Pickup log, 30.12.21

Nur kurz ein echter Meilenstein im Falcon-Bau: heute haben N und ich den Motor von G abgeholt, und zur Gewöhnung schon einmal neben den Falcon abgestellt:

Der 289er ist hoffentlich für mehr als 300 PS gut, und die kommenden Wochenenden werden zeigen, ob das oben Gezeigte ohne Vollmontage der Krümmer in das Auto passt. Suspense.

Später mehr Krimi,

Udo

Build log, 27./28.12.21

Es geht nachweihnachtlich weiter. Die Zündkabel mit 90 Grad Anschluss für die Zündkerzen sind geliefert und eingebaut …

… ebenfalls sind die Krümmer final angebaut:

Ohne Isolierband (thermisch wirkend) wird es, einem kurzen Testlauf folgend, wohl zu heiss im Motorraum werden – das Band ist schon einmal bestellt, und kann nach Abholung des Motors umwickelt werden.

Als Ersatz zu den sealed beam Scheinwerfern, die ursprünglich im Falcon eingebaut waren, habe ich neumodischen Kram aus dem www bestellt, passt übrigens wie dafür gemacht:

Da ich mich belehren lassen durfte, dass Rennwagen typischerweise nicht über Geschwindigkeitsmesser verfügen, sondern per Drehzahlmesser bewegt werden, habe ich das erstgenannte Instrument ausgebaut, um es gegen sinnvollere Anzeigeeinheiten zu ersetzen, im Detail „Unterdruck“ und „Benzindruck“. Hier das Instrumentenblech nach dem Umbau …

… und hier mit neu bestückten Instrumenten, noch nicht ganz vollständig:

Unter höchsten akrobatischen Anforderungen musste dann der Bremslichtsensor eingebaut werden. Das Produkt besteht aus einer Feder mit Haken, der im Pedal eingehängt wird, und einem Sensor, der bei hinreichend großer Federspannung ein elektrisches Signal aussendet (so stelle ich mir das zumindest vor, vereinfacht ausgedrückt). Auf einem Montageblech befestigt, habe ich den Sensor mit der Pedallerie verschraubt:

Den Rest erledigt B bestimmt später, hoffentlich bald.

Die Anzahl der Sicherungen im Zehnerhalter reicht leider nicht aus, weswegen ich noch einen Sixpack daneben angebaut habe (natürlich mit Versetzen des Zehnerhalters im eingebauten Zustand nach links):

Mehr racing geht vermutlich schon, fällt mir aber nicht ein.

Unter vollständiger Kenntnis all der notwendigen Iterationen, die benötigt werden, um Türen in Pkw einzubauen, ging es dann noch an die Montage der linken Seitentür. Wem das Spaltmaß nicht gefällt, der oder die möge sich einen Golf Plus o.ä. kaufen. Für einen Rennwagen im Alter von 57 Jahren ist das für mich akzeptabel (oder, um es mit Loriot zu sagen: es gibt Wichtigeres im Leben 🤨).

Eine mögliche Dichtung der Scheibe unten ist hier noch aufgeführt:

Um auch nach hinten heraus einen guten Blick zu haben, sind Außenspiegel geschätzt. Zur Anbringung habe ich mich auf Sitzhöhe in den Falcon positioniert, um einen geeigneten Einbauort zu finden, hier markiert:

Zur Anwendung gekommen sind dann ultimative Leichtbauspiegel, die sich schon im grünen Auto bewährt haben:

Deren Montage auf konkaver Oberfläche hat einiges Nachdenken erfordert, hat aber dennoch geklappt.

Später mehr Überraschendes,

Udo

Build log, 18.12.21

Vorweihnachtliche Überraschungen kann ich heute vermutlich nur in begrenztem Umfang bieten, dafür aber vorhersehbares Baugeschehen für alle versierten Teilnehmer dieses blogs.

Die Eröffnung macht die Kofferraumklappenarretierung aus Leichtbaumaterial: Edelstahlseil der Dicke 1,5mm, Aluminiumwinkel und -niete, sowie vier Schrauben und drei Muttern, voila:

Bei Starkwind von vorn könnte es kritisch werden, aber dann muss der Falcon einfach um 180 Grad gewendet werden 🏎↩️.

Die Türscheiben mit Schiebefenster mit abtupfbarer Dichtmasse sind genauso eingebaut …

… wie die von innen zu bedienenden Türöffner (die immerhin denkbare Alternative des Öffnens mittels äußerem Türgriff bei Nutzung des Schiebefensters erschien mit zu akrobatisch), die per Seilzug betätigt werden:

Die untere, hintere Befestigung der front fender geschieht mit im Schweller eingelassener Käfigmutter nebst passender Schraube. Dieses Ensemble ist auf der linken Fahrzeugseite erhalten und funktionstüchtig, rechts leider abhanden gekommen, oder kurz: weg. Daher ist diese Unterbaugruppe entstanden …

… und im folgenden Bild eingebaut zu sehen, befestigt mit einer Senkkopfschraube 😉:

Nicht alle Leser werden ermessen können oder wollen, welcher Zeitaufwand hinter dieser Pillepalle steckt 🤷‍♂️.

Auch der Weg ist ein Ziel, und ersterer ist nicht immer eben und geht selten geradeaus. Dieser schlaue Spruch passt sehr gut zur weiteren Verkabelungsarbeit durch B, die ich wieder handlangerisch begleiten konnte.

Das Augenmerk möchte ich auch auf den Faltenbalg gerichtet wissen, verschraubt mit der GfK-Abdeckung der Schaltung.

Zum Ende dieses adventlichen blogs noch ein Schnappschuss zur selbstgebauten Kabeldurchführung durch die Stirnwand:

Zweigeteilt ausgeführt, kann diese immer wieder einmal weitere Kabel aufnehmen, an deren Verlegung heute noch niemand denken konnte.

Genug für 2021, wir lesen uns im neuen Jahr (es sei denn, dass sich Gelegenheiten zwischen den Feiertagen ergeben, you never know), und damit wieder,

später mehr von

Udo

Build log, 11.12.21

Angefangene und nicht beendete Dinge warteten auf Fertigstellung (eigentlich recht viele, aber hier das Nahegliegenste): die Kofferklappe benötigte ja noch Anschläge, die während der Woche geliefert wurden, hier eingekürzt und verbaut dargestellt:

Damit passt die Klappe nun sehr stimmig in die gesamte Toleranzsituation aus den mittleren 1960er Jahren:

Aus dieser Perspektive wirkt der Falcon etwas groß, aber das liegt tatsächlich nur am ungünstigen Aufnahmewinkel.

Bleiben wir für einen weiteren Augenblick am Fahrzeugheck, da die Heckscheibe aus Makrolon ebenfalls zugeschnitten ist, und demnächst per Gummidichtung eingezogen werden kann (es gibt sooo viel zu tun 💪):

In dieser Ansicht wird auch das Spaltmaß, das insgesamt ein wenig breit daherkommt, nochmals schön sichtbar. Ganz schön also.

Weiter ging und geht es mit der Trennwand zum Kofferraum, die ja aus einem ein Millimeter dicken Aluminiumblech besteht. Hier habe ich zwei Durchbrüche für die Kraftstoffleitung und das Wellrohr, das die elektrischen Leitungen für den Hinterwagen beherbergen wird, eingebracht und mit Gummimuffen versehen, concours de elegance:

Bevor ich zur elektrischen Montage übergehe, sei noch rasch der Zusammenbau und die vorherige Anpassung des Schaltknaufs erwähnt, den ich vom Treckershop erstanden habe. Das Gewinde M10 im Knauf ist natürlich für den Schalthebel mit Aussengewinde 1/2“ UNF nicht kompatibel. Zum Glück nenne ich einen zölligen Gewindebohrer- und -schneidesatz mein Eigentum, der übrigens mit einem komplett überdimensionierten Wendeisen daherkommt:

Das ist aber egal, solange das Ergebnis stimmt:

Im oberen Bild möchte ich die Aufmerksamkeit auch noch auf das sehr aufgeräumte Cockpit legen, das unter Einwirkung B‘s inzwischen so aussieht …

… und später so:

Wie sagen wir im Norden nochmal? Watt mutt, datt mutt, oder um es mit der scheidenden Kanzlerin zu formulieren: alternativlos.

Nach Expertenaussage sei die Hälfte geschafft, immerhin. Im Vorderwagen existiert auch schon der Entwurf eines Kabelbaums, den ich zwar nach strikter Anweisung, aber immerhin mit einer gewissen Selbständigkeit (oder besser Unbeobachtetbarkeit, wie es so schön heisst), dort hingebaut habe:

Demnächst kann ich meine Grundkenntnisse im Kabelziehen, da der Falcon wie gesehen auch über einen Hinterwagen verfügt, weiter ausbauen.

Später mehr Bautätigkeit und Baustelle,

Udo

Build log, 04.12.21

Let‘s go on: die Türen hatte ich gestern nicht mehr fertig gestellt, wegen aktuellem Kälteeinbruch um 19:00.

Heute dann dieses: die Makrolonscheiben lassen sich wie von Geisterhand von unten in die frisch montierten Scheibenrahmen einfädeln, und nachdem ich oben und hinten einige Anpassungen am Makrolon vorgenommen hatte, war dieser Halbzustand hier …

… in einen Fast-fertig-Zustand überführt.

Die Stempelung der Scheiben kommt aktuell als eine Art Aufkleber daher, sozusagen eine völlig innovative Klebestempelung (heutzutage gibt es ja an jedem Tag eine neue Erfindung, verrückt 🤓, oder?).

Abschliessend zum Thema möchte ich beide, nach Leichtbaugesichtspunkten optimierten Seitenscheiben nochmals vorstellen:

Okok, im nicht-sichtbaren Bereich könnte ich noch einige Löcher einbringen, aber 2022 ist ja noch nicht komplett ausgebucht.

Die Vorderachsverschraubungen hatte ich noch nicht festgezogen und mit Splinten gesichert, jetzt schon erledigt:

Dann kam B vorbei, um eben die Elektrik zu machen (oder damit zu beginnen). Der Zusatzträger in Fahrzeugmitte ist schon einmal vorinstalliert, wobei ich den Quasivorwurf der zu engen Schalteranordnung damit parieren kann, dass Eisen (mein Fachgebiet) erst dann qualitativ hochwertig ist, wenn keine Hohlräume welcher Art auch immer bestehen. Also ist hier noch viiiiel Potential und freies Volumen verfügbar:

Parallel dazu habe ich noch Spaß mit der Heckklappe gehabt, und diese unter Mithilfe N‘s am Fahrzeug befestigt. Insbesondere die hintere Verriegelung finde ich ansprechend, die allerdings noch einen Anschlag in Z benötigt (das Spaltmaß genügt weder Volkswagen- noch Toyota-Standards):

Später mehr Dinge ohne Anschlag und sonstige Orientierung,

Udo

Build log, 03.12.21

Einen Spätnachmittaglog kann ich heute anbieten, in dem es um die Türenmontage geht. Griff und Schloss der linken Tür waren ja schon im letzten log zusammengebaut vorgestellt, also war nun die rechte Seite an der Reihe. Wieder einmal ging das flüssiger von der Hand als beim ersten Mal, oben im Bild ist auch schon der Mechanismus für die Türinnenbetätigung zu erahnen:

Die Seitenscheiben aus Makrolon muss ich noch anpassen, habe aber schon einmal die Befestigungswinkel in Stellung gebracht …

… und mit der Tür verschraubt.

Schliesslich galt es noch, die Dreiecksfenster mit der Tür zu verheiraten, und das Schwenkfenster samt neu in den USA erstandener Dichtung (schwarz im Bild) einzubauen:

Das ist alles elendig schwer, und ob das so auf Dauer bleibt, weiss ich auch noch nicht. Ich hoffe allerdings, dass es im kommenden Jahr einige Benchmarkfahrzeuge zu begutachten gibt, bei denen ich mit etwas abgucken kann.

Später mehr Hoffnungsvolles,

Udo