Build log, 14.07.18

Nach dem Besuch in Le Mans am letzten Wochenende war die Motivation selbstredend auf einem Höchststand angelangt, der auch durch vergleichsweise monotone Tätigkeit nur unwesentlich abgemildert wurde: es stand das Nacharbeiten der Schweissnähte an den acht Krümmerrohren an (der allgemeine Trend zu Motoren mit verringerter Zylinderanzahl hätte bei Umsetzung natürlich deutlich weniger Aufwand erfordert, aber es ist, wie es ist). Hier eine Momentaufnahme aus einer Arbeitspause:

Die Hälfte der Rohre habe ich verarbeitet, die restlichen vier sind noch beim WiG-Schweissen bei M, so dass ich mich glücklicherweise anderen Tätigkeiten widmen konnte. Zum Beispiel hatte ich beschlossen, die Leitungen von Steuergerät zur Batterie nun doch nicht durch die Fahrgastzelle, sondern auf meinem links hinter dem Tank angebrachten Modulträger zu verlegen. Hier das Zwischenergebnis:

Das alles muss demnächst noch etwas geordnet, erweitert und mit Kabelbindern befestigt werden, und dann würde die gesamte Pracht hinter dem linken Tank verschwinden.

Eine der weiteren verbleibenden Restarbeiten war die Wiedermontage der Handbremsmimik. Dazu habe ich mich unter das Fahrzeug begeben, und bin auf folgenden Sachverhalt gestoßen (zur besseren Orientierung: links unten im Bild sind meine Spinde erkennbar):

In der Bildmitte sind die beiden 90 Grad Bögen der Wasserleitung erkennbar, und die Kollision der Handbremsleitung mit dem unteren der beiden Bögen. Kein Ding, Rohrleitung verlegen und Freigang schaffen – Murphy hat doch recht.

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Udo

Build log, 30.06.18

Die letzten noch zu ersetzenden Bremsleitungen waren die an der hinteren rechten und an den beiden vorderen Verzögerungseinheiten. Nachdem ich am vorletzten Samstag den Vorderwagen weitestgehend demontiert hatte, gestaltete sich die Zugänglichkeit nun als zumindest annehmbar. Hier die verlegten neuen Leitungen im Vorderwagen:

Da alles so schön zugänglich war, habe ich gleich noch drei Wasserablauflöcher in den Boden unterhalb des Lenkgetriebes gebohrt, damit nach alter Weisheit gilt: das Auto ist nicht dicht – was hineinläuft, läuft auch wieder hinaus 🌧⛈🌨. Als nächstes ist Pedallerie und Verblechung wieder zu montieren, und alles sieht dann aus wie zuvor (hat aber natürlich eine deutliche, wenn auch nur für Eingeweihte erkennbare, Wertsteigerung erfahren).

Erfreulicherweise verspürte B Interessen an Kabelarbeiten, und als Ergebnis ist der Motorkabelbaum größtenteils verlegt und angeschlossen:

Aufgrund der Belichtung (ich hätte die grellgelben Bälle entfernen sollen 😞) sind die Kabel zwar in der Bildmitte nur erahnbar, aber physikalisch anwesend.

Im Innenraum auf der Copilotenseite hatte ich das Holley-Steuergerät ja bereits montiert, und hier ist das gute Stück jetzt mit Kabelage erkennbar:

Ein Strang muss zur Batterie, die im Vorderwagen verbaut ist, also geht die Elektrik entweder durch das Fahrzeug, wie hier angedeutet, oder ich spendiere noch zwei Gummimuffen, und führe das Kabel hinter dem Tank und damit ausserhalb des Fahrgastraumes hindurch – es sind ja zwei Wochen Zeit, das Für und Wider allumfassend gegeneinander abzuwägen:

Der Auspuff kam vom WIG-Schweissen ebenfalls noch an – in den nächsten Wochen stehen dann die erforderlichen Nacharbeiten au der Agenda …

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Udo

Build log, 23.06.18

Es war an der Zeit, die teilweise unsachgemäßen Bördelungen an Brems- und Kupplungsleitungen gegen sachgemäße zu ersetzen. Nachdem ich die erste Wochenhälfte mit mir gerungen habe (Austausch oder doch nicht?), ist die Überzeugung gereift, das mit Bremsen und deren Leitungen nicht zu spaßen ist, ergo: raus mit dem Zeug, das nicht ist, wie es muss 🤛🏼👍🏻👊. Passiert war folgendes: ich hatte alle Leitungen mit dem F-Bördel versehen, allerdings benötigen die Anschlüsse der Flexleitungen E-Bördel, die es im Nachgang herzustellen galt.

Um es nun richtig zu machen, habe ich mich erst einmal im Internet mit richtigem Material und Werkzeug ausgestattet:

Unten in rot der Leitungsschneider für spanfreies Trennen der Leitungen, darüber in blau ein einfaches, aber gut funktionierendes Rohrbiegewerkzeug für drei unterschiedliche Durchmesser, Leitungen mit den Durchmessern 4,75mm (3/16″) und 6,35mm (1/4″), sowie Verbinder (Ziel war es nicht, sämtliche Leitungen auszubauen, und daher mussten also Verbinder her).

Hier ein Stilleben der Kupplungsleitung:

Schön erkennbar ist das Bördelgerät samt Überwurfmutter, und dass die Montage natürlich am Fahrzeug stattfinden musste (bin ich froh, dass Kuniferleitungen verbaut sind, und nicht sperrige Stahlleitungen 😉).

Während die Anschlüsse in Richtung Pedallerie ohne größere Demontagen zu bewältigen waren, zeigte sich die Zugänglichkeit der Leitungen zu den vorderen Bremsen als eher schlecht. Um dieses zu verbessern, kam ich nicht umhin, die Pedallerie und Blechverkleidung zu demontieren:

Das alles wird dann demnächst wieder zusammengebaut, und gibt beim späteren Fahrbetrieb das gute Gefühl, das mit den Bremsen eigentlich alles richtig sein sollte – das könnte den Fahrspaß wirklich erhöhen …

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Udo

Build log, 16.06.18

Habe spät begonnen, und erst einmal Staub gewischt und im Auto aufgeräumt. Es liegen und lagen kleinere Restarbeiten an, so zum Beispiel die Verkleidung der Durchbrüche für die untere Schubstrebe der Hinterachse. Um zu verhindern, dass sämtlicher Strassenschmutz durch die Öffnung gerät, habe ich aus meiner Gummimattenrolle zwei Formstücke ausgeschnitten …

… und die dann am Fahrzeug verbaut:

Ob das so bleibt, weiss ich auch noch nicht, aber im Zweifelsfall ist es rasch wieder demontiert. Den Rest des Arbeitstages habe ich mit den Bremsleitungen verbracht: einige Bördelungen werde ich wohl erneuern müssen, so ein Frust 🤨🤨🤨. Zum Glück ist morgen zwar nicht Berufsschule, aber immerhin Bürotag 🤓.

Im Internet gibt es Bremsleitungen und Verbinder, ein Trost.

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Udo

Build log, 09.06.18

Einen Tag vor meinem Geburtstag (Hinweis) standen diverse Kleinarbeiten an. Die erste betraf den Käfer, da mein Wunsch, die 205/70 R15 Hinterradreifen zu nutzen, beim TÜV nicht auf ungeteilte Freude stiessen. Der Anschlag des Gummipuffers wies einen Abstand zur Felge und zum Reifen von ca. einem Millimeter auf, und der verständige TÜV- Mitarbeiter folge meinem Vorschlag, am Chassis etwas Material zu entfernen:

Danach wieder GT40: um die Kupplung zu betätigen, ist die Funktion des Betätigungszylinders zwingend. Das Anschlussding von Audi musste erst einmal gekürzt und dann mit meinem Bördelwerkzeug in Form gebracht werden, etwa so:

Hier die ganze Klamotte eingebaut, rechts im Bild der Leitungsverbinder:

Vielleicht sind da noch einige Richtarbeiten notwendig, mal sehen, welche Ideen B noch hat.

Übrigens habe ich dann noch den Bowdenzug für die Einspritzung montiert – ohne Probleme, aber die treten wahrscheinlich später zutage.

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Udo

Build log, 02.06.18

Heute standen sogenannte Restarbeiten am dem Plan, die natürlich zur Gesamtfunktion des Fahrzeuges auch erledigt werden möchten, bzw. müssen. Zuerst habe ich die in die leise, aber wahrnehmbare Kritik geratene Halterung der beiden Schalldämpfer einer gewichtstechnischen Optimierung unterworfen. Während das Objekt noch morgens so aussah (ich hatte halbzeugseitig verbaut, was gerade im Regal lag) …

… sah das optimierte Teil schon eher nach einer Art Leichtbau aus:

Ganz gut, oder? Zwar habe ich beide Varianten nicht explizit gewogen, aber „nachher“ fühlte sich deutlichst leichter an als „vorher“, und das zwar Zweck der Übung.

Dann stand die Neuverlegung der Motorentlüftung in den Catchtank an. Der erste Versuche scheiterte ja an der Beinahekollision mit dem Krümmer, und der zweite Versuch hält flexschlauchseitig gebührenden Abstand von den später heissen Abgasrohren:

Da ich Flex, Aeroquippmontagewerkzeug und -verschraubungen schon einmal zur Hand hatte, habe ich noch gleich die Kraftstoffzuführung zur Ringleitung neu verlegt, notwendig wiederum wegen des zu geringen Abstandes zum Krümmer:

Letzte Aktion des Tages (jaja, schon wieder gebummelt) war die Verstärkung der Anbindung des Schaltkulisse. Werksseitig hängt das Ding nur an zwei Schrauben, die in das Beplankungsblech aus Aluminium enden. Da schon im Trockenbetrieb bei Gangwechsel große Deformationen erkennbar waren, habe ich ein Winkelblech gekantet, und es mit Kulisse und Beplankung verschraubt. Jetzt ist die Kulisse stabil am Fahrzeug befestigt, und selbst hektische Gangwechsel werde ich sicher überstehen.

Fraglich bleibt, wann es dazu kommen wird. Wie üblich gilt für zeitliche Prognosen, dass sie schwierig sind, insbesondere, wenn sie sich mit der Zukunft beschäftigen …

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Udo

Build log, 26.05.18

Nachdem im vergangenem build log die Anbringung der Schaltzüge am Getriebe behandelt wurde, stand nun folgerichtig deren Montage am Gangwahlhebel an. Dazu habe ich die Züge erst einmal wieder demontiert, um den Zusammenbau rückenschonend auf der Werkbank vorzunehmen (bekanntlich wird der Mensch ja nicht jünger). Hier das vorläufige Endergebnis:

Vorläufig deswegen, weil die werksseitig vorgesehene Befestigung nur unter extremen Verrenkungen möglich wäre, was ich vermeiden wollte. Nach einiger Zeit dann hier die Sachlage im Fahrzeug, inklusive dem hölzernen, das Fordlogo aufweisenden Schaltknauf:

Die gewählte Bildaufteilung lässt Verbesserungspotential erkennen, aber das Prinzip wird deutlich. Zur Erreichung dieser Situation hatte B noch allerhand Tricks aus der Bastelkiste parat, die in der Gesamtheit den erfreulichen Zustand des Funktionierens zur Folge hatte. Toll!!

Abschliessend war dann am Getriebe noch die Abstützung der Schaltung herzustellen, hier sichtbar:

Als nächstes stehen für die Schaltkulisse (eine streng genommen unpassende Bezeichnung) noch ein paar Versteifungs- und Verstrebungsarbeiten an, um zu verhindern, dass sich der Wahlhebel im späteren Fahrbetrieb vom Fahrzeug löst …

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Udo

Build log, 12.05.18

Um dem Zustand „fahrbereit“ näher zu kommen, stand als nächstes das recht unspektakulär klingende „Anschliessen der Schaltzüge“ auf der Agenda. Begonnen habe ich am Getriebe, und es galt, für den notwendigen Halter eine Position zu finden, in der die Züge einerseits kollisionslos zwischen Getriebe und Rahmen geführt werden, und die andererseits die in den Zügen integrierten Gelenke in der Leerlaufstellung des Getriebes möglichst in Nullstellung verlaufen lassen (neulich behauptete jemand, dass ich zu Schachtelsätzen neige, unverständlicherweise). Diese Position ist dann tatsächlich gefunden worden, nach längeren Diskussionen und Hin und Her sieht diese interessanterweise so aus:

Links im Bild ist das Getriebe mit den Aufnahmen für die Schalldämpferadapterplatte sichtbar, und in der Bildmitte zeigt sich die silbrig daherkommende hintere Halterung mit eingebauten Schaltzügen.

Die Durchbrüche für die Züge in den Fahrgastraum sind ebenfalls schon fertig geworden, und in zwei Wochen müssen dann die Züge nur noch eben mit der Schaltung verbunden werden. Sollte das widerstandslos vonstatten gehen (was ich mir derzeit nicht recht vorstellen kann), dann beginnt der eigentliche Spass an dieser Baustelle erst, nämlich die Schaltung so einzustellen, das sie ihren Dienst auch verrichtet. Bis dahin allerdings liegen noch einige andere Restarbeiten an …

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Udo

Build log, 05.05.18

Letzter Teil des Abgasanlagenbaus: die linke Seite ist verrohrt (merke: nicht verroht), und damit sieht das große Ganze schon fertig aus, ist es aber noch nicht 😒😒😒.

Es fehlt nämlich noch die federgespannte Verbindung zwischen Abgasrohren und -sammlern. Dazu habe ich erst einmal aus geradem drei Millimeter Durchmesser messendem Rundstahl solche Halter gebogen (warum hat der Motor acht Zylinder, und damit die Notwendigkeit, sechszehn der Haltebügel zu bauen, statt bei einem Vierzylinder nur acht machen zu müssen?):

All das war nur noch kurz eben anzuschweissen, kein Ding. Zur Fixierung eignen sich übrigens allerbeste Hochleistungskabelbinder, siehe hier:

Hier das Ganze erstmals verschweisst mit Haltefeder:

Die übrigen Federhalter wollte ich lieber im ausgebauten Zustand verbauen, und deswegen habe ich erst einmal alle Schrauben der Flansche entfernt, und die gesamte Abgasanlage entfernt:

Danach habe ich dann versucht, das Puzzle zu entwirren, und alle Halter für die Spannfedern einzeln zwischen Sammlern und Abgasrohren zu verschweissen. Das hat dann den Rest des Arbeitstages gekostet, aber dann war die Abgasanlage (bis auf das Fertigschweissen) schon fertig. Jetzt kommt der Experte zum Zug, der WIG-Schweissen kann 🕶🕶

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Udo

Build log, 28.04.18

Gestern war ein kurzer Arbeitstag, was mir erst einmal als Ausrede für mangelnden Fortschritt gut zupaß kommt 😉.

Zunächst stand die Fertigstellung der rechten Abgasseite an. Hier war ja nur noch das Vierer zu verlegen, und das war nach einigen Anläufen dann auch geschafft, hier zu sehen:

Gut zu erkennen sind Eins und Vier, die auf der rechten Seite verbleiben, und Zwei und Drei, die filigran in den linken Sammler geführt sind. Mit etwas Schönfärberei würde ich sagen, dass das dem Plan zumindest nahekommt 🏆🏆.

Die linke Hälfte zeigte ja noch zwei unvollendete Verbindungen von Motorblock zu Sammler, von denen eine geschlossen ist, und die andere kurz davor steht:

Das wird beim nächsten Anlauf aber nun ganz, ganz bestimmt fertig, wahrscheinlich …

Wiederum nicht vorenthalten möchte ich auch in diesem build log den Blick durch den rear clip in der Totalen:

Nicht ganz symmetrisch, aber für das erste Mal und bei meinen Fähigkeiten annähernd hinnehmbar. Der geringste Abstand von Abgasrohr zu rear clip liegt nun beim Vierer, aber das sollte mit Wärmematten an der Motorhaube machbar werden.

Nach Fertigstellung werde ich dann mal sehr behutsam beim WIG-Schweissmeister anfragen, was er sich denn so vorstellt …

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Udo