Build log, 07.12.24

Nach all der Feier- und Reiserei vom letzten Wochenende galt es nun wieder, Fortgang am Falcon zu erzeugen, und so ist es auch gekommen, auch wenn der Plan (was hätte ich gerne?) mit dem Ist (was ist passiert?) wieder etwas divergent daherkommt.

Um den Motor auszubauen und zu G zum Revidieren zu fahren, musste ich noch die Kühlflüssigkeit ablassen, den Kühler ausbauen, den Kabelbaum entkoppeln, den Stabilisator entfernen, die Kupplungsbetätigung ausbauen, die Reste des linken Krümmers aus dem Auto operieren …

…, die Verbindungsschrauben zur Kupplungsglocke lösen, und einiges mehr, das mir gerade entfallen ist, kein Wunder bei all der Arbeit.

Dann habe ich den selbstgebauten Heber aus Baustahl auf die Ansaugbrücke geschraubt, den Motorheber aufgebaut und den Motor aus dem Falcon gehoben, hier am Haken:

Nun ist es mit dem Transport des Motors insofern so eine Sache, als dass dieser nicht wirklich stabil auf der Ölwanne steht, und während des Transports bei leichten Querbeschleunigungen, hervorgerufen beispielsweise durch Ausweichmanöver oder simple Kurvenfahren, seitwärts kippen könnte.

Ergo musste eine Transportvorrichtung her, deren Bau ich noch beginnen, aber nicht mehr beenden konnte. Die Vorrichtung besteht aus zwei Flachstählen, die mit den Motorlagerungsverschraubungen verbunden werden. An diesen Flachstählen werden zwei Hohlprofile angebracht, die später mit waagerechten Bodenauflagen verbunden und im Sinne eines ingenieurmäßigen Fachwerks noch mit allerhand Diagonalstreben verstärkt werden. Der Baustand aktuell ist dieser hier:

Im Hintergrund erkennt der geneigte Leser den Falcon, der sich aktuell geradezu fantastisch leicht schieben läßt.

Später mehr Geschiebe,

Udo

Jahressiegerehrungslog, 30.11.24

Zum Rennen fahren gehört nicht nur rennenfahren, sondern es geziehmt sich auch, an den Ehrungsfeierlichkeiten teilzunehmen.

Ergo haben wir am Samstag die Fahrt nach Nürburg aufgenommen, um Teilhabe zu erlangen. Die Aktion fand im Museum inmitten von Rennautos statt, es gab Pokale, Essen und Gespräche.

Wie ich im Reglement nachlesen konnte, bekommen Fahrerteams, sofern beide Fahrende anwesend sind, die Punkte des anderen gutgeschrieben, und es werden nach mir noch unergründlicher Logik auch Rennen gestrichen – ich lese das später nochmal nach. Für meine Platzierung hieß das Rang 3 in Klasse 27, R und L vor mir. Immerhin, nicht letzter, da einige Starter nur ein oder zwei Rennen absolviert hatten (der Schlaue trimmt die Ausdauer).

Hier die Jahresausbeute 2024 (auf den Pokal für das Kollisionsrennen in Spa-Francorchamps hatte ich verzichtet, und der ganz hintere stammt von meinem Einstand in 2023):

Ganz hinten im Bild auch der zweite DMSB Ehrenpreis, den jeder erhält, der teilnimmt. Ein Zeichen der Belohnung ohne Leistung, abseits der Anwesenheit.

So, am Wochenende komme ich nun hoffentlich mit dem Ausbau des Motors voran, anderenfalls sehe ich um den Ausbau meiner Pokalsammlung schwarz.

Später mehr Tatendrang,

Udo

Build log, 23.11.24

Die Sache mit der Planung, vor allem, wenn sie die Zukunft betrifft, ist ja bekanntermaßen schwierig, so auch in meinem Fall. Dennoch kann ich einige Planerfüllung berichten, und zwar folgendermaßen:

Den front fender konnte ich final anpassen, beim nächsten Mal gibt es noch Feinarbeit, und dann ab zu Ra zum Lackieren.

Im Anschluss stand die Demontage der Radlager den Steckachsen an, an denen Ro vorher tätig war, und einen 2,8“ Schrumpfring befestigt hatte:

Nun passen die Bremstrommeln hoffentlich ohne Verspannung auf die Hinterachse, und machen einem langen Leiden ein Ende. Ich jedenfalls bin sehr begeistert.

Hier noch ein Eindruck der Steckachse vor Montage des Kugellagers und des Schrumpfringes:

Zum Ausklang des Arbeitstages stand noch der Versuch an, die wirklich einmaligen FIA-Krümmer aus dem Auto herauszuoperieren. Die rechte Seite war willig …

… die linke überstieg meine samstägliche Motivation.

Samstage kehren immer wieder, wie es im Schlagerjargon heißt.

Später mehr Unsinn,

Udo

Build log, 16.11.24

Die Zeit tickt, also habe ich heute vergeblich versucht, im Hinblick auf den März 2025 (nur noch 3,5 Monate 😬) etwas auf die Kette zu bringen.

Die Anpassungsarbeiten am linken Front fender erlitten nämlich leider einen herben Rückschlag, da die laminierte Befestigung am Schweller abgebrochen war. Also habe ich die Arbeiten bei Null wieder aufgenommen.

Das Erfreuliche im Unerfreulichen: der fender ist länger in den Abmessungen als nötig, und so konnte ich durch Entfernen die Passgenauigkeit herbeiführen. Siehe Bild oben, hier ist tatsächlich Sauerkraut zuviel 🙂.

Dann konnte ich noch meine schweisstechnischen Kenntnisse unter Beweis stellen, und gleichzeitig ausbauen (solch ein Glück).

Der Motorblock wird nämlich an der Spinne unterhalb des Vergasers aufgenommen, nicht meine Idee, aber jahrzehntelang gängige Praxis. Das Adapterstück habe ich verschweißt und anschließend nett lackiert:

Wenn alles gut läuft (was zum ersten Mal passieren würde), könnte ich am Samstag die Steckachsen montieren, den Falcon auf die Bühne nehmen, und den Motor ausbauen.

Im wirklichen Leben dauert das wohl zwei bis drei Wochen, aber Optimismus ist ein hohes Gut.

Später mehr Güter(sloh),

Udo

Build log, 09.11.24

Team DeVille hatte in letzter Woche den linken front fender geliefert, und das Ding musste natürlich zuallererst angehalten werden:

Die Passgenauigkeit ist im Vergleich zum zuvor verbauten Produkt identisch, im guten (die grobe Form passt) wie im schlechten (die Anschraubpunkte an Schweller und A-Säule sind leider wieder nicht getroffen worden).

Glücklicherweise hatte ich noch Materialien für Laminierzwecke im Schrank, also Abfahrt:

G hatte sich ebenfalls in der letzten Woche bereit erklärt, den aktuellen Motor zu revidieren. Nach etwa fünfzig Stunden Rennbetrieb (beziehungsweise nach dem, was ich dafür erachte) ist das wohl das Gebot der Stunde (bei dem Gedanken, dass im März die Test- und Einstellfahrten stattfinden, überkam mich eine leichte Hektikattacke, die allerdings wieder abgeklungen ist).

Das Highlight der anstehenden, vorbereitenden Motordemontage konnte gestern noch mit Hilfe B‘s fast zum Abschluss gebracht werden, in Form des Krümmerausbaus:

Einmal mehr zeigte sich, dass die Evolution versäumt hatte, ein viertes Gelenk für die Finger vorgesehen zu haben, aber mit stoischer Geduld ging es auch mit dreien.

Später mehr Wissenschaftliches,

Udo

P.S.: mein Anruf bei Currie endete übrigens mit der Frage des netten Telefonmitarbeiters, ob ich denn nicht wüsste, das small bearing Achsen (die ich offenbar fahre) keine 2,8“ Bunddurchmesser für die Aufnahme der Bremstrommeln hätten, sondern 2,43“. Ich habe das Gespräch daraufhin resigniert abgebrochen, und eine Alternative Wahrheit bei R auf den Weg gebracht.

Build log, 26.10.24

Begonnen habe ich heute mit den Steckachsen, da die Moserdinger aus verschiedenen Gründen gegen die Produkte von Currie ausgetauscht werden werden. Dazu mussten allerlei Maße abgenommen werden, und in ein Menü der Currie-Homepage eingegeben werden. Aufgegeben habe ich bei dem Menü, das wissen wollte, ob Abstände aktuell 3 5/16“, 3 1/2“ oder gar 3 9/16“ seien. Jede Antwort führte zu einer Auswahl des Flanschdurchmessers an der Steckachse, der nienicht passt. Am Montag rufe ich in Kalifornien an.

Da ja die Arbeit nicht ausgeht, stand die Behebung der direkten Kollisionsschäden an. An den Aluminiumteilen habe ich noch ein wenig herumgerichtet, und dann den Vorderwagen provisorisch zusammengebaut:

Der silberfarbene Fliegenfänger muss links (im Bild rechts) noch ein wenig angehoben werden, kleine Fische.

Den Front Fender habe ich mit Hilfe Dritter noch demontiert, so dass Platz für das Nachfolgemodell geschaffen werden konnte. Das soll bald geliefert werden, nach Anpassung geht es dann zum Lackieren.

Dann wieder Hinterachse, Stoßdämpfer vorn, und ggf. noch den Motor (teil-) revidieren.

Später mehr Kurzweiliges,

Udo

Build log, 12.10.24

Durch die Kollision in Spa galt es, die Entscheidung zwischen Verschrotten und Neukaufen für Grill und Stossfänger zu fällen. Begonnen habe ich mit N‘s Unterstützung mit dem Grill, der anfangs etwas bemitleidenswert daherkam:

Durch ein bisschen Herumbiegen und -dengeln entstand dann dieser Zustand:

Die verschiedenen Risse mussten nur noch verschweißt werden. Bei einer Blechdicke von 1,5mm war und ist das für mich eine Nummer zuwenig, aber überraschenderweise kam M vorbei, den ich gleich zur Arbeit verhaften konnte. Der Mann kann WIG-Aluminiumdünnblech, und nach dem thermischen Verbinden muss ich nur noch ein wenig schleifen, und der Grill sieht aus wie neu, oder so ähnlich:

Der lädierte vordere Stossfänger (der dieses Prädikat nur in zarten Ansätzen verdient), konnte ebenfalls noch gerettet werden:

Die Stoßstangen werde ich demnächst zu R tragen, damit sie wieder in frischer Farbe erstrahlen können.

Den front fender habe ich bestellt, und nach dessen Lieferung bleiben die üblichen Restarbeiten bis zu den Einstellfahrten im März übrig.

Später mehr Übriggebliebenes,

Udo

Race log, 03.-06.10.24

Das letzte Rennen in 2024 am 05. und 06.10. hatte ich zur Übung mit einem Trackday in Spa-Francorchamps am 03.10. vorzubereiten versucht.

Auf der Strecke am Donnerstag fuhr neumodernes Zeug herum, deren Bremspunkt allerdings schon beeindruckend spät war: während ich bremste, um halbwegs durch die Kurve zu kommen, standen die GT3‘s et al noch weiter auf der Beschleunigung. „Bremsen are a boys best friend“, ähnlich „diamonds for a girl“.

Das Catering mittags mit B und H war eher rustikal, aber hier ist weder Estoril, noch Monte Carlo, sondern Fahrpraxis angesagt:

Die Rundenzeiten auf Avons lagen bei 3:24, ich kam von 3:28 aus dem Frühjahr. Immerhin.

Am Freitag, fahrfrei, dann ein wenig Kultur in Spa:

Sehr nett hier, wieder mit der Chance auf diamonds, girls best friends ….

Am Samstag gab es zwei Qualifyingläufe, die ich beide mittelprächtig überstanden habe, die beste Runde mit 3:14. Nicht schlecht.

Die beiden Rennen à fünfzig Minuten am Sonntag dann waren ein echter Gemischtwarenladen. Im ersten konnte ich einen dritten Platz in der HC65 Gesamtwertung ergattern, erstmals.

Im zweiten lief es sehr gut, wiederum auf dem dritten Rang liegend, bis ich mir kurz vor den Rennende einen Dreher im Bus Stop geleistet habe, den ein Mitstreiter leider zu einer Kollision genutzt hatte:

Natürlich bin ich nach kurzem Boxenstop weitergefahren, aber der dritte Platz allerdings war dahin, dafür ist Arbeit für die Saisonpause garantiert. Es gilt, die positiven Dinge in den Vordergrund zu rücken, und optimistisch zu denken.

Später mehr Lügen,

Udo

Build log, 21.09.24

So mancher Leser wird sich fragen, wieso der build log heute schon am mittleren Samstagnachmittag publiziert wird, und die Antwort ist einfach: work-life-balance, oder: ich war mit den meisten Dingen am Falcon fertig, und hatte für die übrigen keine Lust mehr.

Dabei begann der Werktag erst um zehn Uhr, B war angereist, damit wir die steinschlagverschandelte Windschutzscheibe gegen ein Neuprodukt austauschen konnten. Die Dinger hat ein Händler in Deutschland übrigens lagernd, in den Ausführungen „klar“ und „grün mit Grünkeil“, oder so ähnlich. Der Einbau erforderte nur drei Versuche, wobei U zum letzten hinzukam. Nach allerhand Unmutsbezeugungen war der Job aber dann getan.

Die übrigen Dinge habe ich dann allein durchgeführt: Motor- und Differntialöl prüfen (tadellos), Zierleisten um die Windschutzscheibe anbringen und abdichten (weitestgehend), Scheibenaufkleber anbringen (naja), Beifahrersitz für den Trackday einbauen, nebst Gurten, und den Falcon wieder auf dem Trailer verzurren.

Nun kann es in zehn Tagen losgehen, zum letzten Rennen der Saison ins hügelige Spa-Francorchamps:

Später mehr Wehmut,

Udo

Build log, 07.09.24

Die neuen Avons sind von C.K. sehr rasch geliefert worden, und nach kurzer Rücksprache mit M habe ich den probeweise gelieferten 225/65er wieder zurückgesendet, aber wir haben einen Verbautest mit den 215/70 gemacht:

Das rundum positive Ergebnis ist, dass die Reifen an den Falcon passen und im Vergleich zu den heutigen 205/70 eine um satte 16mm vergrößerte Breite mit sich bringen. Wenn das nur nur in gleicher mathematischer Art und Weise auch in eine Verringerung der Rundenzeiten münden würde …

Im einzigen Foto dieses logs ist im Hintergrund die Verpackung der neuen Windschutzscheibe zu sehen. Diese gilt es im Laufe des Septembers in den Falcon einzubauen, damit sich der miese Steinschlag nicht vergrößert.

Vermeintlich ist noch viel Zeit, auch für die Probefahrt mit dem neuen Sperrdifferential. Vielleicht sollte ich das nicht auf die lange Bank schieben 🙂.

Später mehr Sprichwörter,

Udo