Wenn ich mich im letzte blog leicht negativ über die Kunststoffkarosserieteile geäußert habe, so möchte ich dies an dieser Stelle auf das Äußerste widerrufen. Nicht genug damit, dass die Anbindungspunkte der Fender völlig in der Wiese stehen, auch die Türen sind mängelbehaftet in der Art und Weise, dass sie 20 (!!!!) mm zu kurz sind 😠. Aber eines nach dem anderen. Nachdem ich den linken fender an den Befestigungspunkten der A-Säule viermal auflaminiert und in zahllosen Iterationen passend geschliffen habe, liessen sich fender und Motorhaube einigermaßen harmonisch zueinander einbauen. Ein Blick durch die Scheinwerferöffnung offenbart, dass die Passgenauigkeit der fender zumindest konstant (schlecht) ist:

Die blauen Pfeile auf dem weissen fender zeigen an, wo Material fehlt. No comment any more. Ich habe dann drei Aluminiumbleche zurecht geschnitten, diese mit dem fender verklebt …

… und anschliessend laminiert:

Das sollte so passen und funktionieren.
Zurück zur Tür. Die linke Seite, wirklich bleischwer, stand zur Demontage an. Griff und Schliessmechanismus werden noch gebraucht, vermutlich auch das Dreiecksfenster. Zum Schliessmechanismus läßt sich ausführen, dass dieser außergewöhnlich komplex und schwer ist, und ich noch überlegen muss, was ich davon wieder einbaue, und was lieber nicht.
Nach dem Entfernen der Scheiben und der Betätigungselemente ist die Tür übrigens kaum leichter geworden, dafür aber auch nicht durchgerostet. Man muss eben abwägen 🤔.

Da das Laminat an den fendern noch trocknen musste, habe ich mich wieder mit den Türscharnieren beschäftigt. Deren Dimension ist, bei Berücksichtigung des festgestellten Türgewichtes immer noch konservativ bemessen, für die Sauerkrauttüren allerdings lächerlich zu massiv. Also stand wieder Diät auf der Agenda, hier zwei der Patienten nach erfolgten Leichtbaumaßnahmen:

Die Türseite der Scharniere, im Bild rechts, nehme ich mir später vor.
Übrigens habe ich fast alle Teile des Falcon, die nicht verwendbar sind (z.B. Bremsen, Hinterachse, Ansaugbrücke, Glocke, …), verkauft, und so konnte ich ein Borg Warner T10 erstehen und zu GO zur Überholung bringen. Hier der Ausgangszustand …

… und hier ein Zwischenstand im Demontageprozess:

Soeweit sieht alles ganz brauchbar aus, die Zahnräder scheinen OK, das Gehäuse rissfrei. Der einzige Wermutstropfen ist, dass die Abtriebswelle nur 25 splines aufweist, und daher „prone to breakage“ ist, und konsequenterweise gegen eine 28 spline Variante ersetzt werden muss. Es hätte schlimmer kommen können 😁
Vorichtshalber werde ich noch zwei Dosen Harz für die Laminierarbeiten bestellen, ich habe da so eine Ahnung …
Später mehr,
Udo