Build log, 05.11.22

Der Plan mit Zandvoort ging teilweise auf. Anreise und Unterkunft sehr gut, der Falcon übernachtete auf dem Trailer mit Meerblick (was will man/frau/auto mehr?):

Der track day an sich verlief eher etwas ernüchternd, da das Getriebe nach einer halben Stunde Fahrzeit seltsame Geräusche von sich gab. Aus dem Grund habe ich das Fahren abgebrochen, und auf 2023 vertagt.

Um den HTP zu erlangen, hatte sich die FIA zwischenzeitlich gemeldet, und angemerkt, dass der Getriebequerträger nicht periodengerecht sei. Selbst bei großzügiger Auslegung kann ich diesem Argument zumindest teil- und ansatzweise folgen, und werde meinen selbstgebauten Querträger gegen dieses Originalteil (ist noch bei ebay.de) austauschen, und danach versuchen (unter Anleitung), das Getriebe in einen funktionstüchtigen Zustand zurück zu versetzen:

Irgendwie muss das Ding unter das Auto passen, da bin ich grundoptimistisch.

Später mehr verzweifeltes Zweckoptimistisches,

Udo

Build log, 22.10.22

Das Getriebeöl habe ich nach ein paar Minuten simulierten Fahrbetriebes auf Böcken nochmals getauscht, was sich wohl als richtig erwies, da am Magneten umfangreiche Spanansammlungen stattgefunden hatten.

Im realen Fahrbetrieb vor der Scheune trat dann noch eine Undichtigkeit am zweiten, austauschbaren Ölfilter auf, der allerdings behoben werden konnte. Alles Andere, soweit bewertbar, funktionierte, und so kann der Falcon am kommenden Wochenende auf den Trailer geladen und nach Zandvoort gefahren werden, so der Plan.

Das gute Stück habe ich dann noch gereinigt, und in die Scheune gerollt:

Erkennbar sind auch die Säulen der neuen Hebebühne, die B und N montiert haben. Ich habe mich da herausgehalten, weil ich anderenfalls bestimmt nur der breiverderbende Koch gewesen wäre.

Später mehr Weises aus der Sprüchekiste,

Udo

Build log, 15.10.22

Die Internetsuche war recht erfolgreich, ich konnte Dichtungsrollen der Dicke 0,25 Millimeter erstehen, und diese für die T10-Anwendungen ausschneiden. Das Ergebnis am (seitlichen) Deckel (das T10 ist ja kein Toploader) dann hier:

Der Rest des Tages ist unter anderem mit der Jagd nach geeigneten Shimsscheiben, der mehrfachen De- und Montage des Getriebes, sowie dem aufregendem Einbau des Getriebes und der übrigen Anbauteile, wie Querträger, Abgasanlage und Kardanwelle, vergangen. An dieser Stelle sei (nicht nur wie auf dem Parteitag einer großen Partei heute) allen Mitwirkenden, also B, S, S, und N, für deren selbstlose Mitwirkung am heutigen Baufortschritt zutiefst gedankt 👏.

Nach so viel Bauerei noch ein Profifoto vom Ring am vorletzten Montag:

Gut, oder?

Später mehr sehr Gutes,

Udo

Build log, 08.10.22

Hoffentlich Erbauliches habe ich heute zu berichten. Zunächst einen Rückblick auf die Nürburgring Grand Prix Strecke am Dienstag, mit dem GT40. Open Pitlane, viel Fahren, alles ohne technische, wohl aber mit fahrerischen Problemen, eine Sache fehlendes Trainings:

Angereist war ich schon am Vorabend, an dem sich der Durchgang vom klassischen in das heutige (nicht-klassische?) Fahrerlager recht stimmungsvoll derart darstellte:

Am Wochenende dann ging es zurück zu den Getriebeanomalitäten des Falcon, welches ja in üblen Geräuschen geendet war. Die Demontage und B‘s Fachurteil zeigten eine Axialverschieblichkeit, die bei Lastwechseln zu den Störgeräuschen und zum Spanabhub führten.

In G‘s Werkstatt alles demontiert, hinreichend philosophiert und gerätselt ging es über diesen Zustand …

… und zu diesem …

… bis zur Erkenntnis, dass leider eine einzige Dichtung unauffindlich war.

Morgen ist Internetshoppingtag, mal sehen, was noch so alles wegmuss.

Später mehr Dienliches im Sinne der Allgemeinheit,

Udo

Build log, 01.10.22

Die Sache mit der Theorie, im letzten log thematisiert, hat sich wieder einmal als wenig praxisnah erwiesen. Das frisch im Falcon eingebaute Getriebe ließ im ersten Gang sehr vernehmbare Geräusche erkennen, die niemand hören möchte, und die eine nennenswerte Spanentwicklung innerhalb des Getriebes zur Folge hatten. Also geht das T10 in der kommenden Woche nochmals zu G zurück, hoffentlich final, bis ich irgendwann ein neumodernes Ersatzprodukt aus den U.S.A. erstehen werde.

Der geplante track day auf der Grand Prix Strecke Nürburgring wird also ohne den Falcon passieren, dafür mit dem GT40, wie schon am letzten Sonntag in Meppen:

Dort ist übrigens alles gut gelaufen, mit neuem Belag und neuer Streckenführung.

Die frisch erstandenen 550M15 Dunlops für den Falcon passten auf der linken Seite hinten nicht so richtig in das Radhaus …

… weswegen eine Radhauserweiterung für mehr Raum sorgte:

Hier noch der Falcon, mit Hinterrad montiert, aufgebockt für die nächstwöchentliche Getriebedemontage:

Das kommende Ziel für einen lauffähigen Falcon lautet „Ende Oktober“.

Klingt einfach, könnte es auch sein.

Später mehr einfach Kompliziertes,

Udo

Build log, 24.09.22

Nicht überraschend, stand der wiederholte Wiedereinbau des Borgwarner T10 Getriebes in den Falcon auf dem Plan. Irgendwie ist es gelungen, unter Mithilfe Dritter (B) diese anspruchsvolle Aufgabe abzuschliessen, und auch gleich noch Getriebeölbefüllung, Getriebequerträgermontage, Abgasanlageneinbau, Schaltkulissenverschrauben und Befestigen der Kardanwelle innerhalb nur weniger Stunden, entspannt auf dem Boden liegend, zu realisieren. Theoretisch fährt der Falcon wieder, und das ohne Flüssigkeitsverlust.

Bevor das in kommender Woche unter Beweis gestellt werden kann, habe ich den Innenraum des Falcon noch großreinegemacht, per Mikrofasertuch, also mit allen Finessen 😉. Und dann endlich die Anbringung der Gurte rechts und des dazugehörigen Sitzes:

Dem Einsatz als Renntaxi (neben dem des Rennwagens) als Nebenerwerb steht nun also nicht mehr viel entgegen.

Was genau, wird demnächst zu lesen sein, oder auch nicht, hoffentlich.

Später mehr Hoffnungsfrohes,

Udo

Build log, 17.09.22

Der GT40 hat unter Beweis gestellt, dass die gesamte Wasserkühlaktion zielführend war, und Wassertemperaturen über 90 Grad Celsius die absolute Ausnahme sind (Durchquerung von Paris in der Rush Hour beispielsweise, was jedoch zu beweisen wäre).

Den Falcon, großer Fortschritt, habe ich heute von R abgeholt, frisch teillackiert. Zurück in der Schrauberscheune, mussten zunächst folgende Teile demontiert werden: Abgasanlage hinten, Kardanwelle, Getriebequerträger, und weitere Kleinteile.

Da das alles ohne Hebebühne, sondern im aufgebockten Zustand passieren musste, und die Akteure auf dem Boden liegend ihren Dienst verrichten mussten, wurde der Nutzwert einer intakten Hebebühne sehr schnell gegenwärtig.

Genug gejammert, am Ende konnte das Getriebe aus dem Falcon herausoperiert vorgezeigt werden:

Da bis zur Erreichung der Regelarbeitszeit noch etwas Potential vorlag, konnte ich S und B motivieren, bei der Wiedermontage der hinteren Stoßstange, des vorderen linken Fenders, der hinteren linken Seitenscheibe und der hinteren Seitenverkleidung links mitzuwirken, beziehungsweise diese Jobs für mich zu übernehmen.

Das hat alles gut geklappt, und morgen geht das Getriebe zur Reparatur zu G, damit das Ölauslaufen ein Ende findet. Das Zeug ist einfach zu teuer, mittlerweile.

Später mehr Tagesaktuelles,

Udo

Build log, 09./10.09.22

Beginnen wir mit positiven Dingen, an deren Zustandekommen ich nur auf der schadensverursachenden Seite beteiligt war: R (wie er selbst schreibt) hat die ersten Absturzschäden am Falcon schon in der Bearbeitung. Anstelle der US-amerikanischen Methode „Auffüllen mit Feinspachtel“ ist hier gezupft …

… und anschliessend geglättet worden:

Das gibt Hoffnung, dass die Saison 2022 noch befahrbar sein wird 🏎🏎🏎.

Mein eigenes Zutun in Sachen Unglücksbehebung am Falcon bestand, nach dem Laminieren der Tür auf der Innenseite, im Versuch der Wiederherstellung einer Türtopographie auf der Aussenseite, mittels Faserspachtel, dem Wertvollen. Aus naheliegenden Gründe verzichte ich auf jegliches Bildmaterial in diesem Zusammenhang.

Dafür kann ich von der Montage der bleeding line am GT40 berichten, angeordnet zwischen Wasserkühler vorn und Ausgleichsbehälter hinten. Zwischen vorn und hinten liegt bei diesem Auto bekanntermaßen der Insassenraum, und diesen durchzieht eben die bleeding line in Dash 4. Das als Ersatz gelieferte Produkt von Goodridge (und kein profaner Billignachbau) liess sich kinderleicht verarbeiten, und wird demnächst bei Fahrten an kalten Tagen für wohlige Wärme am Volant sorgen, im Sommer natürlich auch:

Und dann war da noch die Inbetriebnahme der schon montierten elektrischen Wasserpumpe. B hatte zunächst mit allerhand pneumatischer Werkstattausstattung einen Unterdruck im Kühlsystem erzeugt, um eine möglichst vollständige Wasserbefüllung sicherzustellen. Das hat auch alles gut geklappt, jedoch zeigte sich bei laufendem Motor, dass das Wasser im Motor schon fast kochte, während es am Kühler eher kühl zuging. Des Rätsels Lösung bestand im Kenntnisgewinn dergestalt, dass ich die Zusatzpumpe im falschen Wasserstrang eingebaut hatte, sodass Motor- und Zusatzpumpe im fairen Wettbewerb gegeneinander arbeiteten, was der gewollten Kühlleistung leider sehr, sehr abträglich war. Also habe ich den halben Vorderwagen (🤥) demontiert, und den Wasserkreislauf anders gestaltet. Hier ein Bild der Bauarbeit …

… und hier der quasi fertige und richtige Zustand:

Wenn ich mit den sperrigen Schlauchbögen nicht weiterkam, musste N übernehmen, der die Montage also fast allein gemacht hat 😉.

Im zweiten Anlauf lief dann alles wie am sprichwörtlichen Schnürchen, oder, um es mit altbekannter Weisheit zu benennen: kaum macht man/frau es richtig, funktioniert‘s.

Später mehr Plattitüden,

Udo

Build log, 02./03.09.22

Der Kühler ist geliefert (worden), solch Glück bei all den Versorgungsproblemen. Alles in Allem wie gewünscht, bis auf das Abstandsmaß der beiden Lüfter:

Das Lochbild mit richtigem Gewinde (passte auch nicht ganz, aber fast) konnte ich flugs korrigieren, hier dann im GT40 erstmalig zu sehen:

Die Davies, Craig Pumpe habe ich ebenfalls verbaut, mit einem 90 und einem 45 Grad Bogen von Samco, blau:

B hat dann noch eben die Elektrik samt neuer Relais gemacht, voila:

Der Vorderwagen ist nun recht vollgebaut, aber Gewicht auf der Vorderachse ist ja ganz OK, glaube ich. Dem auf aufmerksamen Leser ist nicht entgangen, dass die Befestigung der Zug-/Druckstangen, die den Wasserkühler in Position halten, noch verändert werden musste. Simpler Grund: Inkompatibilität durch Kollision mit den Nostril Panel, irgendwas ist immer.

Es fehlt nun noch die Inbetriebnahme der Wasserpumpe, und die Anbringung der Bleeding Line zwischen Wasserkühler und Ausgleichsbehälter. Den ganzen Tag habe ich an der Dash 4 Stahlflexleitung herumgemäkelt, die sich wegen Drecksqualität nicht montieren ließ, so dass eine Fortsetzung an dieser Stelle nicht Not tut.

Da es – bis auf Putzarbeiten – am GT40 nichts mehr zu tun gab, wollte ich der Ölleckage des Falcons auf die Spur kommen. Das gute Stück auf die betagte Hebebühne gepackt, ist eine der beiden Tragmuttern eskaliert, und der Falcon aus zirka einem Meter Höhe abgestürzt. Das Gute daran sind mehrere Dinge: 1. es stand niemand unter dem Fahrzeug, und 2. der Schaden ist blöd, aber begrenzt, und 3. konnte ich mit der Reparatur sogleich beginnen (Laminierung des Einschlages der Fahrzeugaufnahme der Bühne links) …

… und 4. kam R gleich, um die notwendigen Karosseriearbeiten zu besichtigen und zu planen, und 5. ist die Sch…bühne bereits durch F, B und H abgebaut. Hier der Einschlag der hinteren linken Aufnahme im Seitenteil:

Unschwer zu erraten, dass es auch negative Seiten des Absturzes gibt, aber ich wollte mich heute nicht weiter beschweren.

Später mehr Optimistisches,

Udo

Build log, 20.08.22

Der neue Wasserkühler für den GT40 ist noch nicht fertig gemeldet, macht aber fast nichts, da sich noch genügend andere Themen auf der Agenda befinden.

Meine im letzten log verworfenen Befestigungen für den Wasserkühler oben habe ich bravurös aus einer fünfzehn Millimeter dicken Aluminiumplatte, die noch zufällig im Regal lag (Messi, Messi), herausgearbeitet:

Das zunächst einbaufertige Duo sieht so aus – in kalten Wintermonaten werde ich es perfektionieren:

Nach dieser Übung, sozusagen zum Warmwerden, dann die echten Herausforderungen am GT40. Ein Stück Edelstahlrohr, direkt am Motorauslass des Kühlwassers, konnte durch das von Davies, Craig mitgelieferte Kunststoffteil samt 1/4-NPT-Verschraubung ersetzt werden. Ich gehe davon aus, dass die Damen und Herren in Australien wissen, wie heiss Kühlwasser in V8-Motoren werden kann.

Den Anschluss für die bleeding line des Wasserkühlers habe ich ebenfalls zwischen Motor und Ausgleichsbehälter eingebaut:

Irgendwann wird der GT40 nur noch aus Goodrichverschraubungen bestehen, eine echte Wertsteigerung.

Unter akrobatischen Arbeitsbedingungen fand dann noch die Montage des Davies, Craig Instrumentes statt, klappbar, wenn nicht benötigt:

Der mitgelieferte Kabelbaum war – unter Anleitung – noch vom Ausgleichsbehälter im Motorraum über den Multistecker im Cockpit zur Batterie und zum Sicherungskasten vorne im Auto zu verlegen:

A pros pros verlegen: die heutigen Arbeitsbedingungen waren wieder einmal eine Verneigung vor der Arbeitsstättenschutzverordnung, sozusagen.

Später mehr von Montagearbeiten unter Zwangslage,

Udo