Build log, 30.12.20

Natürlich war die Fußstütze, wie im letzten build log gezeigt, längst nicht fertig, wer sollte das glauben? Es fehlte eine Verstärkung, um Stabilität zu gewährleisten. Um den geeigneten Aufbau der Verstärkung habe ich mir allerhand Gedanken gemacht (wenig Gewicht, wenig Aufwand, hoher Nutzen, also alles wie immer), und mich für zwei Bleche an den Aussenseiten der Stütze entschieden. Diese waren mit Blindnieten standesgemäß mit dem Hauptteil zu verbinden, doch meine manuelle Nietzange hat nach einigen Anwendungen den Dienst quittiert:

Glücklicherweise stand noch die pneumatisch betätigte „Zange“ im Schrank, mit der das Setzen auch viel entspannter vonstatten ging:

Hier nun die gebogenen Seitenteile mit vernieteten Winkeln und Löchern zur Gewichtseinsparung:

Wer sich fragt, was das alles soll, bekommt hier einen neuen Hinweis (schliesslich ist im lockdown Rätselzeit):

Mit Clecos verbunden sieht das Ensemble so aus:

Eingebaut im Fahrzeug, macht das Teil nicht nur optisch, sondern auch funktional einen schmalen Fuß:

Alles ist Geschmacksache, ich weiss.

Als nächstes Teil, das am Boden zu befestigen war, blieb die Getriebeabdeckung übrig. Wie gewohnt mit Bohrungen d=4mm versehen und mit Clecos fixiert …

… schien das Verschrauben ein Klacks:

War es aber nicht, da ich die Abdeckung mittels Heissluftfön erst noch umständlich an die Tunnelform anpassen musste 😬.

Später mehr „es könnte so einfach sein, …“,

Udo

Build log, 28.12.20

Nachdem die front fender schon einmal auf der Werkbank lagen, und mittlerweise auch getrocknet waren, konnten linke und rechte Seite einer weiteren Inspektion unterzogen werden. Hier und da gab es noch einige Stellen, die einer Behandlung mit Schleifpapier bedurften, und so ist es geschehen, auf linker Seite und auf rechter Seite:

Bevor nun der Käfig in den Falcon kommen sollte, wollte ich noch den Boden unterhalb der Pedallerie behandeln, da dieser doch über die Jahre leicht in Mitleidenschaft gezogen worden war und örtlich Lochfraß aufwies. Da ich keinerlei, aber auch gar keine Motivation aufbringen konnte, den Boden hier aufzutrennen und mit neuen Stahlblechen wieder aufzufüllen, habe ich eine sogenannte Sandwichlösung gewählt (schöner Begriff für nicht so schönen Sachverhalt). Immerhin waren alle Rostlöcher mit Flüssigmetall aufgefüllt, und ordnungsgemäß geprimert (schlimmer wird es zukünftig nicht, aber eben auch nicht besser).

Allerdings fielen fünf Löcher auf, die schweisstechnisch geschlossen werden mussten, und die irgendwie mit dem sogenannten Gaspedal in Verbindung gebracht werden können:

Um nun nach dem Schliessen eine belastbare, leichtgewichtige Lösung zu realisieren, fiel die Entscheidung auf Aluminiumblech als Deckschicht. Wie immer bestand der Ursprung in Pappschablonen (das war im Urknall wahrscheinlich auch so, könnte ich mir vorstellen):

Diese habe ich dann mehrfach ergänzt und erweitert, bis dieses Arbeitsergebnis herauskam:

Das erkennbare Bodenblech ist um die Schalthebelabdeckung sauber ausgearbeitet, zeigt eine Doppelkantung wie im Stahlboden, und weist einen Halter für die Fußstütze links auf. Dieses Ensemble mittels Clecos am Boden fixiert, zeigt die kommende Darstellung:

Alle Teile habe ich dann mit M5 (!) Nietmuttern an der Karosserie befestigt (es soll ja schliesslich dem Rennbetrieb standhalten):

Eventuell werde ich die Fußstütze in der Mitte nochmals verstärken, allerdings nur, wenn sich gewichtsneutrale Lochungen einbringen lassen.

Fragen über Fragen. Vielleicht beginnt Leichtbau ja doch in der Küche, wie B jüngst bemerkte 🍰🍧🍦🧁.

Später mehr Schwergewichtiges,

Udo

Build log, 23.12.20

Es ist schon fast wieder Weihnachten, und ich hatte gedacht, dass mir der Stahlonlinehändler etwas Schönes geschickt hatte. Wieder Fahrradkette:

Das sind weder 30×30 Winkelprofile, noch 200 mm breite Streifen, wenn ich nicht komplett irre. Dafür passt auch die Anzahl der Teile nicht, also: was will man mehr, oder weniger?

Demzufolge habe ich mich mit dem Materialien begnügt, die verfügbar waren, und das Beste daraus gemacht. Zunächst konnte ich im www erfahren, das Ford engine mounts im allgemeinen um drei Grad nach hinten geneigt ausgeführt sind. Mit der Tangensfunktion (für irgendetwas muss das Erlernte ja gut gewesen sein, once in a lifetime) konnte ich ermitteln, dass die beiden Halter um 3,24 Millimeter in der Höhe unterschiedlich ausgeführt werden müssten oder sollten. Also etwa so:

Zur Simulation der Breite des Trägers, an dem der Halter angeschraubt werden wird, konnte ich ein Holz mit der Breite von von 47mm gewinnen (erstaunlich, was in der Werkstatt so alles herumliegt). Da der Träger exakt 57mm breit ist, habe ich zwei M10 Schrauben benutzt, um die Lücke zu schliessen. Hier das Gesamtbild mit Winkelstahl:

Letzterer, leider zum schmal geliefert, kann noch nicht verschweisst werden, weswegen ich dieses Arbeitspaket beiseite legen musste:

Die hinteren Seitenscheiben waren im unteren Bereich noch zu lang, also: again so much weight saved:

Zum Tagesabschluss stand noch die Gesamtinspektion insgesamt und allgemein an, um weitere Restarbeiten zu dedektieren. Tatsächlich fiel dabei auf, dass die front fender einen großen Hohlraum aufweisen, durch den Straßenstaub in den Fahrzeuginnenraum gelangen würde. Glücklicherweise hatte ich noch Harz, Härter und Glasfasermatten am Start, und konnte diese Durchbrüche flugs schliessen:

Bestimmt ist das nach Weihnachten getrocknet, und damit einsatzbereit.

Später mehr Einsatz (nicht in Manhattan, aber in OWL),

Udo

Build log, 19.12.20

Insgesamt oder allgemein betrachtet, stand der heutige Tag unter dem Motto „Kleinkram und Restarbeiten“. Zweifellos fiel in diese Rubrik das Auffüllen dieses Spaltes am Ende der Tür (eigentlich B-Säule, aber die gibt es im Falcon ja nun nicht):

Nach Verwendung und Benutzung und Anwendung (Hommage an Loriot) von Faserspachtel konnte die Lücke dauerhaft geschlossen werden:

Weitere Restarbeiten dann hier an den Türscheiben:

Der unten gekennzeichnete Bereich ist, bis auf den Umstand seiner bloßen Anwesenheit, sinn- und zweckfrei. Nach Behandlung mit Leichtbaumethodik sieht die Seitenscheibe nun so aus:

So much weight saved 😀.

Glücklicherweise hatte ich die Dichtung zwischen Türscheibe und Dachzug nicht vernichtet. Nach einigen Einbauversuchen stellte sich heraus, dass sie a) noch gut erhalten ist und b) eine Dichtfunktion auch im aktuellen Setup übernehmen kann. Für die unteren Türbereiche benötige ich neue Dichtungen, die ich beim Internetstöbern über die Feiertage bestimmt finden werde.

Schließlich, da der Falcon Anfang Januar zum Käfigbauer geht (weder Gefängnis, noch Landwirt), habe ich mit der Demontage dazu nicht benötigter oder störender Teile begonnen:

All das Demontierte muss demnächst wieder remontiert werden, solch Aufwand.

Später mehr Aufwendungen, und Verwendungen, und Benutzungen,

Udo

Build log, 18.12.20

Die Abtrennung zum Tankraum konnte ich problemlos mit den drei angeklebten Haltern und sechs Nietmuttern und der gleichen Anzahl Schrauben verbinden. Komplett angeschraubt, musste ich bemerken, dass es im Fahrbetrieb zu allerhand Geräuschentwicklungen und üblen Relativbewegungen kommen würde. Erstere werden bleiben, letztere werde ich zumindest durch diese einfachen Halter eindämmen können:

Verbunden werden sie mit den bewährten Nietmuttern in M4:

Problem erkannt, Problem gebannt 🤨. Dann habe ich noch die hintere rechte Scheibe neu justiert, die ein paar Millimeter nach hinten verschoben werden musste. Kleinkram eben.

Voller Optimismus und Tatendrang stand dann die Motorlagerung an, sozusagen Premier League. Hier der Zustand mit den Originallagern, weich wie französischer Käse:

Nun mussten alle relevanten Maße am Motorblock, Rahmen und Lagerung gemessen und verarbeitet werden. Unter Nutzung mathematischer Beziehungen, die wir m.E. in der Grundschule erlernt haben, entstand diese Pappschablone:

Übertragen auf Metall dann dieses Stilleben:

An den Falcon angeschraubt, musste ich feststellen, dass es offenbar eine Neigung des Motors und damit auch der Motorlager gibt. Zur Verifizierung habe ich G angerufen, der diesen Umstand bestätigte: schliesslich sei die Ansaugspinne ja auch keilförming, damit der Vergaser exakt horizontal ausgerichtet sei. Natürlich. Hätte ich auch selber darauf kommen können, wenn ich es gekonnt hätte. Fahrradkette.

Später mehr Selbstverständliches,

Udo

Build log, 11.12.20

„Schöner Wohnen“ habe ich mir heute zum Motto gemacht, und entsprechend agiert. Grundlage meines Handelns war die Belieferung mit 1,0 Millimeter dicken Aluminiumblechen, mit denen ich die Abdeckungen der seitlichen Öffnungen im Innenraum und die Trennwand zum Koffer- oder Tankraum zu bauen gedachte. Gedacht, geplant und gemacht, und das alles an einem einzigen Tag. Erschwerend machten sich allerdings die insgesamt kühlen Temperaturen bemerkbar, die der Bewegungsfähigkeit entgegen wirkten, und als gute Ausrede für geringen Baufortschritt herhalten dürfen 🤨.

Aber wie immer eines nach dem nächsten. Im folgenden Bild geben sich die grau eloxierten Verkleidungsbleche zu erkennen, zusammen mit einer Pappschablone.

Nach verschiedenen Anpassungen und Erwägungen war dann die rechte hintere Seitenverkleidung bereit zum Fotoshooting, fixiert mit Clecos:

Nicht unerwähnt lassen möchte ich vier Durchstellungen im Karosserieblech, die in meinem Fall störend wirkten …

… und daher entfernt werden mussten:

Erst danach konnte das Verkleidungsblech korrekt angeordnet werden. Auf der linken Seite ergaben sich graduell andere Herausforderungen, allsamt gemeistert:

Wer gut mitgedacht hat, dem ist aufgefallen, dass zwischen rechtem und linkem Seitenblech das Verbindungsblech noch fehlt, und das ist korrekt bemerkt. Zu dessen Ermittlung musste erst wieder eine Pappschablone entstehen, eine links, und eine rechts:

Beide habe ich auf das Aluminiumblech schon übertragen, aber zum Ausschneiden kam es heute aufgrund heraufziehender Dunkelheit nicht mehr.

Deshalb: Später mehr Erhellendes,

Udo

Build log, 05.12.20

Von wegen tadellos: der Handbremsbowdenzug des Falcon unterscheidet sich doch recht deutlich von demjenigen des Mustang, oder mit anderen Worten: er passt nicht. Immerhin passt der Getriebequerträger unter das Fahrzeug:

Da ich mit der Handbremse nicht mehr weiterkam, habe ich mich mit dem Sortieren der Zollschrauben, die ich zum Beschichten verbracht habe, und denen, die schon zuvor in meinem Besitz waren, beschäftigt. In frisch erstandenen Sortierkästen, nach UNF und UNC getrennt, dann dieses Bild der Sortierens:

Das ruft ein surrealistisches Gefühl des Aufgeräumtseins hervor, irgendwie.

Die hinteren Seitenscheiben waren immer noch anzubringen, da dies niemand anderes bislang gemacht hat. Die linke Seite sieht nun so aus …

… und rechts ist es überraschenderweise spiegelbildblich:

Die hinteren Scheiben habe ich mit Nietmuttern an der Karosserie befestigt, was eigentlich keiner besonderen Erwähnung bedürfte. Jedoch konnte ich die Nietzange nicht zum Einsatz bringen, da räumlich oder zugänglich nicht möglich. Daher viel die Wahl auf die gute, altbewährte Methode: Schraube und Mutter mit Scheibe verbinden, die Nietmutter dazu, den Schraubenkopf festhalten, und die Mutter drehen:

Sieht kompliziert aus, ist es aber auch 🤔.

Später mehr Unkompliziertes,

Udo

Build log, 04.12.20

Wie im letzten build log verkündet, stand die Anpassung der Rückleuchten als dringlich und notwendig auf dem Arbeitsplan. Dementsprechend habe ich diese montiert und an den Falcon geschraubt, und das Ergebnis ist „groß“:

Die Blechschrauben, mit denen die Leuchten befestigt sind, habe ich gegen meinen Favoriten in M4 Regelgewinde ausgetauscht, soviel Zeit muss sein.

Die Scheinwerfer (also das Pendant vorne am Fahrzeug) waren über die Jahre mit einer festanhaftenden Schmutzschicht gegen Korrosion geschützt, die allerdings recht schwergewichtig daherkam. Folgerichtig habe ich die Schicht entfernt und werde die Gehäuse pulverbeschichten lassen:

Im Zuge der Ingangbarmachung historischer Teile stand auch das Scheibenwischergestänge samt Antrieb in der Warteschlange, hier vorher …

… und nachher:

Aus den U.S.A. traf dann die Lieferung der Getriebeabstützung an. Im Vorfeld habe ich alle Regale, Kisten und sonstige Ablagen akribisch untersucht, und etwas vergleichbares nicht gefunden.

An diesem Teil wird der Handbremsmechanismus befestigt, den ich vom 1965er Mustang erstanden habe, siehe hier:

Die ganze Veranstaltung muss als nächstes unter den Falcon geschraubt werden, und alles wird bestimmt tadellos funktionieren.

Später mehr Tadelloses,

Udo