Build log, 27.03.21

Nachdem ich die Ansaugtrichter für die Bremsenbelüftung nochmals an den Falcon angebaut hatte, war klar, dass diese zu hoch angebracht waren, oder anders ausgedrückt, dass ich die Aluminiumkonstruktion nicht lang genug gebaut habe. Also alles zurück auf Start, und nach dem Start ist nahe dem Ziel, hier zu sehen:

Wer den gestrigen log mit dem heutigen vergleicht, erkennt sogleich zu Verlängerung um fünfzig (50) Millimeter, die nun für ungehinderten Luftstrom zur Scheibenbremse führen wird, vermutlich.

Da die Luftansaugtrichter trotz bester Statik noch immer stark schwingen können, habe ich für eine Verbindung zum Längsträger gesorgt, mit einem dreifach (!) gebogenem Verbindungsblech, hier die rechte Seite:

Flugs auf die linke Fahrzeugseite kopiert, entstand wieder ein Gleichgewichtszustand, nach dem ja bekanntermaßen alle streben:

Da nun die Auslässe der Trichter die beschleunigte Luft noch nicht direkt zur Scheibenbremse führen können, bietet dieser Schlauch die Lösung:

Das wird später mit Schellen und Keder ordnungsgemäß befestigt, und vortrefflich funktionieren.

Doch genug mit Geschichten vom Vorderwagen, da auch am Hinterwagen (wird das im Volksmund nicht irreführend und inkonsequent mit „Heck“ benannt?) Abschleppösen zu montieren waren. Das Internetorakel brachte verschiedene Möglichkeiten zum Vorschein, und ich habe mich für die direkte Methode entschieden, da die Unterkante des Längsträgers hinten interessanterweise fast mittig durch den Stoßfänger verläuft:

Das mag zwar etwas unkonventionell aussehen, aber moderne Fahrzeuge haben ja mittlerweile eine ähnliche Höhenanordnung der Abschleppösen, mittig in der Stoßstange (zum Glück ist meine Lösung dauerhaft sichtbar und nicht hinter hässlichen Plastikblenden versteckt).

Die Kraftstoffpumpen und der Druckregler waren auch noch zu befestigen, möglichst tief und nahe am Tank, entkoppelt durch Schwingmetalle, nicht sichtbar, voila:

Leider ist von diesem Blickfang im Betrieb insgesamt nicht mehr viel zu sehen, und die restlichen Einsichtmöglichkeiten, die durch die Durchbrüche in der Hutablage noch bestanden, habe ich mit Leichtbaualuminium verschlossen:

Ob diese Bleche wirklich notwendig sind, weiss ich nicht genau, aber eine qualifizierte Antwort finde ich derzeit auch nicht.

Später mehr Qualifiziertes, oder was ich dafür halte 😉,

Udo

Build log, 26.03.21

Um die Kupplungsbetätigung (wir erinnern uns) nun an den Start zu bringen, ist dieses Tätigkeitspaket für den Tagesanfang vorgesehen gewesen, sicher ist sicher. Die vermutlich schon in den sechziger Jahren altertümliche Gestängekonstrukton habe ich gegen Winkelgelenke ersetzt, hier die spätere Anbindung für das Pedal:

Am Pedal selbst sieht das Gegenstück so aus:

Die Verbindung wird mit einer M10-Gewindestange erfolgen, so das da weder etwas anbrennt (sprichwörtlich) noch verbiegt (tatsächlich).

Die Montage des Schmiernippels an das Verbindungsrohr der Kupplungsbetätigung, der offenbar erst später als 1964 zum Standard gehörte, und folgerichtig im Falcon nicht verbaut ist, habe ich vergessen, aber der Job läuft ja nicht weg (und jemand anderes wird es auch nicht machen, nehme ich an).

Ganz früh morgens habe ich R einen Besuch abgestattet, da er die kosmetischen Stoßstangen geglättet und lackiert hatte. Topografisch und farblich ist das sehr gut geworden, siehe hier:

Auf dem Foto wirkt der Falcon zugegebenermaßen etwas schneepflugartig, aber das verwächst sich, wenn erst einmal front fender und Kühlergrill angebaut sind, hoffe ich, inständig.

Die Stoßfänger vorn und hinten habe ich aus zwei Gründen montiert: 1. um die Bremsenbelüftung anzubauen und 2. um die Abschleppösen zu montieren.

Job 1 stellte sich im Zeitraffer so dar:

Die Blechkonstruktion ist mit dem Falcon zu verschrauben, wobei ich denke, dass eine weitere Befestigung zur Verhinderung ausufernder Schwingungen notwendig wird. Ich habe diesen Sachverhalt erst einmal sacken lassen, um die sprichwörtliche Nacht darüber zu schlafen.

Last not least ist die Befestigung der Abschleppöse vorn passiert. Zwei Fotos lassen wieder einmal Rennluft schnuppern:

Die Anbringung der hinteren Öse habe ich erst einmal aufgrund akuter Einfallslosigkeit auf später verschoben, da ich vor Arbeitsbeginn erst das Orakel im Internet befragen muss.

Später mehr Sagen und Sagenhaftes,

Udo

Build log, 19.03.21

Was ich im letzten build log nicht mehr erwähnt habe, waren und sind die Konsequenzen, die sich für die Stoßdämpfer vorn aus der Tieferlegung ergeben, nämlich dass die Dämpfer zu lang sind bzw. dass ihnen zu wenig Weg zur Verfügung steht. Da das Verkürzen des Dämpfers keine Option ist, fiel die Wahl auf die Verlängerung des Weges. Dazu gibt es im Internet Rohrstücke zu kaufen, die nach Ablängen und Verschweissen auf die Dämpferaufnahme dieses Ergebnis liefern:

Diese Art der Wegverlängerung ist natürlich nicht meine Idee, aber streng nach dem Motto „warum Nachdenken, wenn im Internet steht, wie es geht“, habe ich mir best practise von Anderen abgeschaut. Der Zweck und die Mittel und die Heiligkeit, da war ja etwas in der Richtung.

Erfreulicherweise war die Anprobe im Falcon ebenfalls ein voller Erfolg …

… so dass weitere Jobs von der to-do-Liste entfernt werden konnten, wie zum Beispiel die Verriegelung der Kofferraum- oder besser Tankraumhaube:

Das ist optisch und funktional wirklich Endstufe, schnell schon im Stand. Durch die quasi-diagonale Anordnung kann eine Zerlegung des Kraftvektors, der zwischen den beiden Befestigungspunkten wirkt, in eine vertikale (Haube öffnet sich nicht) und eine horizontale Richtung (Haube verschiebt sich nicht nicht nach links oder rechts) erreicht werden. Ein Traum in Blech und Glasfaser.

Nach soviel Licht gab es auch ein wenig Halbschatten zu vermelden. Die Kupplungsbetätigung wird mit den vorhandenen Teilen nicht funktionieren, aber mit ein paar kleineren Umbauten dann doch. Zu dieser Baustelle habe ich aus gegebenem Anlass keine Fotos am Start, welch weise Entscheidung.

Später mehr Baustellen, und Entscheidungen,

Udo

Build log, 13.03.21

GfK und Spachteln und Schleifen – so ging es heute los, und in den Trocknungspausen habe ich dann etwas Anderes gemacht.

Die Abdeckung des Schaltmechanismus, mittlerweile getrocknet, musste erst einmal zugeschnitten werden:

Nach dem Zuschnitt ist vor dem Spachteln …

… und nach dem Spiel ist vor dem Spiel und nach dem Spachteln ist vor dem Schleifen, alles irgendwie verwirrend und mit dem Kommenden zusammenhängend, …

… aber nach dem Schleifen ist es irgendwann auch fertig:

Die Spaltmaße zwischen Abdeckung und Tunnel sind Toyota, soviel ist mal sicher.

Was sonst noch geschah: der Falcon liegt nach Kürzen der vorderen Federn waagerecht und tiefer, und sieht schon einmal sehr viel schneller aus als zuvor:

Hier zwei Impressionen auf dem Weg dahin:

Ausserdem ist noch die Bremsenbelüftung fertiggestellt:

Details dazu später.

Und dann war da noch das mit Flüssigmetall behandelte Profil aus Aluminium, das die hinteren Seitenscheiben aufnehmen wird:

Nach Behandlung mit 40er Schleifpapier sahen beide Seiten glatt aus wie, na was wohl?

Später mehr Andeutungen, allsamt regelkonform,

Udo

Build log, 06.03.21

Dieses Mal gibt es viele Fotos und atemberaubende Fortschritte, soviel schon einmal zum Einstieg.

Alles begann in unbequem kniender Haltung, dort, wo sich der Fahrersitz später befinden wird, da es galt, einen Teil des Tunnels zu entfernen und gegen eine neue Abdeckung zu ersetzen. Käfig und Sitzquerträger erwiesen sich erwartungsgemäß bei Ein- und Ausstieg, aber auch während des Verweilens im Fahrzeug, als ausgesprochen störend. Nach dem „Heraus“ folgte das „Herein“ der neuen Abdeckung, erstellt auf Basis einer der beliebten Pappschablonen. Vor dem Schweissen dieses Bild …

… und hier der Zustand danach:

Das zweite Bild wirkt optisch eventuell weniger ansprechend als das erste, aber die Nacharbeit und das Verspachteln der Schweissnähte und -punkte liegt noch in der Zukunft.

Natürlich fehlt nun noch die Abdeckung für den Schaltmechanismus – der schön gearbeitete Roltek-Apparat wird im Fahrbetrieb unsichtbar sein 😞. Erwartungsgemäß passte das Ausgangsmodell aus GfK nicht mehr, und musste etwas nachgearbeitet werden. Am Anfang habe ich alles weggeschnitten, was nicht gebraucht wird …

… und mich iterativ der gewünschten Form angenähert, bis ich dann einen neuen, umlaufenden Flansch anmodellieren konnte:

Die Aluminiumfolie dient als Trennfolie und wird nach Ende der Laminierarbeiten wieder entfernt, selbstredend.

Temperaturen, wie sie im März üblich sind, führen zu einer ausserordentlich langsamen Trocknung, aber ich kann mir die Jahreszeit halt nicht aussuchen. Auswählen konnte ich mir aber das nächste Betätigungsfeld, nämlich die Montage des Batteriehalters. Nach intensivem Studium von Anhang K und J des FIA-Regelements ist klar, dass die Batterie im Motorraum verbleiben muss. Da ein Teil der ursprünglichen Batteriebehausung durch den Ölkühler belegt ist, habe ich mich zu dieser etwas schrägen Anordnung durchgerungen:

Die geringe Biegesteifig- und -festigkeit dieser Konstruktion verlangt nach weiteren Maßnahmen, voila:

Ein bis dahin nichtsnütziger Rohrabschnitt bekommt durch Mutter auf der einen und Schraube auf der anderen Seite doch noch eine tragende Rolle, in jeder Hinsicht:

Das macht auf mich einen stabilen Eindruck, und halbwegs leicht ist es auch noch, wo doch ein Rohr die Leichtbauversion des Rundstahles ist 😉.

Später mehr Weisheiten, die später nochmal hilfreich sein können,

Udo

Build log, 27.02.21

Nach ausgiebiger Inspektion des Antriebsstranges mit besonderer Würdigung der Kollisionsgefahr mit der Karosserie war leicht erkennbar, dass mindestens der nachfolgend gekennzeichnete Bereich des Tunnels zu entfernen wäre:

Zur Erfolgskontrolle habe ich den Falcon dann auf die Bühne gefahren …

… und das Getriebe mit gleichnamiger Abstützung abgestützt (!), da der Originalgetriebehalter entfernt werden musste, und ein neuer zu erstellen war, hier der erste Entwurf:

Um Freiheit, das höchste Gut, zu erreichen, ist dann dieser Beschnitt entstanden:

Die Verschraubung durch den Längsträger benötigte innenliegende Hülsen:

Die Schrauben, die zur Verschraubung mit dem Getriebe verwendet werden sollten, habe ich durch einen Freiwilligen, der zufällig anwesend war, um zwei Millimeter herunterdrehen lassen, damit diese kollisionsfrei funktionieren würden.

Alle Schrauben und Hülsen am Start:

Die Schaltung in Montagelage passt nach weiterer Optimierung ebenfalls:

Ein voller Erfolgstag, mit gemischtem Ausblick auf die folgenden Bautage: die Tunnelverblechung ist neu zu erstellen, und die Laminierung der Schalthebelabdeckung aus GFK ebenfalls.

Zum Schluss musste noch noch ein anderes Fahrzeug behandelt werden, am Ende wurde alles gut:

Später mehr vom Gutshof,

Udo

Build log, 26.02.21

Die allermeiste Zeit ist heute zur Anbringung des Schaltmechanismus an das Borg-Warner T-10 aufgewendet worden. Das Schaltgestänge, Teil des Schaltmechanismus insgesamt, besteht aus drei Gestängen und der Lagerung und Führung des Schalthebels, vereinfacht dargestellt. Die Herausforderung bestand nur darin, dass ich über keine Adapterplatte zwischen Getriebe und Mechanismus verfügte (genauer: die mitgelieferte Variante passt nicht), und somit – kleinteilig gedacht – unendlich viele Möglichkeiten der Verbindung bestanden. Die erste habe ich leider unrichtig gebaut, aber schon die zweite passte (soviel zum Thema Wahrscheinlichkeitsrechnung, heute ja öffentlich viel und falsch diskutiert).

Variante zwei ist hier von der linken Seite abgebildet …

… und hier von der anderen, vermutlich rechten:

Das Aluminiumblech mache ich demnächst noch hübsch, auch wenn es niemand später mehr sehen wird.

289er Block, Glocke und Getriebe verschraubt (letzteres muss ich nochmal zu G tragen, da das Schalten nur teilweise funktioniert), und in den Falcon eingebaut, war es das für heute:

Positiv ist noch zu vermerken, dass die Monsterölwanne (siehe oben) perfekt mit dem Stabilisator und dem Lenkgestänge harmoniert, und das ist, so finde ich, doch auch schon mal etwas sehr sehr Schönes und Anzustrebendes.

Als nächstes ist dann der Tunnel aufzuschneiden, um eine passable Position der Schaltungsabdeckung zu finden, und diese dann auch noch zu bauen. Eines steht schon fest: Die ursprüngliche Lage ist es nicht, und die hingebungsvoll modellierte Variante des Abdeckbleches aus 2020 ist leider obsolet.

Später mehr Dinge, von denen heute niemand weiss, ob sie obsolet sind, oder zumindest teilweise brauchbar,

Udo

Build log, 20.02.21

Zunächst war der Motorblock samt Glocke und Getriebe für den Einbau vorgesehen. Wer das Vorsehen hat, bekommt machmal auch das Nachsehen, nämlich dann, wenn alle Teile nicht zusammen harmonieren. Hier nun eine kurze Chronologie:

Seltsamerweise liess sich das Getriebelager des Toploaders, Bild oben, an das T10 anschrauben, solch Erfolg. Dann habe ich den Antriebsstrang per Motorkran in den Falcon montiert, samt selbst gebauter Motorlager:

Hier noch eine Ansicht:

Leider passen nun zwei Dinge nicht. 1. Das Getriebelager. Es ist etwa 20 Millimeter zu kurz. 2. Die Schaltung. Sie kollidiert mit dem Tunnel. Das sind alles Details, die sich lösen lassen werden, irgendwie.

Um noch doch noch Erfolgserlebnisse zu haben, waren 400 Volt am Schweissgerät gefragt, um fünf Millimeter dicken Stahl zu verbinden. Das geht ganz gut, sieht man hier:

Jetzt nur noch pulverbeschichten, und fertig.

Um wieder Blecharbeiten durchführen zu können (my Favourite Thing), habe ich mich noch mit der Bremsenbelüftung beschäftigt, die ja nach Anhang K zulässig ist. Dazu wird der Luftstrom durch eine Ansaugung (noch nicht montiert) durch einen Schlauch (noch nicht befestigt) über einen Halter (montiert) auf die Bremsscheibe geleitet. Hier das Prinzipbild …

… und hier das Halteblech, später per Schlauchschelle statt Kabelbinder am Radträger und Mutter an der Radträgerschraube befestigt, zu erkennen:

Super stabil, und sicher rennsportgeeignet.

Später mehr Optimismus,

Udo

Build log, 19.02.21

Mit dem „fertig geschliffen“ der Zylinderköpfe schwang nun leider sehr viel Optimismus mit, und G hat mir die neue Aufgabe gegeben, die Ansaugseite noch weiter zu bearbeiten (es ist, wie es ist: wie soll man gut ausatmen, wenn das Einatmen behindert wird?). Den Gradschleifer ausgepackt und bedient, und im folgenden Bild erkennbar das Arbeitsergebnis:

Der hintere Kopf ist nun wirklich fertig, die Öffnung vorne rechts auch, die vordere linke bald.

Am Nachmittag kam dann der Käfigbauer mit dem Falcon vorbei, Auftrag ausgeführt:

Von oben nach unten: Blick von A-Säule links / Sitzquerträger / Blick von C- (oder B-?) Säule links nach vorn. Jede Impression ein Traum in Rohr.

Mein Tagesende bestand in der Vorbereitung für den Tagesanfang morgen, sozusagen Hand-in-Hand, ist hier ersichtlich:

Motorblock, Glocke und T10 verschraubt, wartend auf den Einbau, und verwandte Überraschungen, die sich dabei ergeben werden.

Später mehr „sich Ergebendes“,

Udo

Build log, 13.02.21

Da meine heutige Tätigkeit aus dem „portern“ der Zylinderköpfe bestand, da ich die Freigabe G‘s natürlich knapp verfehlt hatte, schmücke ich mich lieber mit den sprichwörtlichen fremden Federn, beispielsweise in Form des Arbeitsstandes beim Überrollkäfig (safety cage klingt irgendwie besser und weniger furchteinflößend). Die einzelnen Rohre sind mittlerweile gesägt, gebogen und endenbearbeitet, teilweise sogar schon geheftet und einige ausgeschweisst.

Mein Besuch beim Käfigbauer galt der Anprobe, um zu sehen, ob die Sitzbefestigung passend sei. Das lässt sich bestätigen, und hier gibt es einige beeindruckende Impressionen:

Die im Fond noch herumliegenden Rohre werden später die Verstärkungen in den Türen werden, bald.

Doch zurück zu meinem Tageswerk: beide Zylinderköpfe sind nun fertig geschliffen, der eine so gut, das es einen direkten Zugang zwischen Wasserkanal und Auslasskanal gibt 😟😬🤪. Das betroffene Teil habe ich bei B abgeladen, der jemanden kennt, der Laserschweissen kann. Vielleicht klappt‘s, vielleicht nicht. Casino Royal.

Später mehr suspense,

Udo