Build log, 24.04.22

Es ging ja heute vor allem darum, den Falcon fit für den beauty contest (neutral: die notwendigen Fotos für den HTP) zu machen.

Ein Cockpit mit funktionierendem Lenkrad ist in dieser Sache schon einmal Gold wert, also hier zu sehen:

Entgegen der Aufnahme sind tatsächlich alle Instrumente ohne Verrenkungen der Halswirbelsäule auf einen Blick abzulesen, solch ein Glück (oder vielleicht doch vorausschauende Planung? Wir werden es nie erfahren).

Dann habe ich den Gurt (mehrfach) montiert, und den Sitz danach eingebaut:

Mehrere Versuche (oder auch Iterationen) waren notwendig, um eine halbwegs tolerierbare Sitzposition zu finden. Für‘s Erste kann das so bleiben. Von der anderen Seite sieht es auch ganz gut aus:

Nach dem Waschen des Falcon konnten noch einige Aufkleber angebracht werden, wie es das Reglement vorschreibt:

Um für jeden zu sehen, auf welchen Namen der Fahrer hört (wenn denn dann), klebt man für gewöhnlich Namensaufkleber samt Staatsflagge auf das Auto, so auch hier geschehen:

Diese Perspektive ist klarer in Sachen Lesbarkeit:

Final für heute noch ein Foto in Seitenansicht auf der linken Seite:

Die alte Frage stellt sich wieder einmal: ist links schöner, oder rechts, oder Mitte? In Frankreich finden Stichwahlen statt, mal sehen, wie dort die Meinung ist.

Später mehr Weltpolitisches, und Westfälisches,

Udo

Build log, 16.04.22

Geplant für heute war, den Falcon endgültig für den Fototermin fit zu machen. Das Rouge der Fernsehsprecher ist der Staubsauger für den Falcon, da sich die Reste des Sandstrahlens wirklich hartnäckig nach jeder Bewegung aus den Ritzen lösen, und sich auf dem Boden absetzen. Hier der Zustand „wieder einmal gereinigt“:

Die Verkleidungen, genauer diejenige der Türen, der hinteren Seiten und der Schaltkulisse fehlen noch, wie der aufmerksame Beobachter gleich erkennt. Die Schaltkulissenabdeckung habe ich vor der Montage mit abtupfbarer Scheibendichtmasse belegt …

… und dann mit dem „Originalschalthebel“, so wie es das Regelwerk vorschreibt, montiert:

Der sich ergebende Winkel des Schalthebels sieht irgendwie seltsam aus, eventuell muss ich daran noch später herumbiegen, oder besser geschrieben, ihn richten. Time will show. Ebenfalls zu sehen sind im Bild oben die Verblechung unter den Pedalen, sowie die custom-made Leichtbaufußabstützung, halb verdeckt. Ein Traum in Aluminium.

Ebenfalls ersichtlich sind die beiden Türverkleidungen aus einem Millimeter dünnen Aluminiumblech, verkleidet mit schwarzem D-C-Fix. Letzteres hier noch einmal in der Totalen:

Hier erkennbar sind auch die verschiedenen Gummistopfen im Bodenblech, die werksseitig so vorgesehen sind. Irgendwie seltsam, aber periodengerecht. Es fehlen noch Sitz, Gurt und Lenkrad, etwas für das nächste Mal 🙂.

A pos pos periodengerecht: auf die Bremsscheiben, die mir Cobra Automotive gesendet hatte, traf dieses Adjektiv leider nicht zu 😬. Also mussten diese gegen andere ausgetauscht werden, siehe hier rechts und links:

Der feine Unterschied sind die Freimachungen (zur Belüftung) rund um den „Topf“. Bei der Gelegenheit konnte ich gleich noch die Standardbremsklötze gegen „Performanceprodukte“ austauschen. Sieht man nicht, fühlt man aber hoffentlich im Fahrbetrieb.

Später mehr gefühlte Hoffnung,

Udo

Build log, 14.04.22

In üblicher Überschätzung meines Arbeitstempos hatte ich gestern Kontakt zum Erbauer des Sicherheitskäfigs aufgenommen, um die richtigen Fotos aus den richtigen Winkeln von eben diesem anfertigen zu lassen, damit es mit dem HTP bei der deutschen FIA-Dependance auch zügig klappt. Wir haben Ende April avisiert, und das ist schon bald, und es ist noch einiges zu tun.

Kosmetisches zuerst, nämlich eine ansprechende Beschriftung für die drei Sicherungskästen, hier zu sehen:

Eventuell mache ich das später nochmal schöner, zweckmäßig ist es jetzt schon einmal.

Gleich im Anschluss war die Fertigstellung der Feuerlöschanlage Programm, die ja bislang nur um Fussraum, jedoch noch nicht im Motorraum verlegt ist. Zwei Eindrücke vermitteln die folgenden Fotos:

Das ist leicht und gut, und sieht gut aus, und bleibt so dauerhaft bestehen. Da ich mich gerade im Montageflow befand, konnte der Rückspiegel im Fahrzeuginneren ebenfalls angeschraubt werden:

Das Panoramaglas sorgt für einen perfekten Ersatz für die leider nicht vorhandenen Rückfahrkamera, und hilft, die vorgeschriebene Mindestrückspiegelfläche zu garantieren.

Durch intensive Recherchen im sogenannten Internet ist mir klar geworden, wie die Tankentlüftung auszusehen hat, nämlich so:

Aus dem Tank noch oben und nach vorne, dann seitlich durch das Bodenblech nach unten. So einfach, wenn es richtig gemacht ist 😉.

Das Finale des heutigen Bautages bestritt die Anbringung der Einfassung der Windschutzscheibe aus dünnstem und leichtestem Aluminium, da anderenfalls optisch und auch dichtungstechnisch schwierig. Den oberen Querträger habe ich mit neuen, aus den U.S.A. importierten Clipsen befestigt …

… und seitlich per Blechschrauben mit dem Dach verbunden. Die Verkleidung der A-Säulen geschah durch jeweils zwei Blenden, die von innen zu verschrauben waren:

Passt alles halbwegs freundlich zueinander, kann also auch so bleiben. Weitere Zierleisten sind zum jetzigen Zeitpunkt nicht Planungsgegenstand, wenngleich ich noch einige im Regal habe.

Später mehr Geplantes, Ungeplantes und Unplanbares,

Udo

Build log, 09.04.22

Da der GT40 an zwei Stellen Undichtigkeiten aufweist, musste heute Abhilfe geschaffen werden. Die erste Leckage bestand im Wasser lassenden Wasserkühler (Sachen gibt‘s) – auch mit Flüssigmetall konnte dem Mangel nicht begegnet werden.

Also Ersatz, und dazu musste das Kühlwasser abgelassen, die Lüfter ausgebaut und der Kühler schliesslich demontiert werden, etwa so:

Der Neue aus New York (hinten) ist erfreulicherweise 25mm breiter als der Vorgänger aus Australien (around the world):

Demzufolge war auch die Befestigung mittels Aluminiumwinkelprofilen anders zu gestalten, hier alt (eher schmal, unten im Bild) gegen neu (eher langschenkelig, oben):

Wer sich fragt, warum das alles soooo lange dauert, dem sei dieses Detail gezeigt: der Australienkühler hatte Bohrungen zur Aufnahme der Lüfter in 7mm Durchmesser, die ein M8 Gewinde aufnehmen konnten. Der New Yorker weist Bohrungen in 8mm auf, also war M10 Thema der Wahl, undsoweiter:

Ich will mich an dieser Stelle nicht lauter beklagen, als notwendig, schliesslich habe ich mir das Alles irgendwie selbst eingebrockt.

Das Ende vom Lied: demnächst werde ich die Wasserschläuche doch gegen Hightechprodukte austauschen – es gibt nicht nur bei Obi immer was zu tun.

Wer sich noch an den Anfang des heutigen logs erinnern kann, dem ist die zweite Leckage noch gegenwärtig. Diese betraf den rechten Tankdeckel, aus dem es insbesondere bei rasanten Bremsvorgängen zu Kraftstoffaustritt kam, der bei den heutigen Kraftstoffpreisen natürlich völlig inakzeptabel ist. Die Dichtung aus FKM-Gummi war flugs ausgeschnitten, und nach umfangreichen Verrenkungen schliesslich eingebaut:

B hat noch ein Kunststück mit Kabelbinder und M5-Schraube dargeboten, immerhin bühnenreif, mehr sei nicht verraten.

Bühne hatten wir schon früher, und bis der Wagen reif ist, dauert es hoffentlich nicht mehr allzu lang.

Später mehr Hoffnungsvolles,

Udo

Build log, 02.04.22

Tank und Scheiben, das ist das Motto des heutigen logs. Den Tank zuerst, denn der 120 Liter ATL wurde überraschend rasch geliefert. Das User Manual gelesen und verstanden, musste zunächst der Tankgeber angepasst und dann eingebaut werden. Das gelieferte Teil war zu lang, war also zu verkürzen:

Wie das Ding genau funktioniert, ist unklar, muss aber etwas mit dem Kraftstoffpegel zwischen Stahlrohr und innenliegendem Aluminiumstab zu tun haben – mystery eben.

In der Befestigung des Tanks oben (Deckplatte) war für den Geber natürlich keine Öffnung vorgesehen, offenbar ist die Grundeinstellung „ohne Tankanzeige“. Also habe ich den Teilkreis für die Verschraubung gebohrt, und die asymmetrische Öffnung in die Deckplatte hineinoperiert. Sieht alles einfach aus, ist es aber nicht wirklich.

Es fehlte noch der Deckel für den Aluminiumbehälter, den ich zwar schon gebohrt, aber noch ohne Öffnung in der Mitte versehen hatte. Hier die Öffnung …

… und hier alles verbaut, samt Anschlüsse für die Kraftstoffpumpen:

So much racing 🤨.

Da B und N ebenfalls anwesend waren, konnte ich beide durch natürlichen Charme zur Mitwirkung bei der Front- und Heckscheibenmontage überzeugen. Die Kunststoffscheibe hinten …

… war genauso unwillig wie die Verbundglasscheibe vorne:

Da es draussen und drinnen nochmals kalt war (Wintereinbruch), sorgten diese Tätigkeiten für angenehme Wärme durch körperliche Betätigung. Der richtige Job zur richtigen Zeit ist eben Gold wert.

Reden (und Schreiben) ist Silber …

… und später mehr Goldenes,

Udo