Build log, 09.09.23

Die Minilitefelge, als Ersatz für die in Meppen zu Schaden Gekommene, war überraschend rasch aus dem Vereinigten Königreich geliefert worden. Zusammen mit den Reifen aus Frankreich zum Schnapperpreis habe ich alles zusammen zu M gefahren, damit er unter schwierigen Bedingungen (die Dunlops eiern wie ein Hühnerstall) Felge und Reifen zusammenbringt – es wächst zusammen, was zusammengehört!

Zuvor allerdings stand noch das Entlacken der beiden Letzten der vier neuerworbenen Minilites an, bei 30 Grad C die falsche Tätigkeit, aber es hilft ja nichts. Mit 40er Schmirgelpapier dauerte das ewig, aber glücklicherweise habe ich mich an die alten Schleiftage erinnert, und mich des 36ers bedienen können. Ein Unterschied wie Tag und Nacht, und das 40er kam nochmals zum Einsatz: zum Feinschleifen.

Hier vorher …

… und hier entlackt:

Wer den Unterschied nicht erkennt, sollte einen Besuch beim Optiker erwägen.

Abschliessend Bühnenwechsel, die Aufnahme des Schaltbowdenzuges im GT40 hatte bedauerlicherweise in meiner Abwesenheit niemand für mich gebaut, also habe ich die abgebrochene Tätigkeit wieder aufgenommen.

Das Ding habe ich zunächst geheftet, unzählige Male an- und wieder abgeschraubt, und dann einen Baustand erreicht, den ich B demnächst als Ausgangspunkt vorstellen kann, ohne rot zu werden. Hier das Zwischenergebnis:

Das geübte Auge erkennt in der linken Bildmitte die beiden Bowdenzüge, die eigentlich und später direkt auf die beiden Bohrungen im T- oder flugzeugförmigen Halter enden sollen und werden.

Der Plan wird aufgehen, denn ich kann nicht aufgeben.

Später mehr Tiefsinniges,

Udo

Track log, 26.08.23

Ab ging‘s zum After Work Trackday in Meppen (nicht nur für Beschäftigte, die samstags tätig sind).

Pünktlich zur Fahrerbesprechung setzte mittlerer Landregen ein, der tatsächlich mehr als zwei Stunden anhielt:

Die Sonnenstrahlen täuschen Regenlosigkeit vor, was jedoch eine üble Täuschung war.

Für mich als Regennovizen und gleichzeitig -hasser war der Tag jedoch sehr lehr- und aufschlussreich: langsam und kritisch begonnen, mag ich zumindest mit dem Falcon nichts anderes mehr fahren. Jede Kurve elegant gerutscht, Riesenfahrspaß, und alles ohne Probleme. Noch ein Beweisfoto hier:

Zur erwähnen bleibt noch, dass es zu keinerlei Problemen mit losen Radmuttern kam – Herz, was willste mehr (habe ich schon mal geschrieben, passt aber hier auch wieder).

Später mehr Spaß und Erbauliches,

Udo

Build log, 19.08.23

Der Trailer wurde geliefert, und vor dem ersten Einsatz mussten noch einige Anpassungsarbeiten vorgenommen werden, als da waren: Seilwinde aufrollen, anbringen, positionieren, zusätzliche Augenschrauben montieren, damit die vorhandenen Spanngurte genutzt werden können, und das 100 km/h-Schild anbringen. Ohne letzteres ergibt sich bei dem Viermeterhänger dieses phantastische Bild hier:

Mit Hilfe N‘s habe ich Falcon und Trailer dann in die Scheune bugsiert, für mich als unerfahrener Hängerchauffeur eine echte Herausforderung (oder challenge 🇦🇺🇺🇸🇬🇧).

Nun gab es keine weitere Ausrede mehr, als Nächstes stand der GT40 an. Bevor ich mich an den Neubau der Halterung für die Schaltungsbowdenzüge gemacht habe, konnten die korrodierenden Spannfedern für die Schalldämpfer gegen solche aus Edeleisen ausgetauscht werden:

Sieht aus wie neu, ist es auch 👍🏻.

Die Einzelteile für den besagten Halter habe ich dann noch zugeschnitten und gebohrt, aber das notwendige Schmelzschweissen ging mir bei knappen 30 Grad Celsius und tropischer Luftfeuchtigkeit dann doch ab.

So bleibt für das nächste Mal noch etwas zu tun übrig, über das ich später mehr berichten werden,

Udo

Build log, 29.07.23

Um zumindest eine Fahrzeugbaustelle abzuschließen, habe ich das vermeintlich kürzere Thema gewählt, nämlich den Falcon wieder fahr- und vor allem renntüchtig zu bekommen.

Dazu wurden neue Radbolzen und -muttern geliefert, und Erstere habe ich dann in den Flansch der Steckachse eingepresst:

Die Muttern sind ebenfalls neu, nur mal so zur Information für den geneigten Leser.

Alles wieder um die frisch montierte Trommelbremse eingebaut (im Sitzen auf dem Boden eine Herausforderung für die Wirbelsäule) ergab sich dieses wirklich ansehnliche Ensemble:

Schwarz matt ist die nach wie vor ultimative Lackierung für Felgen.

Nun sind mir auf dem Weg dahin allerhand Missgeschicke passiert. Zunächst war mir entgangen, dass die neuen Radbolzen am Bund einen größeren Durchmesser als die Moserdinger aus den U.S.A. haben, und als Folge davon habe ich mir beim Befestigen der Räder die Trommelbremse per Fest- oder Presssitz auf eben diese Radbolzen gezogen. Alles wieder demontiert, die Radbolzen nach innen geschlagen, Löcher in der Bremstrommel aufgebohrt, und nochmal montiert, war dieses Problem behoben.

Und dann habe ich noch eine Mutter irgendwie schräg auf den Bolzen aufgesetzt, oder es befand sich Schmutz in der Mutter oder auf dem Bolzen – wie auch immer, Bolzen- und Mutterngewinde wurden in Mitleidengeschaft gezogen – wie peinlich 🙇‍♂️.

Unter Mitwirkung M‘s, und weil das sprichwörtliche Kind sowieso im Brunnen lag, haben wir mit 1/2“ das Gewinde nachgeschnitten …

… und alles wieder zusammengebaut. Es geht eben nichts über geeignetes Werkzeug, das zwei Millimeter Abstand zu den Nachbarbolzen zeigte. Weil es soooo schön ist, zeige ich das Ergebnis nochmal …

… und verabschiede mich mit dem üblich optimistischen „später mehr“,

Udo

Build log, 22.07.23

Zwei Fahrzeuge mit Baustellen sind für mich einfach zuviel, also habe ich an beiden begonnen und nicht beendet, damit der Zustand der Zuvielheit weiter anhält 😕.

Begonnen habe ich mit dem Spülen des Wasserkreislaufs des GT40, massiv unterstützt durch N. Hier ist erkennbar, wie es richtig geht (speziell für H):

Den von B aus D reparierten Wasserkühler habe ich dann wieder eingebaut, und mit dem frisch erstandenen Vakuumbefüllsystem befüllt (was auch sonst?).

Die Befestigung des Kühlers am oberen Teil ist nun butterweich (hoffentlich schmilzt sie nicht genauso schnell dahin):

Schließlich und endlich konnte dann noch ein wenig Zeit für den Falcon erübrigt werden. Das Rad hinten rechts war rasch demontiert, und das Schadensbild geringer als befürchtet:

Alle Radbolzen unbrauchbar, aber im Internet gibt es Neue, und die Steckachse ist noch intakt, solch ein Glück.

Später mehr Euphorisches,

Udo

Drive log, 15./16.07.23

Am Wochenende stand der Oldtimer Trackday in Meppen an, schon fast Tradition. Den Falcon hatten N und ich am Freitag noch verpackt, und am Samstag im Frühtau zu Berge ging es los.

Die Fahrt verlief planmäßig (zum Glück gab es keinen solchen), und der Samstag war ein gelungener Fahrtag, auf den neuen 550er Dunlop Rutschereifen:

Am Abend dann, es war Open Pitlane, entstanden Richtung Fahrzeugheck seltsame Geräusche, die zum sofortigen Fahrstopp mahnten. Eine gute Wahl, denn die Muttern und Bolzen der linken Radbefestigung hatten ihr Dasein aufgekündigt:

Damit war der Trackday für mich beendet, und beim Grillen tauchte noch eine kleine Analogie auf den Grill auf:

Es ist also wurscht, die Verschraubung benötigt Reparatur, und das ist ein Punkt auf der to-do-Liste, Rubrik „zeitnah“.

Später mehr Dringliches,

Udo

Build log, 08.07.23

Bei tropischen Temperaturen zu schaffen, ist anstrengend, aber geschenkt wird einem nichts (Sprichwort). Also musste ich wieder alles selber machen, wie meist oder oft üblich.

Da der FIA-Falcon (!) am kommenden Wochenende an den Start gehen soll, musste ich noch die Ventildeckeldichtung links anbringen, und das Auto vom Standstaub befreien, also so:

Somit kann es am Samstag zum Trackday gehen, und danach zur FHR 😳.

Am GT40 gab es zwei Baustellen, eine neu, eine alt: der neue (!) Wasserkühler zeigte auf der Rückfahrt aus Le Lans erste Spuren der Undichtigkeit, und musste daher ausgebaut werden, um später geprüft und eventuell repariert zu werden. Deja vu, irgendwie.

Da der Wagen nun sowieso nicht fahrbereit ist, konnte ich noch die Dauerbaustelle Rückwärtsgang angehen. Erkennbar ist für den sachkundigen Leser, dass die Schaltungsmimik unterbrochen, also ausgebaut oder demontiert ist.

Der Halter, der die Bowdenzüge führt, stand ungünstig im Raum und verhinderte in seiner Lage die korrekte Einlegung des Rückwärtsganges. In den nächsten Tagen soll mir B sagen, wie das funktioniert, da ich selbst eher ahnungsarm bin.

Eigentlich ist rückwärts ja nicht vorwärts, also nicht gut, aber manchmal muss es eben doch rückwärts gehen.

Später mehr Vorwärtsgerichtetes,

Udo

FIA log, 07.07.23

Nach mehreren Schleifen der Iteration, einigen Umbauarbeiten am Falcon und aufkommenden Zweifeln hat FIA / DMSB nun endlich Mitleid mit mir gehabt, und den HTP ausgestellt. Das Auto musste zur physikalischen Abnahme durch den DMSB noch nach Wiedenbrück gekarrt werden …

… und am Ende klebte dann das lang ersehnte FIA Hologramm am Käfig rechts:

Damit ist der Falcon ein waschechter Rennwagen geworden, und darf bei historischen Rennen mitspielen. Ob vorne oder hinten im Feld, hängt auch vom (Un-) Vermögen und von der Geschicklichkeit des Fahrers ab, und da sehe ich noch großes Potential.

Später mehr Realismus,

Udo

Le Mans log, 29.06.-02.07.23

Le Mans Classic ist ein fixer Termin in jedem zweiten Jahr, aktuell eher jährlich (offenbar wegen all der Pandemie und ähnlicher Unbill). Den Aufbruch nicht gescheut, Paris durchquert, kamen wir am Donnerstag abends trocken an:

Neben meinem Fahrzeug waren einige andere vor Ort, bauähnlich:

Der Campground an den Porsche-Curves war groß und gut:

Natürlich hatte ich wieder tracklaps gebucht, und in der Fahrzeugaufstellung waren das hier meine Nachbarn:

Das war für mich 100% iconic, mehr geht nicht.

Gefahren wurde die ganze Nacht, Schlafen ging per Ohropax, bis zirka 06:00:

Die Rückfahrt war ein Traum, und schnell vorbei 😒.

Vielleicht gibt‘s in 2025 ein Revival 👍.

Später mehr hoffnungsvolles Künftiges,

Udo

Build log, 24.06.23

Endlich wieder Bauzeit, nach all dem Urlaub und sonstiger Fehlzeiten.

Anfangs fühlte ich mich in der mir bekannten Umgebung etwas unwohl, und konnte nach wenigen Minuten erkennen, weshalb mich dieses Gefühl beschlichen hatte: jemand hatte meinen Spezialfrontcliphalter für ein anderes Fahrzeug missbraucht, quasi skandalös:

Nachdem ich über diesen Frevel hinweggekommen war, konnte die Arbeit losgehen. G war eigens aus S angereist, um das Ventilspiel am Falcon einzustellen, da Mitte Juli der nächste Einsatz ansteht:

Danach konnte ich mich dem GT40 widmen, der mich/uns in der kommenden Woche nach Le Mans fahren soll. Der Einsatz im front clip (nostril) endet auf der Hälfte des Lüfterdurchmessers, also sozusagen in dessen Mittelpunkt. Dies hat zur Folge, dass etwa fünfzig Prozent der erwärmten Luft, die die Lüfter ansaugen, an die Umgebung abgegeben werden, und dass die restlichen fünfzig Prozent unterhalb des front clips landen, und dann als Temperaturerhöhung ihren Weg in das Cockpit finden, was wiederum die Temperatur dort erhöht, was im Winter angenehm ist, im Sommer jedoch eher als lästig empfunden wird.

Meinem Copiloten H wollte ich diesen Missstand jedenfalls nicht zumuten, denn während zirka zehn Stunden Fahrzeit nach Le Mans sollten die äußeren Umstände so weit wie möglich auf Komfort gestellt sein.

Also bestand die Aufgabe, diese unerwünschten Luftstrom in das Fahrzeuginnere zu unterbinden. Zu diesem Zweck hatte ich Aluminiumblech der Dicke einskommafünf Millimeter erstanden, und zweckdienlich bearbeitet. Was einfach klingt, war zumindest für mich als Laien einigermaßen kompliziert, aber am Ende doch machbar. Hier zwei Aufnahmen, die als Beleg dienen:

Erkennbar ist eine Art Schottwand, die unterhalb der Nostrilöffnung endet, und den erwärmten Luftstom sicher über das Fahrzeug hinwegleiten wird, und für eine wohlige Kühle im Cockpit des GT40 sorgen wird. Soweit meine Wettervorhersage für den Moment.

Später mehr Unberechenbares,

Udo