Build log, 09.12.23

Aus dem Vereinten Königreich hatte Peter Knight die Hightechracekipphebel geliefert, und die habe ich zu G getragen, der den Ersatzmotor temporär mit Rollerkipphebeln versehen hatte, natürlich für den Renneinsatz unerlaubt und undenkbar:

Unten rechts im Bild die Knightdinger, die aus unerforschten Gründen 6.000 1/min ertragen.

Da es vom Zusehen nicht voran geht, habe ich mich heute wieder in die Schrauberscheune begeben, und selbst Hand angelegt. Als Erstes stand die Halterung für mein Telefon an, damit ich demnächst mein Unvermögen in jeder Runde erkenne, und mich an Fortschritten der Fahrkünste erfreuen kann (mal sehen, was da überwiegt 😬):

Standesgemäß habe ich das Kunststoff- mit dem Aluminiumteil verklebt, also ist erst einmal eine Woche lang Ruhe geboten.

Dann habe ich mich aus Gründen des Selbstschutzes an den Austausch der vorderen Abschleppvorrichtung gemacht. Das hübsche, rot lackierte Teil aus Aluminium hatte sich schon einige Male um die Horizontale gebogen, und beim Abschleppen auf dem Nürburgring-GP-Kurs auch um die Vertikale, und das gute Stück sah so aus:

Dass es mit der (Dauer-) Festigkeit von handelsüblichem Aluminium eher schwach bestellt ist, zeigt eine Detailaufnahme des Querschnittes:

Nach Einschnürung folgt Bruch, und davor Austausch. Hier nun die Umsetzung: Gewebe ist nachgiebig, und in roter Farbe auch verfügbar:

Ob die Befestigung regelkonform und periodengerecht ist, wird sich zeigen.

Den restlichen Tag habe ich mit erfolglosen Versuchen verbracht, den Rückwärtsgang in den GT40 einzulegen, bis dann F recherchiert hatte, dass das verbaute Getriebe ab und zu zu Problemen mit dem Rückwärtsgang neigt. Ich muss demnächst nochmal B konsultieren.

Später mehr aus dem Konsulat der Ford V8 Diplomatie,

Udo

Championship ceremony blog, 25.11.23

Dass die Saison 2023, das Fahren betreffend, endgültig zu Ende ist, läßt sich an der Meisterschaftsfeier ablesen (bauen und schrauben geht selbstverständlich auch nach Saisonende, oft ist es vonnöten).

In der Goodyear-Lounge am Nürburgring tagte die FHR, und S und ich waren angemeldet. Pokale gab es wie auf dem Jahrmarkt, und die Sponsoren hatte für Getränke gesorgt:

Das hübsche Stileben hat natürlich mehr als nur einen einzigen Verursacher 🤥.

Da ich in 2023 nur als Gast gestartet war, konnte ich am regulären Klassement nicht teilnehmen, aber man hat mir und einigen anderen den DMSB-Ehrenpreis verliehen:

Wodurch mir die Ehre zuteil wurde, ist bis zum heutigen Zeitpunkt unklar (Mitleid, seltsames Auto, Motivation für 2024?), und nachzufragen habe ich mich nicht getraut, aber vielleicht kann ich etwas dazu im www erfahren.

Später mehr Detektivisches,

Udo

P.S.: das Wetter war eifeltypisch, mit Temperaturen um den Gefrierpunkt, Schnee und Nebel. Die Nacht im Camper haben wir gut überstanden, nur so am Rande.

Build log, 18.11.23

Die Fordaufkleber am Falcon waren während der Woche getrocknet, letzte Stellen habe ich noch bearbeitet (dort, wo noch Wasser zwischen Blech und Aufkleber verblieben war, klebte es natürlich nicht), und alles passt. Einmal in Flow, fanden noch drei Rennstreckensticker ihren Platz am vorderen linken Fender (klingt besser als Kotflügel, meine ich):

Okok, Zandvoort habe ich nur eine halbe Stunde lang geschafft, danach gab es ja die Probleme mit dem Getriebe, aber der ganze Aufwand der An- und Abreise rechtfertigt auf alle Fälle den Aufkleber am Falcon.

Damit der Wasserpegel im Fußraum bei nächster Regenfahrt zumindest hinnehmbar bleibt, war die Behandlung des Windlaufes oben unabdingbar. Mit abtupfbarer Dichtmasse (im Gegensatz zu Silikon ist das Ensemble auch wieder demontierbar) habe ich eine recht ansehnliche Dichtung hingezaubert:

Alternativ wäre der Verbau eines Dichtsatzes aus den U.S.A. möglich gewesen, jedoch habe ich dieses Mal Kosten und Aufwand dafür gescheut.

Als Nächstes steht am Falcon der Wechsel von Reifen, Getriebe- und Motoröl und eine allgemeine Verschraubungsinspektion an, die allerdings später stattfinden wird.

Den frisch lackierten Halter für die Bowdenzugschaltung am GT40 ist wieder verbaut, und ich gewinne nach mehreren Einstellversuchen den Eindruck, dass der Motor für die Feineinstellung laufen sollte, und ich Zeit, trockenes Wetter und fachkundige Hilfe an Bord haben sollte. Alles das konnte ich nicht vorweisen, also ist dieser Job erst einmal aufgeschoben, nicht aufgehoben.

Final habe ich mich dann noch ein wenig mit dem alten T10 beschäftigt, das ich zwar nicht fahren, aber vielleicht meistbietend verkaufen werde:

Tachoantrieb und Lager montiert, die Rollen für die Lagerung des vierten Ganges mit Assembly Goo eingesetzt, nahte auch schon wieder der unverdiente Feierabend.

Später mehr Arbeitszeitverkürzung,

Udo

Build log, Karnevalsstart 2023

Narren überall, aber ich bin vermutlich auch nicht besser, eventuell graduell anders. Der seit dem Sommer wartende GT40 hat heute nun endlich die Fertigstellung der Halterung für die Schaltbowdenzüge erhalten, original verschweisst und verzapft von Pallhuber und Söhne (zum Einhundertsten muss soviel Ehrerbietung nun mal sein).

Links das Neuteil, rechts die ursprüngliche Variante. Sieht anders aus, und wird auch wohl anders funktionieren. Hoffentlich besser 🤨.

Am GT40 gab es nicht mehr so viel zu tun, also habe ich mich dem Falcon zugewandt. Die Arbeit geht eben nicht aus.

Zunächst ist das Bodenblech unter der Pedallerie entfernt worden, hier stand Wasser wie im Fluss. Also habe ich ein Loch in die Bodengruppe gebohrt, und die potentiellen Hochwasserstellen mit Mike Sanders Dingsbumsfett abgesichert.

Dann stand wieder einmal schöner Wohnen und Fahren auf dem Programm: im Internet hatte ich oldfashioned Aufkleber erstanden, und die haben N und ich versucht, auf dem Falcon anzubringen. Versuch macht kluch:

Ob das alles so hält, verrate ich im nächsten log. Schließlich ist bald Weihnachtszeit, die Zeit der Überraschung.

Später mehr Unerwartetes,

Udo

Track log, 04.11.23

Um das Thema „Üben“ wieder aus dem letzten log aufzugreifen, habe ich mich heute mit dem Falcon in Richtung Meppen aufgemacht, um meinen persönlichen traurigen Rundenrekord ein wenig zu pimpen.

Morgens war es zwar trocken, aber der Track rutschig als ob Regen gefallen sei. Zweimal habe ich mich nach der Start-Ziel-Geraden (wenn dies für Meppen überhaupt eine zutreffende Vokabel ist) gedreht, einmal mit Kiesbettkontakt, aber es ist alles gut gegangen.

Wie von Geisterhand gedreht, lief es nach der Mittagspause besser, mehr Grip, keine Dreher (das ist übrigens nicht mein singuläres Empfinden, andere Mitstreiter berichteten ebenfalls von der heilsamen Wirkung der einstündigen Fahrruhe ab 12:00). Siesta ist eben doch kein falsches Ding.

Hier noch ein Beweisfoto:

Ab 15:00 war Niederschlag vorhergesagt, also habe ich um 14:50 den Falcon auf dem Trailer verstaut. Eine weise Entscheidung, denn um 15:00 setzte Regen ein.

Die Rückfahrt kenne ich mittlerweile auswendig, war also ein sogenannter Klacks.

Soviel zum Saisonende 2023 😧.

Ab März 2024 geht es wieder los, dazwischen warten gewisse Restarbeiten an Käfer, Cobra, GT40 und Falcon. Wenn die Zeit dazu mal ausreicht …

Später mehr Zeitmanagement,

Udo

PS: meine Bestzeit konnte ich von 2022 ausgehend um zwei Sekunden auf 1:43 reduzieren. Wenn ich so weiter mache würde (Konjunktiv), dann wäre ich im Jahr 2073 bei drei Sekunden Rundenzeit. Lineare Algebra habe ich nie verstanden …

Engine Test Blog, 30.10.23

Den Falcon hatte ich zu mto gebracht, um Vergaser- und Zündeinstellungen vorzunehmen, und um am Ende noch die Leistungskurve des Motors zu ermitteln.

Um es kurz zu machen, präsentiere ich das Ergebnis ohne große und kleine Umschweife:

Da stehen 400 Nm Drehmoment (es ist kein Dieselmotor), und eine Leistung von ca. 335 PS (mit/ohne Korrektur). Für einen fast sechzig Jahren alten Motor, der im Original 164 hp hatte (am Rad oder an der Kupplung weiß ich nicht), sieht das schon mal nach Racecar aus.

Jetzt muss ich nur noch üben, und fahren, was das Auto kann.

Später mehr Selbsterkenntnis,

Udo

Build log, 21.10.23

Endlich wieder build! Der GT40 steht seit Le Mans Classic (immerhin mit repariertem Wasserkühler) in der Scheune, und es ist also immer noch höchste Zeit, das Auto wieder auf die Straße zu bringen. Dazu allerdings musste die Restarbeit (einmal angezettelt, ist der Rest folgerichtig Restarbeit) erledigt werden.

Ursache allen Übels ist ja die Halterung der Schaltbowdenzüge am Getriebe, die ein sicheres Einlegen der Fahrstufe „R“ unterbindet. Also habe ich Schlosserarbeiten aufgenommen, um es anders (und im Idealfall besser) zu machen:

Das ist natürlich noch nicht gewichtsoptimiert, aber das kommt später.

Nach umfangreichen Einstellarbeiten mit N und F zeigte sich, dass der Gelenkkopf, der die Verbindung zwischen Getriebe und Schaltung übernimmt (ich weiß nicht, wie ich es anders ausdrücken soll), nicht seine vollen Möglichkeiten hinsichtlich Winkelstellung ausnutzen kann, da der Winkelkopf gegen Unterlegscheiben stößt, deren Durchmesser offenbar zu groß sind.

Also hat sich F auf die Suche nach Alternativen gemacht, und dieses Ding aus der Holzverarbeitung aufgetan:

Die seltsamen Krallen entfernt, ergaben sich Hülsen, die den Freigang des Gelenkkopfes sicherstellten:

Getreu meines Mottos (wer selbst wenig kann, sollte sich nicht mit Gleichgesinnten umgeben) ging diese Episode wieder einmal erfolgreich zu Ende.

Der aktuelle Baustand des Bowdenzughalters präsentiert sich am Ende des Bautages dergestalt (links das ursprüngliche Modell):

Da fehlt noch ein Versteifungsblech (Gewicht hinzu) und jede Menge Bohrungen (Gewicht hinweg), und der Probefahrt steht maximal schlechtes Wetter entgegen.

Später mehr Meteorologisches und Metaphorisches,

Udo

Track log, 13.-5.10.23

Wer aufmerksam meine logs liest, stellt fest, dass die Build Logs in den Hintergrund geraten.

Das ist nicht meinem Unwillen geschuldet, sondern liegt eher am nahendem Saisonende, und den sich daraus ergebenden Möglichkeiten, Schrauben durch Fahren zu ersetzen.

Also, am Freitag Abend ging es nach Sachsen-Anhalt, genauer geschrieben, nach Oschersleben. Für mich eine Premiere für den dortigen Track Day.

Die Freitagsanreise war typisch für eine Reise über die A2 am nahenden Wochenende, nämlich zäh, so dass die Ankunft im Dunkeln erfolgte:

Nach dem ersten Stint auf nasser Fahrbahn, wurde das spätsommerliche Wetter richtig gut, schau hier:

Meine Fahrkünste, wenn jemand dieses Wort akzeptieren sollte, haben sich wieder einmal (leider nur) inkrementisal verbessert, oder muttersprachlich: kaum merklich:

Ein Riesenspass war es trotzdem, und darauf kommt es an. Und: keine Verluste.

Später mehr „Übung macht den Übenden“,

Udo

Race log, 29.09.-01.10.

Große Aufregung, das erste Rennen beim FHR HTGT mit dem Falcon! Im Einzelnen, entsprechend detailliert, zunächst Abfahrt in OWL etwas zu spät …

… und die Ankunft am NBR viel zu spät, wir (B und ich) kamen exakt zum Ende der Fahrerbesprechung in den Briefing Room, Einstand nach Maß 😨:

Nach dem Abendessen war der Falcon dann noch aufkleberseitig rennfertig zu machen …

… etwa so:

Samstag nach der geglückten Abnahme dann zwei Qualifikationsläufe:

Erwartungsgemäß konnte ich in der FHR HTGT Wertung keinen der ganz vorderen Plätze belegen, aber für mich galt sowieso vorwiegend das olympische Motto 🤷‍♂️.

Sonntag gegen 14:00 ging es zur Vorstartaufstellung, in Vorbereitung zur Einführungsrunde:

Das Rennen lief über zweimal dreißig Minuten inkl. einhundertundzwanzig Sekunden Boxenstop, auf die Sekunde so ermittelt:

Das Ergebnis meiner Bemühungen (stets bemüht) ist dieses hier:

Zur Einordnung muss ich hinzufügen, dass in meiner Klasse 8 nur zwei Starter zu vermelden waren, und den Zweiten hat es in der zweiten Runde mit Problemen mit der Zündung aus der Bahn geworfen. Somit war Ankommen alles, und angekommen bin ich.

Abschließend noch ein Blick auf die Gesamtwertung:

Was noch nicht unerwähnt bleiben sollte, ist dieses hier:

Das Foto zeigt das Gewicht des Falcon, vollgetankt. Das ergibt ein rechnerisches Leergewicht vom sage und schreibe 1.190 kg (angebliches Homologationsgewicht laut FIA Wagenpass Nr. 1250 liegt bei 980 kg 🤦, vermutlich ohne Motor).

Später mehr Leichtbau und Erfahrungssammlung,

Udo

Track log, 23.09.23

Der GT40 und die Schaltung mussten noch etwas warten, denn heute war wieder Trackday im schönen Meppen. Den Falcon im Frühtau zu Berge aufgeladen und losgefahren, war ich ein wenig zu spät, aber für vier stints hat es gereicht, ohne Regen, ohne Panne, ohne Vorfall:

Am Montag steht dann noch Kurzinspektion und Verladung an, und am Wochenende dann die Reise zum NBR.

Später mehr suspense,

Udo