Build log, 26.03.22

Erfreulicherweise wurden die vorderen Bremsscheiben von Cobra Automotive aus USA schon geliefert, mit den gewünschten Freimachungen am „Topf“, links im Bild. Sieht dem Original sehr ähnlich, aber leider passt die Scheibendicke nicht zur aktuell verbauten Bremsanlage. Für den Start in den Tag nicht wirklich ein Traum, aber egal.

Schon besser lief es mit den Scheibenaufklebern der hinteren Seitenscheiben, die ich irrtümlich falsch eingebaut hatte, so dass die Aufkleber an der Aussenseite angeordnet waren. Die Dinger konnten mühelos entfernt und auf der Innenseite wieder angebracht werden:

Bei den Scheiben angefangen, konnte ich mit den unteren Dichtungen gleich weitermachen. Dazu war die Wahl auf Winkelprofile aus Moosgummi gefallen, die ich mittels B‘s Schuhkleber auf die Karosserie geklebt habe:

In der Vordertür fand „kopieren/einfügen“ statt:

Nochmal zurück zur hinteren Scheibe: die Verbindung mit dem Scheibenrahmen ist per M4 Senkkopfschraube mit M5 Karosserieunterlegscheibe realisiert, minimale Bauhöhe bei maximalem Durchmesser. Gut, oder?

Erkennbar ist auch der Aufkleber auf der rechten Seite, funktioniert auch hier. Ein Traum.

Auf der Oberseite habe ich den Scheibenrahmen dann noch mit weissem MS-Polymer verklebt – hoffentlich müssen die Dinger nicht so schnell wieder demontiert werden 😬.

Beim Bremsenentlüften konnte ich die Rolle des im Fahrzeug Sitzenden und das Pedal Betätigenden übernehmen, hier der Ausblick mit geöffneter Motorhaube (wir erinnern uns hoffentlich an den Wartungsmodus):

Die Oberseite des Cockpits ist hier noch in cremeweiß zu sehen, was jedoch aufgrund von Spiegelungen in der Windschutzscheibe von der Fachwelt als ungünstig bewertet wurde. Daher habe ich Ralleylack mattschwarz erstanden, um die benannte Oberseite herum alles Notwendige abgeklebt und die Oberfläche geschliffen und gereinigt. Da Lackieren zu den vielen Dingen gehört, die ich nicht beherrsche, konnte ich N motivieren, hier Hand anzulegen:

Fertig, noch nicht getrocknet, sieht es nun so aus:

Für eine Laienarbeit ein insgesamt zufriedenstellendes Ergebnis, meine ich 😬.

Da nach all dem Gebaue immer noch Tatendrang übrig war, habe ich diesen auf die Restmontage der Feuerlöschanlage gelenkt 🚒🧑🏻‍🚒, den Motorraum betreffend. Die vier Düsen sind rund um den Motor anzuordnen, hier ein letztes Foto, kurz vor Feierabend, mit der Erstmontierten:

Die restlichen kommen dann später an die Reihe, vielleicht in der kommenden Woche, wenn es regnen sollte (wenn nicht, werde ich den undichten Kühler des GT40 austauschen).

Immer Ärger mit Harry, frei nach Alfred Hitchcock.

Später mehr Filmreifes,

Udo

Build log, 19.03.22

Dem frisch überholten und eingebauten Getriebe mangelte es an Öl, so dass ich zwei Einliterbehälter Miller 75W140 erstanden habe. Durch die Abgasanlage und den neuen Getriebequertäger allerdings gestaltete sich die Befüllung unter dem Falcon stehend als unmöglich. Nach längerem Überlegen dann die klassische Schlussfolgerung: wenn nicht von unten, dann von oben. Also habe ich einen Schlauch in den Innenraum geführt, und das Öl mittels Schlauch und Trichter und viel Geduld in das T10 bugsiert:

Das T10 fasst nicht ganz zwei Liter, aber die Restmenge konnte ich in einer Auffangwanne auffangen (was soll man auch sonst damit anfangen, wenn nicht auffangen 🤓?).

Da ich die Kabel für die vorderen Blinker, im Stoßfänger befestigt, zu kurz dimensioniert hatte, konnten die Leitungen dank N‘s Hilfe verlängert und funktionstüchtig gemacht werden:

Dass es sich dabei um Produkte aus der Landwirtschaft oder dem Anhängerbau handelt, ist spätestens zum jetzigen Zeitpunkt nur noch mit viel Fantasie zu erahnen.

Das Lenkungsgestänge rasch mit Fett abgeschmiert, alle Schrauben nochmals korrigiert, den linken fender befestigt, und schon konnte der Falcon zur Jungfernfahrt aufbrechen:

Die Ausfahrt war ausgesprochen kurz, aber es ist Vorwärts- und Rückwärtsfahren möglich, Herz, was willste mehr?

Weitere Teile habe ich dann noch angebaut, wieder mit Hilfe (zur Selbsthilfe natürlich). Tür und fender rechts fehlten ja noch, ebenso die Motorhaube:

Geschlossen sieht die Sache so aus …

… und so im Wartungs- und Reparaturmodus:

Später mehr modi vivendi,

Udo

Build log, 12.03.22

Die Ausfahrt am Sonntag mit dem GT40 verlief ohne Komplikationen, sehr gut. Heute ging es wieder mit dem Falcon weiter, von 09:00 bis 18:00 (die maximal zulässige Arbeitszeit habe ich damit nicht überschritten 🤓).

Im Frühtau zu Berge fand zunächst die Demontage des rechten Krümmers statt (undichte Dichtung), hier zwei Beweisfotos:

Die festgebackene Dichtung musste zunächst mühevoll entfernt werden, und das neue Produkt von Felpro ist mittlerweile wieder eingebaut, und hoffentlich nun mit gewünschter Funktion.

G hat das Getriebe wieder fertiggestellt, und höchstpersönlich vorbeigebracht. Der Einbau, mittlerweile gut eingeübt, ging flüssig von der Hand, hier noch ein Beweisfoto:

Nach Wiedereinbau der Schaltung kam es aus wirklich unerfindlichen Gründen zu einer Kollision des Schaltgestänges, sofern der dritte Gang gewählt wurde. Auch hier konnte ich Gelerntes (am Betätigungshebel für den ersten und zweiten Gang) erneut und wieder anwenden:

Aktuell funktioniert die Gangbetätigung, die echte Funktion wird sich dann im baldigen (🤔) Probefahrbetrieb zeigen.

Da zu diesem Zweck noch einiges anzubauen ist, und ich am Unterwagen erst einmal nichts mehr anrichten konnte, bin ich durch die Werkstatt gegangen, und habe geschaut, was da alles noch so herumlag. Dabei bin ich auf die Stoßstange vorne gestoßen, und auf den oder das Grill (deutsche Sprache schwierig). Verbaut ergibt sich diese Ansicht:

Zum Abschluss des heutigen logs möchte ich dann noch eine Detailaufnahme nicht vorenthalten, die sich mit der Abstützung eben des Grills (deutsche Sprache einfach) beschäftigt:

Die selbstgebaute Abstützung aus einem einskommafünf Millimeter dickem Aluminiumblech hat mir wieder einmal die frappierende Wirkung von Versteifungsblechen gezeigt. Alles stabil wie aus den Sechzigern.

Später mehr Nostalgie,

Udo