Build log, 26.02.22

Die Kupplungsbetätigung konnte heute vervollständigt werden, und ist zum Training der Muskulatur des linken Beines allemal vorteilhaft. Die Schaltung passt nach kurzer Modifikation nun ebenfalls, und dient dem Training des rechten Armes. Allerdings musste zur Funktion der Schaltung der Betätigungshebel, der den ersten und zweiten Gang bedient, etwas modifiziert werden:

Durch Heraustrennen des Dreiecks und Biegen des Hebels (natürlich samt Schweissnahtvorbereitung und anschließendem Verschweissen) kam es zur Veränderung des Angriffspunktes für das Getriebegestänge, und eine vormalige Totpunktlage fand nicht mehr statt (kurz: das Getriebe kann jetzt betätigt werden).

Da das Getriebe gerade Thema ist: der Anschluss für die obsolete Tachowelle war bis dato eine Öffnung, aus der Getriebeöl austreten würde, und die es zu Verschliessen galt. Den dafür vorgesehenen Anschluss an der Tachowelle habe ich gekappt und mit einem M6 Gewinde verschlossen …

… und in das Getriebe hineinoperiert. Eine Leckagestelle weniger:

In Sachen Betätigung ergab der Vergaser ein weiteres Betätigungsfeld, da das aus dem Mustang stammende Gestänge mit dem Luftfilter kollidierte, und ein Vortrieb daher nicht zustande kommen würde. Zur Abhilfe dieses misslichen Zustandes habe ich das Betätigungsgestänge zerschnitten und gekürzt wieder eingebaut. Was soll ich schreiben? Funktion gegeben 👍🏻:

Als Nachweis bietet sich dieses Foto in der Totalen an:

Der Luftfilter aus G’s Beständen fügt sich geometrisch und farblich sehr gut in das übrige Ensemble ein, finde ich zumindest.

Abschliessend möchte ich noch zwei Stilleben, sozusagen für die Galerie, anbieten: das Cockpit aus Fahrersicht stellt sich so dar …

… und der 2 bar Verschlussdeckel des Wasserkühlers macht auch einiges her, rein optisch, aber auch funktional:

Und dann war da noch das Auffüllen des Kühlwasserkreislaufes (initial hatte ich zu wenig Kühlflüssigkeit am Start). Zum Ablauf habe ich eigens dieses Leichtbaualuminiumblech zugeschnitten und gekantet, das das Wasser elegant mittels Trichter in einen dafür vorgesehenen Behälter leitet:

Später mehr Umleitungen auf dem Weg zum fahrbereiten Falcon,

Udo

Build log, 19.02.22

Meine heutigen Fotos weisen allesamt einen sehr großen Detaillierungsgrad auf, oder, um es anders auszudrücken: wer die Sachverhalte nicht live gesehen hat, versteht vermutlich nicht viel. Ich gelobe Veränderung.

Um es dennoch erlebbar zu machen, möchte ich diese Darstellung nicht verheimlichen:

Im Wesentlichen ging es zunächst um die gelb markierten Teile der Kupplungsbetätigung, die bei installiertem Lenkgetriebe und Headers irgendwie in den verbleibenden Hohlraum zwischen Motorblock und Längsträger auf der linken Fahrzeugseite einzubauen war.

Teil 7507 sitzt auf dem Längsträger, Teil 7A531 im Motorblock. Der eigentliche Mechanismus 7528 wird dann vom Pedal betätigt und mittels Stange 7521 auf den Kupplungshebel (nicht dargestellt) übertragen. Zum Glück kam M vorbei, und nach zahllosen Fehlversuchen saß der Spass dann irgendwann an Ort und Stelle. Stange 7521 habe ich durch eine Gewindestange mit Winkelgelenk ersetzt:

Zur Verdeutlichung: das Foto wurde unter dem Auto stehend gemacht, unten im Bild der Hebel zwischen Lenkgetriebe und Spurstange, oben Getriebe und Ölwanne, rechts der schwarze Betätigungshebel mit Winkelgelenk.

Das sollte als Anleitung für alle die Leser reichen, die sich mit Ford Fahrzeugen aus den swinging sixties beschäftigen möchten. Die obere Betätigung zum Pedal 7521 ist übrigens auch ersetzt, wieder mit Winkelgelenken, aber noch nicht fertig zusammengebaut:

Bevor G kam, um einen weiteren Versuch in Sachen Motorlauf zu unternehmen, galt es noch den Druckübersetzer für den Kraftstoffdruck auszubauen, und eine direkte Verbindung per Schlauchverbindung zum Cockpit vorzunehmen. Hier nochmal der alte Stand …

…, den neuen habe ich vergessen zu fotografieren 🤦, kann aber berichten, dass die Anzeige nun tadellos funktioniert.

Schliessen möchte ich mit einem fotografisch wertvollen Stilleben mit neuem Deckel des Wasserkühlers:

Später mehr Dinge von steigendem Wert,

Udo

Build log, 12.02.22

Es begann morgens und recht erfolgversprechend, liess dann allerdings im Tagesverlauf in Sachen Dynamik und Baufortschritt rapide nach. Im einzelnen:

Hinterer Teil der Abgasanlage mit Krümmer verbunden / Wasserkreislauf geschlossen, Wasser aufgefüllt ohne Leckage / Tank befüllt mit Kanistern, Kraftstoffzufuhr zum Vergaser intakt:

Leider begann das Elend mit dem Verschliessen des Wasserkühlers, indem der Stant-Deckel abriss. Dazu passend zeigt meine Benzindruckanzeige Nulldruck, obwohl die Zuführung eigens mittels Glykol gefüllt und korrekt angeschlossen wurde (mittlerweile weiss ich, dass die Mimik nur für Einspritzer geeignet ist, und die lächerlichen 0,3 Bar im Vergasermotor keine Reaktion des Druckübersetzers hervorrufen). Das Gelernte ist eben doch nur die Summe aller gemachten Fehler 😬. Das Fehlteil ist das schwarze Zylindrische links, nicht nachmachen:

Gegen Nachmittag kam G vorbei, um den Motor zu starten und um einen passenden Luftfilter vorbeizubringen. Bei der Inspektion des Falcons ergaben sich leider einige gravierende Mängel:

Die Krümmerdichtung ist undicht / Die Krümmer erreichen nach wenigen Minuten Motorlauf einen rotglühenden Zustand / Die Getriebebetätigung funktioniert nicht / die Kardanwelle ist zu kurz / Die Betätigung des Vergasergestänges kollidiert mit dem neuen Luftfilter

Durch Mitwirken B‘s konnte die Betätigung der Kupplung in einen funktionsfähigen Zustand überführt werden, immerhin (dazu mussten Anlasser, Getriebeglocke, Getriebequerträger und Getriebe ausgebaut werden, mal eben so).

Obwohl der Falcon im Vergleich zum GT40 sooo viel einfacher aufgebaut ist, und ich mich natürlich nie der Illusion hingegeben habe, dass Alles sofort und auf Anhieb funktionieren würden, haben die heutigen Ereignisse meine Erwartungen jedoch nicht getroffen.

Später mehr illusionäre Ereignisse,

Udo

Build log, 05.02.22

Die Umwicklung, thermisch, für den Bremszylinder ist überarbeitet, so dass ein Nachfüllen der Bremsflüssigkeit nun ohne Entfernen des Wärmeschutzes möglich ist:

Nur ein Detail, aber im Kleinen liegt ja bekanntermaßen das Große, oder so ähnlich. Mehr Großartiges folgte heute im Motorraum. Die Ölleitungen zum Kühler sind nun mit Haltern distanziert, damit weniger Bewegung an dieser Stelle stattfindet:

Der Ersatzriemen (eigentlich „der redundante Riemen“), der die Wasserpumpe auch im Fall des Versagens des Hauptriemens um die Lichtmaschine herum mit Drehbewegung versorgen wird, passt auch.

Im Cockpit ist die ATL Tankfüllstandsanzeige eingebaut:

Sieht ein wenig modern aus, aber Kontraste machen ja den Unterschied.

Zurück in den Motorraum. Durch N‘s beherzten Einsatz haben wir die Anlenkpunkte für die Vergaserbetätigung mittels Nietmutten und Gewindeeinsätzen für M6-Winkelgelenke vorbereitet, hier ein frühes Stadium:

Bedauerlicherweise kollidiert die Gewindestange mit dem Luftfilter, also war hier Improvisation gefragt, und gefunden. Im folgenden Bild ist die umformtechnisch modifizierte Version erkennbar, zusammen mit der aktualisierten Kraftstoffversorgung und -messtechnik:

Ganz links, am Öleinfüllstutzen, ist der neu erstandene Kraftstofffilter zu erahnen, davor der Abzweig mit dem Adapter für die Druckanzeige (schwarz, fast aufrecht stehend), und dann schliesslich die Überleitung auf die beiden Eingänge in den Holleyvergaser.

Fast zum Ende des heutiges logs möchte ich noch zwei Beispiele für die Bauraumnutzung zeigen. Die Verschraubungen verlaufen allsamt kollisionsfrei, und mit geringem, aber tolerierbarem Abstand zu den Aggregaten:

Final am heutigen Tag hat noch die obere Verbindung des Wasserkühlers mit dem Motor stattgefunden:

Die Untere (es ist ja ein Kreislauf, also braucht es zwei), ist besser anzubauen, wenn der Falcon demnächst wieder auf der Bühne steht.

Später mehr großes Theater (hier die Verbindung zur Bühne, gut, oder?),

Udo

Build log, 30.01.22

Beginnen wir heute den log mit einem Bilderrätsel, das wir als Heranwachsende immer gern (?) gemacht haben. Erkennt ihr den Unterschied?

Genau, der Filter auf dem Catchtank ist neu, da eine Rückführung in Richtung Luftfilter/Vergaser nicht vorgesehen ist.

Die Verschraubungen des Ölkreislaufes waren ebenfalls noch nicht fertig, aber alle notwendigen Teile bereits geliefert, in Dash10. Nachfolgend zwei Bögen, gut sichtbar am Ein- und Auslass des Ölfilterhalters, und versteckt im Hintergrund zwei weitere, die direkt an den Motorblock angeschlossen sind (da darf schon herangezoomt werden, sonst funktioniert es nicht):

Das ist zwar alles recht eng, aber der festgelagerte Motor wird für nur geringe (wenn auch vorhandene) Bewegung sorgen, so dass der Setup funktionieren sollte. Komplett angeschlossen sieht es auf der linken Seite so aus …

… und so auf der rechten:

Weiter ging es mit dem Anschluss der Kraftstoffpumpeneinheit. Die Leitung, die in den Tank hineinführt, ist zwar für den finalen Einsatz zu lang, aber für den Probebetrieb im Stand mit Kanister im Kofferraum gerade richtig:

Damit jedoch nicht genug. B war wieder motiviert, neben der Elektrik auch viele andere Dinge zu tun, für die ich zeitlich deutlich länger benötigen würde. Als ein Resultat des Wirkens zeigt sich eine funktionsfähige Elektrik, vorne samt Hupe, Anlasser und Blinker als auch bei den Scheinwerfern …

… und hinten bei Rückleuchten und Regenlicht:

Das dazugehörige Cockpit kommt so daher, mit Sicherungen und noch ein, zwei Ersatzleitungen:

Zwei Fragen ergaben sich zum Arbeitstagsende: erstens, sollen die Zierleisten montiert werden …

… und zweites, soll ich der Allgemeinheit meinen isolierten Bremszylinder zeigen, oder nicht?

Die zweite Frage ist beantwortet, über für die erste wünsche ich mir ein umfangreiches Feedback der verehrten Leserschaft, gerne zeitnah.

Später mehr Wunschdenken,

Udo

Build log, 22.01.22

Fast schon Ende Januar, und der Stand der Dinge ist der Folgende: die Ventildeckel habe ich von links nach rechts (und vice versa) vertauscht, um die Länge der Zuleitung zum Catchtank zu verringern, es ist oft so einfach, wenn man nur nachdenkt. Hier der Motor ohne Ventildeckel …

… und hier fertig (fast) verbaut:

Die Zündkabel ordentlich verlegt, die schwarze Abstützung verbaut, Batterie verbaut, Bremszylinder angeschraubt, bald kann es losgehen.

Der Adapter für den Ölfilter musste von 1/2 NPT auf Dash10 überbrückt werden, hier:

Am Ölfilterhalter genauso, samt Senkkopfschrauben für die Riemenscheibe:

Dann war da noch jede Menge Elektroarbeit, hier B in Aktion, sehr entspannt im Liegen:

Die Motorlager passen wie angegossen, wenn man ein wenig nachhilft:

Auch hier wieder eine schöne Farbgestaltung, blau und schwarz und rot.

Wer mag, mag noch einen Blick in das Cockpit werfen:

Unten links ist Vac ergänzt, das den Unterdruck während der Beschleunigung anzeigen wird.

Auch hier wieder ein sensationeller Zusammenhang zur Aktualität. „Vac“ hat mit „Vaccination“ nichts zu tun, könnte es aber.

Später mehr wenn und aber,

Udo

Build log, 15.01.22

Das Horsd’oeuvre machte heute die rechte hintere Verkleidung, die einteilig nicht mehr ins Fahrzeug passen wollte (die Verantwortung für diesen bedauerlichen Umstand trägt der Sicherheitskäfig, safety first):

Durchtrennt geht es schon, und das wird später (also morgen schon) niemanden mehr interessieren.

G hatte die Zündspule an einem Halter montiert, der überraschende Ähnlichkeit mit Produkten aus der Heimwerkerabteilung haben könnte, wenn nur die Fantasie soweit reichen würde. Tut sie aber nicht.

Sicherheitshalber ist das gelochte Stahlblech gegen ein Racingprodukt aus Aluminium ersetzt worden:

Beachtung finden sollten die aufsteigenden Lochdurchmesser im mittleren unteren Teil des Halters. Verbaut sieht es so aus:

Einer spontanen Eingebung folgend habe ich dann den Wasserkühler montiert. Der Abstand zur Riemenscheibe ist gering, aber aus- und hinreichend:

Einmal montiert, war es an der Zeit, den doppelten Ölfilter anzubauen:

Die möglichst tiefe Einbaulage habe ich mit Aluminiumrohrabschnitten, drei an der Zahl, realisiert. Leicht und stabil, all in one. Schon einmal im Flow, durfte der Catchtank (Öl) nicht fehlen, voilá:

B wollte noch eine Öldruckwarnleuchte verbaut wissen. Das Gewinde M10x1,0 habe ich unter Zuhilfenahme N‘s Werkzeugbeständen in die Verlängerung für den Öldrucksensor gebohrt und geschnitten:

Übrigens finde ich die Farbgestaltung an dieser Stelle gleichzeitig gewagt und ansprechend. Da nun die aus Aluminium bestehende Verlängerung durch ungünstige Anregung in eine Eigenfrequenz geraten und Schaden nehmen könnte, habe ich das Teil mit einem Aluminiumwinkelprofil, verbunden mit der Zündspulenbefestigung, verstärkt:

Leichtbau, heavy duty.

Später mehr Widersprüche, wie süß-sauer, oder Ministerium für Wirtschaft und Klimaschutz,

Udo

Build log, 08.01.22

Bevor der Motor mit teildemontierten Krümmern (anders geht es nicht) in den Falcon eingebaut werden konnte, stand noch die Montage des Ausdrücklagers und dessen Betätigungshebels an. Letztere konnte ich bei Aufbringung aller Geduld zunächst nicht in die Getriebeglocke montieren. Also ist letztere vom Getriebe demontiert worden, und bei genauer Analyse des Problems 🤓 wurde schnell klar, dass ich die Feder am Betätigungshebel schlichtweg falsch montiert hatte (es gibt zwei Möglichkeiten, und warum wähle ich immerzu die falsche?). Beim nächsten Mal geht das flüssiger von der Hand:

Wieder montiert, liess sich der Block leichtgängig einbauen, hier noch mit Motorkran nebst neuem Zylinder (in blau, zum Glück bin ich farbschwach im Sehvermögen, und er ist nicht zu sehen):

Fast ganz fertig eingebaut schaut das so aus:

Daneben habe ich noch ein wenig Elektriker gespielt, und diesen Sicherungskasten nahe der Kraftstoffpumpen angebohrt:

Den restlichen Kabelkram hat B erledigt. Das Cockpit sieht schon jetzt sehr, sehr interessant und racing aus:

In der kommenden Woche gibt es noch mehr Elektrik (Motorkabelbaum und andere Kleinigkeiten), Scheiben, Verkleidungen, und noch viel mehr.

Später noch viel mehr,

Udo

Build log, 02.01.22

Hui, neues Jahr, gutes Neues. Ein elektrisches Feuerwerk durch/mit B, und mit mir als Kabelgehilfe. Vorne an den Scheinwerfern ist die Kabelage angeschlossen und gut verpackt …

… und hinten im Kofferraum auch:

B hat dann noch irgendwas im Cockpit angeschlossen, was ich leider nicht korrekt wiedergeben kann.

Bis dato ungelöst ist auch die Frage nach der richtigen Strategie zum Einbau des Motors. Neben dem misslichen Umstand, dass der neu erworbene Zylinder des Motorkrans zwar nicht mehr leckt, dafür aber den Druck nicht halten kann, kommt dazu die Frage nach der bestmöglichen Einbaustrategie:

1. Getriebe lösen und nach hinten verschieben, um mehr Platz für den Motor im Motorraum zu schaffen, oder

2. Teildemontage der Krümmer von den Zylinderköpfen und Lösen des Stabis

So wie im Bild oben gezeigt, funktioniert es jedenfalls mal nicht (so gut).

Mehr Versuche im nächsten log und später mehr,

Udo

Pickup log, 30.12.21

Nur kurz ein echter Meilenstein im Falcon-Bau: heute haben N und ich den Motor von G abgeholt, und zur Gewöhnung schon einmal neben den Falcon abgestellt:

Der 289er ist hoffentlich für mehr als 300 PS gut, und die kommenden Wochenenden werden zeigen, ob das oben Gezeigte ohne Vollmontage der Krümmer in das Auto passt. Suspense.

Später mehr Krimi,

Udo