Build log, 25./26.06.21

Die Sache mit dem Lernen im GT40 erwies sich im Nachhinein als wenig erfolgversprechend, da trotz zwei Stunden Nachsitzen zwischen 2.200 und 2.700 UpM das Beschleunigungsloch nicht verschwand, und der GT40 gegen Nachmittag umfangreiche Fehlzündungen erzeugte. Nach kurzer messerscharfer Analyse dieses Schadensbildes …

… war klar, dass selbst gutgemeinte lernpädagogische Ansätze ins sprichtwörtlich Leere laufen würden. Auf sieben Zylindern fahrend, dagegen kann selbst die beste Software nichts ausrichten.

Folgerichtig habe ich das Lose entfernt, und den Rest mit Isolierband umklebt, und mit dem F’s entliehenem, passendem Hitzeschutzband ummantelt. Nach Zurücksetzen der Software bei B fuhr der GT40 wie ein GT40, meiner Empfindung nach zu urteilen.

Zurück zum Falcon: zur Verschaffung eines ersten Bildes der Abgasanlage ist dieses Stilleben entstanden, erstellt, um die notwendigen Rohrabschnitte zu ermitteln. Wie es scheint, wird der gesamte Aufbau mit 30 Grad Bögen machbar sein:

Oder hier aus anderer Perspektive:

Zum gleichen Fahrzeug noch ein paar fremde Federn, von R erzeugt:

In der kommenden Woche ist Anlieferung, und dann geht es am Falcon richtig voran.

An diesem Wochenende ist der GT40 dann noch bei der Achsvermessung gewesen. Die mit der Wasserwaage eingestellten Werte waren dann doch eher „Augenmaß“, aber nach zwei Stunden Schrauben gab es eine veränderte Achskinematik, jetzt besser fahrend als zuvor.

Genug von einem langen, ereignis- und teilsfrustrationsreichem Wochenende (auch hier gilt: am Ende war wieder alles besser als zu Beginn), und später sicher mehr davon,

Udo

Build log, 19.06.21

Bei den heutigen Temperaturen wäre eigentlich Schattenliegen oder Freibad oder ein Aufenthalt in der Gefriertruhe angeraten, aber es gab zu tun, nämlich die Montage von Vorder- und Hinterachse am Falcon (zunächst einmal). Da der frühe Vogel nicht nur Insekten, sondern auch kühle Temperaturen fängt (diesem Irrglauben war ich aufgesessen), habe ich gegen 8:00 begonnen, und mich um 8:15 wie um 14:00 gefühlt. Genug gejammert, die Achsen am Falcon waren irgendwann montiert, und das Auto stand auf eigenen Rädern (habe ich aufgrund akuter Entkräftung 🥱 nicht mehr fotografieren können), deshalb gibt es nur zwei Schnappschüsse (welch seltsames Wort):

Nach umfangreicher Pause bin ich im GT40 zu B gefahren, um den Benzindruck auf 3 bar einzustellen, und um die Lernkurve des Motors auf Null zu setzen. Kurz vor Ankunft ist dann noch eine Schweissnaht am Gangwahlhebel gerissen, und Gangeinlegen wurde unmöglich. Zum Glück konnte das Elend repariert werden, und einige Runden zum Anlernen folgten.

Wer meint, dass Arbeiten bei 34 Grad Celsius schweisstreibend ist, dem kann ich versichern, dass entspanntes Fahren im GT40 (trotz Helicopter Vents) ohne Anstrengung zu vergleichbaren Ergebnissen führt. Alles für das Lernen 🙁.

Später mehr Erfahrungen aus der Klimakammer,

Udo

Build log, 18.06.21

Logistik war das Thema des Tages: in zwei Fahrten habe ich die Falcon Fahrwerksteile aus der Werkstatt zu R gefahren, damit der Falcon morgen auf eigenen Rädern steht, bevor es zur finalen Lackierung auf der Aussenseite geht.

Da nun Fuhrbetriebstätigkeit nicht besonders aufregend ist, gibt es davon auch keine Bilder, folgerichtigerweise. Dafür aber von der Belüftungstätigkeit für die wärmegeplagten Insassen des GT40. Auf der linken Beifahrerseite fehlte noch das dash- oder helicopter-vent:

Das Demontieren der Scheibe, mit Scheibendichtmasse vollzogen, sieht zwar seltsam aus …

… erzeugte aber eine gute Dichtigkeit, was will man (oder Frau) mehr? Nach Erzeugen einer Öffnung mit dem Durchmesser von 82,55mm (3,25 inch) liess sich das oder der oder die vent einfach und gut einpassen:

Mit den links und rechts montierten vents wird es zwar nicht arktisch kalt im Cockpit werden, aber ein Gefühl luftiger Frische erzeugen.

Später mehr Einbildung,

Udo

Build log, 12.06.21

Bevor die Geschichte des leckenden Ausgleichsbehälters weiter geschrieben werden wird, möchte ich zunächst noch auf meine heutige Exkursion in die Welt der Elektrik verweisen. Dieses mir fremde Metier galt es zu betreten, da die Plusleitungen der Batterie noch einen Schutz durch Leerrohre erfahren sollten. Dazu musste ich sämtliche betroffene Kabel von der Batterie trennen, und ummanteln, und anschliessend wieder montieren, und fertig:

Der Behälter für das Wischwaschasser war durch die ordnungsgemäße Verlegung der Kabel ein Stück zu versetzen, kleine Fische 🐟🐟🐟.

Zuvor habe ich übrigens meine erste Regenfahrt absolviert, es ging besser als erwartet:

Nun galt es noch, den Kühlwasserausgleichsbehälter (that‘s German) dicht zu bekommen. Die Detektierung der (zwei) Löcher gelang dank N‘s sagenhafter Prüfmaschine recht schnell:

Nach eingehender Inspektion des Behälters wurde klar, dass quasi alle Schweissnähte eine latente Tendenz zur Leckage in sich trugen. B hatte einen Kontakt nahebei, der des Schweissens von Aluminiumblech kundig war und ist, und den wir aufgesucht haben. Die übereinstimmende Meinung aller Anwesenden war, dass alle Schweissnähte einer Überarbeitung bedurften, und so geschah es denn auch:

Das ist nach erneuter Dichtigkeitsprüfung rissfrei, und sieht nach ehrlichem craftmanship aus.

Die Montage des Ausgleichsbehälters hat mir übrigens sehr, sehr viel Geduld abverlangt, ebenso wie dessen Demontage.

Später mehr Geduldsspiele,

Udo

P.S.: nachliefern kann ich noch Fotos vom Falcon, die R heute gesendet hat:

Wie ich dort etwas anschrauben oder montieren soll, ohne die Oberfläche zu beschädigen, überlege ich mir in den kommenden Tagen 🤔

Build log (short), 11.06.21

Es wird kurz, aber schmerzlos. Nachdem ich den Sonntag letzter Woche damit verbracht habe (unter anderem), einen Ersatzsensor für den im GT40 verbauten Holley 226R66 B in den unendlichen Weiten des sogenannten Internets zu finden (für uns alle ja noch ein neues Medium, wie Kanzlerin Merkel meint), hatte ich durch detektivisches Gespür herausgefunden, dass das derzeit marktübliche Produkt von Bosch (German made 💪) stammt, und habe dieses heimatliche Teil bei Summit Racing unter der Nummer Bosch 554-101 in Ohio, U.S.A., bestellt (🤔). Geliefert wurde dann dieses offensichtlich nicht von Bosch (oder doch) hergestellte Teil (aus Ohio in die Provinz NRW‘s innerhalb von drei (!) Tagen):

Es trägt exakt die Holley-Teilenummer, die es eigentlich nicht gibt. Mystery.

Der im Fehlbetrieb des GT40 gelaufene Sensor weist leicht Verrußung auf, vielleicht doch gut, ihn ausgetauscht zu haben (meinte B jedenfalls, der das Projekt heute überwacht hat):

Eine Probefahrt ergab, dass der GT40 wieder fährt, wie er soll. Als Ausgleich leckt nun der Wasserausgleichsbehälter. Irgend was ist immer.

Später mehr Gewolltes und Gesolltes,

Udo

Build log, 05.06.21

Die euphorisch positive Meldung der gelungenen Probefahrt mit dem GT40 erfuhr am vergangenem Sonntag eine jähe Wendung, da sich die „Gasannahme“ nach wenigen Kilometern als fehlerhaft erwies. Mit letzter Kraft und im ersten Gang habe ich es dann noch bis zur Garage geschafft, und den Sonntag halbfrustiert beendet.

Mit tatkräftiger Wirkung B‘s sind sämtliche offensichtliche Störstellen analysiert, die für die deutlich zu fette Gemischaufbereitung verantwortlich sein könnten (Zündspule, Zündverteiler, Holley Steuergerät, Batterie, Lambdasonde, diverse Sensoren) und für i.O. befunden worden. Der Anruf beim Motorenbauer in Bremen ergab, dass es sich um ein offenbar landläufiges Problem handelt, da „das System“ in eine Art Spirale des fetter werdenden Gemisches enden könnte, und konnte. Die Lösung lag in einem Neustart des Lernkennfeldes, unter Zuhilfenahme von PC und Software.

Meine Aufgabe in diesem Zusammenhang bestand im Wesentlichen darin, den Motor zu starten und unterschiedliche Gaspedalstellungen zu realisieren. Ohne Trennwand sitzend im Fahrzeug ein etwas befremdlicher Anblick (mein Hemd ist links im Bild erkennbar) …

…, aber alles ist gut gegangen. Morgen gehe ich auf Jagd nach einer passenden Lambdasonde, die eventuell Schaden genommen hat, und dann geht das Anlernen der Steuerung von vorne los.

Genug GT40 für heute, aber auch am Falcon ging es quasi parallel voran. R hat einige Fotos der Lackierarbeiten gesendet, es sieht schon fast fertig aus:

Mein Teil der Falcon-Arbeiten bestand in der Beschäftigung mit der Kardanwelle. Das Kreuzgelenk am Differential liess sich weder mit guten Worten noch härteren Traktierungen zur Demontage bewegen, und daher habe ich zur Trennscheibe gegriffen, und das Kreuzgelenk zerstörend demontiert.

Es gibt natürlich unzählige Varianten der benötigten Gelenke, aber eine passt erfreulicherweise genau:

Vorne im Bild sind die U-förmigen Klammern erkennbar, die zur Befestigung des Gelenkes am Differential dienen …

… und hier die gleichen Teile nach erfolgter Reinigung:

Sieht aus wie neu, und wird nochmals verbaut werden.

Schliesslich fiel die Kardanwelle durch eine insgesamt eher unfreundliche Oberfläche auf, die ich durch Schleifen zu verbessern gedachte …

… und diesen Job bis zum Ende auch durchgehalten habe (ein Schlauer trimmt ja bekanntermaßen die Ausdauer 🤓). Hier die Welle stehend gereinigt …

… und hier stehend lackiert:

Die stets zuletzt sterbende Hoffnung ist, dass die Welle trotz notwendigen Austausches der Getriebe vom Ford Toploader zum BorgWarner T10 noch passt.

Später mehr Hoffnung auf ein happy end,

Udo