Build log, 17.01.26

Nach der Weihnachtspause ist und war es an der Zeit, wieder Fahrt aufzunehmen und den Falcon rennfertig zu bekommen.

Den neuen Luftfilter hatte ich ja schon vorgestellt, allerdings verheimlicht, dass dieser mit der Motorhaube dann kollidiert, wenn der one inch spacer zwischen Ansaugbrücke und Vergaser installiert bleibt.

Nach Austausch mit J, der sich für den Verbleib eines spacers aussprach, habe ich ein halbes inch dickes Produkt erstanden und eingebaut. Wie soll ich es ausdrücken, etwa, dass die Kollision weniger geworden ist? Klingt wie halbschwanger, und ist deswegen kein Zustand. Um einen solchen zu erzeugen, musste eine größere Freimachung in das Verstärkungskreuz der Motorhaube eingearbeitet (oder besser: herausgearbeitet) werden:

Dass dazu zahlreiche Iterationen notwendig waren, mag die Leserschaft glauben, oder auch nicht. War aber so.

Mit Ansaugschlauch aufgesteckt ergibt sich diese Ansicht aus einem gewissen Abstand:

Da sich der Beginn weiterer Grossbaustellen zeitlich nicht mehr lohnte, habe ich mich noch mit dem Steinschlagreparaturkit beschäftigt, da mir irgendwo und irgendwann jemand Steine auf die Windschutzzscheibe katapultiert hatte. Hier der Baustand nach dem Auftragen der Flüssigkeit, die jetzt nur noch mittels UV-Strahlung auszuhärten ist.

Da Sonnenbescheinung gerade nicht geboten wird, kommt nur die künstliche Variante infrage.

Nach dem log ist vor dem log, in der kommenden Woche geht es weiter.

Rückblickend stelle ich fest, dass bis zum Saisonstart noch einiges zu tun ist, also heißt es demnächst „Attacke“.

Später mehr Sprüche,

Udo

Build log, 20.12.25

Hier gibt es eine echte Premiere: der erste build log, bei dem ich selber nicht anwesend sein konnte und musste, und die Arbeit durch N und F erledigt wurde. Das ist Delegation auf allerhöchstem Niveau!

Während ich im nahen Münster weilte, erreichte mich N‘s Anruf, mit der Aussage, dass Werkzeug und Motivation vorhanden seien, um die Durchbrüche für die Luftzufuhr zum Vergaser und zum Hauptbremszylinder in das Frontblech möglichst spanarm einzubringen. Kurzentschlossen habe ich beiden freie Hand gelassen, mit einem Ergebnis, das ich besser hätte nicht machen können:

Ich überlege mir ernsthaft, dieses Geschäftsmodell auch auf die anderen offenen Arbeiten am Falcon auszuweiten, schließlich habe ich erfahren, dass Mitte März der erste Trackday der Saison ansteht.

Später mehr Top-Management-Practise,

Udo

Build log, 13.12.25

Da die vorhandene Bühne in der Scheune seit einiger Zeit gewisse Geräusche veranstaltet, und ich einen weiteren Absturz vermeiden möchte, habe ich mich zu einer Investition entschieden:

Die Bühne ist transportabel, sichtbar am Griff auch der rechten Seite, der an einen Hubwagen erinnert, und kann so ohne Fundament flexibel hin- und hergeschoben werden. Gute Sache das.

Das es alles funktioniert, beweist dieses Beweisfoto:

Der Trailer passt ebenfalls unter den Falcon, so dass die Türen geschlossen werden können, und es in nächster Woche wieder mit vollem Engagement am Ford weiter gehen kann. Wir schreiben schon Mitte Dezember, und langsam muss ich sprichwörtlich Gas geben, um den Einsatz Mitte März nicht zu verpassen.

Später mehr Halbangespanntes,

Udo

Build log, Nikolaus 2025

Das Jahr schreitet voran, und so auch die Umsetzung der Wartungs- und Verschönerungsmassnahmen beim Falcon.

Zunächst kann ich berichten, dass J den lang erwarteten Luftfilter geliefert hat. Im Gegensatz zu handelsüblichen Produkten saugt dieser Frischluft von außen und nicht aus dem warmen Motorraum an, und mit meinem thermodynamischen Basiswissen ausgestattet komme ich zu dem Schluss, dass eine höhere Temperaturdifferenz förderlich für die Motorleistung ist:

Da hat das Erlernte im Studium doch noch einen Sinn erzeugt.

Den Rest des Tages galt es, einen Ölwechsel im Differential und im Getriebe zu absolvieren. Ich verwende 85W140 und 80W90 und musste feststellen, das beide Produkte selbst bei moderaten Temperaturen Konsistenzen wie im Kühlschrank gelagerter Akazienhonig aufweisen. Zum Glück hatte N seine Mike Sanders Kochplatte am Start:

So wohltemperiert konnte meine neu erstandene Ölpumpe ihren Dienst ausführen, und ein Teil des Flüssigkeitswechsels ist schon mal Geschichte.

Die Steckachsen haben noch neue Rillenkugellager erhalten, und die Hinterradbremsen sind auch schon für den Rennbetrieb justiert.

Das war‘s für heute, aber später kommt mehr Austausch und Verschönerung, der Winter ist noch lang,

Udo

Build log, 29.11.25

Es standen die technischen Dinge an, die niemand sieht, und die doch sehr wichtig sind. In meinem Fall bedeutet das, dass beide Scheinwerfer ausgetauscht wurden, beide durch Steinschlag beschädigt. Zur Sicherheit habe ich durchsichtiges Klebeband (niemand sagt mehr Tesa) auf die Gläser geklebt – wenn es wieder steinschlägt, besteht jedenfalls kein unmittelbarer Handlungsdruck.

J der alte Rennhase hatte empfohlen, die Kugellager der hinteren Achsen jährlich zu erneuern. Seitens FoMoCo war das offenbar nicht vorgesehen, also mussten die Lager per Trennscheibe zerlegt werden:

Auch die Öle in Differential, Motor und Getriebe plane ich zu ersetzen. Das Öl im Differential ist für einen Wechsel definitiv nicht vorgesehen, es gibt nicht einmal eine Ablassschraube.

Im www habe ich eine Ölpumpe erstanden (black week), evtl. kann ich das Öl damit aus der Hinterachse absaugen, Neues wieder einfüllen, und Gleiches mit dem Getriebe veranstalten.

Die Hoffnung lebt am Längsten,

Udo

Build log, 15.11.25

Der Start zu den Vorbereitungstätigkeiten auf die Rennsaison 2026 wurde heute in der Mitte des Novembers gelegt. Pathetische Worte, die Taten folgten nur ansatzweise, da ich mich entschlossen hatte, zuerst etwas für die Optik des Falcon zu machen, bevor dann die eher funktionsbestimmenden Jobs an die Reihe kommen werden.

Konkret habe ich mich mit dem Frontgrill beschäftigt, der nach dem Schweißen immer noch so daherkam:

Am Ende der Oberflächenarbeit dann dieses, zumindest anders aussehende Bild:

Neben dieser nun behandelten Imperfektion war noch zu beklagen, dass der Grill insgesamt immer noch verbogen war, und der Form der Motorhaube nicht folgte:

Es lässt sich auf Fotos nicht einfangen, aber in Realität sieht alles nun viel besser und schöner aus als vorher 🤔:

Schlimmstenfalls bin ich die einzige Person, die den Fortschritt erkennt …

Später mehr Selbst- und Fremdwahrnehmung,

Udo

Track log, 07.11.25

Der MSC Langenfeld hatte zum Trackday nach Zandvoort geladen, und der Einladung sind wir (S, B und ich) gefolgt, was, das kann ich schon an dieser Stelle schreiben, eine rundum gute Idee war.

Die Anreise am Donnerstag verlief noch etwas holperig, aber um 22:00 waren Falcon in der Box, Trailer auf dem Parkplatz und Werkzeug ausgepackt.

Der Freitag dann war witterungstechnisch Endstufe, trocken, sonnig, nicht zu warm und nicht zu kalt. Eine Impression aus der Pitlane:

Positiv erwähnenswert ist auf alle Fälle das faire Fahren, ein paar Irre gibt es immer, aber die fielen nicht sonderlich ins Gewicht.

Ich selbst habe mich in den meisten Stints als Taxifahrer versucht, neben B hatte ich JP hatte ich zwei mir bis dato Unbekannte zu Gast, die über einen unerschütterlichen Optimismus zu verfügen scheinen – ich würde mich jedenfalls nicht freiwillig als Beifahrer in ein sechzig Jahre alten Autos setzen, dessen Fahrer samt Fahrkunst mir unbekannt sind 😉.

Alles ist gut gegangen, kurz vor der Mittagspause musste ich noch bemerken, dass die Befestigung am Ende der Lenkstange etwas lose war, klassischer Einbaufehler des Veröffentlichers. B konnte beheben, und so ging es bis zur Dämmerung weiter im Kreis:

Die Veranstaltung steht für 2026 auf der Vormerkliste.

Später mehr Vorausschauendes,

Udo

Build log, 01.11.25

Nach dem letzten betreutem Fahren durch A in Spa sprach er die Empfehlung aus, den Falcon an der Hinterachse (ich glaube, dass das sprachlich zwar quersteht, aber dennoch verständlich ist) zehn Millimeter tieferzulegen.

Um das zu realisieren, gibt es zwei mir bekannte Möglichkeiten: entweder durch Hinzukauf spezieller Blattfedern (teuer, lange Lieferzeiten, Möglichkeit des Nichtfunktionierens) oder durch Distanzieren von Achskörper und Blattfedern (meine Wahl, ich hatte schon vorher zwei zwanzig Millimeter Dicke Alublöcke verbaut).

Wer gut rechnen kann, kann die Dicke der neuen Blöcke gleich mit dem Taschenrechner ermitteln.

Hier der Ausgangszustand alt und neu:

Im bislang verwendeten rechten Block ist eine Flachsenkung für die Blattfederschraube und eine Innensechskantschraube für die Fixierung im Achskörper einzubringen. Also habe ich die Standbohrmaschine benutzt, um diesen Job zu erledigen.

Nun ist der neue Block im Ausgangszustand etwa fünfzig Prozent schwerer als der alte, was unter Leichtbauaspekten natürlich nicht anstrebenswert ist. Da ich sowieso schon mit der Bohrerei beschäftigt war und Aluminium sich vergleichsweise gut bearbeiten lässt, sind diese Racingdistanzstücke entstanden, leichter als die Ausgangsprodukte:

Ein Traum, in der Annahme, dass es zu keinen Kollisionsproblemen zwischen Rädern und Radkästen kommt. Time will show.

Eingebaut sieht es so aus:

Ein weiterer positiver Nebeneffekt der dickeren Klötze ergibt sich aus deren Geometrie: die vormals viel zu große Gewindelänge der insgesamt vier Spannbügel, die ich immer schon einmal kürzen wollte, passt jetzt auf einmal.

Später mehr Magie,

Udo

Build log, 25.10.25

Tatsächlich stand heute nicht viel auf dem Programm, lediglich Aufräumen und den Beifahrersitz samt Gurt in den Falcon einbauen.

Das habe ich alles geschafft und noch tausend Dinge mehr, die ich jetzt allerdings nicht erwähnen möchte.

Und dann kam mir die Idee, die beiden linken gecrashten Fender an die freie Wand in der Scheune anzubringen:

Statt Sondermüll jetzt Sonderkunst!

Später mehr Zeitgenössisches,

Udo

Race log, 24.-26.09.25

Die für mich letzte HC65 Veranstaltung in 2025 fand in Spa- Francorchamps, sozusagen im Vorprogramm der Spa Six Hours, statt. Am Mittwoch konnte ich A wieder vom Beifahrersitz aus zusehen, wie man schnell durch die Ardennen fährt, um dann später das Gesehene in die Tat umzusetzen.

Das Qualifying am Donnerstag bei weitgehend trockener Fahrbahn lief schon mal ganz flüssig, mit 03:15 war ein Lerneffekt zu verzeichnen, obwohl es mit den HC65 und HC81 Fahrzeugen parallel auf der Strecke in Sachen Performance schon recht unterschiedlich zur Sache ging, und der Blick in den Rückspiegel immer gerne genommen wurde.

Abends haben B und H dann noch dieses Sicherheitsnetz montiert, was Sicherheit und Optik des Falcon auf ein neues Niveau bringt:

Außerdem haben wir die neu erstandene Benzinpumpe in Betrieb genommen, um vor der Fahrt exakt die gewünschte Menge Kraftstoff im Tank zu haben. Bringt neben Gewichtsreduzierung Spaß und Zeitvertreib, und unterstreicht die professionelle Note:

Am Freitag dann zeigte sich das Wetter gnädiger, mit zweistelliger Temperatur immerhin. Das einstündige Rennen konnte ich mit persönlicher Bestzeit und viel Fahrspaß abschließen …

… und das Allerbeste war und ist, dass nach den Ausfällen bei den NBR Classics, in Zolder und beim OGP alles ganz geblieben ist.

Über den Winter ist also nur Wartung und Optimierung angesagt, das klingt sehr entspannend.

Später mehr well-being,

Udo