Build log, 15.-17.06.17

Tja, wer nun erwartet, dass nach drei halben Arbeitstagen SEHR viel am GT40 fertig geworden ist, ist unverbesserlicher Optimist. Der Reihe nach: da die Scheibe für den rear clip schon langsam Patina angesetzt hat, und immer noch nicht angebohrt war, habe ich das am Donnerstag in Angriff genommen. Da die Übung ja schon von den Türscheiben bekannt war, ging das Ganze vergleichsweise reibungsarm über die Bühne. Hier die Scheibe, noch mit Schutzfolie versehen:


Dafür, dass das gute Stück nach selbst gefertigter Pappschablone hergestellt ist, waren die notwendigen Anpassarbeiten wirklich gering. Eigenlob, jaja, aber macht ja sonst keiner. 

Danach ging es weiter mit den Bremsleitungen zwischen Pedallerie und Bremszylindern. Nur gerade Anbohren, und fertig, theoretisch. Die vorderen Leitungen sollten im Hohlraum vor der Stirnwand verschwinden, über dem die Pedalbox und in dem das Lenkgetriebe wohnt – entsprechend eng geht es dort zu. Am Ende der Arbeiten sieht es nun so aus:


Der Stahlflexschlauch, der im Radhaus zum Bremssattel geht, kommt auch schön übersichtlich daher:


Dies war die nun leichtere Übung; die Verlegung des hinteren Bremskreises die Anspruchsvollere. Der Weg der Leitung geht von der Stirnwand durch die Kabine auf der rechten Seite nach hinten, was der Rennatmosphäre nicht abträglich sein dürfte …


… und trifft sich hinter der B-Säule mit den Leitungen für den linken und rechten hinteren Bremssattel …


… wobei die Leitung hinten rechts kaum sichtbar zum Stahlflex geführt wird:


Der Weg zur linken Bremse war und ist ein Stück länger, siehe hier:


Das waren die drei Nachmittage, und am Ende wies mein Nietmutternkasten ein leeres Fach auf, in dem zuvor jede Menge M4 Muttern lagerten:


Neue sind bestellt, wie auch der Motor. Zur Vorfreude hier noch ein Bild der Einspritzanlage, weil es sooo schön ist:


Später mehr,

Udo

Build log, 03.06.17

Wir erinnern uns an die Denksportaufgabe des vergangenen logs, nämlich die Fragestellung, wie die Anbindung des Wischerblattdrehpunktes am unteren Frontscheibenrahmen einigermaßen akzeptabel zu bewerkstelligen sei (verlängern oder Kasten bauen). Entschieden habe ich mich für eine Abwandlung der zweiten Möglichkeit dergestalt, dass ich von Scheibenauflage unten bis zum Cockpit einfach eine senkrechte Fläche anlaminiert habe. Das Cockpit mit Aluminiumfolie abgedeckt, konnte das Laminieren flugs erfolgen:


Wer genau hinschaut erkennt, dass das häßliche Ding tatsächlich hinter der Faser verschwunden ist). Beim nächsten Mal muss ich dann die Spinne demontieren, und das überflüssige Laminat entfernen. Klackssache. 

Da ich das Laminierwerkzeug gerade schon im Anstich hatte, habe ich noch eine örtliche Verlängerung des front clips auf den linken Seite vorgenommem – irgendwie schien mir der Spalt zur Tür dann doch etwas überdimensioniert:


Da werden Erinnerungen an die gute, alte Zeit wach …

Mittlerweile sind auch die neuen Drehpunkte für den front clip eingetroffen, da die alten Rohrschellen, die Mick mitgeliefert hat, keine echte Option war (O-Ton Mick: you better build something different. Aha.). Also habe ich mich für eine Aluminiumschraublösung entschieden. Zu deren Montage musste das front clip erst einmal positioniert werden, damit es, wenn der alte Drehpunkt entfernt wird, es seine Lage nicht verändert …


… und dann galt es, die neuen Drehpunkte zu montieren. Hat geklappt:


Vielleicht fase ich die Dinge noch an, der Aerodynamik wegen. 

Der Querträger zur Befestigung der Gurte sitzt auch schon (natürlich passte das Lochbild von Rahmen und Querträger nicht, damit also keine Überraschung an dieser Stelle, und wozu gibt es überhaupt sonst denn Bohrmaschinen und Bohrer mit großem Durchmesser?):


Schliesslich habe ich meine samstägliche Restenergie darauf verwendet, den noch immer nicht montierten rechten hinteren upright zusammen zu bauen, und ihn samt Bremsscheibe und -sättel zu montieren:


Da sieht schon wieder ein wesentliches Stück mehr nach Rennwagen aus, oder? Wer gut aufgepasst hat, hat erkannt, dass die fehlenden beiden Räder am Montag letzter Woche unaufgefordert nachgeliefert worden sind, kaum zu glauben, aber real life, no phantasy (wir waren am Dienstag im Theater, und Bohemian Rhapsody ist mir nachhaltig im Gedächtnis geblieben). 

Später mehr,

Udo

Build log, 27.05.17

Nachdem die Bremsen nun montiert und ich in Sachen Handbremse wieder etwas schlauer werden musste, habe ich die hand brake caliper noch rasch bei Mick nachgeordert. Die brembo high tech Produkte sahen nach dem Auspacken so aus …


… und nach dem Nachschneiden der Gewinde (hurra, metrisch) und Nachbohren der Befestigungslöcher am upright (passte selbstverständlich nicht ganz, nur fast) sieht die verbaute Situation nun so aus:


Dank brembo wird auch im Stand schnell gebremst, sehr gut. Mal sehen, wo das Handbremskabel am besten entlanggeführt wird – bislang liegt es eher planlos im leeren Motorraum herum. 

Mit den calipers sollten auch die vier Felgen geliefert werden. Dummerweise hat der Spediteur aber nur die Hälfte der Lieferung abgeladen; die andere fährt er hoffentlich noch spazieren. Ich rufe da am Montag mal an. Die neue Optik an der Vorderachse sieht nun so aus (ich habe mich für standesgemäße mattschwarze Lackierung entschieden):


Spur und Sturz stehen noch wie Storch im Salat, aber das wird sich später geben. Ebenso beeindruckend, wenn nicht noch ein bisschen mehr, ist die Lage an der Hinterachse:


Interessanterweise hat alles plug & play gepasst, wirklich bemerkenswert!!

Unter dem Cockpit kommt der schon aus der Cobra bekannte Scheibenwischermotor zur Anwendung, den ich mittels stabiler Aluminiumbrücke schon mal befestigt habe. Da hier ja noch allerhand Anderes verbaut wird, habe ich den Motor auf der Beifahrerseite montiert – wer zuerst kommt, mahlt zuerst. 


Der Dreh- und Befestigungspunkt für den Scheibenwischer ist auch schon montiert; das Loch daneben wird der Wohnort der Wischwasserdüse. Schön, oder nicht? 


Weniger schön ist allerdings, dass sich das alles oberhalb des Cockpits abspielt, es damit sichtbar ist, und es zwei Möglichkeiten gibt, um diesen Missstand zu beheben:

1. Einen Kasten bauen, der Drehpunkt und Welle verdeckt. Das klingt verdächtig nach Fasermatten, Harz und Härter. 2. Eine Verlängerung bauen, und den Scheibenwischerhalter unter das Cockpit verlegen. Hier denke ich an aufwendige maschinelle Bearbeitung, auch nicht so recht sexy. 

Auf alle Fälle versprechen beide Möglichkeiten Gefummele und eine Menge ungeplanter Arbeit, aber ich habe ja eine Woche lang Zeit, eine wohlabgewägte Entscheidung zu treffen …

Später mehr,

Udo

Build log, 13.05.17

Am Donnerstag hat Mick wieder Teile geliefert, wieder in einer wieder viel zu massiven Holzkiste, aber so kommt halt nichts weg, und nichts verbiegt sich:

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Wir erkennen Bremsen und diverse Leitungen, die auf den Verbau harren. Die mitgelieferten Bremsbeläge kommen, wie es sich gehört, natürlich standesgemäß von Ferodo, und der mitgelieferte Aufkleber macht meinen Werkzeugwagen wieder ein Stück mehr Renn-alike, was mich zu diesem eher künstlerischen Stilleben veranlasst hat:

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Natürlich habe ich erst mal alle anderen Arbeiten hintenangestellt, um mit dem Interessanten fortzufahren. Die Bremsscheiben müssen nämlich mit einem Adaptertopf aus hoffentlich hochfesten Aluminium verschraubt werden, und hinsichtlich der Anordnung gab es nun vier Möglichkeiten, jedoch zeigt die SGT Homepage überraschernder- und erfreulicherweise, wie es richtig geht. Hier die Scheibe hinten mit Topf, auf den Mitnehmerbolzen montiert …

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… und hier mit AP Racing Bremssattel, angehalten, noch nicht montiert (mir fehlen die passenden Schrauben leider wieder mal):

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Ich finde, dass das auch nur angehalten echt ein Traum ist, und verschraubt wird beim nächsten Mal. Was auf dem Bild nicht zu sehen ist, ist die Anordnung der Innenbelüftung, die diese Scheibe als ein Modell für die rechte Seite ausweist. Aktuell wohnt die Scheibe deswegen auch mittlerweile vorne rechts ;-)))).

Während der Woche sind dann auch noch ein paar weitere Kleinstpakete hereingetrudelt, gefüllt zum Beispiel mit Verschraubungen. Die habe ich dann rund um und am Catchtank angebaut, und ich finde, dass das alles schon mal recht kompliziert aussieht:

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Wenn erst mal die Stahlflexschläuche dazukommen, findet sich da dann niemand mehr zurecht …

Da gestern ein recht produktiver Tag war, habe ich auch noch die Durchführung des Kraftstoffzulaufs (also vom Einfüllstutzen zum Tank) auf der linken Seite geschafft. Auf dem Bild seht ihr die „A-Säule“, das entstandene Loch, das schon mit Keder ummantelt ist, und den abgeklebten 90 Gradbogen, der durch die Öffnung durchschaut. Diese Nummer war derartig nervend (Loch an Loch, von unten gebohrt), dass ich mir die rechte Seite für später aufgehoben habe, wenn ich für diese Art der Arbeit wieder Motivation gesammelt habe.

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Schlussendlich ist dann noch der Handbremshebel Opfer meiner Montagefreude geworden, der mittlerweile am Tunnel angebracht ist. Mick hat eine merkwürdige Stangenkonstruktion, zwei Bowdenzüge und einen Querträger mitgeliefert, und alle Teile müssen irgendwie an das Auto passen, und es im Stand bremsen. Wie, das weiss ich auch noch nicht einmal im Entferntesten, frage aber mal in den nächsten Tagen in England nach …

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Nächste Woche ist Spa Classics, da kann ich vielleicht noch ein paar Anregungen erhaschen!

Später mehr,

Udo

Build log, 06.05.17

Viel kann ich heute nicht berichten, da zwischendurch noch ein älteres Projekt etwas Zeit in Anspruch nahm. Die Vorderachsen sind nun beide montiert (ich habe gerade von Mick erfahren, dass die Verschraubung für den Stabilink im unteren Querlenker als M8 ausgeführt ist, ein Skandal, da ich mich schon über den Kauf von UNF Gewindebohrern gefreut hatte, um den Lack aus den Gewindelöchern herauszubohren), und die rechte Seite sieht so aus:

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An der Hinterachse, zumindest auf der rechten Seite, ist der drive flange jetzt auch montiert, und kommt so daher:

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Der geneigte Leser beachte den erhabenen GT40 Schriftzug …

Diejenigen von euch, die ganz genau hinsehen, und über das notwendige Fachwissen verfügen (das mir bis gestern leider abging), erkennen auf den ersten Blick, dass dieser upright an der falschen Stelle sitzt, da die Radbefestigung ein Rechtsgewinde zeigt, das auf die linke Seite gehört, weswegen ich das gute Stück demnächst auf die andere Seite verfrachten muss. Es gibt immer was zu tun, und immer was zu lernen. Leider oft erst, wenn die Arbeit bereits getan ist …

Da ich also irrigerweise dachte, diese Baustelle gelöst zu haben, kam als nächstes die Verbindungsherstellung zwischen Tankeinfüllstutzen und Tank an die Reihe. Diese wird elegant und bestimmt sicherheitskonform durch den Fahrgastraum geführt, und ich muss noch Zweizollkraftstoffleitung und Zweizolledelstahlwinkelstücke 90° kaufen, bevor es hier weitergeht:

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Da noch Zeit bis zum Werktagesende war, habe ich mich noch ein wenig mit den Verschraubungen rund um die Kraftstoffversorgung vergnügt. Wie schon in einem früheren build log erwähnt, plane ich, einen Benzincatchtank zu nutzen, und da kommen allerhand Leitungen ins Spiel: Tankent- oder -belüftung, Leitung von den Kraftstoffpumpen in den Catchtank, und Rücklauf vom Catchtank in die beiden Haupttanks. Allerhand eben. Nach einigem Überlegen wurde klar, dass je Fahrzeugseite dazu drei Leitungspaare notwendig sind. Damit das nun nicht im Chaos endet und am Ende wie ein unaufgeräumtes Schlangengehege aussieht, habe ich begonnen, bulkheadverschraubungen mit 30° Winkelstücken einzubauen (und einige fehlende heute morgen gleich nachbestellt):

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Ob das wirklich alles so funktioniert, wird sich dann zeigen. Auf alle Fälle sieht das aber schon mal so richtig wichtig aus, und das ist beim GT40 ja nun auch ein wesentliches Element: schnell schon im Stand ;-))

Später mehr,

Udo

Build log, 29.04.17

Um der allgemein grassierenden Perspektivlosigkeit etwas entgegen zu setzen, habe ich an der Baustelle durch Drehen des Fahrzeuges eine wenn auch nicht neue, so doch geänderte Perspektive erzeugt. Der noch verwaiste Motorraum ist somit besser zugänglich, und gleichzeitig sorgt die geringere Arbeitshöhe (aufgebockt ist der GT40 nun auf professionell wirkenden Dreibeinen) für bessere Arbeitsbedingungen bei den künftig anstehenden Großtaten:

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Bedauerlicherweise mussten aus Gewichtsgründen alle Anbauteile entfernt werden, und das betraf auch die schon provisorisch montierten Fahrwerksteile. Egal, nach einiger Zeit war der vorherige Zustand wieder hergestellt:

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Es fehlen noch die UNC Muttern, die Mick leider nicht mitgeliefert hatte, aber nach deren Montage wäre das Fahrwerk vorne und hinten dann mal komplett (na gut, die driveshafts fehlen auch noch), und die gezeigten Kabelbinder können entfernt werden …

Ausserdem habe ich es noch geschafft, beide Benzinpumpen, die den Kraftstoff vom linken und rechten Tank in den Catchtank fördern werden, ebenfalls mit Haltern aus Aluminiumblech anzubauen, und auch schon mal die Bulkheadverschraubung samt Winkelstück montiert – ein Traum in blau und rot:

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Demnächst müssen dann die Stahlflexschläuche in die Verschraubungen gewürgt werden, eine Arbeit, die mir noch von der Cobra in nachhaltig negativer Erinnerung geblieben ist ;-))

Später mehr,

Udo

Build log, 22.04.17

Während der Urlaubszeit sind allerhand Pakete, wichtig für den weiteren Baufortschritt, angekommen. Das schwerste kam von GT forte, nämlich mit Adapterkit inkl. Anlasser und Kupplung für Audigetriebe zum Fordmotor. So sieht´s aus (Kommentare, das der Anlasser wie der eines Käfers aussieht, sind unangemessen):

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Eine erste Anprobe am Getriebe lässt hoffen, dass das Ganze wirklich funktioniert …

Nachdem ich die elektrische Blechschere wieder instandgesetzt hatte, konnte das Basteln mit Aluminiumblech weitergehen. Vorher habe ich aber noch den Ausgleichsbehälter ein wenig umgearbeitet: vorher ein hässlicher und darüber hinaus nicht funktionstüchtiger Verschluss, links im Bild der standesgemäße Stant Deckel …

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… und später schon etwas mehr nach Rennsport wirkendes Ambiente:

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Jetzt muss sich nur noch jemand finden, der das Aluminiumschweissen beherrscht, und dann gibt es eine Baustelle weniger!

Zurück zur Blechschlosserei, die als Erstes das Fertigstellen der Pedallierieabdeckung zum Inhalt hatte. Jetzt ist auch die obere Öffnung geschlossen, und damit annähernd dicht (Perfektionisten fahren Toyota):

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Da sich meine elektrischen Kenntnisse in diesem Projekt auf das Anschrauben von Komponenten und ähnliche niedere Tätigkeiten beschränken wird, habe ich als nächstes den Sicherungskasten (ich weiss nicht, ob dieser Ausdruck zutreffend ist, aber habe eben keine tieferen Einblicke in diese Thematik) an der Spritzwand angeschraubt:

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Das Ding macht einen leicht überdimensionierten Eindruck, aber ich vertraue hier blind dem Fachmann. Da der Ausdruck „Spritzwand“ gerade gefallen ist, ist es klar, das die hochempfindlichen Bauteile gegen Spritzwasser zu schützen sind. Das geht wieder per Blechschlosserei mit einem schmucken Kasten, der auf Anhieb und ohne Nacharbeit gepasst hat (wochenlange Erfahrung zahlt sich hat irgendwann auch einmal aus), und der hier im Bild schon fertig montiert zu sehen ist:

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Damit bekommt das Elektromonstrum eine neutrale Haube, und das Volkswagenhafte verschwindet aus dem Betrachterblick, um hoffentlich ohne Murren und Knurren zu funktionieren.

Später mehr,

Udo

Build log, 08.04.17

Heute muss es huschhusch gehen, da morgen, am traditionellen build log Tag, keine Zeit für schriftstellerische Übung sein wird.

Erst einmal habe ich am Haus für die Pedallerie weitergearbeitet, und schon einmal Dichtungen angebaut, und das Blechteil mit dem Rahmen verschraubt. So sieht´s aus:

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Wenn ich erwähne, dass das annähernd zwei Stunden in Anspruch genommen hat, kann ich es selbst nicht fassen. Wie dem auch sei, das obere Blechteil fehlt noch, da irgendein Barbare das zum Bau notwendige Werkzeug zerstört hat, also aufgeschoben, nicht aufgehoben …

Da ich also kein Aluminiumblech mehr schneiden konnte, ergab sich die überaus reizvolle Möglichkeit, weitere Teile anzuschrauben. Die rechte Benzinpumpe (zwei Tanks, zwei Pumpen) wohnt jetzt unter der dafür offenbar vorgesehenen Öffnung im Schweller hinten, also so:

IMG_0348

Mit der Klappe darüber ist die Pumpe nicht mehr zu sehen, und ich werde beim nächsten Mal die Aeroquip bulkhead Verschraubung noch im Deckel einbohren. Mit diesem Deckel sieht der Baustand 08.04. jedenfalls erstmals so aus:

IMG_0349.JPG

Wenn die Pumpe dann mal defekt ist, kann ich die Wartungsklappe einfach abschrauben, und mich dann bei abgeschraubter Wartungsklappe über ebendie Pumpe Auge in Auge aufregen. Welch Erleichterung!

Schliesslich habe ich jüngst einen Benzin Catchtank im Internet ergaunert, der RICHTIG gut aussieht. Der wird nach Ostern auf dem Schweller angeschraubt, oben sind im nächsten Bild die Rücklaufanschlüsse, und darunter die Zuleitungen der beiden Benzinpumpen zu sehen. Hier schon einmal ein Vorgeschmack (natürlich wird das mit Stahlflexschläuchen so richtig 24hLM aussehen):

IMG_0350.JPG

Die „Y“-Abzweigung ist der Rücklauf in die beiden Tanks, die im rechten und linken Schweller sitzen. Ich hoffe, dass die Tanks das auch wissen …

Wer ganz genau zugesehen hat, erkennt, dass endlich auf die Verkleidungen der B-Säule samt Dichtung angeschraubt sind, rechts vom Tank im Bild. Wer das nicht gesehen hat: auch nicht schlimm, ich hätte den Job fast auch vergessen!

Später mehr,

Udo

 

Build log, 01.04.17

Alles kein Aprilscherz, was es heute zu lesen gibt. Gleich zu Beginn muss ich zu meiner Entschuldigung, wenn es um den geringeren Arbeitsfortschritt geht, sagen, dass ich spät angefangen habe und häufig abgelenkt worden bin, aber dadurch hält der Bauspaß ja auch länger an 😉

Zuerst habe ich mich gestern an die Befestigung des Lenkgetriebes gemacht. Theoretisch heisst das, zwei Gummilager zu durchtrennen, über das Lenkgetriebe zu stecken, zwei Blechschellen mit vier Schrauben am Rahmen festzumachen, und fertig ist die Laube. Tja, Theorie ist eines, Machen leider etwas anderes. Nach allerhand Fluchen und Aufbohren der Schellen sieht der fertige Einbauzustand so aus:

IMG_0340.JPG

Für das Kantholz gilt wieder: später kommt das weg. Da ich nun schon einmal beim Einbau quer zur Fahrtrichtung angeordneter Teile war, stand als folgerichtig Nächstes der Stabi an. Der liess sich allerdings nur nach umfangreichen Erweiterungen der dafür vorgesehenen Durchbrüche in den Seitenwänden im Vorderwagen montieren; vermutlich stünde im Bausatzhandbuch – wenn es denn eines gäbe – dass der Stabilisator zweckmäßigerweise VOR Anbringen der Aluminiumverkleidungen anzubringen sei …

Aber auch hier war die Arbeit dann irgendwann getan, und von vorne geschaut sieht der Vorderwagen nun so aus:

IMG_0342.JPG

Schön zu erkennen sind die Öffnungen zwischen Pedallerie und oberer Stirnwand, die eigentlich verschlossen gehören. Also habe ich wieder die Kantbank in den Schraubstock eingebaut, gemessen und gerechnet, und entstanden ist ein schmuckes Blechbiegeteil, an dem ich demnächst noch einige Ergänzungsarbeiten durchführen muss, damit hier Dichtheit herrscht:

IMG_0341.JPG

Wie jeder sieht, fehlen da noch zwei in Querrichtung anzubringende Bleche, aber das wird schon noch.

Ich habe mir überlegt, dass ich den Kasten mit nur wenigen, vielleicht Flügelschrauben, anbringen werde, denn dann kann ich das Ding im Sommer abnehmen, und habe ein laues Lüftchen im Fahrbetrieb, befeuert durch die beiden saugend wirkenden Kühlerlüfter, was zu einem erträglichem Klima in der Fahrgastzelle führen könnte!

Später mehr,

Udo

Build log, 25.03.17

Da heute nicht so richtig viele Bilder und Erfahrungen zu teilen sind (obwohl ich nicht mehr als sonst herumgetrödelt habe), möchte ich zunächst über meine zweiwöchigen Erfahrungen zum Thema „Welcher Motor passt zu mir?“ berichten. Ausgangspunkt war und ist, dass es ein Ford V8 mit Einspritzung werden soll, und dass ich 400 echte PS für standesgemäß halte. Daher habe ich mehrere Anbieter kontaktiert, und eine sagenhafte fünfzigprozentige Rücklaufquote erzielt (und da sage jemand, dass wir in einer Servicewüste leben würden). Da dies ja nun ein öffentlicher Blog ist, nenne ich keine Namen, nur soviel: Motoren werden wahlweise von F geliefert, oder von R, und wenn das Ganze aus Einzelteilen zusammengebaut wird, kommen die Komponenten oft von D (klingt wie eine Einleitung zu einem britischen Kriminalroman, und in gewisser Weise ist es das auch).

Anbieter 1 meint, Motoren von F seien eher mittelmäßiger Qualität, und empfiehlt R. Anbieter 2 ist der Auffassung, das F zwar geht, aber D wäre deutlich besser und günstiger, allerdings versagt er schon bei einer Angebotsabgabe. Letztes trifft auch auf Anbieter 3 zu, der mir allerdings eine fast geschlagene halbe Stunde lang die tollsten Möglichkeiten offeriert. Anbieter 4 verdammt D in Bausch und Bogen („der Guss der Blöcke ist so porös, dass das Öl durch den Motorblock austritt“), hat aber zu F auch nur die Meinung, dass aus den 415 PS von F wohl nur 350 echte bleiben (bei einer 226er Nockenwelle, also bitte!), allerdings sei R erste Wahl. Das sieht Anbieter 5 auch so, bietet aber zum gleichen Preis einen selbstaufgebauten an, aus Teilen, deren Hersteller mir noch nie untergekommen sind. Hallo? Schliesslich ist da Anbieter 6, der F für toll hält, und nur beste Erfahrungen gesammelt hat. Tja, nachdem ich dieses Informationspuzzle, angereichert mit Preisvorstellungen der Anbieter, hin und her gewälzt habe, wird es nur ein R-Motor, gestrokert auf 347 cubic inches, mit 465 Papier-PS. Sollte also für ein Mitschwimmen bei stockendem Verkehr auf der A2 hinreichend sein.

Zurück zum gestrigen Tag: die Batterie habe ich geliefert bekommen, und sie passt tatsächlich in meine selbstgezimmerte Halterung. Deren Abdeckung habe ich dann noch verschraubt, und mit einem Hauptschalter versehen, so dass hier eine gewisse Rennatmosphäre schon im Stand versprüht wird, siehe Bild:

IMG_0337

Im oberen Bildteil erkennt ihr zwei schwarze Profile, die irgendwie die Pedallerie aufnehmen soll. Hier hat Mick von SGT entweder nicht zu Ende gedacht, oder ich habe etwas übersehen, denn die Anschraubung des Pedalwerkes geht ohne weitere Hilfsmaßnahmen nicht. Daher habe ich mir zwei Aluminiumflachprofile hergenommen, gebohrt und verschraubt, und damit eine Brücke zwischen den beiden Profilen gebildet, an denen dann die Pedallerie festzumachen ist. Zur besseren Veranschaulichung dienen die beiden folgenden Bilder, einmal von vorne (das Kantholz kommt später weg) …

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… und einmal von der Seite:

IMG_0339.JPG

In den gt40s.com build logs habe ich mir die Sachlage im Vorfeld natürlich auch angesehen, und da sitzen die drei weissen Verschlusskappen etwa 150mm weiter links, also fast bündig mit der Spritzwand. Ich weiss nicht, ob das Autos für die sieben Zwerge sind, oder ob sich die Fahrer mit den Knien zu Ohren zuhalten, jedenfalls passt der verlängerte Pedalabstand für mich nach erfolgter Anprobe perfekt ;-))

Später mehr,

Udo