Repair log, 28.06.25

Im Frühtau zu Berge bin ich heute nach Bielefeld aufgebrochen, um den gerichteten und wiederhergestellten Falcon abzuholen. Der Karosseriebauer versteht sein Handwerk, hat einen neuen Querträger gebaut, verschweißt, gerichtet und grundiert, wie den gesamten Vorderwagen, der sich nach hinten und nach rechts deformiert hatte:

Die Ölkühlerdemontage habe ich dazu genutzt, die Anströmfläche zu vergrößern (im letzten Rennen war das Öl auf 140 Grad C aufgewärmt):

Fertig sieht es so aus:

Eine lustige Ansammlung geometrischer Formen, natürlich periodengerecht (das hätte vor 60 Jahren jeder so machen können).

Im linken Lampentopf ist mir eine Halterung im Crash abgebrochen, die habe ich noch rasch angeschraubt (statt zu verschweißen):

Dann haben wir noch die Fahrwerksteile, die in Mitleidenschaft gezogen wurden, ausgetauscht: der unterer Querlenker ist ein Totalausfall, der obere rettbar, die Spindel wird ersetzt, sicher ist sicher.

Parallel, sozusagen im Multitaskingmodus, hat M den ramponierten Grill geschweißt, den ich bald bald bald anschrauben und feinjustieren werde.

Noch immer warte ich auf Teile aus dem Vereinigten Königreich. Habe ich schon einmal erwähnt, was ich von offenen Binnengrenzen und speziell vom Brexit halte?

Später mehr Weltpolitik,

Udo

Build log, 19.06.25

Schadensbegutachtung war heute das Thema, und der Zustand des Falcon ist zwischen „Hauptsache gesund“ und „so ein Sch…“. Hier eine Frontansicht:

B war zum Demontieren dazugekommen, und wir haben eine Einkaufsliste erstellt, obwohl Weihnachten noch weit entfernt ist.

Bei der am Nürburgring ausgelaufenen Flüssigkeit handelte es sich wohl um meine Kühlflüssigkeit …

… und auch der Lüfter hat das Zeitliche bereits gesegnet.

Tatsächlich ist der gesamte Vorderwagen verzogen, und muss erstmal gerichtet werden. Die Spindeln, Lager und Lenker werden auch ausgetauscht, da vermutlich ebenfalls schadhaft.

Den Querträger sollte ich auch noch erwähnen:

Nach so viel Schrott habe ich mir den Grill angeschaut, und war und bin der Meinung, das da noch etwas zu retten sei:

Den Lampenring habe ich in zwei Teile zerschnitten, und bin auf der Suche nach jemandem, der mir das wieder zusammenschweisst:

Später mehr suchen und finden,

Udo

Race log, 13.-15.06.25

Die Nürburgring Classic begannen vielversprechend am Freitag mit zwei Qualifyings und einer guten Startposition für das erste Rennen am Samstag.

Das lief dann sehr gut, ich konnte mit einigen Könnern zumindest mithalten.

Um es kurz und schmerzvoll zu machen: am Sonntag im zweiten Rennen, nach einiger Wartezeit im Nebel, hat mich ein Mitstreiter klassisch abgeschossen:

Zu dem Elend möchte ich nicht viel ergänzen, nur soviel: es sieht ein wenig nach Saisonende Mitte Juni aus. Mehr nach einer ausgiebigen Bestandsaufnahme am Wochenende.

Später mehr weniger Betrübliches,

Udo

Build log, 07.06.25

Da nur Vorbereitendes für die NBR Classic zu tun war, habe ich nicht viel zu berichten, nur dies: das „Abschmieren“ (deutsche Sprache, oft seltsame Sprache) der Blattfedern mit sauteuerem Silikonfett lief suboptimal, da die Schmiernippel (schon wieder seltsam) nicht alle gut erreichbar waren. Also haben N und ich versucht, was ging:

Es ging nicht alles, aber immerhin einiges.

Im www habe ich einen Sortimentskasten zölliger Nippel bestellt, zum Einbau während der Winterpause.

Später mehr Sommernachtsträume,

Udo

Race log, 30.05.-01.06.25

Am Wochenende stand das Gastspiel bei den SuperSixties in Zandvoort an. Bei bestem Rennwetter und einem vergleichsweise kleinem Starterfeld wieder einmal eine Veranstaltung mit den Dunlops. Beim Qualifying am Samstag früh hatte ich zunächst den Eindruck, dass mit dem Falcon etwas nicht stimme, aber es waren tatsächlich nur die Reifen, die dieses sich schnell verflüchtigende Gefühl erzeugt hatten.

Dummerweise endete das Qualifying für mich (wie für einige andere auch) durch Anzeige einer schwarzen Flagge mit meiner Startnummer – ich hatte die erlaubten 97 Dezibel Schalldruck gerissen, da ich die Messstelle am Anfang der Zielgraden im dritten Gang bei knappen 6.000 Umdrehungen passiert hatte.

Die spätere Abstellmassnahme war ganz und gar untechnisch: Schalten vor dem Messpunkt in den vierten Gang, und ganz entspannt auf die Zielgrade einbiegen. Das Leben kann so unaufgeregt sein 🙂.

Zuvor hatte mein Boxenteam den Falcon noch mit artgerechtem Blendschutz auf der Windschutzscheibe augestattet – echtes Teamwork:

Das erste Rennen am Samstag, vierzig Minuten mit Boxenstop, konnte ich sensationell auf Platz zwölf von dreißig belegen, …

…. auch und vor allem wegen einer Verunfallung zweier Falcon-Mitstreiter. Einer der beiden musste den Verlust des front fenders beklagen, allerdings war der Schaden rasch behoben:

Ich weiß nicht, welche weiteren Ersatzteile der Kollege sonst noch am Start hat, ein fender gehört jedenfalls nicht zu meinem Standardrepertoire.

Das zweite Rennen am Sonntag lief nicht ganz so rund, da ich einen Dreher mit kurzzeitigem Ausflug in das Kiesbett vermelden muss. Daher erspare ich mir das Hochladen der Tabelle vom Sonntag.

In zwei Wochen geht es schon zum Nürburgring, zum Glück liegt am Wochenende nur Reifenwechsel, Bremsenkontrolle und Fahrzeugreinigung an.

Später mehr Wochenendstress,

Udo