Nicht überraschend, stand der wiederholte Wiedereinbau des Borgwarner T10 Getriebes in den Falcon auf dem Plan. Irgendwie ist es gelungen, unter Mithilfe Dritter (B) diese anspruchsvolle Aufgabe abzuschliessen, und auch gleich noch Getriebeölbefüllung, Getriebequerträgermontage, Abgasanlageneinbau, Schaltkulissenverschrauben und Befestigen der Kardanwelle innerhalb nur weniger Stunden, entspannt auf dem Boden liegend, zu realisieren. Theoretisch fährt der Falcon wieder, und das ohne Flüssigkeitsverlust.
Bevor das in kommender Woche unter Beweis gestellt werden kann, habe ich den Innenraum des Falcon noch großreinegemacht, per Mikrofasertuch, also mit allen Finessen 😉. Und dann endlich die Anbringung der Gurte rechts und des dazugehörigen Sitzes:
Dem Einsatz als Renntaxi (neben dem des Rennwagens) als Nebenerwerb steht nun also nicht mehr viel entgegen.
Was genau, wird demnächst zu lesen sein, oder auch nicht, hoffentlich.
Der GT40 hat unter Beweis gestellt, dass die gesamte Wasserkühlaktion zielführend war, und Wassertemperaturen über 90 Grad Celsius die absolute Ausnahme sind (Durchquerung von Paris in der Rush Hour beispielsweise, was jedoch zu beweisen wäre).
Den Falcon, großer Fortschritt, habe ich heute von R abgeholt, frisch teillackiert. Zurück in der Schrauberscheune, mussten zunächst folgende Teile demontiert werden: Abgasanlage hinten, Kardanwelle, Getriebequerträger, und weitere Kleinteile.
Da das alles ohne Hebebühne, sondern im aufgebockten Zustand passieren musste, und die Akteure auf dem Boden liegend ihren Dienst verrichten mussten, wurde der Nutzwert einer intakten Hebebühne sehr schnell gegenwärtig.
Genug gejammert, am Ende konnte das Getriebe aus dem Falcon herausoperiert vorgezeigt werden:
Da bis zur Erreichung der Regelarbeitszeit noch etwas Potential vorlag, konnte ich S und B motivieren, bei der Wiedermontage der hinteren Stoßstange, des vorderen linken Fenders, der hinteren linken Seitenscheibe und der hinteren Seitenverkleidung links mitzuwirken, beziehungsweise diese Jobs für mich zu übernehmen.
Das hat alles gut geklappt, und morgen geht das Getriebe zur Reparatur zu G, damit das Ölauslaufen ein Ende findet. Das Zeug ist einfach zu teuer, mittlerweile.
Beginnen wir mit positiven Dingen, an deren Zustandekommen ich nur auf der schadensverursachenden Seite beteiligt war: R (wie er selbst schreibt) hat die ersten Absturzschäden am Falcon schon in der Bearbeitung. Anstelle der US-amerikanischen Methode „Auffüllen mit Feinspachtel“ ist hier gezupft …
… und anschliessend geglättet worden:
Das gibt Hoffnung, dass die Saison 2022 noch befahrbar sein wird 🏎🏎🏎.
Mein eigenes Zutun in Sachen Unglücksbehebung am Falcon bestand, nach dem Laminieren der Tür auf der Innenseite, im Versuch der Wiederherstellung einer Türtopographie auf der Aussenseite, mittels Faserspachtel, dem Wertvollen. Aus naheliegenden Gründe verzichte ich auf jegliches Bildmaterial in diesem Zusammenhang.
Dafür kann ich von der Montage der bleeding line am GT40 berichten, angeordnet zwischen Wasserkühler vorn und Ausgleichsbehälter hinten. Zwischen vorn und hinten liegt bei diesem Auto bekanntermaßen der Insassenraum, und diesen durchzieht eben die bleeding line in Dash 4. Das als Ersatz gelieferte Produkt von Goodridge (und kein profaner Billignachbau) liess sich kinderleicht verarbeiten, und wird demnächst bei Fahrten an kalten Tagen für wohlige Wärme am Volant sorgen, im Sommer natürlich auch:
Und dann war da noch die Inbetriebnahme der schon montierten elektrischen Wasserpumpe. B hatte zunächst mit allerhand pneumatischer Werkstattausstattung einen Unterdruck im Kühlsystem erzeugt, um eine möglichst vollständige Wasserbefüllung sicherzustellen. Das hat auch alles gut geklappt, jedoch zeigte sich bei laufendem Motor, dass das Wasser im Motor schon fast kochte, während es am Kühler eher kühl zuging. Des Rätsels Lösung bestand im Kenntnisgewinn dergestalt, dass ich die Zusatzpumpe im falschen Wasserstrang eingebaut hatte, sodass Motor- und Zusatzpumpe im fairen Wettbewerb gegeneinander arbeiteten, was der gewollten Kühlleistung leider sehr, sehr abträglich war. Also habe ich den halben Vorderwagen (🤥) demontiert, und den Wasserkreislauf anders gestaltet. Hier ein Bild der Bauarbeit …
… und hier der quasi fertige und richtige Zustand:
Wenn ich mit den sperrigen Schlauchbögen nicht weiterkam, musste N übernehmen, der die Montage also fast allein gemacht hat 😉.
Im zweiten Anlauf lief dann alles wie am sprichwörtlichen Schnürchen, oder, um es mit altbekannter Weisheit zu benennen: kaum macht man/frau es richtig, funktioniert‘s.
Der Kühler ist geliefert (worden), solch Glück bei all den Versorgungsproblemen. Alles in Allem wie gewünscht, bis auf das Abstandsmaß der beiden Lüfter:
Das Lochbild mit richtigem Gewinde (passte auch nicht ganz, aber fast) konnte ich flugs korrigieren, hier dann im GT40 erstmalig zu sehen:
Die Davies, Craig Pumpe habe ich ebenfalls verbaut, mit einem 90 und einem 45 Grad Bogen von Samco, blau:
B hat dann noch eben die Elektrik samt neuer Relais gemacht, voila:
Der Vorderwagen ist nun recht vollgebaut, aber Gewicht auf der Vorderachse ist ja ganz OK, glaube ich. Dem auf aufmerksamen Leser ist nicht entgangen, dass die Befestigung der Zug-/Druckstangen, die den Wasserkühler in Position halten, noch verändert werden musste. Simpler Grund: Inkompatibilität durch Kollision mit den Nostril Panel, irgendwas ist immer.
Es fehlt nun noch die Inbetriebnahme der Wasserpumpe, und die Anbringung der Bleeding Line zwischen Wasserkühler und Ausgleichsbehälter. Den ganzen Tag habe ich an der Dash 4 Stahlflexleitung herumgemäkelt, die sich wegen Drecksqualität nicht montieren ließ, so dass eine Fortsetzung an dieser Stelle nicht Not tut.
Da es – bis auf Putzarbeiten – am GT40 nichts mehr zu tun gab, wollte ich der Ölleckage des Falcons auf die Spur kommen. Das gute Stück auf die betagte Hebebühne gepackt, ist eine der beiden Tragmuttern eskaliert, und der Falcon aus zirka einem Meter Höhe abgestürzt. Das Gute daran sind mehrere Dinge: 1. es stand niemand unter dem Fahrzeug, und 2. der Schaden ist blöd, aber begrenzt, und 3. konnte ich mit der Reparatur sogleich beginnen (Laminierung des Einschlages der Fahrzeugaufnahme der Bühne links) …
… und 4. kam R gleich, um die notwendigen Karosseriearbeiten zu besichtigen und zu planen, und 5. ist die Sch…bühne bereits durch F, B und H abgebaut. Hier der Einschlag der hinteren linken Aufnahme im Seitenteil:
Unschwer zu erraten, dass es auch negative Seiten des Absturzes gibt, aber ich wollte mich heute nicht weiter beschweren.
Der neue Wasserkühler für den GT40 ist noch nicht fertig gemeldet, macht aber fast nichts, da sich noch genügend andere Themen auf der Agenda befinden.
Meine im letzten log verworfenen Befestigungen für den Wasserkühler oben habe ich bravurös aus einer fünfzehn Millimeter dicken Aluminiumplatte, die noch zufällig im Regal lag (Messi, Messi), herausgearbeitet:
Das zunächst einbaufertige Duo sieht so aus – in kalten Wintermonaten werde ich es perfektionieren:
Nach dieser Übung, sozusagen zum Warmwerden, dann die echten Herausforderungen am GT40. Ein Stück Edelstahlrohr, direkt am Motorauslass des Kühlwassers, konnte durch das von Davies, Craig mitgelieferte Kunststoffteil samt 1/4-NPT-Verschraubung ersetzt werden. Ich gehe davon aus, dass die Damen und Herren in Australien wissen, wie heiss Kühlwasser in V8-Motoren werden kann.
Den Anschluss für die bleeding line des Wasserkühlers habe ich ebenfalls zwischen Motor und Ausgleichsbehälter eingebaut:
Irgendwann wird der GT40 nur noch aus Goodrichverschraubungen bestehen, eine echte Wertsteigerung.
Unter akrobatischen Arbeitsbedingungen fand dann noch die Montage des Davies, Craig Instrumentes statt, klappbar, wenn nicht benötigt:
Der mitgelieferte Kabelbaum war – unter Anleitung – noch vom Ausgleichsbehälter im Motorraum über den Multistecker im Cockpit zur Batterie und zum Sicherungskasten vorne im Auto zu verlegen:
A pros pros verlegen: die heutigen Arbeitsbedingungen waren wieder einmal eine Verneigung vor der Arbeitsstättenschutzverordnung, sozusagen.
Den GT40 hatte ich heil, mit provisorischer (?) Reparatur des Wasserkühlers, in die Scheune/Werkstatt gefahren, und musste zur Bearbeitung des Wasserkreislaufs auf dessen Abkühlung warten. Anstatt sich dem Müßiggang hinzugeben, wie das einige wohl getan hätten, habe ich mich motiviert mit der Montage der neuen Halterung des neuen Wasserkühlers beschäftigt.
Den Gelenkkopf M6 konnte ich problemlos an dem dazu eigens erstandenen Rundmaterial aus Aluminium befestigen, der später am Kühler verschraubt werden wird, irgendwie.
Schwach beginnen, um dann stark nachzulassen 🤫. Die Anbindung an die Karosserie, quasi an der anderen Seite, hatte ich mir – nicht so ganz klug – aus einer Verbindung eines Rohres mit Aussendurchmesser 22mm und einer angeschweissten Schraube überlegt. Hier die Halbzeuge …
… und hier des nichtfertige Teil,
dass mir beim Aufbohren auf passenden Innendurchmesser beinahe um die sprichwörtlichen Ohren geflogen wäre. Dieses Teilprojekt habe ich zurückgestellt, habe aber schon eine andere Idee 😏.
Da Motor und Kühlwasser mittlerweile handwarm waren, konnte das Abenteuer des heutigen Schraubertages beginnen: die teileweise Demontage des Wasserkühlkreislaufes.
Kühler raus ging recht flüssig von der Hand, ebenso die Demontage des Rohres, das Warmwasser transportiert, links im Auto, und rechts im Bild 🤓.
Das entsprechende Rohr, demontiert, sieht so aus:
Keine Wulst am Anschluss zum Tunnel, sträflich eigentlich. Das zu verbauende Produkt ich ordnungsgemäß mit einer kleinen Schweissnaht an beiden Seiten versehen (leider besitze ich kein entsprechendes Umformwerkzeug, aber das geht so auch sehr gut.
Flugs ins Auto eingebaut, den Samcoschlauch an beiden Enden gekürzt, ergibt sich dieses fantastische Bild, meine ich:
Die externe Wasserpumpe von Davies Craig ist auf diesem Aluminiumhalter vormontiert, und benötigt noch einen 135 Grad Bogen zum Kühler 🙏:
Auf dem Boden mit Schwingmetallen isoliert, macht sich der Rest wie von selbst.
Der Kühler für den GT40 ist noch im Bau, aber die Wasserpumpe ist schon einmal eingetroffen. Ergo gab es heute Falconjobs.
Zunächst stand ein Ölwechsel an, nach fünf Stunden Fahrt auf track days. Dummerweise musste ich den gesamten Halter der beiden Ölfilter demontieren, um die beiden Filter zu tauschen. So much work to do 🤨.
Als das dann gegen Mittag erledigt war, stand die Verlegung des Kraftstoffilters in Richtung des Wagenendes an. So sah es bislang aus, der zu kleine Filter über dem Krümmer, irgendwie ungünstig:
Nach Verlegung dann dieses Bild, alles sauber mit Dash6 …
… und dieses hinten im Fahrzeug:
Der Boschfilter ist sehr voluminös, und sollte für guten Durchfluss sorgen. Nach Einstellung des Druckreglers stehen 4,35 PSI an, also passender Druck.
Hier noch ein Foto von der neuen Schnittstelle zwischen Aeroquipgummischlauch und Dash6 Stahlflex in der Kraftstoffleitung:
Es bleibt nun noch, die vorderen Reifen, nach fünf Stunden Fahrbetrieb, gegen neue zu tauschen. Aktuell ist dort nur noch slick-alike zu sehen
Ein Wochenende ohne Schrauben, aber mit viiiiel Fahren. In Meppen standen insgesamt acht stints an, je zwanzig Minuten lang. Es gab solche Szenen …
… und solche:
Ich finde, dass die Fotos eine gewisse, wenn auch steigerungsfähige Dynamik erahnen lassen. Die Wahrheit ist eine Andere, Grenzwertüberschreitungen immer in Sichtweite.
Heute waren wieder zwei Kraftfahrzeuge parallel in der Bearbeitung, eines gewollt, das andere nicht, aber abseh- und unabwendbar.
Der Reihe nach: um den Falcon für die beiden Trackdays am kommenden Wochenende startkar zu machen, stand erst einmal eine Wagenwäsche statt. Auf Fotos habe ich aus naheliegenden Gründen verzichtet. Die Wäsche hatte auch den Grund, die Oberflächen von Dach und Motorhaube für die Beklebung mit den restlichen silberfarbenen Streifen zu reinigen, und später mit Isopropanol behandelt richtig sauber zu haben. N hatte die gewagte Idee, die zu beklebenden Oberflächen mit Seifenlauge zu fluten, und dann die Klebestreifen quasi schwimmend zu applizieren. Ich bin grundsätzlich positiv und Neuem gegenüber offen eingestellt, also warum nicht.
Das Aufkleben ist tatsächlich ein Kinderspiel gewesen, und das Ergebnis ist sehenswert:
Zur Applizierung der Dachstreifen haben wir ein kleines Gerüst gebaut, für die Zwecke ausreichend, und sicher den berufsgenossenschaftlichen Vorgaben folgend und deren Überpüfung standhaltend:
Eine echte dreidimensionale Anwendung wartete vorne an der Motorhaube, die N jedoch punktgenau gemeistert hat:
Am Wagenheck habe ich die Streifen um die Regenleuchte herum freigeschnitten:
Für Laienanwender ein sehr zufriedenstellendes Ergebnis 💪.
Dann war da noch der Wasseraustritt am Wasserkühler des GT40. B hatte umfangreiches Gerät an den Start gebracht, um Über- und Unterdruck im Wasserkreislauf zu erzeugen:
Als Ergebnis lässt sich feststellen, dass der verd…. Kühler schon wieder undicht ist, und jetzt gegen eine Maßanfertigung „Made closeby“ ersetzt werden wird.
Die notdürftig geflickte Variante hat zumindest den Weg zurück zum Wohnort ohne Undichtigkeit überstanden – mal sehen, wie der Eindruck morgen in der Früh ist, und Hut ab der Kombination aus Flüssigmetall und Panzerband, wirklich bemerkenswert.
Final am heutigen build day ist dann noch, aus Erfahrung, diese Sammlung von Schrauben, Muttern und Scheiben entstanden, metrisch und zöllig, UNF und UNC, die track day Grundausstattung werden werden:
Der Grund ist immer der Gleiche: Ersatzteile, die man/frau dabei hat, werden garantiert nicht benötigt.
Zurück zuhause, konnte ich die Undichtigkeiten am GT40 noch nicht untersuchen, da die Zuwegung zur Scheune durch Straßenbauarbeiten zumindest erschwert, wenn nicht gar unmöglich war. Ich hoffe auf den kommenden Samstag.
Beim Falcon stand immer noch die Abarbeitung der FIA-Liste mit den Dingen an, die nicht periodenspezifisch sind, oder sein sollen. Die Vorderachse samt Vollstabilisator und Shocks ist montiert:
Hoffentlich eine Baustelle weniger, ich bin zuversichtlich.
Der größere Meckerpunkt lag zweifelsohne im Cockpit, da das Originalteil des Instrumententrägers verbaut sein musste. Erste Vorarbeiten hatte ich ja bereits vorgestellt, hier nun das fast finale Ergebnis nach Montage der Rundinstrumente (darüber das vormals verbaute Blech mit Demontagespuren):
Sogar ein Platz für die Kontrolleuchten (Öldruck, Bremsdruckverteilung) hat sich gefunden, allerdings nicht für den Drehzahlmesser, doch dazu mehr in einer Minute. Nicht vorenthalten möchte ich nämlich eine Impression aus den Montagephase durch B:
Einige wenige Kabel waren zu verlängern, die meisten konnten jedoch mehr oder weniger klaglos weiterbenutzt werden. Glück gehabt.
Zurück zum Drehzahlmesser, dem wohl elementarstem aller Instrumente. Vom Instrumentenhersteller (guess whom) hatte ich ein Aufbaugehäuse erstanden, dass zwar erst nach diversen Umbauarbeiten passte (versteh ich nur teilweise, aber egal), nun jedoch mittels ABA-Schelle befestigt einen prominenten Platz im Cockpit einnimmt:
Das Blau der ABA-Schelle wiederholt sich übrigens stilvoll in der Farbe des Beschleunigungspedals, das Auge fährt ja schließlich auch mit.
Die Kraftstoffdruckanzeige musste ich etwas outsourcen, aber das ist ja auch im Arbeitsleben en vogue, also warum nicht auch im Falcon?
Die ultimative Hoffnung ist, dass dies nun die Herren der FIA gnädig stimmt, da ich mich unmissverständlich bemüht habe, stets sogar.