Build log, 29.07.23

Um zumindest eine Fahrzeugbaustelle abzuschließen, habe ich das vermeintlich kürzere Thema gewählt, nämlich den Falcon wieder fahr- und vor allem renntüchtig zu bekommen.

Dazu wurden neue Radbolzen und -muttern geliefert, und Erstere habe ich dann in den Flansch der Steckachse eingepresst:

Die Muttern sind ebenfalls neu, nur mal so zur Information für den geneigten Leser.

Alles wieder um die frisch montierte Trommelbremse eingebaut (im Sitzen auf dem Boden eine Herausforderung für die Wirbelsäule) ergab sich dieses wirklich ansehnliche Ensemble:

Schwarz matt ist die nach wie vor ultimative Lackierung für Felgen.

Nun sind mir auf dem Weg dahin allerhand Missgeschicke passiert. Zunächst war mir entgangen, dass die neuen Radbolzen am Bund einen größeren Durchmesser als die Moserdinger aus den U.S.A. haben, und als Folge davon habe ich mir beim Befestigen der Räder die Trommelbremse per Fest- oder Presssitz auf eben diese Radbolzen gezogen. Alles wieder demontiert, die Radbolzen nach innen geschlagen, Löcher in der Bremstrommel aufgebohrt, und nochmal montiert, war dieses Problem behoben.

Und dann habe ich noch eine Mutter irgendwie schräg auf den Bolzen aufgesetzt, oder es befand sich Schmutz in der Mutter oder auf dem Bolzen – wie auch immer, Bolzen- und Mutterngewinde wurden in Mitleidengeschaft gezogen – wie peinlich 🙇‍♂️.

Unter Mitwirkung M‘s, und weil das sprichwörtliche Kind sowieso im Brunnen lag, haben wir mit 1/2“ das Gewinde nachgeschnitten …

… und alles wieder zusammengebaut. Es geht eben nichts über geeignetes Werkzeug, das zwei Millimeter Abstand zu den Nachbarbolzen zeigte. Weil es soooo schön ist, zeige ich das Ergebnis nochmal …

… und verabschiede mich mit dem üblich optimistischen „später mehr“,

Udo

Build log, 22.07.23

Zwei Fahrzeuge mit Baustellen sind für mich einfach zuviel, also habe ich an beiden begonnen und nicht beendet, damit der Zustand der Zuvielheit weiter anhält 😕.

Begonnen habe ich mit dem Spülen des Wasserkreislaufs des GT40, massiv unterstützt durch N. Hier ist erkennbar, wie es richtig geht (speziell für H):

Den von B aus D reparierten Wasserkühler habe ich dann wieder eingebaut, und mit dem frisch erstandenen Vakuumbefüllsystem befüllt (was auch sonst?).

Die Befestigung des Kühlers am oberen Teil ist nun butterweich (hoffentlich schmilzt sie nicht genauso schnell dahin):

Schließlich und endlich konnte dann noch ein wenig Zeit für den Falcon erübrigt werden. Das Rad hinten rechts war rasch demontiert, und das Schadensbild geringer als befürchtet:

Alle Radbolzen unbrauchbar, aber im Internet gibt es Neue, und die Steckachse ist noch intakt, solch ein Glück.

Später mehr Euphorisches,

Udo

Drive log, 15./16.07.23

Am Wochenende stand der Oldtimer Trackday in Meppen an, schon fast Tradition. Den Falcon hatten N und ich am Freitag noch verpackt, und am Samstag im Frühtau zu Berge ging es los.

Die Fahrt verlief planmäßig (zum Glück gab es keinen solchen), und der Samstag war ein gelungener Fahrtag, auf den neuen 550er Dunlop Rutschereifen:

Am Abend dann, es war Open Pitlane, entstanden Richtung Fahrzeugheck seltsame Geräusche, die zum sofortigen Fahrstopp mahnten. Eine gute Wahl, denn die Muttern und Bolzen der linken Radbefestigung hatten ihr Dasein aufgekündigt:

Damit war der Trackday für mich beendet, und beim Grillen tauchte noch eine kleine Analogie auf den Grill auf:

Es ist also wurscht, die Verschraubung benötigt Reparatur, und das ist ein Punkt auf der to-do-Liste, Rubrik „zeitnah“.

Später mehr Dringliches,

Udo

Build log, 08.07.23

Bei tropischen Temperaturen zu schaffen, ist anstrengend, aber geschenkt wird einem nichts (Sprichwort). Also musste ich wieder alles selber machen, wie meist oder oft üblich.

Da der FIA-Falcon (!) am kommenden Wochenende an den Start gehen soll, musste ich noch die Ventildeckeldichtung links anbringen, und das Auto vom Standstaub befreien, also so:

Somit kann es am Samstag zum Trackday gehen, und danach zur FHR 😳.

Am GT40 gab es zwei Baustellen, eine neu, eine alt: der neue (!) Wasserkühler zeigte auf der Rückfahrt aus Le Lans erste Spuren der Undichtigkeit, und musste daher ausgebaut werden, um später geprüft und eventuell repariert zu werden. Deja vu, irgendwie.

Da der Wagen nun sowieso nicht fahrbereit ist, konnte ich noch die Dauerbaustelle Rückwärtsgang angehen. Erkennbar ist für den sachkundigen Leser, dass die Schaltungsmimik unterbrochen, also ausgebaut oder demontiert ist.

Der Halter, der die Bowdenzüge führt, stand ungünstig im Raum und verhinderte in seiner Lage die korrekte Einlegung des Rückwärtsganges. In den nächsten Tagen soll mir B sagen, wie das funktioniert, da ich selbst eher ahnungsarm bin.

Eigentlich ist rückwärts ja nicht vorwärts, also nicht gut, aber manchmal muss es eben doch rückwärts gehen.

Später mehr Vorwärtsgerichtetes,

Udo

FIA log, 07.07.23

Nach mehreren Schleifen der Iteration, einigen Umbauarbeiten am Falcon und aufkommenden Zweifeln hat FIA / DMSB nun endlich Mitleid mit mir gehabt, und den HTP ausgestellt. Das Auto musste zur physikalischen Abnahme durch den DMSB noch nach Wiedenbrück gekarrt werden …

… und am Ende klebte dann das lang ersehnte FIA Hologramm am Käfig rechts:

Damit ist der Falcon ein waschechter Rennwagen geworden, und darf bei historischen Rennen mitspielen. Ob vorne oder hinten im Feld, hängt auch vom (Un-) Vermögen und von der Geschicklichkeit des Fahrers ab, und da sehe ich noch großes Potential.

Später mehr Realismus,

Udo

Le Mans log, 29.06.-02.07.23

Le Mans Classic ist ein fixer Termin in jedem zweiten Jahr, aktuell eher jährlich (offenbar wegen all der Pandemie und ähnlicher Unbill). Den Aufbruch nicht gescheut, Paris durchquert, kamen wir am Donnerstag abends trocken an:

Neben meinem Fahrzeug waren einige andere vor Ort, bauähnlich:

Der Campground an den Porsche-Curves war groß und gut:

Natürlich hatte ich wieder tracklaps gebucht, und in der Fahrzeugaufstellung waren das hier meine Nachbarn:

Das war für mich 100% iconic, mehr geht nicht.

Gefahren wurde die ganze Nacht, Schlafen ging per Ohropax, bis zirka 06:00:

Die Rückfahrt war ein Traum, und schnell vorbei 😒.

Vielleicht gibt‘s in 2025 ein Revival 👍.

Später mehr hoffnungsvolles Künftiges,

Udo

Build log, 24.06.23

Endlich wieder Bauzeit, nach all dem Urlaub und sonstiger Fehlzeiten.

Anfangs fühlte ich mich in der mir bekannten Umgebung etwas unwohl, und konnte nach wenigen Minuten erkennen, weshalb mich dieses Gefühl beschlichen hatte: jemand hatte meinen Spezialfrontcliphalter für ein anderes Fahrzeug missbraucht, quasi skandalös:

Nachdem ich über diesen Frevel hinweggekommen war, konnte die Arbeit losgehen. G war eigens aus S angereist, um das Ventilspiel am Falcon einzustellen, da Mitte Juli der nächste Einsatz ansteht:

Danach konnte ich mich dem GT40 widmen, der mich/uns in der kommenden Woche nach Le Mans fahren soll. Der Einsatz im front clip (nostril) endet auf der Hälfte des Lüfterdurchmessers, also sozusagen in dessen Mittelpunkt. Dies hat zur Folge, dass etwa fünfzig Prozent der erwärmten Luft, die die Lüfter ansaugen, an die Umgebung abgegeben werden, und dass die restlichen fünfzig Prozent unterhalb des front clips landen, und dann als Temperaturerhöhung ihren Weg in das Cockpit finden, was wiederum die Temperatur dort erhöht, was im Winter angenehm ist, im Sommer jedoch eher als lästig empfunden wird.

Meinem Copiloten H wollte ich diesen Missstand jedenfalls nicht zumuten, denn während zirka zehn Stunden Fahrzeit nach Le Mans sollten die äußeren Umstände so weit wie möglich auf Komfort gestellt sein.

Also bestand die Aufgabe, diese unerwünschten Luftstrom in das Fahrzeuginnere zu unterbinden. Zu diesem Zweck hatte ich Aluminiumblech der Dicke einskommafünf Millimeter erstanden, und zweckdienlich bearbeitet. Was einfach klingt, war zumindest für mich als Laien einigermaßen kompliziert, aber am Ende doch machbar. Hier zwei Aufnahmen, die als Beleg dienen:

Erkennbar ist eine Art Schottwand, die unterhalb der Nostrilöffnung endet, und den erwärmten Luftstom sicher über das Fahrzeug hinwegleiten wird, und für eine wohlige Kühle im Cockpit des GT40 sorgen wird. Soweit meine Wettervorhersage für den Moment.

Später mehr Unberechenbares,

Udo

Spa log, 13./14.05.23

Es war wieder einmal soweit, Maizeit ist neben Spargelzeit eben auch Spazeit. Wir sind zu sechst Protagonisten in drei (mehr oder weniger) Zweisitzern aufgebrochen, mehr Auslastung geht also nicht, und haben die Ardennen am Samstag früh erreicht.

Wie immer gab es viel zu bestaunen, zum Beispiel Weihnachtsbaumbeleuchtung …

… und Perfektion in der Boxengasse …

… und richtig teuere Fahrzeuge …

… aber auch filigrane Fahrzeugrahmen bei Porsches um die Ecke:

Natürlich gilt es auch, unsere Anwesenheit zu dokumentieren, also siehe hier (Porsche blau, Porsche Senf, GT40):

Am Sonntag bei Trockenheit war dann Zeit für die Laptours gekommen, immer wieder ein spezielles Ding:

Wenn ich mich recht erinnere, hatte in den TVR außen überholt. Ich hoffe, dass mich meine Erinnerung nicht trügt 🤔🤥🤫.

Später mehr aus dem Reich der Fabeln,

Udo

Build log, 06.05.23

Nach ziemlich genau drei Monaten Baupause hatte ich mich entschieden, heute die Bautätigkeit am Falcon wieder aufzunehmen. Die Damen und Herren der FIA hatten ja bemängelt, dass der Getriebequerträger nicht periodengerecht sei (was zweifelsfrei den Tatsachen entspricht), und so hatte ich das Ziel, einen originalen und periodengerechten Träger einzubauen.

Da ich aber den Falcon, der aufgrund seiner doch recht stabilen Bauweise nur sehr unwillig schiebefähig ist, wenn man es alleine versucht, nicht gleich auf die Bühne bekam, habe ich den Tag mit etwas Schöner Wohnen begonnen. Da im Motor Produkte von Ferrea und CompCams Dienst tun, soll das auch jeder, der im Fahrzeug Platz nimmt, zur Kenntnis nehmen können:

Als dann endlich Schiebehilfe eintraf, begannen die Arbeiten am bereits thematisierten Getriebequerträger. Zunächst musste ich den abgetrennten Bodenquerträger wieder verlängern, und anschweißen. Mit einer klitzekleinen Mengen Feinspachtel optisch verschönert, und weiß bemalt, sah der Zwischenstand so aus (das provisorische Neuteil ist in der Bildmitte für Kenner sichtbar):

Die Kabelbinder sind nur temporär und halten lediglich die Abgasanlage, die ich am Krümmer zwecks besserer Zugänglichkeit lösen musste.

Montiert ist der Getriebequerträger kaum erkennbar, jedoch unzweifelhaft vorhanden. Die Verbindung zum Getriebe geschieht über den seltsamen schwarz lackierten Ausleger. Es erschließt sich auch mir nicht, ob und wie das funktioniert haben mag, aber so war es in den Rolling Sixties eben:

Zum Abschluss habe ich alles in 16 zu 9 fotografiert, und die Bilder versendet.

Wenn alles wirklich gut läuft, gibt es von der FIA keine Rückfragen mehr, aber leider reicht mein Optimismus derzeit nicht so weit. Warten wir es also gemeinsam ab.

Später mehr Kollektives,

Udo

May log, 01.05.23

Nach einiger Pause melde ich mich einmal vorsichtig zurück. Selbst bauen geht vielleicht noch nicht, aber selbst fahren schon.

Was also tun am Tag der Arbeit, ohne zuviel zu arbeiten? Hannovers Maikäfertreffen war und ist Muss, also hin. Wetter war auch, Hin- und Rückreise ohne Probleme – Herz, was willste mehr?

Entspannung gab es auch …

… und ein Gitter für die Tür:

Das Gitter ist weder Diebstahl- noch Insektenschutz, sieht aber toll aus, und es hat fast jeder.

Später mehr Sinnvolles und Dringendnotwendiges,

Udo