Build log, 30.12.17

Die Getriebehalter benötigten noch etwas Feinschliff, also habe ich damit heute einige Zeit vertrödelt (schweissen, schleifen, schweissen, schleifen, und fertig). Nach dieser eher groben Metallbautätigkeit stand mir der Sinn nach Schrauberarbeit, und deswegen war der Anschluss des Kraftstoffdruckreglers der nächste Programmpunkt (drei bar werden übrigens angestrebt). Der Zulauf kommt von der Ringleitung an der Einspritzanlage, und zurück geht es in den Kraftstoffcatchtank – das wird dann der vierte Stahlflexschlauch, der quer durch das Fahrzeug führt (sieht wichtig aus, und daher ist das gut so):

Die Länge der Schaltbowdenzüge muss ich noch an GTRacing.co.uk mitteilen, damit Mark daraus passend lange Seilzüge anfertigen kann. Der Durchbruch im Aluminiumblech oberhalb der Primärkraftstoffpumpen (deutsche Sprache, kreative Sprache) ist hier, mit Keder bestückt, erkennbar:

Sobald geliefert, kann ich montieren 🔧🔧🔧.

Als typische Füllarbeit, wenn mir sonst nichts mehr einfällt gerne genommen, habe ich dann noch eine Verstärkung im rear clip angebracht. Letzterer weist einen geometrischen „Frosch“ auf, den es zu stabilisieren gilt, um unerwünschte Effekte zu unterbinden. Dazu dient ein Aluminiumwinkelprofil, das zunächst eingeklebt und mit Spannzangen fixiert, und demnächst laminiert werden wird. Sieht auch so schon vorteilhaft aus:

Bereits Erwähnung gefunden hat ja der Umstand, dass die Riemenscheibe der Wasserpumpe (oder auch Wasserpumpenriemenscheibe, wow!!!) in den Fahrgastraum hineinragt. Nach langem hin und her habe ich mich für eine Schweisslösung entschieden, um den notwendigen Freigang zu schaffen. Dazu musste aus der ursprünglich ebenen Abdeckplatte ein zusätzliches Volumen geschaffen werden, frei fliegend hier dargestellt:

Die Abdeckung habe ich freihand über einer passenden Farbdose mit dem Durchmesser 180mm gebogen, und am Ende einer langen Blechscherenreise sah das dann ganz gängig aus. Zusammen mit der Serviceklappe und dem eigens erstellten Deckel wird das später standesgemäß rennsportlike so eingebaut werden (im Hintergrund Schnittspäne; die fertige Form der Abdeckung konnte ich rechnerisch nicht ermitteln (zylindrischer Abschnitt, geschnitten an zwei zueinander nicht-parallelen Ebenen), da ich meine Formelsammlung zuhause vergessen hatte. Wer bekanntlich nicht rechnen kann, muss iterieren, und das Ergebnis all der Iterationen sind eben die Schnittabfälle im oberen Bildteil. Da die elektrische Blechschere noch defekt ist, ging das alles per Handblechschere, gut für den Kraftaufbau im rechten Arm:

Jetzt benötige ich wieder jemanden, der Aluminiumblech schweissen kann; zum Glück gibt es das Internet 📠📠📠.

Ich versuche ergo, in der kommenden Woche einen willigen Schweissbetrieb zu finden …

Später mehr,

Udo

Build log, 29.12.17

Die Getriebehalter waren ja zugeschnitten und vormontiert, und harrten des Verschweissens. Meine letzte praktische Übung diesbezüglich lag ein paar Jahre zurück, und daher habe ich erst einmal einige Trockenübungen absolviert. Am echten Objekt sah dann das Ergebnis so aus:

Für einen Laien „geht so“, Profis würden mich zum DVS schicken 🚮🚮🚮.

Und dann wäre da noch der Bowdenzughalter für die Schaltung, hier am Getriebe befestigt (braucht noch einige Justage, aber die Basis ist gelegt):

Als nächstes kann ich die Länge der Bowdenzüge ausmessen, und dann in UK bestellen (wird auch irgendwann geliefert, vielleicht). Last but for sure not least (wie wir/die Briten sagen) haben wir dann noch den rear clip montiert (schon wieder Hilfe). Ergebnis dieser Übung ist, dass

– die am linken Ventildeckel montierten Luftfilter nicht verbaubar sind

– die Öffnung für die Einspritzanlage nicht in den rear clip passt, letzterer also zu erweitern ist (kein Problem)

– das optisch echt „Le Mans“ aussieht:

Morgen wird dann weiter montiert. Es warten der Benzindruckregler, dessen Verschlauchung, die Abschlussarbeiten an den Getriebehaltern, und noch weitere kleinere Restarbeiten …

Langeweile ist anders, also Sonntag mehr,

Udo

Build log, 27.&28.12.17

Hochzeit: am Mittwoch war Motoreinbautag, nachdem ja Getriebe und Motor sozusagen schon Verlobung gefeiert hatten 👩‍❤️‍💋‍👩👩‍❤️‍💋‍👩👩‍❤️‍💋‍👩. Hier einige Eindrücke noch vor Feststellung all dessen, was leider nur annähernd passte:

Im übrigen spiele ich nicht Tennis, aber die Filzbälle verhindern unerwünschten Staubeintritt in die Einspritzanlage.

Die Details, die B (ich hatte Hilfe, sonst hätte ich das alles in fünf Tagen nicht fertig bekommen) und ich erledigen durften (is’s always a pleasure), lagen zum einen darin, dass Mick in seinem Fahrzeugrahmen Platz für ein UN1- oder ZF-Getriebe vorsieht (wer ein ZF im Keller stehen hat, kann sich gerne bei mir melden), aber nicht für das gewählte 01E 😕😕😕. Als Folge davon kollidierte letzteres mit dem Rahmen, und die erste Idee war, die standardmäßig am Getriebe verbauten Torx-Linsenschrauben (?) gegen Senkkopfschrauben auszutauschen:

Ein ohne Frage in die richtige Richtung weisender Schritt, der allerdings etwas zu kurz gegangen war, da zwischen Rahmen und Getriebedeckel zwar nun ein Blatt Papier passte, aber auch nicht mehr. Also beherzt zur Trennscheibe gegriffen, und die offenbar überflüssigen Rippen am linken Getriebedeckel unten entfernt (nicht erst seit Dieselgate wird deutsche Ingenieurkunst manchmal überschätzt). Hier der Deckel nach Gewichts- und Bauraumoptimierung, die unteren Schraubenlöcher wiederum in gesenkter Ausführung:

Eingebaut erschliesst sich vor allem dem nicht dabeigewesenseiendem Leser eventuell nur schwer ein Einblick, aber ich kann versichern, dass der entstandene Spalt zwischen Rahmen und Getriebe so funktionieren könnte.

Interessant ist auch, dass sie Riemenscheibe der Wasserpumpe nun in den Fahrgastraum hereinschaut; also benötigt die noch ebene Serviceklappe eine hübsche Ausbuchtung, eine Aufgabe für lange Winterabende …

Da der Motor nun gelagert war, verlangte auch das Getriebe nach einer adäquaten Befestigung am Rahmen. Also habe ich mir am 28.12. eine Schlosserei gesucht, die nicht in der Weihnachtspause ist und war, und diverse Stahlhalbzeuge erstanden. Auf der linken Getriebeseite finden sich zum Bau vier Gewindelöcher M10, die in nicht-rechten Winkeln zueinander angeordnet sind. Dazu kommt als zusätzliche Herausforderung, dass die aufspannende Fläche durch irgendwelche Erhebungen am Getriebe unterbrochen wird, weswegen die Grundplatte nun so aussieht:

Daran dann flugs die Befestigung für das zu noch liefernde Schwingmetall hergestellt, mit einem Abstützrohr versehen, sieht das zwar nicht wie ein Getriebehalter aus, ist aber dennoch einer:

Das muss dann noch eben verschweisst werden, und fertig. Auf der rechten Fahrzeugseite besteht eine andere geometrische Anordnung, und daher ist auch der hier vorgesehene Halter anders aufgebaut:

Die silbrig glänzende Aluminiumplatte und das waagerecht liegende Rechteckprofil sind lediglich Platzhalter für die Schwingmetalle, und werden nach deren Lieferung durch ebendiese ersetzt.

Was morgen ansteht, braucht für den kundigen Leser nicht explizit erwähnt zu werden – die Aufgabenmenge reicht von hier bis Ostern, bei 24/7 …

Später mehr,

Udo

Build log, 23.12.17

Im letzten build log habt ihr ja Motor und Getriebe zusammen verbaut gesehen. Optimistisch und euphorisch hatte ich das Foto gepostet, aber leider war der Job in der letzten Woche noch nicht so ganz vollständig erledigt. Einige Verbindungsschrauben passten, andere machten schon Anstalten, nicht so ganz willig zu funktionieren. Die Erledigung der Restarbeiten hat denn auch den Großteil des Vorweihnachtstages in Anspruch genommen: Schraubendurchgangslöcher im Getriebe aufbohren (bloß nicht zu viel beim ersten Mal), Getriebe wieder an den Motor anpassen, feststellen, dass der Aufbohrdurchmesser zu vorsichtig bemessen war, demontieren, bohren, montieren, und am Ende des Tages waren alle notwendigen Schrauben verbaut. Mir ist noch einmal bewusst geworden, dass das Getriebe nahezu ausschliesslich an einer 12 Millimeter dicken Aluminiumplatte befestigt ist, aber auch hier gilt: Vertrauen ist der Anfang von Allem 🎲🎲.

Zum Abschluss des Tages habe ich noch ein wenig an den hinteren Radhäusern laminiert, und, da ja die Festtage bevorstehen, noch gefegt und aufgeräumt 🎅🎅🎅. Zwischen den Feiertagen (nein, nicht „zwischen den Jahren“) ist noch Zeit genug, alles wieder unordentlich zu machen, In Punkto 5S ist das Ziel sowieso, einen Grossputz dann zu veranstalten, wenn N seine Schleiforgie am Nachbarplatz beendet hat …

Später mehr,

Udo

Build log, 16.12.17

Bald ist das Jahr zu Ende, und deswegen haben wir (jaja, ich hatte Hilfe) im Schlussspurt so richtig etwas nach vorne gebracht – ist zumindest meine Meinung, mit der ich allerdings heute alleine stand, was ich gar nicht verstehe. Ihr als Leser könnt euch ja aber eure eigene Meinung bilden 📓📘📗📕📙📔.

Erst einmal habe ich die Verbindung der Primärbenzinpumpen zu den Kraftstofftanks neu verlegt, weil der Schlauch in der Ursprungslage oberhalb des niedrigsten Tankniveaus lag, was zu Problemen mit der Kraftstoffversorgung als solche führen könnte. Also habe ich mir eine 180 Grad Dash 10 Verschraubung besorgt, ebenso ein männliches/männliches Reduzierstück auf Dash 6, und dann noch einen Dash 6 Schlauchanschluss. Alles mal zwei, da ja zwei Kraftstofftanks im Auto sind. Dies mit dem Kraftstofffilter und dem Tankanschlussschlauch verschraubt …

… und dann eingebaut, gestaltet sich die Sachlage nunmehr technologisch optimiert:

Damit der Kraftstofffilter nicht mit der Pumpe kollidiert und häßliche Geräusche und Schäden durch mechanische Beanspruchung erfährt, sind beide nun mit Kabelbindern und isolierender Gummiauflage miteinander verbunden 🎀🎀🎀.

Nach getaner Arbeit ging es an die Verbindung zwischen Getriebe und Motor. Erst einmal die Adapterplatte aus Aluminium (!!j an den Motor geschraubt, zusammen mit dem mittlerweile pulverbeschichtetem Leitblech …

… und dem Anlasser, passte das erst einmal zusammen (was später geschah, lest ihr später noch). Beachtenswert ist die Verschraubung des Anlassers (es bestehen übrigens mehr oder weniger berechtigte Zweifel, ob er den Motor in Schwung setzen kann) mit drei Sechskantschrauben.

Bei der Kupplung habe ich mich natürlich für die „reinforced version“ entschieden, siehe oben. Überraschenderweise konnte die Kupplung ohne Auf- oder Nachbohren montiert werden, ein irgendwie befremdlicher Umstand:

Immer noch sind die drei Sechskantschrauben an der Anlasserbefestigung zu sehen … … die ich im Laufe des Nachmittages gegen M10 Senkkopfschrauben ersetzen musste (ich weiss auch nicht, was N nicht hat), da es mit eben den Sechskantschrauben zu einer Kollision mit dem Getriebe kam. Es geht doch wirklich nichts über einbaufertige Produkte aus der Fachwelt 😕🙁☹️. Bestellt hatte ich nämlich einen funktionsfähigen Adapterkit, aber es reicht ja aus, wenn dieser nach diversen Modifikationen funktioniert 🤣🤣🤣. Optisch jedenfalls sehr gefällig, und wenn der Anlasser seinen Aufgaben dann doch nachkommt, haben wir es hier mit einer gelungenen Verbausituation zu tun.

Da die Kollisionsproblematik nun behoben war, erfolgte die Anprobe des Getriebes an den Motor. Auch hier waren nur marginale Anpassungsarbeiten erforderlich (fehlende Bohrungen in der Adapterplatte, mangelnder Freigang für Schraubenmontagen am Getriebe), aber am Ende eines überaus erfolg- und ereignisreichen Tages fanden Motor und Getriebe doch noch zueinander:

Etwa in der Getriebemitte ist die Anbindung der Bowdenzugschaltung erkennbar, die B irgendwie in das Getriebe implantiert hat. Das könnte so funktionieren …

So, morgen sind wieder einige Schrauben zu organisieren, die trotz Weihnachtszustellchaos hoffentlich im Laufe der Woche bei uns eintrudeln werden, um dann eine finale Anbindung zwischen Motor und Getriebe realisieren zu können.

Irgendwann in den nächsten Tagen könnte der Motor dann in das Auto eingebaut werden – bald ist Weihnachten, und da kann man sich ja etwas wünschen 🎅🎅🎅.

Später mehr,

Udo

Build log, 09.12.17

Nach einer Woche Pause habe ich mich gestern an die Montage der Schaltkulisse gemacht. Genau genommen ist der Ausdruck „Kulisse“ irreführend, da es keine gibt, weswegen der Ausdruck „Schalthebel“ wohl besser passt, auch wenn er irgendwie langweilig klingt ☹️🙁😕. Im nicht verbauten Zustand sieht das aus UK importierte Teil so aus:

Kundige Leser sehen sofort, dass ich mich für eine Gangwahl mittels Bowdenzügen entschieden habe. Dies ist deswegen so, weil die Getriebebetätigung auf der linken Fahrzeugseite sitzt, ich aber gerne mit der rechten Hand schalten möchte, was bei einer Gestängebetätigung zu einer größeren Baustelle führen würde. Um dies zu vermeiden, habe ich mich für ein „Getriebekit“ samt des beschriebenen Schalthebels entschieden. Mal sehen, wie das fährt, wenn es dann fährt.

Da im Innenraum des GT40 leider etwas Raumnot besteht, musste ich mehrere Iterationen hinter mich bringen, um eine geeignete Verbauposition zu finden, die eine kollisionsfreie Schaltung ermöglicht. Die dann schliesslich gefundene Lage zeigt das folgende Bild:

Je nach Stellung des Schalthebels befindet sich der noch zu organisierende Knauf vor dem Lenkrad, oder seitlich davon, jedenfalls immer in dessen unmittelbarer Nähe, was zunächst einmal gut und richtig ist. Das Einsteigen in das Fahrzeug wird übrigens durch den Schalthebel nur geringfügig erschwert 🤸‍♀️🤸‍♀️🤸‍♀️

Ausserdem standen einige Hilfstätigkeiten zur Elektromontage an; so habe ich mehr oder minder erfolgreich Kabel umwickelt und sogar eigenhändig verlegt! Ein Traum …

Thematisch naheliegend zur Montage des Gangwahlhebels war es dann, das schon vor langer Zeit erstandene Adapterkit zwischen Ford Motor und Audi/VW Getriebe in Angriff zu nehmen. Das Elend begann damit, dass nicht alle Bohrungen der Aluminiumadapterplatte zum Ford Motor passten (etwas auffeilen, und fertig), und setzte sich fort, da das mitgelieferte Leitblech nicht mit dem Anlasser verbaubar war (etwas abschneiden, und fertig), und gipfelte schliesslich darin, dass der Anlasser insgesamt nur sehr widerwillig mit der vorhandenen Umgebung harmoniert, oder, ums es mit einfachen Worten auszudrücken, er kollidiert mit dem Motor. B meint, das es eng und problematisch, aber nicht unmöglich wird. Das lässt hoffen.

Aus purer Verzweifelung habe ich es versäumt, das Desaster zu fotografieren, also gibt es an dieser Stelle auch nichts zum Gucken. Falls der Zusammenbau klappt, liefere ich in der nächsten Woche nach 😏😏

Später mehr,

Udo