Der Kühler für den GT40 ist noch im Bau, aber die Wasserpumpe ist schon einmal eingetroffen. Ergo gab es heute Falconjobs.
Zunächst stand ein Ölwechsel an, nach fünf Stunden Fahrt auf track days. Dummerweise musste ich den gesamten Halter der beiden Ölfilter demontieren, um die beiden Filter zu tauschen. So much work to do 🤨.
Als das dann gegen Mittag erledigt war, stand die Verlegung des Kraftstoffilters in Richtung des Wagenendes an. So sah es bislang aus, der zu kleine Filter über dem Krümmer, irgendwie ungünstig:
Nach Verlegung dann dieses Bild, alles sauber mit Dash6 …
… und dieses hinten im Fahrzeug:
Der Boschfilter ist sehr voluminös, und sollte für guten Durchfluss sorgen. Nach Einstellung des Druckreglers stehen 4,35 PSI an, also passender Druck.
Hier noch ein Foto von der neuen Schnittstelle zwischen Aeroquipgummischlauch und Dash6 Stahlflex in der Kraftstoffleitung:
Es bleibt nun noch, die vorderen Reifen, nach fünf Stunden Fahrbetrieb, gegen neue zu tauschen. Aktuell ist dort nur noch slick-alike zu sehen
Ein Wochenende ohne Schrauben, aber mit viiiiel Fahren. In Meppen standen insgesamt acht stints an, je zwanzig Minuten lang. Es gab solche Szenen …
… und solche:
Ich finde, dass die Fotos eine gewisse, wenn auch steigerungsfähige Dynamik erahnen lassen. Die Wahrheit ist eine Andere, Grenzwertüberschreitungen immer in Sichtweite.
Heute waren wieder zwei Kraftfahrzeuge parallel in der Bearbeitung, eines gewollt, das andere nicht, aber abseh- und unabwendbar.
Der Reihe nach: um den Falcon für die beiden Trackdays am kommenden Wochenende startkar zu machen, stand erst einmal eine Wagenwäsche statt. Auf Fotos habe ich aus naheliegenden Gründen verzichtet. Die Wäsche hatte auch den Grund, die Oberflächen von Dach und Motorhaube für die Beklebung mit den restlichen silberfarbenen Streifen zu reinigen, und später mit Isopropanol behandelt richtig sauber zu haben. N hatte die gewagte Idee, die zu beklebenden Oberflächen mit Seifenlauge zu fluten, und dann die Klebestreifen quasi schwimmend zu applizieren. Ich bin grundsätzlich positiv und Neuem gegenüber offen eingestellt, also warum nicht.
Das Aufkleben ist tatsächlich ein Kinderspiel gewesen, und das Ergebnis ist sehenswert:
Zur Applizierung der Dachstreifen haben wir ein kleines Gerüst gebaut, für die Zwecke ausreichend, und sicher den berufsgenossenschaftlichen Vorgaben folgend und deren Überpüfung standhaltend:
Eine echte dreidimensionale Anwendung wartete vorne an der Motorhaube, die N jedoch punktgenau gemeistert hat:
Am Wagenheck habe ich die Streifen um die Regenleuchte herum freigeschnitten:
Für Laienanwender ein sehr zufriedenstellendes Ergebnis 💪.
Dann war da noch der Wasseraustritt am Wasserkühler des GT40. B hatte umfangreiches Gerät an den Start gebracht, um Über- und Unterdruck im Wasserkreislauf zu erzeugen:
Als Ergebnis lässt sich feststellen, dass der verd…. Kühler schon wieder undicht ist, und jetzt gegen eine Maßanfertigung „Made closeby“ ersetzt werden wird.
Die notdürftig geflickte Variante hat zumindest den Weg zurück zum Wohnort ohne Undichtigkeit überstanden – mal sehen, wie der Eindruck morgen in der Früh ist, und Hut ab der Kombination aus Flüssigmetall und Panzerband, wirklich bemerkenswert.
Final am heutigen build day ist dann noch, aus Erfahrung, diese Sammlung von Schrauben, Muttern und Scheiben entstanden, metrisch und zöllig, UNF und UNC, die track day Grundausstattung werden werden:
Der Grund ist immer der Gleiche: Ersatzteile, die man/frau dabei hat, werden garantiert nicht benötigt.
Zurück zuhause, konnte ich die Undichtigkeiten am GT40 noch nicht untersuchen, da die Zuwegung zur Scheune durch Straßenbauarbeiten zumindest erschwert, wenn nicht gar unmöglich war. Ich hoffe auf den kommenden Samstag.
Beim Falcon stand immer noch die Abarbeitung der FIA-Liste mit den Dingen an, die nicht periodenspezifisch sind, oder sein sollen. Die Vorderachse samt Vollstabilisator und Shocks ist montiert:
Hoffentlich eine Baustelle weniger, ich bin zuversichtlich.
Der größere Meckerpunkt lag zweifelsohne im Cockpit, da das Originalteil des Instrumententrägers verbaut sein musste. Erste Vorarbeiten hatte ich ja bereits vorgestellt, hier nun das fast finale Ergebnis nach Montage der Rundinstrumente (darüber das vormals verbaute Blech mit Demontagespuren):
Sogar ein Platz für die Kontrolleuchten (Öldruck, Bremsdruckverteilung) hat sich gefunden, allerdings nicht für den Drehzahlmesser, doch dazu mehr in einer Minute. Nicht vorenthalten möchte ich nämlich eine Impression aus den Montagephase durch B:
Einige wenige Kabel waren zu verlängern, die meisten konnten jedoch mehr oder weniger klaglos weiterbenutzt werden. Glück gehabt.
Zurück zum Drehzahlmesser, dem wohl elementarstem aller Instrumente. Vom Instrumentenhersteller (guess whom) hatte ich ein Aufbaugehäuse erstanden, dass zwar erst nach diversen Umbauarbeiten passte (versteh ich nur teilweise, aber egal), nun jedoch mittels ABA-Schelle befestigt einen prominenten Platz im Cockpit einnimmt:
Das Blau der ABA-Schelle wiederholt sich übrigens stilvoll in der Farbe des Beschleunigungspedals, das Auge fährt ja schließlich auch mit.
Die Kraftstoffdruckanzeige musste ich etwas outsourcen, aber das ist ja auch im Arbeitsleben en vogue, also warum nicht auch im Falcon?
Die ultimative Hoffnung ist, dass dies nun die Herren der FIA gnädig stimmt, da ich mich unmissverständlich bemüht habe, stets sogar.
Da ich Le Mans Classic beim letzten log bereits angekündigt hatte, kann ich heute einige kurze Impressionen anbieten.
Die erste Regenfahrt im GT40 kurz vor Paris hat gezeigt, dass während des Fahrbetriebs deutlich weniger Wasser eintritt als während des Stehens (folgerichtig, denn es handelt sich ja um ein Rennfahrzeug, im erweiterten Sinne). Soweit, so gut, und die Einlassstellen sind grob bekannt.
Die weitere Anreise inklusive Parisdurchquerung im Stau (wie sonst), verlief reibungslos. Am Freitag dann viel Gucken und zwei Runden auf der Rennstrecke, leider hinter einem Safety Car, also eher slow motion.
Der GT40enthusiasticclub hatte für Samstag ein Schmankerl dabei, nämlich weitere Runden „for free“, unter der Bedingung, VIP‘s als Beifahrer mitzunehmen. Eine Impression in der Warteschleife ist hier zu sehen …
… und hier ein paar Minuten später in den Le Mans pits, großes Kino:
Auf der Rückfahrt lief ebenfalls alles glatt, bis auf Höhe Spa Francorchamps etwa: das Wasser 120 Grad C warm, stoppte uns auf der Autobahn, und aus dem Stant-Deckel des Wasserausgleichsbehälters pfiff es wie beim Einsteigen in die schwäbische Eisenbahn: Druckabbau aus dem Kühlkreislauf.
Wasser nachgefüllt, aus einem Haus eines Unbekannten in Thimister, und es ging mit perfekten 80-90 Grad C weiter, bis es anschliessend zum Wasseraustritt aus dem Vorderwagen kam. Irgendwas ist undicht, und irgendwas ist immer.
Detektivisches Gespür für die Fehlersuche ist gefragt, und wird geliefert.
Alles in Allem eine runde Fahrt, bedenkt man die Summe der möglichen Fehlermöglichkeiten.