Die euphorisch positive Meldung der gelungenen Probefahrt mit dem GT40 erfuhr am vergangenem Sonntag eine jähe Wendung, da sich die „Gasannahme“ nach wenigen Kilometern als fehlerhaft erwies. Mit letzter Kraft und im ersten Gang habe ich es dann noch bis zur Garage geschafft, und den Sonntag halbfrustiert beendet.
Mit tatkräftiger Wirkung B‘s sind sämtliche offensichtliche Störstellen analysiert, die für die deutlich zu fette Gemischaufbereitung verantwortlich sein könnten (Zündspule, Zündverteiler, Holley Steuergerät, Batterie, Lambdasonde, diverse Sensoren) und für i.O. befunden worden. Der Anruf beim Motorenbauer in Bremen ergab, dass es sich um ein offenbar landläufiges Problem handelt, da „das System“ in eine Art Spirale des fetter werdenden Gemisches enden könnte, und konnte. Die Lösung lag in einem Neustart des Lernkennfeldes, unter Zuhilfenahme von PC und Software.
Meine Aufgabe in diesem Zusammenhang bestand im Wesentlichen darin, den Motor zu starten und unterschiedliche Gaspedalstellungen zu realisieren. Ohne Trennwand sitzend im Fahrzeug ein etwas befremdlicher Anblick (mein Hemd ist links im Bild erkennbar) …

…, aber alles ist gut gegangen. Morgen gehe ich auf Jagd nach einer passenden Lambdasonde, die eventuell Schaden genommen hat, und dann geht das Anlernen der Steuerung von vorne los.
Genug GT40 für heute, aber auch am Falcon ging es quasi parallel voran. R hat einige Fotos der Lackierarbeiten gesendet, es sieht schon fast fertig aus:


Mein Teil der Falcon-Arbeiten bestand in der Beschäftigung mit der Kardanwelle. Das Kreuzgelenk am Differential liess sich weder mit guten Worten noch härteren Traktierungen zur Demontage bewegen, und daher habe ich zur Trennscheibe gegriffen, und das Kreuzgelenk zerstörend demontiert.

Es gibt natürlich unzählige Varianten der benötigten Gelenke, aber eine passt erfreulicherweise genau:

Vorne im Bild sind die U-förmigen Klammern erkennbar, die zur Befestigung des Gelenkes am Differential dienen …

… und hier die gleichen Teile nach erfolgter Reinigung:

Sieht aus wie neu, und wird nochmals verbaut werden.
Schliesslich fiel die Kardanwelle durch eine insgesamt eher unfreundliche Oberfläche auf, die ich durch Schleifen zu verbessern gedachte …

… und diesen Job bis zum Ende auch durchgehalten habe (ein Schlauer trimmt ja bekanntermaßen die Ausdauer 🤓). Hier die Welle stehend gereinigt …

… und hier stehend lackiert:

Die stets zuletzt sterbende Hoffnung ist, dass die Welle trotz notwendigen Austausches der Getriebe vom Ford Toploader zum BorgWarner T10 noch passt.
Später mehr Hoffnung auf ein happy end,
Udo