Build log, 27./28.12.19

Die Idee mit den hinteren Radhäusern als Ersatzteile mag eine gute Idee gewesen sein, oder auch nicht, jedenfalls ist so etwas für 1964er Falcon nicht zu kaufen. Also habe ich die stärker in Mitleidenschaft gezogenen rechten Radhäuser gerichtet, und die von Vorbesitzern vorgenommenen Einschnitte verschweisst, so gut es (für mich) geht:

A pros pos gut – ihr Leser seid die Einzigen, die das zu sehen bekommen, da ja später die Außenhaut darüber liegt 😃. Das nächste Bild zeigt den hinteren Bereich des linken, also besser erhaltenen Schwellers. Nach Entfernen eines korrodierten Bleches am Radhaus unten links traten allerhand Brocken aus dem Fahrzeug heraus – auch Stanniolpapier, was ein gewisses McGyver-Ambiente aufkommen ließ:

Die gleiche Stelle rechts wies zwar keine Aluminiumfolie auf, aber dafür seltsame Patchwork Arbeiten an völlig defomierten Schwellerblechen:

Zum Verdauen für die Nacht war das zunächst ausreichende und gleichzeitig schwere Kost 🤫.

Am Samstag dann, bei -1 Grad C, brauchte ich eine Tätigkeit zum Warmwerden und -bleiben. Also habe ich mich entschlossen, den hinteren Boden auch noch von Schmutz und Lack und Sonstigem aus fünfundfünfzig Jahren zu befreien (der vordere ist schon gemacht). Körperlich eher anspruchsvoll, war das Ergebnis eher anspruchslos:

Erahnbar für den, der es weiss, ist ein horizontal verlaufender Riss entlang der Sicke, die offenbar das eindringende Regenwasser (oder Coca Cola der Fondpassagiere) jahrelang aufgefangen und gegen Heraustreten aus dem Fahrzeug gesichert hat – bis, ja bis zuviel Fe2O3 et al angefallen und das Blech durchrostet war. Also stand Heraustrennen an, denn „Zuschweissen“ war nach zirka dreissig Übungsminuten mit meinen Schweisskenntnissen keine Option mehr.

Nach dem Heraustrennen und vorherigem Aufbohren der Punktschweissverbindungen dann der Boden mit Blick auf Verbundpflaster und Schalldämpfer, den ich zum Glück nicht durchtrennt habe:

Das Restblech ist im unteren Bildteil erkennbar.

Auf der rechten Seite ist der Verschleiß anders, aber nicht wirklich besser. Daher habe ich auch hier einen Teil des Bodenbleches herausgetrennt, um es später gegen ein nicht korrodiertes auszutauschen.

Einige überflüssige Halter an der Trennwand zum Kofferraum sind dann auch noch entfallen, zum Beispiel diese hier:

Und auch diese:

Es ist wie bei der Brigitte-Diat: jedes Gramm zählt auf dem Weg zum Glück, oder zum Sieg, oder zum Mitfahren im Mittelfeld.

Es gibt noch einiges zu tun, daher später mehr,

Udo

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