Nach dem Rennen ist vor dem Rennen und gleichzeitig nach der Reparatur, sozusagen. Daher stand heute die Wiederherstellung der Ölwanne an, proudly produced in the U.S.A..
Der Riss in der Schweißnaht, der mich den Klassensieg beim OGP (!) gekostet hat, sah so aus:
Die ausgebaute Ölwanne (zur Demontage musste das halbe Lenkgestänge gleich mit gelöst werden) habe ich dann zum WIG-Schweißen zu M gefahren, und wir haben sicherheitshalber alle Nähte einer PT-Prüfung, umgangssprachlich auch rot-weiß-Prüfung genannt, unterzogen. Ergebnis: zum Glück negativ:
Die Verbindungen zwischen Schwallblechen und Ölwanne, insgesamt vier Stück, waren ebenfalls zu sage und schreibe 75% gerissen. Gekonnt ist gekonnt:
Hier habe ich dann mit MAG selber Hand angelegt, für das Grobe im Inneren sind meine Fertigkeiten hinreichend.
Schließlich und endlich stand der Transport von fender links, Stoßstange und Stosstangenquerträger (?) zu R zum Lackieren auf dem Programm:
Irgendwie sieht der Falcon schon wieder nach Großbaustelle aus 😩.
Wo soll ich anfangen, wo aufhören? Am Besten am Anfang, und am Ende. Also:
Meine Anreise zum Nürburgring verlief ruhig, bei bestem Wetter konnte ich das noch fast leere FHR-Zelt entspannt beziehen. Die Ginetta aus Dänemark war schon vor mir da, wie auch in den Rennen, interessanterweise:
Am Donnerstag stand Trackday mit A auf der Agenda, und ich hatte wegen möglicher Regenschauer die Avons Klebereifen aufgezogen, und den Fahrersitz soweit möglich Richtung Lenkrad verschoben. Meine erste Ausfahrt mit A, einem – so könnte es ausgedrückt werden, professionellem Oldtimerrennfahrer – was sehr sehr lehrreich. Im Beifahrersitz sitzend eröffneten sich mir neue Grenzen der Physik.
Diese konnte ich dann im Qualifying am Freitag bei trockener Fahrbahn gleich umsetzen, und wie: fünf Sekunden Zeitverbesserung auf 2:21 durch „zugeschaut und mitgebaut“, sehr beeindruckend.
Hier noch ein Bild von der Fahrzeugabnahme …
… und noch eines🙂:
Ergebnis: Easy peasy.
Am Abend gab es lecker Abendessen von K‘s Grill, wobei mein immer noch unlackierter fender als Ablage schamlos missbraucht wurde:
Über den Samstag müssen nicht sonderlich viele Worte gemacht oder verloren werden: Sch… Wetter, Sch… Rundenzeiten im ersten Rennen.
Irgend ein Protagonist hatte mir einen Stein oder ähnliches in den linken Scheinwerfer katapultiert, Glasscheibe danach defekt:
Zum Glück konnten R und L D erreichen, der ein Ersatzteil zum Ring bringen konnte (ein zugegebenermaßen kryptischer Satz, stimmt aber dennoch).
Zwischenzeitlich kamen noch Besucher zum Falcon, die H‘s aus HH, der L aus BW, und andere. Insbesondere während der Starkregenphasen war es gemütlich voll, aber kalt, im Zelt:
Das zweite Rennen am Sonntag um 09:02 (kein Scherz) war dann meins, und auch wieder nicht meins: irgend jemand, wohl ich, hatte die Haubenverriegelung vorn nicht haubenverriegelt, so dass ich die Aufwärmrunde abbrechen und aus der Box starten musste, als Letzter sozusagen. Entsprechend motiviert habe ich mich ans Werk gemacht, und überholt, wer sich nicht wehrte. Das bisher unterhaltsamste Rennen meiner kurzen Laufbahn wurde leider durch einen Riss in der Ölwannenschweissnaht beendet, da es sich mit blauen Ölnebeln nicht dauerhaft gut fährt.
Zurück in der Box beziehungsweise im Zelt wurde klar, dass der Transport zurück nach Ostwestfalenlippe nur mit Auslaufschutz unter der eigentlichen Ölwanne Sinn ergeben würde. Also haben H und B aus meiner Blumenabtropfschale eine zweite Ölwanne gebaut, um trotz vorgenommener Abdichtmassnahmen eventuell auftretende Leckagen auffangen zu können:
Der Rest des Tages ist Heimfahrt und Auspacken und ermüdetes Schlafen.
Später mehr Entspannung und Anspannung,
Udo
Übrigens: die drei Akteure des Tages sind hier live zu sehen: