Ganz rasch vor den Fussballspiel: heute habe ich erstmals versucht, das Ventilspiel beim Falconmotor einzustellen, und G hat sich ob des Zeitaufwandes sehr beherrscht. Am Ende war alles gut einge- oder verstellt, wer weiß:
Und dann müssen B und ich, oder nur B, am Montag den Accel Zündverteiler einbauen, damit ich den Ersatzverteiler zu J zurücksenden kann:
Schließlich hatte sich wegen meines ungestümen Fahrstils (oder wegen der unsachgemäßen Anbringung) die Chromleiste über der Windschutzscheibe gelöst, hier:
Mit Blechschrauben fixiert, ist das zwar nicht Concourse de Elegance, aber zweckdienlich:
Wo fange ich an, und wo soll ich aufhören? Es gibt viel zu berichten, also am besten fange ich vorne an.
Die Ankunft in Zandvoort am Donnerstag kurz vor Mitternacht zog eine kurze Nacht nach sich, da Freitag ab 6:30 Abladen, Dokumentenkontrolle und Fahrzeugabnahme befohlen war, in ebendieser Reihenfolge. Alles verlief wie gewünscht, und so konnte ich bei J im Zelt Unterschlupf finden:
Das freitägliche Qualifying fand im Dauerregen statt, der zur Mittagszeit einsetzte, und entsprechend drittklassig war mein Ergebnis – hinter mir nur die mit Defekt Ausgeschiedenen.
Beim anschließenden Plausch mit den anderen Falconpiloten wurde ich Gewahr, dass unter 400PS niemand am Start war, was allerdings mit meiner Platzierung keinen kausalen Zusammenhang hat.
Am Samstag klarte das Wetter auf, so dass morgens noch Zeit für einen Stadt- und Strandbummel blieb, bis es dann zum Vorstart ging:
Das erste Rennen am Samstag lief viel besser, vom Umstand abgesehen, dass der Motor ab 5.000 rpm deutliche Fehlzündungen fabrizierte, die mich zu verhaltener Fahrweise anhielten:
Ich bin im Bild links zu erkennen, und versuche, nicht überholt zu werden. Dafür ist die Größe des Falcons natürlich sehr zweckdienlich 😉.
Abends dann war klar, …
… das am Sonntag früh eine Reparaturmassnahme anstand. Gewolltermaßen hatte J einen neuen Verteiler dabei, den wir samt Kondensator und Zündspule eingebaut und eingestellt haben. Auf dem Weg dorthin galt es einige Hürden zu meistern, unter anderem dadurch bedingt, dass die neue Spule etwas größer als die alte war und ist, und dadurch Arbeiten mit der Flex erledigt werden mussten:
Dann war da noch das vordere rechte Radlager, dass sich schon wieder gelöst hatte (trotz Splint und guter Worte), und die vordere rechte Fahrwerksfeder, die sich beim Ablassen oben im Federdom verkeilt hatte. Behoben war das ganze Ungemach derart, dass ich mich im Anschluss gleich umziehen und zum Vorstart Nummer zwei trödeln konnte. Punktlandung sozusagen.
Meine Zeit konnte ich mit voller Drehzahl und samtweichem Motorlauf nochmals verbessern, und lag acht Sekunden oder sechs Prozent hinter den anderen Falcons. Für mich als untermotorisiertem Rookie finde ich das hinnehmbar.
Fazit: Nette und hilfsbereite Fahrer, tolle Atmosphäre, superschöne Strecke und brilliantes Wetter. Ich glaube, dass das nach Wiederholung ausschaut.
Die letzten Vorbereitungsarbeiten für den nächsten Einsatz in Zandvoort galt es noch zu erledigen. Dazu zählte die Montage der Luftführung zur Kühlung des Hauptbremszylinders, hier im Bild gut zu erkennen:
Ob das erlaubt ist, weiß ich nicht genau, gehe aber natürlich davon aus.
Neben einigen optischen Aufwertungen am Fahrzeug …
… musste ich während des Entfernens der hässlichen schwarzen Markierungen, die der Reifenabrieb auf dem Fahrzeug hinterlässt, erkennen, dass sich die hintere untere Befestigung beider Front Fender im Schweller gelöst hatten, und nicht mehr wirklich verschraubbar waren.
Also habe ich ein wenig in der Aluminiumrestekiste gestöbert, bin dabei auf zwei Millimeter dicke Blechstreifen gestoßen, und habe diese verarbeitet:
Das mag nun nicht unbedingt den höchsten optischen Ansprüchen genügen, folgt aber dem Motto „formfollowsfunction“, was ja immerhin Etwas ist. Den Reifenabrieb habe ich offensichtlich auch nur unvollständig entfernt 😟.
Erfreulicherweise kam gegen Nachmittag noch M mit den frisch angekleideten Vorderrädern vorbei, die wir flugs an dem auf dem Trailer stehenden Falcon (welch ein Satzbau 😬) montiert haben.
So richtig viel ist dieses Mal nicht zu berichten. Gegen die Mittagszeit bekam ich Besuch von G und R, da sich G die aktuelle Motor- bzw. Zündungseinstellung ansehen wollte. Das Voreingestellte passte, aber R bemerkte, dass die hinteren Drosselklappen bei full throttle nicht vollständig geöffnet sind, bzw. nach Demontage und Adjustage des Vergasers, waren. Flugs war das Problem abgestellt. Ob dadurch das eine oder andere PS noch aktiviert werden kann, ist zwar fraglich, aber die Aktion dürfte auch nicht schadhaft gewesen sein.
Nach Abreise der beiden stand eine weitere Optimierung an, nämlich die Kühlung des Hauptbremszylinders. Zum einen habe ich eine weitere Hitzeschutzmatte um die Krümmer montiert, also in Richtung Fahrtrichtung. Und dann ein Loch in den Vorderwagen eingebracht, hinter das die Aluminiumluftführung später befestigt werden wird:
Das zweite Foto zeigt die spätere Luftführung, die hoffentlich neben ansprechender Optik auch Kühlleistung bietet. Danach rasch alles wieder auf Fahrbereitschaft zurückgebaut …
… ist die ganze Aktion für Ungeübte von außen kaum erahnbar.
Die Restarbeiten folgen in den nächsten Tagen, und dann steht einem gelungenen Auftritt bei unseren westlichen Nachbarn nichts mehr im Wege.