Build log, 06.10.18

Gelernt habe ich gestern, dass sich der motorseitige Anschluss für den Öldruckgeber vor dem Ölfilter befindet, und das dafür eine konische Halbzollrohrgewindeverschraubung notwendig ist, die leider nicht verfügbar war. N will sich des Themas annehmen.

Um Dinge zu tun, die ich unter Kontrolle habe, ging es dann mit dem Spachteln und Schleifen hinten links am rear clip weiter – aus unerfindlichen Gründen lag hier ja eine Unsymmetrie zur rechten Seite vor, der ich mit Auflaminieren zu Leibe gerückt bin, und nun stand die dazugehörige Spachtelarbeit an.

Während der Faserspachtel trocknete, habe ich mich an das Verlegen des Gaszuges gemacht, der teilweise durch den Fahrzeuginnenraum verläuft:

Der gesamte Zug ist fast 3m lang, und dies wird für ausreichend Reibung im System führen (Training für das rechte Bein 😉).

Da es mit dem Leitungsverlegen gerade rund lief, habe ich das Starterkabel vom Anlasser zur Batterie ebenfalls noch eingebaut. Die Feinarbeiten hat B dann vervollständigt, und energieseitig wären wichtige Voraussetzungen für einen Motorstart damit nun erfüllt:

Getriebeöl ist auch noch aufgefüllt worden, geruchsseitig wie immer eine Herausforderung (mein frisch erstandener Trichter mit flexiblem Stutzen hat sich dabei erstmalig bewährt).

Und dann war da noch der doppelte Hinweis aus gt40s.com, den Drosselklappenpositionssensor (english TPS, klingt irgendwie griffiger) vor dem Hitzetot zu bewahren, da er sich nur ca. 60mm von einem der Krümmerrohre entfernt befindet. Da man ja nicht jede Erfahrung selbst machen muss, habe ich ein Hitzschutzblech mit Abstützung und wärmereflektierender Klebefolie (mal sehen, ob der Klebstoff hält) gebaut und an Motor und Einspritzanlage befestigt:

Ein Basteltraum, wie ich finde 😏. Das zugehörige Kabel hat dann auch noch gleich eine Isolierung erfahren (im Bild waagerecht verlaufend erkennbar), sicher ist sicher.

Später mehr,

Udo

Build log, 22.09.18

Im Internet bin ich fündig geworden, und habe einen Adapter für den Öltemperatursensor gefunden. Eingebaut, und passt! Irgendwie seltsam.

Dann stand die Anpassung der linken hinteren Seite des rear clips an, hier die aktuelle Trocknungslage:

Dass muss nun erst mal trocknen, es sind zwei Wochen lang Zeit.

Dann habe ich noch die Bremsbeläge montiert, so richtig racing:

Einfach eine Schraube lösen, die Beläge einschieben, Schraube montieren, und race!!! Auf der Verpackung steht das, und es ist zu ignorieren:

Dann habe ich die Entlüftungsschläuche noch mit heat shield ummantelt:

Der Ölpeilstab ist derzeit nur in der Ölwanne eingeschraubt, und schwingt im Fahrbetrieb fröhlich hin und her. Deswegen habe ich diesen Halter gebaut …

… der Abgasflansch 7 mit dem Peilrohr verbindet, und schädliche Vibrationen mildert, hier in Einbaulage:

Schließlich stand, während B wieder Kabelarbeiten verrichtete, noch die Fixierung des Gasbowdenzuges an, um zu verhindern, dass dieser am Abgasrohr schmilzt:

Bald, bald kann der Motor erstmalige laufen. Und bald, bald, ist Advent 🎅.

Später mehr,

Udo

Build log, 15.09.18

Der Tag begann arbeitstechnisch erst um 12 Uhr, nur als Ausrede für die dieswöchentliche Ausbeute. Aber trotzdem war der Bautag nicht so schlecht. B hat sich an verschiedenen Kabeln zu schaffen gemacht, und parallel habe ich mich an den Anschluss der Öl- und Temperaturanzeigen an den Motor gemacht. Die mechanischen Instrumente sind durch empfindliche Leitungen mit den Gebern verbunden, und Knicken heisst vermutlich Neukauf (neinnein, nicht der Lebensmittelladen). Also galt es, chirurgische Sorgfalt walten zu lassen, im Rahmen des mir Möglichen. Hier eine Momentaufnahme der Cockpitrückseite mit den beiden spiralförmig ummantelten Leitungen:

Links unten sind die mit Kabelbinder am Cockpit befestigten Leitungen erkennbar, die hinter dem rechten Tank zum Motor geführt sind (wie geschrieben, mit höchster Vorsicht verlegt). Der Anschluss an der Wasserpumpe passte komischerweise, hier die Verbaulage:

Das Gewinde im Motor, in das der Sensor der Öltemperaturanzeige eingeschraubt werden soll, passt dafür nicht. Also gehe ich morgen mal ins Internet und schaue, ob ich ein passendes Adapter finde …

Schliesslich ist der Gaszug noch mit Hitzschutzschlauch versehen worden (bis 2.000 Grad C, aber da wäre der Auspuff längst flüssig), und das Kabel zur Lambdasonde habe ich mit dem Hitzeschutz auch noch umwickelt:

Für nächste Woche gibt es noch genug zu tun – wie gut, dass es nicht langweilig wird.

Später mehr,

Udo

Build log, 08.09.18

Der zweiteilige Plan zur Fertigstellung der Abgasanlage, den ich im letzten build log vorgestellt habe, hat exakt zur Hälfte funktioniert (zur anderen folglich nicht): Sammler und Schalldämpfer sind verschweisst, die Geschichte mit der Deko-WIG-Naht erwies sich – auch nach Anhörung diverser WIG-Schweißexperten – leider eher als Wunschdenken. In den kommenden Wochen habe ich genügend Zeit, das Thema „ansehnliche Krümmeroberfläche“ zu vertiefen, denn gestern stand der Wiedereinbau in den GT40 an (nachdem ich nochmal drei Stunden mit Schweissen und Schleifen zugebracht hatte 😒). Hier der Baustand noch ohne Schalldämpfer:

Für mich völlig überraschend hatte die ganze Schweisserei an den Rohren in dieser Montagephase zu kaum erkennbaren Wärmeverzügen geführt, und nach Anschrauben der Krümmerrohre konnte ich die 4-in1-Sammler mit sanfter Gewalt ebenfalls montieren. Nun ja, ein gewisser Schweissverzug war dann aber doch zu beobachten, der erkennbar wurde, als die Schalldämpfer mittels V-Bandschellen an die Sammler montiert werden sollten: der Schalldämpfer wohnt jetzt in einer um 10mm abgesenkten Position, was der Sache ingesamt jedoch eher zuträglich ist 😁. Hier die fast finale Einbaulage (wie erwähnt fehlt noch die Oberflächenbehandlung und die Lackierung meines Leichtbauschalldämpferhalters):

Schön, oder? Die Lambdasonde ich auch schon verschraubt, allerdings muss B da nochmal zum Thema „Kabellänge“ ran, denn die Sonde wäre diesbezüglich auch einen halben Meter hinter dem Fahrzeug montierbar …

Schliesslich fand noch die vorläufige Verlegung der acht Zündkabel statt, die ungewöhnlicherweise oberhalb der Ventildeckel erfolgen wird, mit dem Vorteil, dass ich keine neuen Kabel kaufen oder bauen muss. Die Kabel sind professionell in zwei blauen Ford Racing Kabelhaltern geführt, garantiert stilsicher 😉😉😉:

Später mehr,

Udo

Build log, 01.09.18

Heute gibt es tatsächlich wieder Erfreuliches zu berichten. Der Cobramotor ist nach sonntäglicher Ausfahrt bis auf Weiteres dicht, und F hat während der Woche das Schweissgerät repariert, so dass ich an den Abgasrohren des GT40 weiterwerkeln konnte. Zunächst war der nun richtige Anschluss der Lambdasonde an der Reihe, und dann habe ich mich Rohr für Rohr vorgearbeitet, und hatte gegen 5 Uhr alles soweit geschweisst und geschliffen, wie ich es mit meinen Mitteln eben hinkriege:

Die ganze Sammlung liegt nun neben den Schalldämpfern im Kofferraum meines Autos, und der Plan ist, die Abgasteile am Montag zum Fachbetrieb zu tragen, damit der a) die Schalldämpferverbindung zum 4-in-1-Sammler schweisst und b) die Abgasrohre mit einer optischen tiptop-WIG-Naht versieht, so dass ich hoffentlich zeitnah die gesamte Anlage wieder einbauen kann.

Die Oberflächenbehandlung der Rohre mache ich erst dann, wenn der Wiedereinbau tatsächlich funktioniert hat – irgendwie sehe ich da nicht alles wirklich glatt verlaufen 🤔.

Später mehr,

Udo

Build log, 25.08.18

Eigentlich wollte ich heute gar keinen build log schreiben, aber da am Sonntag um 12 Uhr schon drei Besucher dort waren, habe ich mich umbesonnen. Der Grund dafür, nichts zu schreiben, liegt in dem gestrig unterirdischen Arbeitstag: zwei Abgasrohre (von acht 😕) waren fertiggestellt, als B kam, um die Zündung der Cobra zu justieren. Das Ganze hat zwischen 8 und 10 Anläufe und einige Nerven gekostet, war dann aber irgendwann erledigt. Fahren und damit Dichtigkeitsprüfung geht wegen gestrigen Starkregens erst heute.

Als ich dann mit dem dritten GT40 Abgasrohr weitermachen wollte, ist das Schweissgerät abgeraucht. Ausserdem ist mir klargemacht worden, dass ich den Anschluss der Lambdasonde falsch angebracht habe, und irgendwann kam dann der kleine Hunger, und ich bin nach Hause gefahren. Black Saturday …

Später (Erfreuliches hoffentlich) mehr,

Udo

Build log, 18.08.18

Die gute Nachricht im Nachgang zum letzten build log zuerst: die vier Dichtungen der Ansaugspinne haben sich bei der Montage nicht verschoben 👍🏻👍🏻👍🏻. Die schlechte Meldung ist im Bild untenstehend erkennbar: da die Dichtfläche vorn offenbar mit einem nur sehr geringen Spalt ausgestattet ist …

… hat sich die vordere Korkdichtung zerlegt, und Öl kann und konnte durch das entstandene Scheunentor austreten 😒😒😒. Auch dass die hintere und die beiden seitlichen Dichtungen perfekt saßen, änderte am Gesamtergebnis nichts: alles wieder auf Null, jetzt ohne Korkdichtungen, auf die Dichtkraft von Silikon vertrauend.

Das Ganze soll jetzt erst einmal gut durchhärten, und dann geht’s weiter. Vorerst habe ich beschlossen, keinen neuen Dichtsatz zu kaufen. Das ist echter Optimismus!

Für den Rest des Nachmittages habe ich mich wieder mit der Nacharbeit an den GT40 Krümmerrohren beschäftigt, und ganz langsam reift mein Plan B heran.

Später mehr,

Udo

Build log, 11.08.18

Gestern stand das Bauen am anderen Auto mit V8-Motor an, da die Dichtung der Ansaugspinne der Cobra nach ca. 25.000 Kilometern deutliche Undichtigkeiten aufweist. Also habe ich einen Dichtungssatz erstanden, dazu eine Flasche mit schwarzer Silikondichtmasse. Nach Demontage des Luftfilters und diverser Zuleitungen sowie Ablassen des Kühlwassers stand die penible Reinigung aller Dichtflächen an:

Danach die Dichtungen mit Silikon eingesetzt, und schon stand die Re-Montage der Spinne an:

Die absolute Schwachstelle ist die im linken Bildteil senkrecht geschwungene Dichtfläche, die mit Kork belegt ist, aber so ist diese Konstruktion eben, die in den U.S.A. schon seit Generationen so praktiziert wird. Das Ganze gibt es auf der rechten Seite nochmal, Wahnsinn.

Anschliessend stand es an, die Spinne wieder zu montieren, ohne die vier Dichtungen dabei zu verschieben:

Ob das Ganze funktioniert hat, sehe ich heute bei einer Ausfahrt 🚗🚕🚙🚌.

Zurück zum GT40: ich werde meine Strategie, die Schweissnähte der Krümmerrohre komplett zu verschleifen, aufgeben, und Plan B umsetzen, dessen Inhalt bloss noch entstehen muss 🤔🤔🤔🤔.

Später mehr,

Udo

Build log, 28.07.18

N hatte drei weitere Abgasrohe mitgebracht, und da nicht alle WIG-Nähte aus verschiedenen Gründen Sichtqualität aufweisen, ist die logische Konsequenz, dass die Nähte verputzt werden müssen. Da teilweise ein leichter Nahteinfall vorliegt, ist dieser in einem eher langwierigen Verfahren mittels Aufschweissen, Schleifen, Aufschweissen, etc. (Mathematker nennen das wohl iterieren) zu neutralisieren. Hier ein Eindruck von einer der unzähligen Nähte:

Erkennbar sind die im Schraubstock eingespannten Aluminiumschutzbacken und einer der acht in Behandlung befindlichen Patienten.

Dass das wechselweise Tragen von Schweisshelm und Atemschutzmaske bei lauschigen 28 Grad C besondere Freude bereitet, versteht sich selbstredend.

In der nächsten Woche geht das Spiel dann weiter 😰.

Aufgrund der Gesamtsituation habe ich mich entschlossen, heute nichts im GT40s zu publizieren 🤔.

Später mehr,

Udo

Build log, 21.07.18

Zuerst stand die Behebung der Kollision zwischen Handbremsgestänge und Wasserleitung an. Dazu habe ich mir von Samco einen 90 Grad Reduzierbogen von 45mm auf 38mm besorgt, der am Motorauslass sitzt. Hier die bisherige Verbaulage mit geradem Reduzierstück …

… und nun das Ganze mit 90 Grad Reduzierer:

Kundige Betrachter haben bemerkt, dass auf dem zweiten Bild bereits der Keilriemen schon eingebaut ist. Wieder ein kleiner Meilenstein auf dem Weg zum Fahrbetrieb 🏎🏎🏎.

Nun stand also der Voreinstellung der brembo Handbremse nichts mehr im Weg, und nach einigen Hin und Her bewirkt die Betätigung des unten sichtbaren Bremshebels tatsächlich eine nahezu gleichmäßige Bremswirkung an beiden Rädern der Hinterachse:

Schliesslich hatte ich noch kleinere Restarbeiten am Start: der Schnellverschluss des Kupplungszylinders am Getriebe brauchte noch eine Abstützung, um ein späteres Versagen der Verbindung durch mechanische Dauerbelastung zu unterbinden. Auf das Einbringen von Löchern in den Halter (siehe Bildmitte) aus Gewichtsgründen habe ich in diesem Fall verzichtet:

(Der erkennbare Staub rührt im wesentlichen von zwei parallel arbeitenden Mähdreschern her, die das Roggenfeld mähten, das seit acht Wochen keinen Regen mehr erlebt hat, und das direkt vor der Werkstatt liegt).

Schliesslich war in den Abgasstrang noch der Anschluss für die Lambdasonde einzuschweissen. Der Durchbruch war dann mit Bohrer und Hartmetallfräser irgendwann geschafft und der Gewindeeinsatz schon mal geheftet:

Ich hoffe, in den nächsten Tagen die restlichen, noch beim Verschweissen befindlichen Krümmerrohre wieder in meine Obhut zu bekommen, so dass der Fertigstellung der Abgasanlage nichts mehr im Wege steht.

Und dann noch flugs ein paar Kabel angeschlossen, und einem Motorstart steht in Theorie und Praxis nichts mehr im Weg. Könnte also vor Jahresende noch über die Bühne gehen ☃️☃️☃️.

Später mehr,

Udo