Wir erinnern uns: Haftet Teflon am getrockneten Feinspachtel, oder nicht? Hier der Bildbeweis, dass Haftung nicht gegeben war – die mit Teflonband beklebten door tongues ließen sich problemlos von ausgehärteten Spachtel abziehen:

Den etwas bröselig aussehenden Rand habe ich etwas nach unten verlängert, so dass der Bereich nun wieder halbwegs harmonisch aussieht, und Spinne und door tongues perfekt zueinander passen. Ausserdem verdecken die door tongues das Gespachtelte sowieso, und daher reicht es, wenn hier 90% craftmanship zur Anwendung kommt!
Da ich ja sonst nichts Großartiges vorhatte, habe ich mich entschieden, die Luftkanäle unterhalb des front clips zu spachteln. Immerhin sind die Dinger bei geöffnetem clip sichtbar, und da ist etwas Sorgfalt angebracht. Der Zwischenstand der Arbeiten – sozusagen als Momentaufnahme – schaut so aus:

Das rechte Modell ist schon nahe am Fertigstellungszustand, die linke Seite braucht noch ein bisschen Zuwendung. Wird aber schon …
Fast hatte ich vergessen, das die Sauerkrautteile ja nicht nur aus Spinne, Schwellern, Türen, Armaturentafel, front und rear clip bestehen, denn tief in der Ecke stand noch das nostril bonnet panel. Zur Erklärung für alle diejenigen Leser, denen der britische Fachsprech abgeht, handelt es sich um den Einsatz im front clip, der mit vier DZUS-Fastenern (ich kenne Begriffe, oder?) ebendort fixiert wird. Hier ein Bild der besagten Abdeckung samt DZUS im vorderen Teil des Fotos (benannt sind die Dinger übrigens nach William DZUS, gesprochen „Zeus“, kein Scherz).

Die vier Verschlüsse waren fix angebracht, und die Halteklammern im front clip ebenfalls. Den nostril hatte ich dabei so ausgerichtet, dass es am wenigsten lächerlich aussah, im Fachjargon „best fit“. Als ich dann die Spaltmaße in Augenschein nahm, konnte ich aufgrund Tränen in den Augen erstmal nicht mehr viel sehen. Insbesondere der Spalt zwischen front clip und nostril auf der rechten Seite ist ein Traum, was vornehmlich daran liegt, dass die Kante am front clip nicht eben flach und gerade wir die Norddeutsche Tiefebene daherkommt, sondern eher der gewellten Lieblichkeit des Sauerlandes gleicht. Hier der Bildbeweis:

Gut, dass ich noch Reste Faserspachtel habe, die nach sachkundiger Verarbeitung dafür sorgen werden, dass ich mich später, wenn das Auto mal ein Auto ist, ohne Gehäme damit auf der Straße bewegen kann. Hier der Baustand am Ende eines ereignisreichen Basteltages:

Vorne im Bild ist übrigens die DZUS-Haltefeder erkennbar. Schön, oder?
Damit ist jedem klar, wie es beim nächsten Einsatz weitergeht. Hoffentlich geht mir der Spachtel nicht aus, 40er Schmirgelpapier habe ich noch reichlich im Bestand …
Später mehr,
Udo