Build log, 24.11.18

Ein erneuter Motorstart brachte mehrerlei zutage:

1. Die Verschraubungen am Kraftstoffcatchtank zeigen sich nach letztwöchiger Reparatur als dicht, sehr gut

2. Ebenfalls erfolgreich war die Modifikation auf der Wasseransaugseite (wir erinnern uns, dass ich das Silikonwinkelstück gegen Edelstahl ersetzt hatte)

3. Mit der Funktion der Lichtmaschine bzw. deren Wirken im Fahrzeug insgesamt stimmt etwas nicht, da die Batterie nach ca. 10 Betriebsminuten einen weiteren Motorlauf vereitelt

4. Tank- und Öltemperaturanzeige im Cockpit nehmen am Leben noch nicht teil

5. Während des Schliessens der Drosselklappen (man könnte auch sagen „beim Gaswegnehmen“) kommt es zu übermäßiger Flammen- und Geräuschbildung am linken Schalldämpfer, in den ja bekanntermaßen zwei linke und zwei rechte Motorauslässe münden. Da ist wohl noch Adjustage notwendig, offenbar auf der Krümmer- oder Steuerungsseite, da der Motor bei Udo Fink ja schon einmal lief. Ich hoffe nicht, dass es mit der meinerseits veränderten Entlüftung in den Ölcatchtank zusammenhängt

Fragen über Fragen, die allsamt noch in der kommenden Woche zu klären sind. B wollte Messmittel mitbringen, um Ursachenforschung zu betreiben 🤷‍♀️🤷‍♂️

Desweiteren standen die Laminatarbeiten an den Radhäusern des rear clips an, die ja bekannterweise nicht geräumig genug sind, um die Hinterräder aufzunehmen. Den hinteren Bereich habe ich einfach „frei Schanuze“ angezeichnet und weggeschnitten, wobei die Sicherstellung der einheitlichen Linienführung schon wichtig war:

Das dabei entfernte Teil sah dann so aus …

… und wird durch diese frisch laminierten Streifen später ersetzt, so sie denn getrocknet sind (was bei den gestrigen Temperaturen ein wenig Geduld erfordert):

Der vordere Bereich der Radhäuser, die ich aus Aluminiumblech gefertigt habe, zeigt ein ähnliches Platzproblem, so dass ich diese teilweise entfernen werde und gegen laminierte Einsätze ersetze. Um diese herzustellen, habe ich auf das bewährte Prinzip der Verwendung von Negativformen aus Zargenschaum zurückgegriffen. Im vorderen Bildteil ist die Form für die linke Radhausseite erkennbar, die allerdings noch einigen Feinschliff benötigt, während der noch trocknende Rohling für die rechte Seite dahinter erkennbar ist:

Eventuell hätte statt der 0,75 Literflasche Zargenschaum auch der kleine Bruder mit 0,5 Liter Volumen ausgereicht, aber die Reste lassen sich bestimmt in Zukunft noch sinnstiftend einsetzen 😉😉.

Später mehr,

Udo

Build log, 17.11.18

Die hinteren Radhäuser, deren mangelnde Größe ich schon im letzten build log beklagt hatte, erwiesen sich bei nochmaliger Inspektion sowohl vorn als auch hinten als ausbaunotwendig. Ein Blick auf meine Fasermattenrestbestände zeigt, dass ein Neukauf für die anstehenden Laminierarbeiten notwendig wird. Damit wäre die Agenda für den nächsten Bauabschnitt schon einmal geklärt.

Gestern jedoch ging es erst einmal darum, die Flüssigkeiten im GT40 dort zu halten, wo sie hingehören, nämlich in die dafür vorgesehenen Leitungen, Rohre und Tanks. Wir erinnern uns, dass der Benzincatchtank eine weitere undichte Verschraubung aufwies, die leider nur mit Tankdemontage zu reparieren war. Da die Catchtankverschraubung durch den rechten Haupttank verdeckt ist, habe ich denselben erst einmal gelöst und leicht abgelassen …

… dann alle Verschraubungen am Catchtank gelöst und diesen unter Mithilfe Dritter vom Fahrzeug gelöst:

Aufrecht an der Werkbank stehend, konnte das 9/16×18 UNF-Gewinde dann nachgeschnitten und mit neuer Dash6 Verschraubung versehen werden. Ich hoffe, dass sich der Behälter damit für die Zukunft als endbehandelt darstellt.

Die zweite Baustelle befand sich auf der Wasseransaugseite. Mein 90 Grad Reduzierschlauch zog sich durch den Unterdruck, den die Wasserpumpe im Leitungssystem erzeugt, derart zusammen, dass a) der Wasserdurchfluss gestört und b) die Lebensdauer des Schlauches stark eingeschränkt wäre. Hier die Sachlage, wie sie nicht funktioniert:

Bei der Demontage hat sich das Fahrzeug entschlossen, ca. 5 Liter Kühlflüssigkeit abzugeben, die in die neu erstandene Auffangwanne und von dort später wieder in den Kühlkreislauf gelangt sind. Hier nun die Lösung, die zumindest mehr Aussicht auf Erfolg verspricht:

Der nächste Motorstart wird die Wahrheit schonungslos zutage fördern. Die Baumarkschlauchschellen habe ich übrigens gegen das Profizeugs von ABA ersetzt (auch farblich in blau gut harmonierend) – das gibt zumindest das beruhigende Gefühl, dass weitere Mängel nicht durch die Schellen verursacht werden 😉.

Später mehr,

Udo

Build log, 10.11.18

Die modifizierte und mit dem Rahmen verschweisste Abstützung am Getriebe habe ich nochmal lackiert und diese Baustelle damit hoffentlich geschlossen:

Dann stand die Reparatur der undichten Dashverschraubung am Benzincatchtank an. B hat einen Zollgewindebohrer-/-schneidsatz erstanden …

… und der 9/16×18 UNF steckt hier mit viel Fett zum Späneauffangen im Tank:

Wie sich später herausstellte, war dies nicht leider die einzige undichte Verschraubung, und damit ist die Agenda für die kommende Woche schon einmal gesetzt 🤨.

Hier noch die Anbindung des Gaszuges an der Lenksäule, die ich winkelseitig so angepasst habe, dass der Zug exakt gerade zwischen den Befestigungen an Pedal und Lenksäule verläuft:

Weiter ging es mit dem Auffüllen von Flüssigkeiten, diese Mal das AP brake & clutch fluid:

Die Leitungsentlüftung hat schon mal begonnen, aber da ist nochmals Handanlegen gefordert, da noch Restluft in den Leitungen steckt. Die vorerst gute Botschaft: noch sind die Brems- und Kupplungsleitungen dicht (die Undichtigkeit in der Kupplungsleitung der Cobra ist allerdings erst nach einigen Tausend Kilometern zutage getreten 😒).

Und dann kam der grosse Augenblick, da der GT40 erstmals auf eigenen Rädern stehen sollte. Schritt für Schritt haben wir vorn und hinten die Höhe der Böcke, auf denen das Fahrzeug seit Monaten stand, reduziert, und dann der große Augenblick:

Oben im Bild mit geöffnetem rear clip, und unten mit geschlossenem:

Weil es so beeindruckend ist, hier noch eine Impression von der rechten Seite:

Nun war es am Abend an der Zeit, einen weiteren Motorstart zu wagen, der zweierlei zutage brachte: erstens ist, wie eingangs schon erwähnt, eine weitere Dashverschraubung am Catchtank undicht, und zweitens zog sich das 90 Grad Reduzierstück im Wasseransaugtrakt aus Silikonschlauch derart zusammen, dass ich den Plastikkram gegen Metall ersetzen werde. Heute habe ich schon einmal eine ultraflache 14 Liter fassende Auffangwanne erstanden (die Bodenfreiheit ist doch insgesamt recht eingeschränkt), um die beim Tausch auslaufende Kühlflüssigkeit aufzufangen. Das wir eine Panscherei …

Erwähnenswert ist auch noch, dass die Radhäuser des rear clips ein Stück zu klein sind, um die 295er Räder aufzunehmen, und dass hier deshalb eine kleinere Nacharbeit erforderlich sein wird 😖.

Später mehr,

Udo

Build log, 03.11.18

Einer Eingebung folgend habe ich mir heute die Sitze geschnappt, da diese noch nie mit den Sitzquerträgern und Holley-Steuergerät und Schaltkulisse verbaut waren. Beginnend mit dem linken Sitz (Beifahrer) war alles wie gemalt: das Lochbild von Sitz und Querträgern harmonierte perfekt, und das Steuergerät verschwindet ohne Kollision hinter dem Sitz:

Die Querträger der rechten Seite mussten, wie im Bild oben erkennbar, noch montiert werden, und auch hier passten die Lochbilder perfekt zusammen. Perfekt war die Nummer bis auf den Umstand, dass Sitz und Schaltkulisse kollidierten, aber am Ende wurde alles gut, da die Schaltkulisse nun eine Freimachung aufweist, so dass Schaltung mit dem Sitz in guter Nachbarschaft wohnen wird:

Den restlichen Tag habe ich mit Restarbeiten (passt gut zusammen) verbracht, zum Beispiel mit dem Anschweissen der modifizierten Rahmenstrebe, die der Schaltung am Getriebe weichen musste. Die Strebe habe ich dann auch noch gleich lackiert, so dass Farbe und Korrosionsbeständigkeit wieder passen.

Die Tankanzeige ist ebenfalls angeschlossen – endlich ist mir klargeworden, wozu die kreisrunde Öffnung hinten im Schweller gedacht ist:

Da ja der Fahrbetrieb immer näher rückt, dachte ich, dass es eine gute Idee wäre, noch nicht final angezogene Schrauben zu suchen und zu finden, was sich im Nachgang als nützlich erwies, da ich noch einige Verschraubungen übersehen habe – aber das ist jetzt alles Geschichte 😉.

Zum Feierabend dann ist Verkabelung und Pedallerie im Vorderwagen endmontiert worden – am nächsten Bautermin ist dann noch einmal die frisch geschweisste Strebe zu lackieren, und dann wird der GT40 auf die Beine, ich meine Räder, gestellt.

Dann läuft der Motor hoffentlich auch rund, und ich kann dann – deja vu – wieder mit der Anpassung des rear clips an die Hinterräder beginnen. Gut, dass ich noch Harz, Härter, Matten und Spachtelmasse im Schrank stehen habe 🙂😒😕😀.

Später mehr,

Udo

Build log, 01.11.18

Gestern war Grossschraubtag, und da ich gerade bei Ikea in der Umtauschschlage stehe, kann ich auch schriftstellerisch tätig werden.

Der Wasserkreislauf des Motors musste befüllt werden, siehe hier:

Erfreulicherweise konnte wasserseitg keine Leckage detektiert werden, sehr positiv 😄. Für den Überlauf des Sammelbehälters habe ich im Internet diesen formschönen Schlauch gefunden …

… und standesgemäß verschraubt. Dann der große Moment des Motorstarts (ob das Video sehbar ist, weiss ich nicht):

Leider leider schade kam dabei zutage, dass eine Verschraubung am Kraftstoffcatchtank undicht war. Wenn jemand einen 9/16×18 Gewindebohrer am Start hat, würde ich den mal ausleihen wollen …

Später mehr,

Udo