Was im gestrigen log noch Befürchtung war, hatte sich heute als grundlose Schwarzmalerei erwiesen. Unter N‘s Beistand war das Ventileinstellen eine kurze Sache (etwa die Hälfte musste nachjustiert werden, also immerhin zirka acht Stück). Nach Tauschen der Ventildeckeldichtung sollte an dieser Stelle nichts anbrennen, natürlich im wörtlichen und zugleich im übertragenen Sinn. Hier das Beweisfoto:
Dann habe ich noch flugs den Falcon gereinigt, und den Co-driver seat samt Gurten eingebaut:
Damit wären die Vorbereitungen für das kommende Wochenende abgeschlossen, und es kann losgehen (nur im übertragenen Sinne natürlich).
Selbstgemachter Stress geht so: am letzten Wochenende heimgekehrt, zwei Tage Zeit bis zur nächsten Veranstaltung, gepaart mit begrenzter Handfertigkeit, und der Puls geht nach oben.
Wieder einmal alles einfach und Stück für Stück: kurz vor Hockenheim hatte sich der Verstellmechanismus des Stützrades des Tailers (oder der Trailorstützradverstellmechanismus) gelöst, und das Stützrad war aus der Felge gesprungen. An der Reparatur habe ich nach einer Stunde resigniert, B hat es in zwei Minuten geschafft (irgendwas kann ich auch, aber was? 🤷♂️). Die vernieteten Felgenhälften habe ich nach Aufbohren der Niete verschraubt, und es sieht nicht schlechter aus als zu zuvor:
Zwischenzeitlich hatte ich einen Halter für den Transponder für die Rennen im www erstanden, und nach mehreren Versuchen derart befestigt (nicht meine Idee, aber dennoch gut):
Last and Least kann ich noch von der Gegensprechanlage berichten, für das anstehende Coaching in Spa sehr sehr hilfreich. Herzstück ist ein Schaltgerät mit Lautstärkeregelung, für deren Befestigung ich einen Halter aus Aluminium gebaut habe, während B irgendwelche Strippen verlegt hat (meine Arbeit ist immerhin sichtbar 😉):
Morgen steht folgendes an: Ventile einstellen, Beifahrersitz einbauen, und Wagen waschen. Das bekomme ich sicher locker hin, wenn die Sache mit den Ventilen nicht wäre.
Am Freitag Nachmittag ging es auf in den Süden, zusammen mit Hunderten anderen Osterurlaubsreisenden, auf nach Hockenheim zum ersten Rennen im Jahr. Entsprechend zäh gestaltete sich die Reise.
Am Samstag dann gab es das erste Qualifying, mehr FCY als fahren. Im zweiten Qualifying lief es besser, und ich konnte meine Bestzeit aus 2024 um schmale sechs Sekunden verbessern, immerhin.
Leider sind K‘s mit gebrochener Vorderachse ausgefallen:
Da mir aus Ausfallthema glücklicherweise erspart blieb, wurde ich automatisch Klassensieger:
Meine Bestzeit konnte ich auf knappe 2:22 verbessern, immer noch weit weg vom Gesamtsieger, aber ich nehme es weiterhin optimistisch und olympisch.
Demnächst in Spa habe ich nochmals einen Instruktor gewinnen können, um im Folgejahr in Hockenheim die 2:20 zu knacken.
Am Abend sagte B, dass es besser gelaufen sei, als gedacht. Jeder definiert Optimismus und Pessimismus für sich selbst.
Die Wahrheit ist: im Frühtau zu Berge zog ich zur Scheune, habe den Motor vom Trailer geladen …
… und an den Motorkran gehängt. Dann kam N vorbei, und ruckzuck war der Motor im Falcon. Dann noch die Re-Demontage: Krümmer, Stabilisator, Kühler, Anlasser, Zündkabel, Ölfilter, und noch dies und das.
Am späten Nachmittag dann der erste Probelauf, soweit so gut. Der Öldruckgeber hat die Überholung offenbar nicht überlebt, ein Neuer ist beantragt.
Am Ende des Probelaufes gab es eine Ölpfütze am Boden zu erkennen. Die hoffentlich gültige und endgültige Erklärung: die Schrauben der Ölwanne hatte G eher handfest angezogen. Nach dem Nachziehen ist vor dem zweiten Probelauf, währenddem alles dicht erschien.
Später mehr Erscheinungen,
Udo
PS: es fehlen noch kleinere Restarbeiten, und dann kann die Saison starten. Solche Vorfreude.
G hatte den Plan, zugegebenermaßen ohne mir bekannte Absprache, geändert, und den gerissenen Zylinderkopf in der Zwischenzeit schweissen lassen, ich hoffe, dass der Schweisser den notwendigen Sachverstand hat. Der Zweck heiligt bekanntermaßen die Mittel, und so hatte G den Motor wieder zusammengebaut, allerdings mit den gebrauchten Zylinderkopfdichtungen. Errato capitalo, alles undicht, das weiß G eigentlich selber, aber sei es drum: Köpfe wieder demontiert, neue Dichtungen hinzu, Ventile wieder eingestellt, Wasser aufgefüllt, und Abfahrt:
Der Motor lief, bis das Wasser aus dem Kühler überlief (G‘s Meinung zufolge war der Kühlerdeckel nicht notwendig, was solange stimmte, wie die Wassertemperatur unter 100 Grad Celsius lag), und den Motor unmittelbar abgestellt wurde.
Am Montag werden nochmals die Ventile eingestellt, ein weiterer kurzer Probelauf steht an, und dann werde ich den Motor zum Falcon fahren. Das wird eine enge Kiste am Wochenende, zumal ich die frisch von R lackierten Stoßfänger und den front fender auch noch anbauen muss. Freizeitstress, selbstgemacht.
Nach längerer Schaffenspause gestatte ich mir heute ein kleines Update in Sachen „bald ist Rennsaison“.
Einige Zeit musste ich auf die Lightweight Stößel mit Coolface Technologie von Crower warten, zugegebenermaßen durch den Umstand meiner im ersten Anlauf falsch bestellten lifter (ohne Coolface, das kann ja nichts werden). Dann kam noch eine Influenza bei G dazwischen, aber am Samstag sollte der Rennmotor in Betrieb genommen werden, was allerdings durch dem Umstand eines Risses im Zylinderkopf rasch zunichte gemacht war. Der Zweier ist der Übeltäter:
G hatte andere Köpfe da, frisch gemacht (ohne die Ferreaventile, aber dafür sind schließlich Lightweight lifter verbaut, und man kann eben nicht alles haben).
Also Kopftausch, neue Racingzylinderkopfdichtungen aus R‘s Beständen gefunden (teurer sind Porschedinger vermutlich auch nicht), alles verbaut, Motor an der Kurbelwelle gedreht, und: Motor drehte nicht, da die Köpfe nicht für die verbauten Domkolben geeignet sind, und die Kolben leider anschlagen.
Zum Glück hatte G noch einen weiteren Satz Köpfe im Regal, nicht montiert, so dass die Ferreas verbaut werden, nachdem G eine klitzekleine potentielle Stelle (also acht davon) an den beiden Köpfen weggefräst haben wird.
Ich werde das mulmige Gefühl nicht los, dass es zum Trackday am 16.03. zeitlich recht ambitioniert werden wird.
Die Lifter und Camshsfts der Damen und Herren von Crower Cams aus dem sonnigen San Diego, CA, sollen tatsächlich am kommenden Montag bei uns eintreffen. Chapeau!
In Vorbereitung habe ich daher heute vorbereitende Themen beackert. Die Räder mit den 205er Avons sind bei M, um diese gegen die allseits beliebten Rutsche-Dunlops auszutauschen. Regenrennen auf trockener Fahrbahn, sozuschreiben (-sagen).
Im Anschluss habe ich dann noch dies und das gemacht, so etwa die aktuellen Radmuttern fotografiert:
Diese Cafe-Racer werden künftig ausgetauscht: entweder gegen Mishimoto Aluminium race lugs, oder H&R-Stahlmuttern. Solche Möglichkeiten 😀.
Das Problem mit dem wackelnden Bolzen an der Hinterachse, ähnlich Milchzähnen im Kindermund, hat N verblüffend gelöst: herausgeschlagen und wieder eingesetzt, und fest. Magic:
Und dann bin ich im letzten Rennen in Spa noch vom TK angefeindet worden, da der Überrollkäfig ohne Schaumstoff in den Bereichen daherkam, der mit dem Helm kollidieren könnte. Die Boxennachbarn hatten mir Produkte von Sparco und OMP ausgeliehen, meines, unten im Bild, lag im Regal. Also habe ich getauscht, und werde die beiden Leihgaben demnächst zurückgeben.
Am Samstag selbst geschah überschaubar Berichtenswertes, da wir eine der beiden Säulen der Hebebühne umgesetzt haben. Der Abstand zu groß, das Drehmoment zu üppig, vielleicht ist das der Grund für die eher seltsame Geräuschentwicklung, die bei der Betätigung zu vernehmen war. Time will show.
Schon interessanter war mein Besuch bei G, der ja mit der Motorrevision befasst ist. Ich hatte mir ehrlicherweise kein genaues Bild gemacht, was sich hinter einer solchen Revision verbirgt, kann aber wohl mit Fug und Recht erwähnen, dass G es damit Ernst meint:
Der Ventiltrieb ist wohlauf, gleiches gilt für weite Teile des Kurbeltriebes, die Lager und Dichtungen werden ersetzt, und die Ablagerungen sind größtenteils schon entfernt.
Angesichts des geplanten Trackdays Mitte März und des Umstandes, das sich lifter und camshaft noch in Kalifornien befinden, stelle ich mich auf ein überproportionales Arbeitsaufkommen in der ersten Märzhälfte ein.
Später mehr Prognose, die insbesondere dann schwierig ist, wenn sie die Zukunft betrifft,