Build log, 25.01.20

Das Fahrwerk war beim letzten log noch nicht ganz demontiert, also standen heute noch die hinteren Dämpfer (einfach) und die vorderen Federn (eher ambitioniert) auf dem Programm. Beides konnte ohne Verletzungen aus dem Falcon ausgebaut werden, good news.

Aus unerfindlichen Gründen hatte die werte Vorbesitzerschaft entschieden, die Stoßstangenhalter aus handelsüblichen Stahlprofilen aufzubauen, anstatt die je Fahrzeugseite befindlichen drei Muttern, im Längsträger eingebaut, zu nutzen. Hier die Befestigung der Stoßstange vor deren Entfernung …

… und hier danach:

Auf der linken Fahrzeugseite galt wie üblich „copy and paste“:

Dann habe ich noch schnell Motor, Getriebe und Glocke voneinander getrennt: Hier das 1964er prone to breakage Toploader Getriebe:

Und hier der 289er V8 Motor:

Gegen Ende des Arbeitstages, mit nahezu unendlichen noch offenen Betätigungsfeldern, fiel die Entscheidung auf das Verschließen der unzähligen Löcher im Boden des Falcon (vier Schrauben für die Sitze, eventuell eines für den Gurt, aber wozu je Seite 10-15 Löcher zum Wasserablauf?). Da mir dazu auch keine Antwort einfiel, habe ich die Öffnungen erst einmal auf der rechten Seite verschweisst …

… und danach auf der linken Seite:

Das Ganze werde ich demnächst Verschleifen, nochmals Nachschweissen, nochmals Schleifen, und dann ist der Boden quasi wie neu.

Ich habe übrigens auch schon Schalter und Kipphebel für das Cockpit im Bestand, aber dazu später mehr,

Udo

Build log, 18.01.20

In den letzten Tagen war der Entschluss gereift, den Falcon vor der anstehenden Blechschweisserei zunächst zum Strahlen zu geben, da a) die manuelle Rostentfernung mühsam und vermutlich unvollständig ist und ich b) die Vermutung hege, dass nach der Lack- und Spachtelentfernung weiteres Ungemach zutage treten wird. Um „strahlbereit“ zu werden, mussten Fahrwerk und Antriebsstrang aus dem Falcon entfernt werden, und genau das stand heute an 🔧🛠⛓🧨.

Erfreulicherweise konnte ich auf fachkundige Hilfe zurückgreifen, und so war das Auto rasch auf der Bühne. Die Demontage der Hinterachse als Startpunkt gewählt, war das Fahrzeug nach Ausbau der hinteren Abgasanlage, Lösen der Blattfederaufnahmen und Entfernen der Antriebswelle um einige Kilogramm erleichtet:

Die Blattfedern hängen hier noch in der vorderen Aufnahme, aber auch die war rasch gelöst. Es lässt sich unbestritten feststellen, dass Hinterachse samt Blattfedern eher Schwergewichte sind und einen guten Beitrag zur gleichmäßigen Achslastverteilung leisten ⚖️.

Auf dem Weg dahin gab es wieder einige Merkmale improvisierter Fahrzeugreparatur zu erleben, zum Beispiel bei der hinteren Aufhängung des Auspuffs: diese war direkt mit Endrohr und Rahmen verschweisst, wodurch ein Auseinanderbauen nur mittels Trennscheibe möglich war (natürlich hätte ich auch sägen können):

Da gibt es vor dem Sandstrahlen jedenfalls noch einiges in Sachen Schönheitsreparaturen zu tun.

Gegen Nachmittag war der 289er Motor samt 1964er Toploader („prone to breakage“) ausgebaut und sachgemäß abgestellt:

Das Highlight dabei war zweifelsohne das Entfernen der Krümmer und der Kupplungsbetätigung, was mich stark an die Gedulds- und Geschicklichkeitsspiele erinnerte, die auf den Weihnachtsmärkten gerne angeboten und gekauft werden.

Hier noch ein Blick auf diverse Einzelteile:

Auch die Vorderachse ist mittlerweile und selbstredend ausgebaut. Wie der Falcon bei all den stark ramponierten Teilen gefahren sein mag, bleibt im Dunkeln. Klar ist hingegen, dass der oder die Vorbesitzer im Ersetzen verschlissener Teile sehr selektiv vorgegangen sind: der linke Stabilink ist quasi neu, der rechte mit größter Wahrscheinlichkeit hat die Zeit um Woodstock schon erlebt.

Nachdem nun alles vermeintlich Schwere des Falcon auf dem Boden lag, war ich der leider irrigen Annahme, dass das Bewegen der Karosserie nach dem Motto „4Mann4Ecken“ ein Leichtes sein müsste. Wie geschrieben, irrige Annahme, denn die Längsträger und andere Bodenteile sind vor allem aufgrund ihrer Blechdicke nicht durchgerostet.

Zum Glück stand noch der schon im GT40 genutzte Rollrahmen in einer der vielen Ecken herum, und der trägt nun den Falcon für die kommenden Wochen:

Um zirka einen Meter aufgebockt, wirkt das Auto noch größer als auf Rädern stehend – hier ein Vergleich:

Später mehr Blecharbeiten,

Udo

Build log, 11.01.20

Da ich im letzten build log mit dem Demontieren des dash boards geendet habe, macht es einen gewissen Sinn, damit heute wieder zu beginnen. Nachdem ich im Internet einen Beitrag gefunden hatte, der sich mit dem Entfernen der elektrischen Betätigungseinheiten im Cockpit befasst (es gibt tolle Sachen dort), und ich alles 1:1 nachvollzogen habe, sahen die Schalter so aus:

Da es um jedes Gramm geht, war diese Demontage schon einmal fette Beute ⚔️. Alle Schalter werden gegen low fat, low carb Dinger ersetzt, das spart immens 😁. Das neue Cockpit sieht damit so aus:

Weiter ging es mit der hinteren rechten Fahrzeugecke. Hier lag glücklicherweise ein Zustand vor, der es erlaubte, ein simples Rechteck, durchgerostet, zu entfernen, um alles Korrodierte zu eliminieren. Auf der linken Seite gestaltet sich der Lochfraß eher schwierig, daher kein Foto dieser Baustelle.

Und dann war da noch der ursprüngliche Tankeinfüllstutzen, oberhalb der hinteren Stoßstange, in Fahrzeugmitte. Die oder der Vorbesitzer meinten, die Öffnung schliessen zu müssen, und zwar mittels Löten. Mehr schlecht geht kaum:

Am Fahrzeugheck angelangt, habe ich dann noch gleich diese aktuell sinnfreien Halter entfernt (every pound counts):

Der Tank, mit vierundzwanzig Litern Inhalt gefüllt, vermutlich mit Kraftstoff, war rasch entleert und ausgebaut:

Schliesslich habe ich die Türscharniere, die gut und gerne für ein beschusssicheres Fahrzeug funktionieren würden (!), enfernt und inspiziert:

Die Dinger sind schwer zu Blei, und damit für den geplanten Einsatzzweck als Rennwagen nicht brauchbar. Also habe ich den obsoleten Stahl entfernt, was zu einer ersten Gewichtsanpassung führte:

Im nächsten Schritt werden dann zahlreiche Bohrungen Einzug finden, die Span für Span einen Schritt zur Leichtbaulösung beitragen werden. Brigitte Diät eben, nur mit Spänen statt Tränen des Verzichts …

Später mehr Leichtbau,

Udo

Build log, 11.01.20

Da ich im letzten build log mit dem Demontieren des dash boards geendet habe, macht es einen gewissen Sinn, damit heute wieder zu beginnen. Nachdem ich im Internet einen Beitrag gefunden hatte, der sich mit dem Entfernen der elektrischen Betätigungseinheiten im Cockpit befasst (es gibt tolle Sachen dort), und ich alles 1:1 nachvollzogen habe, sahen die Schalter so aus:

Da es um jedes Gramm geht, war diese Demontage schon einmal fette Beute ⚔️. Alle Schalter werden gegen low fat, low carb Dinger ersetzt, das spart immens 😁. Das neue Cockpit sieht damit so aus:

Weiter ging es mit der hinteren rechten Fahrzeugecke. Hier lag glücklicherweise ein Zustand vor, der es erlaubte, ein simples Rechteck, durchgerostet, zu entfernen, um alles Korrodierte zu eliminieren. Auf der linken Seite gestaltet sich der Lochfraß eher schwierig, daher kein Foto dieser Baustelle.

Und dann war da noch der ursprüngliche Tankeinfüllstutzen, oberhalb der hinteren Stoßstange, in Fahrzeugmitte. Die oder der Vorbesitzer meinten, die Öffnung schliessen zu müssen, und zwar mittels Löten. Mehr schlecht geht kaum:

Am Fahrzeugheck angelangt, habe ich dann noch gleich diese aktuell sinnfreien Halter entfernt (every pound counts):

Der Tank, mit vierundzwanzig Litern Inhalt gefüllt, vermutlich mit Kraftstoff, war rasch entleert und ausgebaut:

Schliesslich habe ich die Türscharniere, die gut und gerne für ein beschusssicheres Fahrzeug funktionieren würden (!), enfernt und inspiziert:

Die Dinger sind schwer zu Blei, und damit für den geplanten Einsatzzweck als Rennwagen nicht brauchbar. Also habe ich den obsoleten Stahl entfernt, was zu einer ersten Gewichtsanpassung führte:

Im nächsten Schritt werden dann zahlreiche Bohrungen Einzug finden, die Span für Span einen Schritt zur Leichtbaulösung beitragen werden. Brigitte Diät eben, nur mit Spänen statt Tränen des Verzichts …

Später mehr Leichtbau,

Udo

Build log, 04.01.20

Zu Weihnachten gab es einiges Neues auch für den Falcon. Zuerst einmal neue dome caps, die den Einbau von Koni’s gestatten:

Und dann noch ein Drehzahlmesser, den ich auf der Armaturenbrett installieren werde, wenn es soweit ist (also später):

Das ganze Gekabele aus dem Cockpit habe ich danach herausgeschnitten, wobei die Erkenntnis kam, dass der Falcon offenbar ohne Sicherungen betrieben wurde – zumindest habe ich keine angetroffen.

Nach diesem kleinen Exkurs ging es dann aber rasch wieder zum eigentlichen Tagewerk, nämlich der Korrosion und deren Behebung, soweit möglich. Startpunkt der heutigen Reise war die rechte seitliche Trennwand, an der die Lehne der Rücksitzbank befestigt ist oder war. Die Trennwand als solche kam ihrer trennenden Wirkung aufgrund partieller Durchrostung nur noch unvollständig nach:

Den ursprünglichen Plan, nur den durchrosteten Teil zu ersetzen, habe ich jedoch schnell verworfen, weil a) zwischen Radhaus und Trennwand keine Oberflächenbehandlung (obwohl dringend geboten) stattfinden konnte, und weil b) die Trennwand bei nüchterner Betrachtung nur unnötiges Gewicht im Auto bedeutet. Leichtbau sieht nach diesem Erkenntnisgewinn nun so aus:

Die Trennwand fliegt natürlich komplett aus dem Auto heraus. Leider hat das Fahrzeug zwei Seiten, also stand die Operation links danach auf dem Programm. Da ich schon gerade bei der großen Flurbereinigung war, fiel mir das Patchwork am hinteren Boden links auf, dass ich wie folgt entschärft habe – nur noch ein Einschweissblech notwendig, statt derer zwei:

Die seitliche Trennwand links ist auch schon nicht mehr da.

Ebenfalls nicht mehr da ist der hintere Bereich des Schwellers, den einer der Vorbeseitzer um ca. 30 Millimeter eingekürzt hat, damit die vormaligen Angeberräder verbaubar waren. Hier erahnt der geneigte Leser die umgebogenen Reststücke, die ich anschliessend entfernt habe, und demnächst gegen eine eigenerstellte Schwellerverlängerung ersetzen werde – alles kein Ding, aber langsam wachsen die vielen kleinen Dinge zu einem mittelprächtig großem Ding zusammen 😒:

Das letzte in diesen Zusammenhang passende Thema war (und ist) das durchgerostete Blech im Motorraum vorne rechts, auf dem früher die Batterie wohnte. Nach Heraustrennen allen Durchgerosteten sind zwei Lücken zu erkennen, die ebenfalls wieder zu schliessen sind. Wie schon geschrieben, kein Ding, eigentlich …

Nach diesen für meinen Geschmack ereignisreichen Bauberichten in Sachen Blechentfernung hat mich dann für heute die diesbezügliche Motivation ein stückweit verlassen, aber zum Glück gibt es ja am Falcon noch anderes zu tun, zum Beispiel die Entfernung der Pedallerie. Hier Kupplung- und Bremspedal nach Entfernen von der Stirnwand:

Wirlich bemerkenswert finde ich das „Langloch“ an der Kupplungsbetätigung – fünfundfünfzig Jahre fordern eben doch am machen Stellen ihren Tribut.

Ganz links unter dem Cockpit saß dann noch dieses Monster:

Wenn mich nicht alles täuscht, hat das irgend etwas mit der Innenraumbelüftung zu tun – wenn so, dann überflüssig, denn wozu gibt es Fenster?

Wie sich die Sachlage aktuell darstellt, kann ich nun mit der Blechbearbeitung beginnen, um all die mühsam geschnittenen Löcher wieder zu stopfen – that’s life. Auf alle Fälle ist schon einmal eine pneumatisch betriebene Abkant- und Lochzange geliefert worden, so dass ich zumindest die Gefahr einer Sehnenscheidenentzündung im rechten Arm verringern kann 😉.

Später mehr,

Udo

Build log, 30.12.19

In den Tiefen des Internets habe ich Fotos von Renn-Falcons gesehen, in denen der hintere Sitzquerträger aus Gewichtsgründen entfernt worden ist. Da die Rücksitzbank in meinem Fall auch nicht gebraucht wird, die auf den besagten Querträgern aufliegt, stand deren Entfernung nichts mehr im Wege. Hier ein Foto der Querträger, von unten links nach oben rechts verlaufend:

Auf der rechten Seite zeigte sich dann nach Heraustrennen dieser eher unerfreuliche Zustand:

Der Blechdoppler rechts war partiell durchrostet, und unter dem Querträger haben sich viele interessante Korrosionspartikel angesammelt. Damit musste der Blechdoppler weichen (Gewicht, Gewicht), und der darunter durchgerostete Boden leider ebenfalls. Nach Entfernen allen Unrats dann der überarbeitete Zustand hier erkennbar:

Das sieht irgendwie schön, aber nicht wie nach drei Stunden Arbeit aus. Demnächst werde ich ein neues Bodenblech anfertigen, und das einfach Einschweissen, und danach wird das ausreichen – der Zweck heiligt bekannermaßen die Mittel 🙏.

Überraschenderweise war der Zustand auf der linken Seite viel besser, aber damit leider nicht gut genug:

Nach Aufbohren der Punktschweissungen und Heraustrennen des Rostbleches kann ich dies hier als Tagesergebnis kommunizieren:

Links wie rechts sind Quer- und Längsträger wie neu, und der untere Boden ebenfalls – das Problem des Falcons war das Wasser von oben, nicht das von unten ☔️☔️☔️.

Eigentlich wollte ich heute die Schalter aus dem Cockpit demontieren, aber es kommt ja häufig nur ähnlich, wie gedacht.

Später mehr Überraschendes,

Udo

Build log, 27./28.12.19

Die Idee mit den hinteren Radhäusern als Ersatzteile mag eine gute Idee gewesen sein, oder auch nicht, jedenfalls ist so etwas für 1964er Falcon nicht zu kaufen. Also habe ich die stärker in Mitleidenschaft gezogenen rechten Radhäuser gerichtet, und die von Vorbesitzern vorgenommenen Einschnitte verschweisst, so gut es (für mich) geht:

A pros pos gut – ihr Leser seid die Einzigen, die das zu sehen bekommen, da ja später die Außenhaut darüber liegt 😃. Das nächste Bild zeigt den hinteren Bereich des linken, also besser erhaltenen Schwellers. Nach Entfernen eines korrodierten Bleches am Radhaus unten links traten allerhand Brocken aus dem Fahrzeug heraus – auch Stanniolpapier, was ein gewisses McGyver-Ambiente aufkommen ließ:

Die gleiche Stelle rechts wies zwar keine Aluminiumfolie auf, aber dafür seltsame Patchwork Arbeiten an völlig defomierten Schwellerblechen:

Zum Verdauen für die Nacht war das zunächst ausreichende und gleichzeitig schwere Kost 🤫.

Am Samstag dann, bei -1 Grad C, brauchte ich eine Tätigkeit zum Warmwerden und -bleiben. Also habe ich mich entschlossen, den hinteren Boden auch noch von Schmutz und Lack und Sonstigem aus fünfundfünfzig Jahren zu befreien (der vordere ist schon gemacht). Körperlich eher anspruchsvoll, war das Ergebnis eher anspruchslos:

Erahnbar für den, der es weiss, ist ein horizontal verlaufender Riss entlang der Sicke, die offenbar das eindringende Regenwasser (oder Coca Cola der Fondpassagiere) jahrelang aufgefangen und gegen Heraustreten aus dem Fahrzeug gesichert hat – bis, ja bis zuviel Fe2O3 et al angefallen und das Blech durchrostet war. Also stand Heraustrennen an, denn „Zuschweissen“ war nach zirka dreissig Übungsminuten mit meinen Schweisskenntnissen keine Option mehr.

Nach dem Heraustrennen und vorherigem Aufbohren der Punktschweissverbindungen dann der Boden mit Blick auf Verbundpflaster und Schalldämpfer, den ich zum Glück nicht durchtrennt habe:

Das Restblech ist im unteren Bildteil erkennbar.

Auf der rechten Seite ist der Verschleiß anders, aber nicht wirklich besser. Daher habe ich auch hier einen Teil des Bodenbleches herausgetrennt, um es später gegen ein nicht korrodiertes auszutauschen.

Einige überflüssige Halter an der Trennwand zum Kofferraum sind dann auch noch entfallen, zum Beispiel diese hier:

Und auch diese:

Es ist wie bei der Brigitte-Diat: jedes Gramm zählt auf dem Weg zum Glück, oder zum Sieg, oder zum Mitfahren im Mittelfeld.

Es gibt noch einiges zu tun, daher später mehr,

Udo

Build log, 23.12.19

Wie angedeutet, stand und steht noch mehr Korrosion auf der Agenda. Höchstmotiviert habe ich mich an die letzten, bis dato bekannten Roststellen herangemacht, die ich in den hinteren, vom Vorbesitzer häßlich hingeworfenen Radhäusern detektiert habe. Die eckigen Dinger werde ich gegen die formschön geschwungenen Repros austauschen, und es zeigte sich, dass der Austausch doppelt Sinn macht, weil hier Pfusch am Bau in übelster Ausprägung herrscht.

Vorsichtig auf der rechten Seite hinten begonnen, sind oben erste Details sichtbar. Weiteres Vortasten in Richtung B-Säule zeigt ein homogen korrodiertes Etwas:

Im nächsten Schritt dann die Entfernung des eingeschweissten Radhauses, beidseitig rostrot:

Final rechts der Zustand nach Entfernens des Blechs zwischen Radhaus und B-Säule:

Der Schweller präsentiert sich nach wie vor durchrostungsfrei, welch ein Glück 😀.

Da über den Rädern drei oder mehr Bleche übereinander liegen, werde ich versuchen, Radhäuser als Reparaturbleche in den U.S.A. zu bekommen – einfach liegendes Blech ist einmal mehr angewandter Leichtbau 😉.

Später mehr,

Udo

Build log, 21.12.19

Heute, am dunkestelm Tag des Jahres, gibt es einiges Merkwürdiges zu berichten. Davor jedoch kann ich von sogenannten Vorbereitungsarbeiten, die dazu dienen, den Motor zu demontieren, schreiben. Alle Leitungen und Anschlüsse, sowohl elektrisch, benzin- oder wasserleitend, sind entfernt, so dass der V8 demnächst ausbaubar ist:

Da mir nichts Bessseres einfiel, habe ich danach die hinteren Radhäuser inspiziert, die ja gegen die formschönen Originale ausgetauscht werden (so der Plan). Zutage trat auf der linken Seite eine ungeahnte Menge Spachtelmasse, in größter beziehungsweise dickster Ausführung stolze 10.000 Mikrometer messend:

Hier noch ein Stilleben mit Metall und Kunststoff:

Der Schweller ist, im Gegensatz zum Seitenteil, weitgehend unbeschädigt, zumindest nach heutigem Kenntnisstand. Auf der rechten Seite ist die B-Säule perfekt erhalten, wohingegen das Seitenteil deutliche chemische Reaktionen nicht verhehlen kann:

Auch hier nimmt die Dicke der Spachtelmasse beachtliche Dimensionen an.

Nach so viel Pionierarbeit habe ich mich dann noch an die linke „Heckflosse“ herangemacht, die ebenfalls leicht löchrig anmutete. Der Spachtelmeister hat hier unzähliche Löcher in die Karosserie gebohrt, damit der Spachtel besser anhaftet – verkehrte Welt, er hätte besser das Blech richten sollen 🤦‍♂️:

Die wenigen Löcher lassen sich ratzfatz Zuschweissen, und alles sieht demnächst aus wie 1964.

Später mehr (Korrosion),

Udo

Build log, 20.12.19

Der Plan war für heute, die vier korrodierten Stellen im Dach freizuschneiden, zu reinigen, mit Korrosionsschutzmittel zu behandeln und damit zum Einschweissen selbstzubauender Reparaturbleche vorzubereiten. Was heute passiert ist, ist das Freischneiden der vier korrodierten Stellen im Dach, deren Reinigung und Behandlung mit Korrosionsschutzmittel und damit die Vorbereitung zum Einschweissen selbstzubauender Reparaturbleche. Christmas is close, that’s the reason why.

Hier nun einige Impressionen (die Einleitung erinnert an den Leitartikel der „Zeit“, daher muss ich mich jetzt kürzer fassen):

Oben die Stelle hinten links vor der Reinigung, unten das Ganze nach Behandlung:

Hinten rechts nach Freischneiden und Reinigung:

Vorne links im gleichen Behandlungszustand:

Das absolute Highlight jedoch ist die rechte Seite vorn, hier vor Behandlung:

Die Regenrinne habe ich beherzt abgeschnitten, und suche noch jemanden, der sie wieder anschweisst, die Zeit wird zeigen, wer das ist. Nach Heraustrennen der Dachhaut zeigte sich jeden Menge Korrosion …

… und nach weiterem Wirken sah es so aus …

… und quasi-final so:

Alles in Allem finde ich, dass das heute ein eher überdurchschnittlicher build day war, mit 100% Zielerreichung, wirklich vorweihnachtlich 🎅🎅🎅.

Später mehr, bzw. weniger, Korrosion,

Udo