In der Schraubenhalle waren es gestern -2°C, und bei den Temperaturen war es dann gut, dass ich die Türen zum Schleifen in Arbeit hatte – da wird es einem warm, und man hängt nicht auf der Straße herum ;-))
Der Allgemeinzustand der Türen, vor allem im Innenbereich, glich zunächst topografisch der Mondoberfläche: Krater neben Krater. Da hier aufgrund einer teflonartigen Oberflächenbeschichtung weder Lack noch Klebstoff hält, aber ich die Oberflächen erstmal mit 40er Finishpapier bearbeitet (irgendwie ein komischer Name für das Zeug, denn danach ist von Finish nichts zu sehen. Egal), und dabei auch Oberflächenglättung herbeigeführt. Ein lustiges Beispiel für den Startpunkt meiner Arbeiten zeigt sich im nächsten Bild (es handelt sich um die Ablagefläche in den Türen, unten rechts ist zur besseren Orientierung der door handle recess zu sehen).

Da konnte ich meine 40er Schleifpapierbestände deutlich reduzieren, und anschliessend sah das dann immerhin ein bisschen besser aus:

Links im Bild (wie auch an anderen Stellen) mussten offenbare Transportschäden aus der Vergangenheit egalisiert werden. Vor dem Spachtelstart habe ich sicherheitshalber ob der frischen Temperaturen einen Blick auf die Verarbeitungshinweise meiner Spachteldose geworfen. Dort stand, dass sich das Zeug am besten bei 20°C verarbeiten lässt – sehr witzig.
An den Türaussenseiten stand dann noch das Eckigmachen der vorderen unteren Türecken (bzw. Türrundungen) auf der to-do-Liste. Die waren ja leider auch im Laufe der Jahre zu einem schicken Radius erodiert, was hässlich ist. Hier ein Stilleben mit Faserspachtel grün, appliziert auf eingeklebtem Aluminiumblech:

Und dann habe ich das Nostril im front clip einigermaßen hingerichtet (wir erinnern uns, das Einpassen war die helle Freude, und es fehlte der vordere Flansch). So sieht das heute aus:

Le Mans, oder?
Nachdem nun alles aktuell in Bearbeitung Befindliche trocknen musste, habe in damit angefangen, einen echten Schandfleck der GT40-Replicas zu kaschieren: die Spinne ist an der B-Säule einfach am Rahmen verschraubt, aber die Originaldinger haben hier aufgrund der Spantenbauweise nichts Verschraubtes, sondern eine Art Abdeckung. Da ich mir frisches Albblech besorgt hatte, habe ich das schon mal grob in Form gebracht, um daraus einen Deckel zu bauen. Der muss noch ein wenig mit der Fächerscheibe motiviert werden, und mit der „kopieren-einfügen-Funktion“ auf die linke Seite übertragen werden, so dass er komplett an der Spinne zur Anlage kommt (noch seht ihr da einen Spalt):

Da das Herstellen dieses Teils ohne nennenswerte körperliche Anstrengung zu bewerkstelligen ist, war ich danach leicht ausgekühlt, und habe die Arbeiten für diesen Tag abgebrochen. Bald wird es Frühjahr …
Später mehr,
Udo