Eigentlich, ja eigentlich wollte ich die frisch geprimerten Radkästen (das klingt nach Sprachverrohung und ist es vermutlich auch) mit Dichtmasse behandeln, um diese Baustelle abzuschliessen. Tatsächlich habe ich mir ebendiese noch ein paar Tage erhalten, indem ich etwas anderes gemacht habe. Gut, oder?
Da der Falcon Anfang Januar zum Käfigbauer gehen und dafür auf eigenen Rädern stehen soll, bekam das Thema Fahrwerk eine ganz neue, ungeahnte Dynamik, der ich mich nicht entziehen konnte.
Die gute Nachricht zuvorderst: die unteren Querlenker lassen sich ohne größere Überredungskünste verschrauben, und die Anbindung an den Tie Rod (die schräg nach vorn verlaufende Strebe, die ich einfach so nenne) scheint ebenfalls zu passen. Leider setzt sich dieser Lauf der Reibungslosigkeiten beim oberen Querlenker nicht ungestört fort: durch den Shelby Drop kollidiert der Lenker mit der Karosserie, auf dem Beipackzettel ist nebulös von „adjustments, if necessary“ die Rede. Umgesetzt in Hardware bedeutet es, dass die Lenker einzukürzen sind, und das nicht zu knapp:

Das linke Teil hat diese Modifikation schon erfahren, das rechte noch nicht. Leider fiel dieser Optimierung ein Stück der seitlichen Flansche zum Opfer, die ich demnächst irgendwie wieder anmodellieren werde, damit die Lenker dort einlenken, wo sie sollen, und nicht an der frisch erstandenen, schwächsten Stelle.
Weiter ging es mit der Pedallerie, die neben optischen auch funktionalen Problemen gegenüberstand. Die Sachlage mitten in der Arbeit sah dann so aus:

Mittlerweile ist alles demontiert und kann im nächsten Schritt entrostet und lackiert werden. Ich sammle noch weitere Teile, damit die Fahrt zum Lackierer lohnend wird.
In der gleichen Kategorie findet sich auch das Motorlager wieder: demontiert und in die Kiste gepackt:

Hier ein überraschendes Detail, das bei dieser archäologischen Arbeit zutage trat. Bei einigen Schrauben liegt mittlerweile wieder eine gewindearme bzw. -freie Bolzenform vor, und trotzdem halten die Muttern (fallen zumindest nicht durch Erdanziehung auf den Boden):

Im Anschluss ist dann das Lenkgetriebe modifiziert worden, da die im Falcon verbauten Lenkungsteile erstens verschlissen und zweitens außerordentlich dicker und schwerer als die angeblich baugleichen Mustangteile daherkommen (letztere möchte ich bevorzugt verbauen):

Der gezeigte Pitman-Arm, hier noch Falcon, ist mit Hilfe B‘s auf Mustang umgebaut, und der zugehörige Idler-Arm ist im direkten Vergleich untenstehend:

Links die Falconvariante, und rechts das fast schon zerbrechlich und filigran anmutende Teil aus dem Mustang. Erfreulicherweise lassen sich beide Teile am Rahmen verschrauben, trotz deutlicher Unterschiede in der Geometrie. Entweder hat dort jemand in den Sechzigern mitgedacht, oder es ist purer Zufall 🤔. Wie dem auch sei, den positiven Effekt nehme ich gerne mit.
Später mehr positiv Effektvolles,
Udo




































