Build log, 26./27.07.25

Das im letzten log als „gerettetes Wochende“ benannte gestaltete sich tatsächlich als beschäftigungsreich (Arbeit ist etwas anderes 🤓). Das Hauptaugenmerk lag natürlich auf dem Lenkgetriebe, ohne jedoch neue Bremsscheiben zu vernachlässigen.

Glücklicherweise hatten B und ich am Mittwoch schon mit der Demontage des Lenkgetriebes begonnen, dass sich ohne linken Krümmer, Lenkgestänge, Kupplungsmechanismus, Ventildeckel und natürlich Lenkmantelrohr und Lenkradnabe im Fahrzeuginnenraum unter leichter Kraftaufwendung aus dem Falcon herausoperieren ließ:

Ein Messen des alten und neuen Getriebes ergab, dass J leider recht hatte: die Lenkstange des Mustangproduktes war ca. 80mm länger als das im Falcon benötigte Teil.

Also haben wir bei R kurzfristig die Anfertigung einer Hülse in Auftrag gegeben, die seltsamerweise für die Verkürzung notwendig war und ist.

Am Freitag Abend abgeholt, am Samstag verbaut und lackiert, links im Bild:

So ganz freiwillig ließ sich der Einbau nicht vornehmen, aber mit einer kleinen Karosseriearbeit ging es dann doch:

Zwischendurch standen noch hunderte andere Aufgaben an, wie beispielsweise die Anfertigung eines Shimses, da der Sturz durch die Kollision etwas verändert worden war:

Ich hatte am Vorabend umfangreiche trigonometrische Berechnungen angestellt, mit dem Ziel, einen mathematischen Zusammenhang zwischen Shimsdicke und Winkel- oder Sturzänderung herzustellen, die jedoch als fehlerhaft und unwahrscheinlich bewertet wurden.

Morgen bei der Achsvermessung wissen wir mehr.

Später mehr Rechthaberei,

Udo

Race log, 19.07.25

Eigentlich wollte im gar nichts schreiben, sitze aber gerade im Flugzeug und habe Langeweile, und das Wochenende ist mittlerweile mit etwas Abstand zu betrachten, der notwendig ist, da Zolder nicht so lief, wie gedacht. Im Einzelnen:

Die Achsvermessung am Donnerstag mit B und M klappte erfreulich gut, und so konnte es am Folgetag auf nach Belgien gehen. Ankunft gegen 19:00, hier das Beweisfoto:

Im Qualifying am Samstag habe ich nach zwei Runden abgebrochen, da der Falcon in aktueller Baulage unfahrbar, vor allem aber unbremsbar ist.

  • Das Spiel in der Lenkung ist so groß, dass ich auf den geraden Teilstücken gefühlt 20 Grad links und rechts am Lenkrad drehen konnte, ohne dass etwas in Sachen Richtungsänderung passierte
  • Beim scharfen, also normalen Bremsen fuhr der Falcon bevorzugt eine Linkskurve
  • Während des Bremsens stellte sich ein Pulsieren im Bremspedal ein

Die Kurzdiagnose lautete: Bremsscheibe vorne links und Lenkgetriebe hinüber.

Also haben wir am Samstag die Rückreise angetreten.

Am Sonntag ging es dann wieder westwärts, zu J vom MM. Dort habe ich ein neues Mustang-Lenkgetriebe und neue Bremsscheiben erstanden.

Das Lenkgetriebe erfordert, um es im Falcon zu verbauen, leichte Modifikationen, die Bremsscheiben sollten unverändert passen.

In neun Tagen geht es zum OGP, das kommende Wochenende ist gerettet. Montag danach geht es zum Achseinstellung.

Später mehr last minute,

Udo

Build log, 12.07.25

Die letztsonntägliche Abholung von Spindeln und Wasserkühler hat fast gut geklappt – fast insofern, als dass zwei linke Spindeln zum Lieferumfang gehörten, anstelle eines Satzes, bestehend aus linker und rechter. Da aber erfreulicherweise am Tag darauf das verschollen geglaubte Paket per Post doch noch geliefert wurde, ist alles wie immer halb so wild. Das habe ich aber erst am Ende des Tages erfahren, doch der Reihe nach:

Der Plan war, den Falcon mit neuen Fahrwerksteilen auf der linken Seite am Freitag (11. Juli) zu M zu fahren und die Achsgeometrie einzustellen. Der Versuch musste leider abgebrochen werden, auch deshalb, weil neue Spindel und neuer unterer Querlenker links größere Abweichungen von den Altteilen auf der rechten Seite aufweisen, nicht nur in Sachen Spiegelbildlichkeit.

So mehrten sich die Restarbeiten in bedenklicher Form, aber mit dem neuen Plan schien und scheint noch nichts verloren. Der nämlich sah vor, am Samstag den front fender anzubringen (das ist mir in atemberaubenden zwei Stunden gelungen) und den neuen Wasserkühler ins Fahrzeug zu bringen.

Der von J erstandene radiator sei „geringfügig“ größer als der aktuelle, so hieß es, und Geringfügigkeit ist ja bekanntlich ein Begriff mit großer Deutungsbreite. In meinem Fall kollidierte der innere Flansch mit der Verschraubung des Ölfilters und der Lüfter mit der Riemenscheibe. Kleine Fische, den Flansch partiell entfernt …

… und den Windmacher asymmetrisch eingebaut …

… und fertig:

Damit war mein für mich unter normalen Umständen übliches Arbeitspensum erreicht, nur blieben noch erwartete und unerwartete Restarbeiten, letztere in Gestalt eines verformten und dabei angerissenem linken Motorlagers. Der gusseiserne Motor zeigte bei der Kollision offenbar eindrucksvoll, was uns in der Berufsschule unter Massenträgheit unterrichtet wurde.

Also habe ich eine Reparaturschweissung vorgenommen, und die Entscheidung gefällt, dass eine kleine Verschiebung der Motorposition der Performance des Falcon keinen negativen Einfluss bereiten wird.

Da ich die Gemeinschaftshebebühne nach wochenlanger Blockade freimachen musste, bin ich zu B umgezogen, um noch gerade den rechten vorderen Radträger einzubauen, und um den oberen linken Querlenker zu ersetzen (bei dem insgesamt angerichteten Schaden eher Prophylaxe).

An dieser Stelle erinnern wir uns an den Beginn dieses logs, denn genau zu diesem Zeitpunkt stellte sich heraus, dass zwei linke Spindeln im Umlauf waren, und dass die rechte eventuell nicht verfügbar war. Die gute Botschaft: im Paket, das mit der Post verspätet ankam, befindet sich ein korrekter Satz, rechts und links.

Zusammen mit der Montage des noch zu liefernden rechten unteren Querlenkers, den ich erst am Freitag Abend bestellt habe, sind das die zum jetzigen Zeitpunkt verbleibenden Resttätigkeiten. Und natürlich die Einstellung der Radgeometrie. Und das, was sonst noch so kommen mag.

Später mehr Überraschungen,

Udo

Build log, 05.07.25

Die Teile rund um den vorderen Stossfänger sind tatsächlich geliefert worden, nach einer Woche Reifezeit in Leipzig, obwohl es sich in Sachen Reifung weder um Schinken noch um Rotwein handelt. Der Fender übrigens ist derzeit vom Zoll, dieses Mal mit einem anderen Carrier, in Köln schon freigegeben worden. Es gibt also Hoffnung.

Hoffnungsfroh ging es auch beim Bauen los, B war hinzugetreten, und so konnte der Baufortschritt potenziert werden, was dessen Vorankommen betrifft.

Ölfilter und Beleuchtung sind hier schon wieder an Bord, der „Querträger“ hinter dem vorderen Aluminiumstossfänger liegt noch dekorativ über dem Motorraum. Die Stossfängerhalterungen sind ebenfalls schon gebohrt und montiert.

Der Stossfänger als solcher hatte in der aktuell gelieferten Version noch keine Öffnungen für die Blinker, also habe ich diese flugs gebohrt, und den Stossfänger angebohrt und angeschraubt:

Beim Grill bedarf es noch einer gewissen Richt- und Nacharbeit, aber es gibt aktuell andere Prioritäten.

Morgen nämlich besteht der Plan darin, Kühler und Spindel (neben dem Fender die letzten noch fehlenden Teile) bei J von MM abzuholen, und dann während der nächsten Tage zu montieren.

Dann muss ich nur noch M davon überzeugen, mal eben die Fahrwerksgeometrie einzustellen, und dann wäre der Falcon – theoretisch – wieder einsatzbereit.

Oder, um es mit Goethe zu schreiben: grau ist alle Theorie, und grün des Lebens goldener Baum.

Später mehr Ausflüge in die Weltliteratur,

Udo