Build log, 27.02.21

Nach ausgiebiger Inspektion des Antriebsstranges mit besonderer Würdigung der Kollisionsgefahr mit der Karosserie war leicht erkennbar, dass mindestens der nachfolgend gekennzeichnete Bereich des Tunnels zu entfernen wäre:

Zur Erfolgskontrolle habe ich den Falcon dann auf die Bühne gefahren …

… und das Getriebe mit gleichnamiger Abstützung abgestützt (!), da der Originalgetriebehalter entfernt werden musste, und ein neuer zu erstellen war, hier der erste Entwurf:

Um Freiheit, das höchste Gut, zu erreichen, ist dann dieser Beschnitt entstanden:

Die Verschraubung durch den Längsträger benötigte innenliegende Hülsen:

Die Schrauben, die zur Verschraubung mit dem Getriebe verwendet werden sollten, habe ich durch einen Freiwilligen, der zufällig anwesend war, um zwei Millimeter herunterdrehen lassen, damit diese kollisionsfrei funktionieren würden.

Alle Schrauben und Hülsen am Start:

Die Schaltung in Montagelage passt nach weiterer Optimierung ebenfalls:

Ein voller Erfolgstag, mit gemischtem Ausblick auf die folgenden Bautage: die Tunnelverblechung ist neu zu erstellen, und die Laminierung der Schalthebelabdeckung aus GFK ebenfalls.

Zum Schluss musste noch noch ein anderes Fahrzeug behandelt werden, am Ende wurde alles gut:

Später mehr vom Gutshof,

Udo

Build log, 26.02.21

Die allermeiste Zeit ist heute zur Anbringung des Schaltmechanismus an das Borg-Warner T-10 aufgewendet worden. Das Schaltgestänge, Teil des Schaltmechanismus insgesamt, besteht aus drei Gestängen und der Lagerung und Führung des Schalthebels, vereinfacht dargestellt. Die Herausforderung bestand nur darin, dass ich über keine Adapterplatte zwischen Getriebe und Mechanismus verfügte (genauer: die mitgelieferte Variante passt nicht), und somit – kleinteilig gedacht – unendlich viele Möglichkeiten der Verbindung bestanden. Die erste habe ich leider unrichtig gebaut, aber schon die zweite passte (soviel zum Thema Wahrscheinlichkeitsrechnung, heute ja öffentlich viel und falsch diskutiert).

Variante zwei ist hier von der linken Seite abgebildet …

… und hier von der anderen, vermutlich rechten:

Das Aluminiumblech mache ich demnächst noch hübsch, auch wenn es niemand später mehr sehen wird.

289er Block, Glocke und Getriebe verschraubt (letzteres muss ich nochmal zu G tragen, da das Schalten nur teilweise funktioniert), und in den Falcon eingebaut, war es das für heute:

Positiv ist noch zu vermerken, dass die Monsterölwanne (siehe oben) perfekt mit dem Stabilisator und dem Lenkgestänge harmoniert, und das ist, so finde ich, doch auch schon mal etwas sehr sehr Schönes und Anzustrebendes.

Als nächstes ist dann der Tunnel aufzuschneiden, um eine passable Position der Schaltungsabdeckung zu finden, und diese dann auch noch zu bauen. Eines steht schon fest: Die ursprüngliche Lage ist es nicht, und die hingebungsvoll modellierte Variante des Abdeckbleches aus 2020 ist leider obsolet.

Später mehr Dinge, von denen heute niemand weiss, ob sie obsolet sind, oder zumindest teilweise brauchbar,

Udo

Build log, 20.02.21

Zunächst war der Motorblock samt Glocke und Getriebe für den Einbau vorgesehen. Wer das Vorsehen hat, bekommt machmal auch das Nachsehen, nämlich dann, wenn alle Teile nicht zusammen harmonieren. Hier nun eine kurze Chronologie:

Seltsamerweise liess sich das Getriebelager des Toploaders, Bild oben, an das T10 anschrauben, solch Erfolg. Dann habe ich den Antriebsstrang per Motorkran in den Falcon montiert, samt selbst gebauter Motorlager:

Hier noch eine Ansicht:

Leider passen nun zwei Dinge nicht. 1. Das Getriebelager. Es ist etwa 20 Millimeter zu kurz. 2. Die Schaltung. Sie kollidiert mit dem Tunnel. Das sind alles Details, die sich lösen lassen werden, irgendwie.

Um noch doch noch Erfolgserlebnisse zu haben, waren 400 Volt am Schweissgerät gefragt, um fünf Millimeter dicken Stahl zu verbinden. Das geht ganz gut, sieht man hier:

Jetzt nur noch pulverbeschichten, und fertig.

Um wieder Blecharbeiten durchführen zu können (my Favourite Thing), habe ich mich noch mit der Bremsenbelüftung beschäftigt, die ja nach Anhang K zulässig ist. Dazu wird der Luftstrom durch eine Ansaugung (noch nicht montiert) durch einen Schlauch (noch nicht befestigt) über einen Halter (montiert) auf die Bremsscheibe geleitet. Hier das Prinzipbild …

… und hier das Halteblech, später per Schlauchschelle statt Kabelbinder am Radträger und Mutter an der Radträgerschraube befestigt, zu erkennen:

Super stabil, und sicher rennsportgeeignet.

Später mehr Optimismus,

Udo

Build log, 19.02.21

Mit dem „fertig geschliffen“ der Zylinderköpfe schwang nun leider sehr viel Optimismus mit, und G hat mir die neue Aufgabe gegeben, die Ansaugseite noch weiter zu bearbeiten (es ist, wie es ist: wie soll man gut ausatmen, wenn das Einatmen behindert wird?). Den Gradschleifer ausgepackt und bedient, und im folgenden Bild erkennbar das Arbeitsergebnis:

Der hintere Kopf ist nun wirklich fertig, die Öffnung vorne rechts auch, die vordere linke bald.

Am Nachmittag kam dann der Käfigbauer mit dem Falcon vorbei, Auftrag ausgeführt:

Von oben nach unten: Blick von A-Säule links / Sitzquerträger / Blick von C- (oder B-?) Säule links nach vorn. Jede Impression ein Traum in Rohr.

Mein Tagesende bestand in der Vorbereitung für den Tagesanfang morgen, sozusagen Hand-in-Hand, ist hier ersichtlich:

Motorblock, Glocke und T10 verschraubt, wartend auf den Einbau, und verwandte Überraschungen, die sich dabei ergeben werden.

Später mehr „sich Ergebendes“,

Udo

Build log, 13.02.21

Da meine heutige Tätigkeit aus dem „portern“ der Zylinderköpfe bestand, da ich die Freigabe G‘s natürlich knapp verfehlt hatte, schmücke ich mich lieber mit den sprichwörtlichen fremden Federn, beispielsweise in Form des Arbeitsstandes beim Überrollkäfig (safety cage klingt irgendwie besser und weniger furchteinflößend). Die einzelnen Rohre sind mittlerweile gesägt, gebogen und endenbearbeitet, teilweise sogar schon geheftet und einige ausgeschweisst.

Mein Besuch beim Käfigbauer galt der Anprobe, um zu sehen, ob die Sitzbefestigung passend sei. Das lässt sich bestätigen, und hier gibt es einige beeindruckende Impressionen:

Die im Fond noch herumliegenden Rohre werden später die Verstärkungen in den Türen werden, bald.

Doch zurück zu meinem Tageswerk: beide Zylinderköpfe sind nun fertig geschliffen, der eine so gut, das es einen direkten Zugang zwischen Wasserkanal und Auslasskanal gibt 😟😬🤪. Das betroffene Teil habe ich bei B abgeladen, der jemanden kennt, der Laserschweissen kann. Vielleicht klappt‘s, vielleicht nicht. Casino Royal.

Später mehr suspense,

Udo

Build log, 06.02.21

Gestern (also am Freitag) gab es einen Besuch beim Käfigbauer. Es ist festzustellen, dass es voran geht. Zum Beleg zwei Impressionen aus verschiedenen Perspektiven hier:

Die Sitzquerträger und das Kreuz im hinteren Teil des Falcon fehlen noch, die Türstreben ebenso, dann noch alles verschweissen, und fertig.

Zurück zu dem, was mein eigener Beitrag zum Falcon wird. Während der Woche sind die Verschraubungen, Adapter und Stopfen für den Kraftstoffdruckregler geliefert worden, und ich habe alles sach- und fachgerecht zusammengebaut:

Weil ich das so gut finde, spendiere ich noch ein Foto aus leicht anderer Perspektive:

Nach Bewältigung dieser feinmotorischen Arbeiten gab es dann wieder heavy metal, da mir G die Freigabe für meine Fräsarbeiten am Zylinderkopf selbstredend nicht erteilt hatte (sinngemäß lautete die Botschaft: für eine Laienarbeit hätte es noch schlechter aussehen können 😟). Leider war ich zu vorsichtig, aber mit sachgerechter Anleitung ist dann dieser Auslasskanal entstanden …

… der vorher so aussah:

Da fällt das Ausatmen so richtig leicht, schon beim ersten Anblick.

Hier ist leicht ein echter Nachteil von Achtzylindermotoren erkennbar: jeder Job ist nur 0,125 des gesamten Aufwandes, und er gibt dadurch eine Menge Späne, aus kohlenstoffreichem Guß:

Der Brennraum in den Köpfen musste ebenfalls noch adaptiert werden. Der im rechten Bildteil ist fertiggestellt, die anderen folgten unmittelbar, und nun sehen alle acht Brennräume ähnlich aus („identisch“ wäre vermessen, in doppelter Hinsicht 😉):

Am Ende des Tages habe ich alle Späne zusammengefegt, und es wäre zu kurz gesprungen zu sagen, dass das das alleinige Ergebnis ist:

Dazu kommt, dass all das Gewicht nicht mehr im Motor, sondern im Mülleimer ist, was den Transport der Zylinderköpfe auch viel freundlicher gestaltet.

Später mehr Gestaltung,

Udo