Inmitten eines üblen Kälteeinbruchs ist der Umbau des bei der FIA in Ungnade gefallenen Getriebehalters vonstatten gegangen. Die periodengerechte Variante sieht so aus:
Der originale Anstrich war dann auch gleich die Motivation in den Start der Getriebereparatur, da mich das T10 im niederländischen Zandvoort doch ein wenig enttäuscht hatte. Komplett demontiert ist in Ansätzen klar (in einigen Punkten noch nicht ganz), welches die Gründe für die Fehlfunktionen waren:
Morgen werde ich wieder Zeit mit der Jagd nach dem verlorenen Schatz im sogenannten Internet verbringen, um die Getrieberäder des zweiten und dritten Ganges zu finden und gegebenenfalls zu erstehen.
Der Getriebequerträger war mittlerweile geliefert worden, hier samt prähistorischer Beschichtung aus allerlei Benutzungsrückständen:
Das Ding habe ich dann demontiert, und gereinigt:
Als Füllarbeit stand dann noch die Anbringung des Anschlages für das sogenannte Gaspedal an (komischer Ausdruck, irgendwie). Das zwanzig Millimeter hohe Schwingmetall dürfte seinen Dienst klaglos aufnehmen und absolvieren:
Dann habe ich all meinen Mut zusammengenommen (nach dem Absturz des Falcons von der alten Bühne), und wir haben ihn zwischen die frisch montierten Säulen geschoben, und angehoben:
Links im Bild sind auch drei heute lackierte Flachstähle erkennbar, zum Trocknen aufgehängt. Montiert und mit einem Schwingmetall verheiratet, gleicht das Ensemble einem originalen 1964er V8-Getriebehalter, oder?
Das Ding wird dann samt Getriebequerträger in den Falcon eingebaut, und ruckzuck wird ein periodengerechtes Fahrzeug daraus.
Der Plan mit Zandvoort ging teilweise auf. Anreise und Unterkunft sehr gut, der Falcon übernachtete auf dem Trailer mit Meerblick (was will man/frau/auto mehr?):
Der track day an sich verlief eher etwas ernüchternd, da das Getriebe nach einer halben Stunde Fahrzeit seltsame Geräusche von sich gab. Aus dem Grund habe ich das Fahren abgebrochen, und auf 2023 vertagt.
Um den HTP zu erlangen, hatte sich die FIA zwischenzeitlich gemeldet, und angemerkt, dass der Getriebequerträger nicht periodengerecht sei. Selbst bei großzügiger Auslegung kann ich diesem Argument zumindest teil- und ansatzweise folgen, und werde meinen selbstgebauten Querträger gegen dieses Originalteil (ist noch bei ebay.de) austauschen, und danach versuchen (unter Anleitung), das Getriebe in einen funktionstüchtigen Zustand zurück zu versetzen:
Irgendwie muss das Ding unter das Auto passen, da bin ich grundoptimistisch.
Das Getriebeöl habe ich nach ein paar Minuten simulierten Fahrbetriebes auf Böcken nochmals getauscht, was sich wohl als richtig erwies, da am Magneten umfangreiche Spanansammlungen stattgefunden hatten.
Im realen Fahrbetrieb vor der Scheune trat dann noch eine Undichtigkeit am zweiten, austauschbaren Ölfilter auf, der allerdings behoben werden konnte. Alles Andere, soweit bewertbar, funktionierte, und so kann der Falcon am kommenden Wochenende auf den Trailer geladen und nach Zandvoort gefahren werden, so der Plan.
Das gute Stück habe ich dann noch gereinigt, und in die Scheune gerollt:
Erkennbar sind auch die Säulen der neuen Hebebühne, die B und N montiert haben. Ich habe mich da herausgehalten, weil ich anderenfalls bestimmt nur der breiverderbende Koch gewesen wäre.
Die Internetsuche war recht erfolgreich, ich konnte Dichtungsrollen der Dicke 0,25 Millimeter erstehen, und diese für die T10-Anwendungen ausschneiden. Das Ergebnis am (seitlichen) Deckel (das T10 ist ja kein Toploader) dann hier:
Der Rest des Tages ist unter anderem mit der Jagd nach geeigneten Shimsscheiben, der mehrfachen De- und Montage des Getriebes, sowie dem aufregendem Einbau des Getriebes und der übrigen Anbauteile, wie Querträger, Abgasanlage und Kardanwelle, vergangen. An dieser Stelle sei (nicht nur wie auf dem Parteitag einer großen Partei heute) allen Mitwirkenden, also B, S, S, und N, für deren selbstlose Mitwirkung am heutigen Baufortschritt zutiefst gedankt 👏.
Nach so viel Bauerei noch ein Profifoto vom Ring am vorletzten Montag:
Hoffentlich Erbauliches habe ich heute zu berichten. Zunächst einen Rückblick auf die Nürburgring Grand Prix Strecke am Dienstag, mit dem GT40. Open Pitlane, viel Fahren, alles ohne technische, wohl aber mit fahrerischen Problemen, eine Sache fehlendes Trainings:
Angereist war ich schon am Vorabend, an dem sich der Durchgang vom klassischen in das heutige (nicht-klassische?) Fahrerlager recht stimmungsvoll derart darstellte:
Am Wochenende dann ging es zurück zu den Getriebeanomalitäten des Falcon, welches ja in üblen Geräuschen geendet war. Die Demontage und B‘s Fachurteil zeigten eine Axialverschieblichkeit, die bei Lastwechseln zu den Störgeräuschen und zum Spanabhub führten.
In G‘s Werkstatt alles demontiert, hinreichend philosophiert und gerätselt ging es über diesen Zustand …
… und zu diesem …
… bis zur Erkenntnis, dass leider eine einzige Dichtung unauffindlich war.
Morgen ist Internetshoppingtag, mal sehen, was noch so alles wegmuss.
Später mehr Dienliches im Sinne der Allgemeinheit,
Die Sache mit der Theorie, im letzten log thematisiert, hat sich wieder einmal als wenig praxisnah erwiesen. Das frisch im Falcon eingebaute Getriebe ließ im ersten Gang sehr vernehmbare Geräusche erkennen, die niemand hören möchte, und die eine nennenswerte Spanentwicklung innerhalb des Getriebes zur Folge hatten. Also geht das T10 in der kommenden Woche nochmals zu G zurück, hoffentlich final, bis ich irgendwann ein neumodernes Ersatzprodukt aus den U.S.A. erstehen werde.
Der geplante track day auf der Grand Prix Strecke Nürburgring wird also ohne den Falcon passieren, dafür mit dem GT40, wie schon am letzten Sonntag in Meppen:
Dort ist übrigens alles gut gelaufen, mit neuem Belag und neuer Streckenführung.
Die frisch erstandenen 550M15 Dunlops für den Falcon passten auf der linken Seite hinten nicht so richtig in das Radhaus …
… weswegen eine Radhauserweiterung für mehr Raum sorgte:
Hier noch der Falcon, mit Hinterrad montiert, aufgebockt für die nächstwöchentliche Getriebedemontage:
Das kommende Ziel für einen lauffähigen Falcon lautet „Ende Oktober“.
Nicht überraschend, stand der wiederholte Wiedereinbau des Borgwarner T10 Getriebes in den Falcon auf dem Plan. Irgendwie ist es gelungen, unter Mithilfe Dritter (B) diese anspruchsvolle Aufgabe abzuschliessen, und auch gleich noch Getriebeölbefüllung, Getriebequerträgermontage, Abgasanlageneinbau, Schaltkulissenverschrauben und Befestigen der Kardanwelle innerhalb nur weniger Stunden, entspannt auf dem Boden liegend, zu realisieren. Theoretisch fährt der Falcon wieder, und das ohne Flüssigkeitsverlust.
Bevor das in kommender Woche unter Beweis gestellt werden kann, habe ich den Innenraum des Falcon noch großreinegemacht, per Mikrofasertuch, also mit allen Finessen 😉. Und dann endlich die Anbringung der Gurte rechts und des dazugehörigen Sitzes:
Dem Einsatz als Renntaxi (neben dem des Rennwagens) als Nebenerwerb steht nun also nicht mehr viel entgegen.
Was genau, wird demnächst zu lesen sein, oder auch nicht, hoffentlich.
Der GT40 hat unter Beweis gestellt, dass die gesamte Wasserkühlaktion zielführend war, und Wassertemperaturen über 90 Grad Celsius die absolute Ausnahme sind (Durchquerung von Paris in der Rush Hour beispielsweise, was jedoch zu beweisen wäre).
Den Falcon, großer Fortschritt, habe ich heute von R abgeholt, frisch teillackiert. Zurück in der Schrauberscheune, mussten zunächst folgende Teile demontiert werden: Abgasanlage hinten, Kardanwelle, Getriebequerträger, und weitere Kleinteile.
Da das alles ohne Hebebühne, sondern im aufgebockten Zustand passieren musste, und die Akteure auf dem Boden liegend ihren Dienst verrichten mussten, wurde der Nutzwert einer intakten Hebebühne sehr schnell gegenwärtig.
Genug gejammert, am Ende konnte das Getriebe aus dem Falcon herausoperiert vorgezeigt werden:
Da bis zur Erreichung der Regelarbeitszeit noch etwas Potential vorlag, konnte ich S und B motivieren, bei der Wiedermontage der hinteren Stoßstange, des vorderen linken Fenders, der hinteren linken Seitenscheibe und der hinteren Seitenverkleidung links mitzuwirken, beziehungsweise diese Jobs für mich zu übernehmen.
Das hat alles gut geklappt, und morgen geht das Getriebe zur Reparatur zu G, damit das Ölauslaufen ein Ende findet. Das Zeug ist einfach zu teuer, mittlerweile.
Beginnen wir mit positiven Dingen, an deren Zustandekommen ich nur auf der schadensverursachenden Seite beteiligt war: R (wie er selbst schreibt) hat die ersten Absturzschäden am Falcon schon in der Bearbeitung. Anstelle der US-amerikanischen Methode „Auffüllen mit Feinspachtel“ ist hier gezupft …
… und anschliessend geglättet worden:
Das gibt Hoffnung, dass die Saison 2022 noch befahrbar sein wird 🏎🏎🏎.
Mein eigenes Zutun in Sachen Unglücksbehebung am Falcon bestand, nach dem Laminieren der Tür auf der Innenseite, im Versuch der Wiederherstellung einer Türtopographie auf der Aussenseite, mittels Faserspachtel, dem Wertvollen. Aus naheliegenden Gründe verzichte ich auf jegliches Bildmaterial in diesem Zusammenhang.
Dafür kann ich von der Montage der bleeding line am GT40 berichten, angeordnet zwischen Wasserkühler vorn und Ausgleichsbehälter hinten. Zwischen vorn und hinten liegt bei diesem Auto bekanntermaßen der Insassenraum, und diesen durchzieht eben die bleeding line in Dash 4. Das als Ersatz gelieferte Produkt von Goodridge (und kein profaner Billignachbau) liess sich kinderleicht verarbeiten, und wird demnächst bei Fahrten an kalten Tagen für wohlige Wärme am Volant sorgen, im Sommer natürlich auch:
Und dann war da noch die Inbetriebnahme der schon montierten elektrischen Wasserpumpe. B hatte zunächst mit allerhand pneumatischer Werkstattausstattung einen Unterdruck im Kühlsystem erzeugt, um eine möglichst vollständige Wasserbefüllung sicherzustellen. Das hat auch alles gut geklappt, jedoch zeigte sich bei laufendem Motor, dass das Wasser im Motor schon fast kochte, während es am Kühler eher kühl zuging. Des Rätsels Lösung bestand im Kenntnisgewinn dergestalt, dass ich die Zusatzpumpe im falschen Wasserstrang eingebaut hatte, sodass Motor- und Zusatzpumpe im fairen Wettbewerb gegeneinander arbeiteten, was der gewollten Kühlleistung leider sehr, sehr abträglich war. Also habe ich den halben Vorderwagen (🤥) demontiert, und den Wasserkreislauf anders gestaltet. Hier ein Bild der Bauarbeit …
… und hier der quasi fertige und richtige Zustand:
Wenn ich mit den sperrigen Schlauchbögen nicht weiterkam, musste N übernehmen, der die Montage also fast allein gemacht hat 😉.
Im zweiten Anlauf lief dann alles wie am sprichwörtlichen Schnürchen, oder, um es mit altbekannter Weisheit zu benennen: kaum macht man/frau es richtig, funktioniert‘s.