die offenbare Ursache des Ungemachs lag darin begründet, dass die Lagerung zwischen Getriebe und Motorblock nur auf einer Länge von fünf Millimetern stattfand, wohingegen mehr als fünfzehn Millimeter geplant waren (dass das nicht gut geht, ist für den geneigten Leser sicherlich nachvollziehbar).

Für alle detailverliebten Leser hier eine Darstellung mit Tiefgang:

Der zylindrische Absatz zwischen den Schrauben ist schlichtweg zu kurz geraten, so dass das Rollenlager seine Funktion gekündigt hat, und sich in seine Bestandteile zerlegt hat.

B hat dann einen Ausflug zum Drehbetrieb arrangiert, und das Neuteil wird dann länger und damit passend sein.

Das Getriebe hat womöglich auch Schaden genommen, wenn schon, denn schon:

Das Unheil wird morgen untersucht, um dann Ersatzteile zu ordern, die später eingebaut werden.

Wie gut, dass es das neumodische Internet gibt, in dem Alles bestellt werden kann.

Später mehr Konsum,

Udo

Build log, 05.09.20

Bei Asterix und Obelix würde der heutige Tag so aussehen: 🦠💉🔫🔪💣🙊👽👻 (oder so ähnlich). Tatsächlich habe ich heute sämtliche sechs Blechzuschnitte zugeschnitten (!), die die hinteren inneren Radhäuser bilden sollen, und gleich rückseitig mit Zinkspray gegen den unvermeidlichen Korrosionsangriff beschichtet.

Zunächst natürlich standen Pappschablonen zur Findung der ungefähren Form der Stahlbleche an, siehe hier:

Die habe ich dann aus dem Stahlblech per Blechschere ausgeschnitten (wie gut, dass es elektrische Blechscheren gibt 😉). Naturgemäß war es notwendig, die Stahlbleche ungezählte Male anzuhalten, anzupassen, etc., bis dann eine hinreichende Passform in Aussicht stand:

Am Ende des Tages war das rechte Innenradhaus geschweisst und verputzt, wie üblich schweisstechnisch optimierbar, aber auch ich wachse mit meinen Aufgaben:

Die linke Seite wird bestimmt viiiiiel schöner, vielleicht.

Später mehr Schönes,

Udo